Profil von Lisa Nicolis

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Anzahl Gedichte: 208
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Gedichte gelesen: 11.687 mal
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Titel
8 Großstadtmoment 20.09.25
Vorschautext:
Die Nacht streut schon wohlige Stille
und suhlt sich im Licht der Laternen.
Der Mond schwebt mit Halbmondpupille
und zwinkert sich durch alle Fernen.

Die Straßen nur laufen sich müde
am endlosen Grau ihrer Bahnen
in ewiger Steinplattitüde
mit nachtlebenwill'gen Kumpanen.

Lisa Nicolis
7 Meeresrauschen 20.09.25
Vorschautext:
Ich kenne dieses ruhelose Flackern
in deinen dunklen Augen
-ein Meer, das schäumend sich
auf stille Klippen wirft.
Mit langen Wellen, wild,
aus irgendeinem seichten Grund,
nach hohlen Muscheln greift,
auch wenn in seinen Tiefen
sich schwarze Perlen runden.

Und bin ich deiner Unrast graue Klippe nur
und loser Sand, der unter deinen kalten Wogen treibt,
...
6 Ich muss mich neu erfinden 19.09.25
Vorschautext:
Ich war dir Nacht, du warst in mir geborgen.
Ich war dir Tag, in den du wiederkehrtest.
Ich war dir Licht an jedem neuen Morgen,
an dem du mich mit Treueblick beschertest.

Ich war dir Wind in deinen straffen Segeln,
und war dem Boot zu deinem Hafen Strömung.
Ich war Garant für ungeschrieb‘ne Regeln.
Für trübe Stunden war ich die Versöhnung.

Ich muss mich neu erfinden, neu gestalten.
Ich bin nicht Gott, ich kann dich nicht mehr tragen.
...
5 Die Wegträumerin 16.09.25
Vorschautext:
Morgens zieh ich die Nachtträume aus,
leg sie in irdenen Schalen
und meine luftigen Traumsandalen
stell ich vors steinige Haus.

Hoffend zieh ich die Tage dann an,
die im Sonnenfach liegen,
ich lass mich vom Schicksal auch gern verbiegen,
wenn ich es wegträumen kann.

Deck mich tagein gern mit Träumen zu,
spinn sie aus buntfarb'nen Zwirnen,
...
4 Des morgens 16.09.25
Vorschautext:
Des morgens der Tag nach der Sonne sucht,
die Wand knickt betont ein in jede Ecke,
der Schwerkraft entgegen stemmt sich die Decke
und die Fenster schnappen nach Luft.

Die Beine des Tisches stehn still,
der Stuhl sitzt noch da, wo er stand.
Alles, wie immer, konstant.
Selbst die herbstfrische Brise
hüllt mit kühler Routine
sich in die bleiche Gardine.

...
3 Das Meer 15.09.25
Vorschautext:
Endlosweiten brechen an den Strand.
tausend Strahlen leuchten in den Wellen.
Ich verlier mich, im Geschrei der grellen
Möwen, tief im gischtgewälzten Sand.

Ach, du Meer, wie liegst du in der Zeit,
wohl gebettet, an die Welt gebunden.
Zählst in weißen Nächten nicht die Stunden,
bist gefangen in der Ewigkeit.

Meine Zeit ist endlich und schon spät
und das Seelenjung schon bitter schauert
...
2 Quelle 15.09.25
Vorschautext:
es glitzert
ein verlor’ner Himmel
sonnensilbern
in deinem klaren Kräuseln
mich dürstet es
nach monotonem
Plätschern
nach feuchterdiger Frische
die Lauterkeit werd ich
dir trüben
dich schöpfen
und trinken werde ich
...
1 Baum im Wind 14.09.25
Vorschautext:
Ich weiß, dass Sturm und Baum
nicht Freunde sind, doch ist's der Wind,
von dem der Baum sich gerne wiegen lässt
und jedes Blatt in dem Geäst den Reigen liebt,
wenn sich der Wind durch alle Zweige siebt.
Dann säß ich gern auf einem Ast, als lieber Gast,
und würde gerne mit das Säuseln hören,
dazugehören,
des Blätterkleids lust'ges Flattern schauen,
mich diesem Tanze anvertrauen,
weit weg von all der Menschenwelt,
bis irgendwann das letzte Blatt
...
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