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| 164 | Der Zaun | 10.12.25 | ||
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Vorschautext: Der alter Zaun ist, so verloren zwischen Wald und Feld, fast schon vergessen. Nur Schrauben noch und Bretter, sind wie von Natur und Wetter hinein ins Land gestellt. Und diese morschen Splittern an losen Streben sind nur Reliquien noch aus einem einst'gen Leben. Als Opas schwiel'ge Hände so liebevoll ihn prägten ... |
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| 163 | Mansardenblick | 09.12.25 | ||
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Vorschautext: An fremden Dächern stößt mein Blick sich wunden, will ich der Jahreszeiten Farb erkunden. Ein Fleckchen Himmel, aus dem endlos weiten, lass ich mir täglich durch die Seele gleiten. Dann träum ich mich ins wiesengrüne Sprießen, lass Blütenregen ... |
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| 162 | Winterlich | 09.12.25 | ||
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Vorschautext: Hinter mir schließt der Winter die Tür, knöpft meinen Mantel zu, drückt mir die Mütze ins Gesicht und führt mich auf flaumigen Pfaden den weißen Tag entlang, der parkwärts, sternig, hinauf in die Bäume reicht. Seit wintervielen Jahren wiederhole ich mich im verzückten Staunen. ... |
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| 161 | Sand -uhr | 08.12.25 | ||
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Vorschautext: Ach, die Zeit gab dich in meine Hände, dich, von ihr aus Fels zu Staub entfremdet, einverleibt in diese engen Wände, wo dein Sinn nur noch im Fallen endet. Träumst du noch von salzig -rauen Brisen, die zuzeiten dich durch Dünen trieben? Als Verliebte dir ihr Herz zuwiesen, drin sie ihre Sonnenträume schrieben? So wie dich die Stunde stetig wendet, fließt du immer in den gleichen Hafen, ... |
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| 160 | Dich begleiten | 08.12.25 | ||
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Vorschautext: Nimm mich mit auf deine Reise, wenn du trostlos in dich gehst. Blättere in meinem Herzen, wenn du deines nicht verstehst. Flüchte nicht in dieses Dunkel, irre nicht in fremder Welt. Nimm meine vertraute Wärme mit, solange sie noch hält. Reich mir stumm nur deine Hände, um dir selber Halt zu sein. ... |
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| 159 | Auf ein Neues! | 07.12.25 | ||
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Vorschautext: Noch einen Spalt lässt uns die Zeit zu diesem Jahr mit Gnade offen und lässt im Glitzern winternweit die Menschheit auf ein Neues hoffen. Ist grade noch so weit die Tür zu neuen Wegen, neue Weichen geöffnet, dass Vergangenes, uns rüber kann der Zukunft reichen. Ein Hochgefühl wie jedes Jahr vernebelt unser eitles Denken. ... |
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| 158 | Aufgelebt | 07.12.25 | ||
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Vorschautext: Gelebtes lebt sich unter meine Haut. Dermatektonik, so ganz lento, damit mir Chronos den Aufbau meines Untergangs penibel registrieren kann. Noch passt die Welt in meine Augen, doch hat sie mich zum Großteil aufgelebt und klebt ... |
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| 157 | Der Nikolaus | 05.12.25 | ||
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Vorschautext: Der Nikolaus, der alte Nikolaus mit dem Geschenkefimmel, der bäckt aus Lebkuchen ein lecker Kuchenhaus ganz hoch im Himmel. Nun ist er tatterig. Was kann nach ew’ger Zeit man schon erwarten? Jetzt liegt der Puderzucker dünn und breit verstreut ... |
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| 156 | Lesen oder nicht | 04.12.25 | ||
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Vorschautext: Gedichte mal schreiben -ja, ich tu’s, wenn es geht. Gafall’n sie mir dann? Ups, ich bin kein Profipoet. Was zu meckern? Oh ja, noch und noch! Aber, ich poste sie doch! Na, aus Langweil’ für mich… Ist aber nicht das Beste für dich? ... |
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| 155 | Am Fluss | 04.12.25 | ||
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Vorschautext: Der Himmel ist so grau, so nah, er liegt schon in der Bäume Kronen und all die Wunder, die da wohnen, die schneien sterbend auf die Welt. Sein Hauch entblättert hie und da auch meine herbstlichen Gedanken, die durch mein Blick sich rostbraun tranken am Abschied, der hier fällt und fällt. Das Wasser trägt so feierlich das Müde aus dem Blättertreiben ... |
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| 154 | Nachtwind | 03.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich zähle nachts alle Stunden, die nirgends vorhanden sind. Ich zähle die Schmerzen und Wunden und lausche dem ruhlosen Wind. Die Stunden sind uhreninnen, im Zimmer sind keine da. Nur das Weh drin in allen Sinnen ist dunkel und kalt ganz nah. Es schleichen die gleichen Lichter von gestern ins Heute ein. ... |
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| 153 | Wolken | 03.12.25 | ||
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Vorschautext: Oh, die Wolken, deine Wolken dunkeln Blicke, zünden Blitze, grollen aufgestaute Hitze, regnen gallenbittres Weh. Bodenständig fängt allein, in Karaffen ... |
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| 152 | Klabautermann | 02.12.25 | ||
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Vorschautext: Klabautermann- das ist ein Geist, der gratis übers Weltmeer reist. Du triffst ihn nie auf einer Pier, ist ewig blinder Passagier. Er ist dem Kapitän ein Guide, er steht dem immer brav zur Seit'. Er weiß, wann sich ein Eisberg löst, wenn grad die Wache wieder döst, ob an dem nächsten spitzen Riff den Bauch sich schlitz das gute Schiff, ... |
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| 151 | Der Krähen Krieg | 02.12.25 | ||
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Vorschautext: Am Haus, entlang der hellen Wand, liegt Kies und Sand als Zierde. Darauf wächst Moos wie‘n sanftes Band und das erweckt Begierde... Der Rand am Haus, seit Jahren schon, ist Augenschmaus, bringt Freuden, doch pickt ‘ne Krähe dran wie‘m Hohn nur um’s mir zu vergeuden. Versteckt unter dem saft’gen Grün des Mooses weichem Kissen ... |
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| 150 | Winterzauber | 01.12.25 | ||
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Vorschautext: Silbern strahlt der Mond durch alle Straßen, gläsern und so fahl ist sein Gesicht, schaut die Sterne, die in Bäumen saßen, kleidet sie in glimmerbuntes Licht. Kälte knirscht schon weiß unter den Sohlen, und der Atem schwirrt ins Dunkle hin, wie ein Teil der Seele, die verloren Halt sucht unterm kühlen Baldachin. Auf den märchenhaften weißen Wegen schwebt ein Zauber, den ein Hauch durchweht, ... |
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| 149 | Die Greisin | 01.12.25 | ||
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Vorschautext: Noch grünen die Weiten, die mich umschließen, die Stunden nur reifen mich jäh. Der Sonne Gezeiten mich noch umfließen, auch wenn ich ihr Glüh’n kaum noch seh. Die Stunden, sie werden mich bald verschenken, wie Wein mit ... |
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| 148 | Dezember | 01.12.25 | ||
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Vorschautext: Ein Flüstern liegt in den verbognen Gassen. Der Tag träumt müd schon Lichter vor sich hin und dunkelt, in versteckten Ecken, Heimatlose und deckt sie zu mit einem kühlen Abend. © Lisa Nicolis |
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| 147 | Winter am See | 30.11.25 | ||
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Vorschautext: Der Mond scheint in den See zu fallen. Das Wasser saugt es auf, das Licht. Ans Ufer wellt es sich kristallen, wo sacht sein Spiegelbild zerbricht. Gespenstisch steigen Nebelschwaden die Böschung aufwärts, hoch zum Strand. Verirren sich wie Traumplejaden und lassen Glimmerspur’n im Sand. Die Nacht liegt im Gezweig der Wälder und hüllt das Land in tiefe Ruh. ... |
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| 146 | Wir sind | 29.11.25 | ||
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Vorschautext: Bevor ich gewesen war, war ich niemals gewesen. Nachdem ich gewesen war, werde ich nie wieder sein. Zwischen dem war ich nicht gewesen und dem werde ich nie mehr sein, bin ich, an der Ewigkeit gemessen, nie gewesen. So bin ich zwischen dem war ich nicht gewesen und dem werd ich niemals sein, ... |
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| 145 | Da sind die Tränen | 29.11.25 | ||
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Vorschautext: Da sind die Tränen, die ich noch niemals weinte. Da sind Gedanken, die meine Lippen nie berührten. Da sind die Worte, die ich ganz anders meinte. Und da sind Träume, die mich vollendungswärts nie führten. Da sind die Tränen noch, zum Seelenüberschwemmen. Da sind Gedanken, die mich ... |
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