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| 198 | Schneeverwehen | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Im hellen Licht unsrer Laterne verwirbeln sich Millionen Sterne und landen windböenzerfetzt am Erdboden, ganz dicht vernetzt. Das leise Rieseln ist Geschichte, als tobten tausend schlimme Wichte hoch oben auf dem Himmelszelt und schütteten weiß diese Welt. ... |
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| 197 | Hexenstaub | 08.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Belanglose Worte. Die Wahrheit -verbogen, um dich von Gefühl’n zu entbinden. Vielleicht komm ich einmal durch’s Dunkel geflogen und werde dicht trist und alleine wohl finden und werd’ dich mit Zauber umwinden. Ich werde mich hinter dem Spiegel verstecken und tief in die Augen dir sehen. Ich werde mir heimlich dein Fühlen erwecken und werde dein Inneres leise begehen. ... |
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| 196 | Hohlraum | 08.01.26 | ||
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Vorschautext: *** In den Fängen solcher trüber Tage, fühlt die Seele sich als hohler Raum, drin sich, zage, jedes Schreiten in der echolosen Stille stumpf verläuft. Als ob das Meer ... |
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| 195 | „Winterzauber“ | 03.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Silbern strahlt der Mond durch alle Straßen, gläsern und so fahl ist sein Gesicht, schaut die Sterne, die in Bäumen saßen, kleidet sie in glimmerbuntes Licht. Kälte knirscht schon weiß unter den Sohlen, und der Atem schwirrt ins Dunkle hin, wie ein Teil der Seele, die verloren Halt sucht unterm kühlen Baldachin. ... |
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| 194 | Es schneit | 03.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Die Nacht hat die Landschaft in Wunder gesteckt, die Bäume zum schneeweißen Träumen geweckt. Das Herz wird so warm, dass das Wunder vergeht, wenn's Staunen, die Freude und 's Trara rüberweht? Wird ewig nicht sein, doch der Blick aus dem Zimmer, der brennt in die Seele ein persönliches Immer. ... |
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| 193 | Jahreswechsel | 02.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Danke, lieber Weihnachtsmann, es war schön mit dir, doch nun öffnet sich für uns eine neue Tür. Und da tappsen wir hinein, ’s wird schon nicht so schrecklich sein… © Lisa Nicolis |
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| 192 | Wolkenrücken nur zu blicken | 02.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Erdhin kaum noch Sonnenstunden, himmelweit Winter in Sicht. Wolken krall’n sich’s Sonnenlicht ziehn vorüber erdgebunden, rückwärts dunkelgrau umwunden, drüber strahlendes Gesicht, das sie zeigen, uns zum Spott, immer nur dem lieben Gott. ... |
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| 191 | Wollen (Nonsens absolut) | 02.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Ich würd’ so gerne wollen wollen, wenn ich das Wollen wollen will. Doch meistens will das Wollenwollen, wenn ich’s dann will nicht halten still. Dann will mein Wille nicht mehr wollen, ... |
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| 190 | Vergangen | 01.01.26 | ||
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Vorschautext: *** In den Wipfeln pfiff der Wind gestern wehmutsvolle Weisen, nahm die Blätter windgeschwind mit auf wunderbunte Reisen. Schaue heut zum Fenster raus und da herrscht nur rost’ges Schweigen. Trostlos sieht der Garten aus, weg ist er, der bunte Reigen. ... |
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| 189 | Wintertag | 01.01.26 | ||
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Vorschautext: *** Unter jedem Schritt Dezemberrauschen auf den Wegen voller Blättersterben, buntes Allerlei von Sommerscherben, drin sich längst verlor`ne Träume bauschen. Überm Horizont ein dunkles Regen herbstgelad’ner schwerer Wolkenschergen, dass die Schatten sich in uns verbergen und sich über unsre Seelen legen. ... |
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| 188 | Es rieselt | 31.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Sieh, es rieseln wieder Sterne... Welch ein Wunder, welche Pracht! Überall kristall'ne Ferne schenkt dem Tag sich und der Nacht. Welch ein Duft von Frische, Winter, welch ein Traum, welch ein Pläsier, welch ein Glanz im Blick der Kinder! Wolke, oh wie dank ich dir! ... |
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| 187 | Das Rindvieh | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Das Rind an sich, das hat Gewicht! Das Maul ist groß. Gern’s lautstark spricht. Steckt es auch drin im teuren Zwirn, ein Rind bleibt Rind. Es liegt am Hirn! Doch niemand müsste drunter leiden, begnügte es sich, nur zu weiden. © Lisa Nicolis |
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| 186 | Das Plakat | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Das hier ist der Radames, ein Kleid hat er, ein langes, das hält während des Ganges die Lüftung kühl. Er mag es. Und während er ... |
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| 185 | Nur ein Gedanke | 26.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Bist ein Gedanke mir doch nur und in so manchen Abendstunden eine ganz leichte Tränenspur, um längst Vergangenes gewunden. Haucht mich die Stille denn zu dir auch wie ein Flüstern durch die Seele? Spürst du wohl auch denselben Hauch, wenn ich mich durch dein Denken stehle? ... |
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| 184 | Gast(un)freundlich? | 26.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Bin eine, die sich ehrlich freut, wenn du vor meiner Türe stehst. Doch bin zur Freud ich auch bereit, wenn du dann endlich wieder gehst. Denn du verquatscht dich unverfroren, ich sitz da stumm, mir schlackern nur die Ohren. Lisa Nicolis |
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| 183 | Morgenröte | 25.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Es brennen schon der Berge weiße Rücken aus ihren Höh’n ins morgendliche Tal und zeichnen Schattenbäume dürr und kahl, die Sonne schreitet über alle Brücken. Auf allen Wegen eilt die Morgenröte nun auch ins ferne Nachbardorf hinein, und kehrt in wache Stuben wieder ein ... |
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| 182 | Heiligabend | 24.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Heiligabend... Kein Sturm schafft es und auch kein Wind, Berlin auf allen Wegen menschenleer zu fegen, nur auf Frieden besinnt, Heiligabend, das christliche Kind. Und diesen Frieden unserer Straßen und die Wärme unserer Stuben ... |
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| 181 | Mein Sternenstaub | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Es schneit . Es streut hinter den düstren Wolken wieder 'ne Hand, aus einem engelfernen Land, aus Sternengrößen einen Quant glitzernden Zaubers auf uns nieder. Es seien Tropfen aus den Wolkenfernen vereist, das glaubt der Mensch seit eh und je. Doch rieselts Wunder, namens Schnee, ist das ein Gruß aus diesem Gottesreich der Sternen. ... |
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| 180 | Es fehlt eine Jahreszeit | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Kein Winter mehr in Sicht, kein Sternenwirbel kommt ganz leis’ von himmelsoben. Kein glitzerfrohes Licht, der Schneetraum graulich liegt ganz regenschwer am Boden. Nur hausgemachter Schein, ... |
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| 179 | Farbtupfer | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Bleiben Farben gern gefangen? Gibt es Hoffnung auch bei Rot? Wird das Blaue aufgehangen? Schreit das Weiß auch mal nach Brot? Kniet das Schwarz nur in der Tiefe? Hat ein Echo wohl das Grün? Wär es still, wenn's Bunte schliefe? Würd' das Grau gerne erblühn? ... |
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