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| 144 | Der Schneemann | 28.11.25 | ||
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Vorschautext: Wenn Stille herrscht im Sternenhain, im Dunst des Winterabends, zieht Erinn'rung leis sich seelenein, wo noch die Lebenswärme glüht. Auf Silberwegen -Illusion aus stillen Tiefen, bittersüß. Voll nun das Herz von Emotion vom Einst, dem fernen Paradies. Entglitten so im Strom der Zeit scheint alles Glück vom Wind verweht... ... |
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| 143 | Advent | 28.11.25 | ||
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Vorschautext: (meiner lieben Freundin Barbara) Wie wird das Leben doch zu einem leeren Haus, wo nur die Wände noch Geschichten leben, gerahmte Augen starr dein Sein erfassen, der Klinke niemand mehr die Hände reicht, die Füße deiner Stühle, eingeschlafen, sich gehen lassen, und immerzu die vielen Türen nur noch nach draußen führen. ... |
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| 142 | Wintermärchen | 27.11.25 | ||
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Vorschautext: Winter hat sein Sternelaken über alles ausgebreitet, Wind verweht die Flaumenspuren, wenn er durch die Straßen gleitet. Märchenhaft geschmückt die Bäume, tragen Diamantenkronen. Die Spaziergänger am Parkweg lassen sich flockenbelohnen. Nur die Vöglein im Verstecke träumen von den Frühlingsdüften ... |
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| 141 | Winterwetter | 25.11.25 | ||
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Vorschautext: Es liegt so bleiern in dem Regenstrom, es fließt so schwer der engen Blutbahn lang, und ist in so viel Winter eingehüllt, und liegt in allen Dingen um mich her. Mit meinen Sinnen fremd verschlungen, kalt, drückt es die Last des Himmels mir aufs Herz, verschleiert lichtlos, grau mir meinen Blick -zu meinem Gestern- freudloser Kontrast. ... |
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| 140 | Es schneit | 24.11.25 | ||
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Vorschautext: Es schneit nun ganz leis vor sich hin, der Himmel verstreut all die Sterne. Die Wolken vergaßen die Ferne und hängen jetzt über Berlin. Das Wunder erweckt die Gefühle von Kindsein, von Demut, von Freud. Ich liebe den Zauber im Heut, wenn Sternglitzern schmückt diese Stille. Lisa Nicolis |
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| 139 | Wortinsel | 23.11.25 | ||
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Vorschautext: Ich möchte gern ein Wort für dich aus meiner Tiefe holen, noch warm, aus meinem Lavaherzen, keins das geborgt, gekauft oder gestohlen und keines das schon tausendmal gesprochen, versprochen und gebrochen wurde. . Und sollte es zu Stein gerinnen, dann soll es Wortinsel im Ozean des Fühlens sein, wo sonnig Silbenböen walten ... |
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| 138 | Unmut | 23.11.25 | ||
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Vorschautext: *** *** ******* ******* Laut drängen sich Wortböen zwischen meine Sonnenstunden, jagen Wolken aus dem Nichts über meinen Herzhimmel. Gefühle verzweigen sich seelenweit ,wild wuchernd. * Verstreute Knospen ~~~von Hoffnung~~~ ... |
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| 137 | Stille | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: Stille ist pastellne Seelenfarbe, Quelle, die das Meeresrauschen übt, kirschblütengefang’ne Sonnengarbe, Frühling, den kein Wolkenzipfel trübt. Stille ist, mit sich in Einklang leben. Stille baut sich schützend vor dich auf, kann dich siebtfach in die Himmeln heben und den Geist gesunden kann sie auch. Stille wird mitunter auch mal lauter und du kannst sie einfach nicht mehr hör’n. ... |
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| 136 | Stadtbummel | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: Mein Weg der läuft mir weit voraus und windet sich dann heiter um jede Eck’, von Haus zu Haus, dann geht er fröhlich weiter. Ich folge ihm und weiß nicht recht, wohin er mich wird führen. Heut schließen alle Straßen schlecht und haben offne Türen. Dem Weg ist diese Stadt nicht weit, ein einzig großes Zimmer, ... |
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| 135 | Es regnet | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: Heute regnet es, es regnet, regnet still, und es regnet halt, es regnet, weil ich’s will. Klar- beend ich dies’ Gedicht, na, da regnets eben nicht. Doch jetzt regnet’s, ja es regnet, regnet still. ... |
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| 134 | Doch es kommt | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: In den Wipfeln pfiff der Wind gestern wehmutsvolle Weisen, nahm die Blätter windgeschwind mit auf wunderbunte Reisen. Schaue heut zum Fenster raus und da herrscht nur rost’ges Schweigen. Trostlos sieht der Garten aus, weg ist er, der bunte Reigen. Ach, wie schnell ging es vorbei, all das Bunte, windgestohlen. ... |
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| 133 | Manchmal macht wohnen keinen Spaß | 20.11.25 | ||
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Vorschautext: Im Raum spricht wieder alles laut, wohin man auch mit Gleichmut schaut. Die Bilder bilden sich wohl ein, etwas Besonderes zu sein. Es blickt herausfordernd der Schrank, sein Anblick macht mich seelenkrank. Der Sessel sitzt ganz lässig da, als fragt' er mich ganz hämisch, na? Ich blick verärgert hin zum Tisch, der wieder schweigt wie'n toter Fisch und all der Kram hier ringsherum ist keinen Jota wen'ger stumm. ... |
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| 132 | Mondnacht | 20.11.25 | ||
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Vorschautext: Mir war, also ob der Mond durchs Fenster greift, mir meine Lider streift und mir die Träume stielt. Mein Schlaf ist hin, die Träume, aufgeschreckt, verflogen zum Nachbarn, oder sonstwo hin. Und der wird weiter ... |
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| 131 | Tagmüde | 19.11.25 | ||
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Vorschautext: Am Rande der Nacht verflacht der Lebenswille, igelt sich ein, ganz fein, wunschlos gern nur noch bereit zu Trägheit und zu Stille, und braucht kein Licht, den Mond nicht, keinen Stern. Sei's denn, du willst entspannt im Liegen fliegen, dem Nachtgestirn ... |
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| 130 | Wir schweigen uns an | 19.11.25 | ||
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Vorschautext: Komm, wir schweigen uns an, denn die Worte haben längst kein Gewicht. Und im Schweigen kennen wir uns noch nicht. In unsrer Augen Trübe können wir uns nicht lesen. Wir sind nicht mehr, wir waren gewesen. Wir mühen uns, während Gefühle verhallen, nicht aus dem Gleichgewicht ... |
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| 129 | Abendhimmel | 18.11.25 | ||
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Vorschautext: Tief hinter der Stadt, versunken, schießt die Sonne, farbentrunken, Lichterpfeile ins Mäandern heller Wolken, die da wandern windgetrieben, leicht sich umeinander schmiegen, mit dem rotseidenen Saum. Goldgetränkt, wie'n schöner Traum, ... |
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| 128 | Blattgeflüster | 18.11.25 | ||
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Vorschautext: Die Bäume wurden still. Gefallen ist der Worte Schauer und die Geschichten trug der Wind über die Gartenmauer. Jetzt träumen sie April, doch liegt schon Winter auf der Lauer. Ist ihnen Thor auch wohlgesinnt, ihr Stummsein ist von langer Dauer. Lisa Nicolis |
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| 127 | Ballast | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: In all den einsamdüstren Tagen hab Ängste ich in mein Versteck getragen. Als ich dann sah, wieviele sich ergaben, wollt‘ ich damit aus diesem inn‘ren Labyrinth mich wagen. Doch finde ich da niemals raus und auch mein Weg geht mir bald aus. © Lisa Nicolis |
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| 126 | ausWEGlosigkeit | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: vielleicht holst du mich mal aus meiner Vertiefung aus meinem vergeblichen Gewesensein aus meinem holprigen Jetzt nur müsste ich mir den Weg zu dir ebnen ... |
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| 125 | ausmisten müsst ich | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: Staub des Vergessens verdeckt das Gelebte die Erinnerung und den Plunder wie Disteln wuchern die Souvenirs in meinen Tag unter anderem steht dein Bild gepuzzelt aus Traumfetzen ... |
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