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| 188 | Es rieselt | 31.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Sieh, es rieseln wieder Sterne... Welch ein Wunder, welche Pracht! Überall kristall'ne Ferne schenkt dem Tag sich und der Nacht. Welch ein Duft von Frische, Winter, welch ein Traum, welch ein Pläsier, welch ein Glanz im Blick der Kinder! Wolke, oh wie dank ich dir! ... |
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| 187 | Das Rindvieh | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Das Rind an sich, das hat Gewicht! Das Maul ist groß. Gern’s lautstark spricht. Steckt es auch drin im teuren Zwirn, ein Rind bleibt Rind. Es liegt am Hirn! Doch niemand müsste drunter leiden, begnügte es sich, nur zu weiden. © Lisa Nicolis |
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| 186 | Das Plakat | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Das hier ist der Radames, ein Kleid hat er, ein langes, das hält während des Ganges die Lüftung kühl. Er mag es. Und während er ... |
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| 185 | Nur ein Gedanke | 26.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Bist ein Gedanke mir doch nur und in so manchen Abendstunden eine ganz leichte Tränenspur, um längst Vergangenes gewunden. Haucht mich die Stille denn zu dir auch wie ein Flüstern durch die Seele? Spürst du wohl auch denselben Hauch, wenn ich mich durch dein Denken stehle? ... |
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| 184 | Gast(un)freundlich? | 26.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Bin eine, die sich ehrlich freut, wenn du vor meiner Türe stehst. Doch bin zur Freud ich auch bereit, wenn du dann endlich wieder gehst. Denn du verquatscht dich unverfroren, ich sitz da stumm, mir schlackern nur die Ohren. Lisa Nicolis |
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| 183 | Morgenröte | 25.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Es brennen schon der Berge weiße Rücken aus ihren Höh’n ins morgendliche Tal und zeichnen Schattenbäume dürr und kahl, die Sonne schreitet über alle Brücken. Auf allen Wegen eilt die Morgenröte nun auch ins ferne Nachbardorf hinein, und kehrt in wache Stuben wieder ein ... |
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| 182 | Heiligabend | 24.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Heiligabend... Kein Sturm schafft es und auch kein Wind, Berlin auf allen Wegen menschenleer zu fegen, nur auf Frieden besinnt, Heiligabend, das christliche Kind. Und diesen Frieden unserer Straßen und die Wärme unserer Stuben ... |
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| 181 | Mein Sternenstaub | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Es schneit . Es streut hinter den düstren Wolken wieder 'ne Hand, aus einem engelfernen Land, aus Sternengrößen einen Quant glitzernden Zaubers auf uns nieder. Es seien Tropfen aus den Wolkenfernen vereist, das glaubt der Mensch seit eh und je. Doch rieselts Wunder, namens Schnee, ist das ein Gruß aus diesem Gottesreich der Sternen. ... |
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| 180 | Es fehlt eine Jahreszeit | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Kein Winter mehr in Sicht, kein Sternenwirbel kommt ganz leis’ von himmelsoben. Kein glitzerfrohes Licht, der Schneetraum graulich liegt ganz regenschwer am Boden. Nur hausgemachter Schein, ... |
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| 179 | Farbtupfer | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: *** Bleiben Farben gern gefangen? Gibt es Hoffnung auch bei Rot? Wird das Blaue aufgehangen? Schreit das Weiß auch mal nach Brot? Kniet das Schwarz nur in der Tiefe? Hat ein Echo wohl das Grün? Wär es still, wenn's Bunte schliefe? Würd' das Grau gerne erblühn? ... |
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| 178 | Inspirationslosigkeit | 19.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich weiß nicht mehr, wie man den Sonnenaufgang in zwei Verse zwängt, den Wind, wenn noch so laut und wild, in ein paar Strophen drängt. wie man den Blumen mit den Worten Düfte stiehlt mit Herz und Schmerz ein Vielversegedicht noch überfüllt. Der Sinn für all das Reimen ist abhandgekommen, das Feuer, ... |
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| 177 | Ein Tropfen Leben | 17.12.25 | ||
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Vorschautext: Im Blindflug stürzen Tropfen aus fernen Wolkentürmen, zerplatzen klang- und glasklar am Fenster -wie ein Traum. Haltlos und wild zerstäubt schon, greifen sie graue Leere, verrinnen sich verloren hinein in Zeit und Raum. Als ob ich heute selber aus Wolkenhöhen käme ... |
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| 176 | Du schweigst | 17.12.25 | ||
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Vorschautext: Du schweigst mir deine Sorgen heut entgegen, ich sehe sie an deinem trüben Blick. Dem Schweigen kann ich keinen Ratschlag geben, so schweig ich mein Verständnis dir zurück. © Lisa Nicolis |
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| 175 | Stege zu mir | 16.12.25 | ||
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Vorschautext: Meine Ängste meiden längst schon alle Wege, sind die Schritte langsam, oder mal geschwind. Bräuchte keine Straßen, bräuchte Stege, über die ich wieder zu mir find'. Weite Straßen sind für jede Siegerrunde, für Paraden, Defilees in voller Pracht. Ich muss Stege bau'n von Stunde hin zur Stunde, Tragwerke aus Hoffnung, Tag und Nacht |
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| 174 | Nur Nebel | 16.12.25 | ||
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Vorschautext: Du näherst dich zuweil über Gedankenbrücken wie ein verirrtes Nebelbild. Schaust mich aus längstvergessnen Augen an. Dein Wort brichtt lautlos, transparent wie Himmel, aus der Erinnerung. Nur ist die Gegenwart meist lauter so auch der Wind an meinem Fenster heute, der alle Brückenpfeiler kappt und dich zurück in das Vergessen stürzt. Und immer geht ... |
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| 173 | Aus-gedacht | 14.12.25 | ||
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Vorschautext: So lass nun endlich die Gedanken, dreh dich nicht immer um sie rum. Sie satt zu nähren, zu betanken, ist einfach unnötig und dumm. Schaue dem Regen in die Augen, lass deinen Schirm im Hausflur stehn. Du darfst im Strömen 's dir erlauben, deinen Gedanken zu entgeh'n. Nach jedem Tropfen wirst du spüren, wie du gedankenfreier wirst ... |
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| 172 | Ätsch! | 14.12.25 | ||
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Vorschautext: Von diesem Leben kann ich nichts erwarten, wenn wir des morgens in das Neue starten. Mal zeigt es gnädig Frohgesicht und manchmal nicht. Es hatte mich schon immer auf den Kicker, Mal trug es wenig auf und öfters dicker. Befolgt hab ich es immer brav, ich dummes Schaf. Das täglich Brot habe ich still verschlungen. Doch aus dem Laufrad bin auch ich gesprungen. ... |
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| 171 | Regen anders | 13.12.25 | ||
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Vorschautext: Hier hat der Regen einen andren Klang. Er rieselt Blatt zu Blatt den Baum entlang, er fällt zur Erde ohne Laut und Ton und sickert zwischen Grashalmen davon. Vor kurzem noch, inmitten meiner Stadt, klopften die Tropfen sich am Sims ganz platt und stoben blechernd klingend auseinand, sich Wunden reißend an Beton und Wand. Es regnet heut, "s ist schummrig, kalt in mir, die Seele weilt weit weg, umhüllt vom Hier. ... |
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| 170 | Wetterapp | 13.12.25 | ||
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Vorschautext: Mein Smartphone regnet vor sich hin, ich hör's auch schon am Fenster klopfen und auch am Display hängen Tropfen. Es regnet draußen und herinn. Sie ficht mich auch nicht richtig an, die Wetterapp. Ist nicht von Nutzen. Die Fenster muss ich selber putzen -der Regen appt beharrlich dran. © Lisa Nicolis |
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| 169 | Die Welle | 12.12.25 | ||
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Vorschautext: Auf dem Flaum flüchtender Wolken begleitet mich der Abend. Zu deinen Stränden, fremdes Land, treibe ich, Welle aus Weiten und Tiefen. An deinen Klippen drohe ich zu zerbrechen, in deinem Sand ... |
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