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Anzahl Gedichte: 276
Anzahl Kommentare: 162
Gedichte gelesen: 36.342 mal
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Titel
196 Hohlraum 08.01.26
Vorschautext:
***

In den Fängen
solcher trüber Tage,
fühlt die Seele sich
als hohler Raum,
drin sich,
zage, jedes Schreiten
in der echolosen Stille
stumpf verläuft.

Als ob das Meer
...
195 „Winterzauber“ 03.01.26
Vorschautext:
***

Silbern strahlt der Mond durch alle Straßen,
gläsern und so fahl ist sein Gesicht,
schaut die Sterne, die in Bäumen saßen,
kleidet sie in glimmerbuntes Licht.

Kälte knirscht schon weiß unter den Sohlen,
und der Atem schwirrt ins Dunkle hin,
wie ein Teil der Seele, die verloren
Halt sucht unterm kühlen Baldachin.

...
194 Es schneit 03.01.26
Vorschautext:
***

Die Nacht hat die Landschaft in Wunder gesteckt,
die Bäume zum schneeweißen Träumen geweckt.
Das Herz wird so warm, dass das Wunder vergeht,
wenn's Staunen, die Freude und 's Trara rüberweht?

Wird ewig nicht sein,
doch der Blick aus dem Zimmer,
der brennt in die Seele
ein persönliches Immer.

...
193 Jahreswechsel 02.01.26
Vorschautext:
***

Danke, lieber Weihnachtsmann,
es war schön mit dir,
doch nun öffnet sich für uns
eine neue Tür.
Und da tappsen wir hinein,
’s wird schon nicht so schrecklich sein…


© Lisa Nicolis
192 Wolkenrücken nur zu blicken 02.01.26
Vorschautext:
***

Erdhin kaum noch Sonnenstunden,
himmelweit Winter in Sicht.
Wolken krall’n sich’s Sonnenlicht
ziehn vorüber erdgebunden,
rückwärts dunkelgrau umwunden,
drüber strahlendes Gesicht,
das sie zeigen,
uns zum Spott,
immer nur dem lieben Gott.

...
191 Wollen (Nonsens absolut) 02.01.26
Vorschautext:
***

Ich würd’ so gerne
wollen wollen,
wenn ich das Wollen
wollen will.
Doch meistens
will das Wollenwollen,
wenn ich’s dann will
nicht halten still.
Dann will mein Wille
nicht mehr wollen,
...
190 Vergangen 01.01.26
Vorschautext:
***

In den Wipfeln pfiff der Wind
gestern wehmutsvolle Weisen,
nahm die Blätter windgeschwind
mit auf wunderbunte Reisen.

Schaue heut zum Fenster raus
und da herrscht nur rost’ges Schweigen.
Trostlos sieht der Garten aus,
weg ist er, der bunte Reigen.

...
189 Wintertag 01.01.26
Vorschautext:
***

Unter jedem Schritt Dezemberrauschen
auf den Wegen voller Blättersterben,
buntes Allerlei von Sommerscherben,
drin sich längst verlor`ne Träume bauschen.

Überm Horizont ein dunkles Regen
herbstgelad’ner schwerer Wolkenschergen,
dass die Schatten sich in uns verbergen
und sich über unsre Seelen legen.

...
188 Es rieselt 31.12.25
Vorschautext:
***

Sieh, es rieseln wieder Sterne...
Welch ein Wunder, welche Pracht!
Überall kristall'ne Ferne
schenkt dem Tag sich und der Nacht.

Welch ein Duft von Frische, Winter,
welch ein Traum, welch ein Pläsier,
welch ein Glanz im Blick der Kinder!
Wolke, oh wie dank ich dir!

...
187 Das Rindvieh 27.12.25
Vorschautext:
***

Das Rind an sich, das hat Gewicht!
Das Maul ist groß. Gern’s lautstark spricht.
Steckt es auch drin im teuren Zwirn,
ein Rind bleibt Rind. Es liegt am Hirn!

Doch niemand müsste drunter leiden,
begnügte es sich, nur zu weiden.

© Lisa Nicolis
186 Das Plakat 27.12.25
Vorschautext:
***

Das hier
ist der Radames,
ein Kleid hat er,
ein langes,
das hält
während des Ganges
die Lüftung kühl.
Er mag es.

Und während er
...
185 Nur ein Gedanke 26.12.25
Vorschautext:
***

Bist ein Gedanke mir doch nur
und in so manchen Abendstunden
eine ganz leichte Tränenspur,
um längst Vergangenes gewunden.

Haucht mich die Stille denn zu dir
auch wie ein Flüstern durch die Seele?
Spürst du wohl auch denselben Hauch,
wenn ich mich durch dein Denken stehle?

...
184 Gast(un)freundlich? 26.12.25
Vorschautext:
***

Bin eine, die sich ehrlich freut,
wenn du vor meiner Türe stehst.
Doch bin zur Freud ich auch bereit,
wenn du dann endlich wieder gehst.
Denn du verquatscht dich unverfroren,
ich sitz da stumm,
mir schlackern nur die Ohren.

Lisa Nicolis
183 Morgenröte 25.12.25
Vorschautext:
***

Es brennen schon
der Berge weiße Rücken
aus ihren Höh’n ins morgendliche Tal
und zeichnen Schattenbäume dürr und kahl,
die Sonne schreitet über alle Brücken.

Auf allen Wegen
eilt die Morgenröte
nun auch ins ferne Nachbardorf hinein,
und kehrt in wache Stuben wieder ein
...
182 Heiligabend 24.12.25
Vorschautext:
***

Heiligabend...
Kein Sturm schafft es
und auch kein Wind,
Berlin auf allen Wegen
menschenleer zu fegen,
nur auf Frieden besinnt,
Heiligabend,
das christliche Kind.
Und diesen Frieden unserer Straßen
und die Wärme unserer Stuben
...
181 Mein Sternenstaub 22.12.25
Vorschautext:
***

Es schneit .
Es streut hinter den düstren Wolken wieder
'ne Hand, aus einem engelfernen Land,
aus Sternengrößen einen Quant
glitzernden Zaubers auf uns nieder.

Es seien Tropfen aus den Wolkenfernen
vereist, das glaubt der Mensch seit eh und je.
Doch rieselts Wunder, namens Schnee,
ist das ein Gruß aus diesem Gottesreich der Sternen.
...
180 Es fehlt eine Jahreszeit 22.12.25
Vorschautext:
***

Kein Winter mehr in Sicht,
kein Sternenwirbel kommt
ganz leis’
von himmelsoben.
Kein glitzerfrohes Licht,
der Schneetraum graulich liegt
ganz regenschwer
am Boden.

Nur hausgemachter Schein,
...
179 Farbtupfer 21.12.25
Vorschautext:
***

Bleiben Farben gern gefangen?
Gibt es Hoffnung auch bei Rot?
Wird das Blaue aufgehangen?
Schreit das Weiß auch mal nach Brot?

Kniet das Schwarz nur in der Tiefe?
Hat ein Echo wohl das Grün?
Wär es still, wenn's Bunte schliefe?
Würd' das Grau gerne erblühn?

...
178 Inspirationslosigkeit 19.12.25
Vorschautext:
Ich weiß nicht mehr,
wie man den Sonnenaufgang
in zwei Verse zwängt,
den Wind, wenn noch so laut
und wild, in ein paar Strophen drängt.
wie man den Blumen
mit den Worten Düfte stiehlt
mit Herz und Schmerz
ein Vielversegedicht noch überfüllt.
Der Sinn für all das Reimen
ist abhandgekommen,
das Feuer,
...
177 Ein Tropfen Leben 17.12.25
Vorschautext:
Im Blindflug stürzen Tropfen
aus fernen Wolkentürmen,
zerplatzen klang- und glasklar
am Fenster -wie ein Traum.

Haltlos und wild zerstäubt schon,
greifen sie graue Leere,
verrinnen sich verloren
hinein in Zeit und Raum.

Als ob ich heute selber
aus Wolkenhöhen käme
...