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Anzahl Gedichte: 268
Anzahl Kommentare: 159
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Titel
188 Es rieselt 31.12.25
Vorschautext:
***

Sieh, es rieseln wieder Sterne...
Welch ein Wunder, welche Pracht!
Überall kristall'ne Ferne
schenkt dem Tag sich und der Nacht.

Welch ein Duft von Frische, Winter,
welch ein Traum, welch ein Pläsier,
welch ein Glanz im Blick der Kinder!
Wolke, oh wie dank ich dir!

...
187 Das Rindvieh 27.12.25
Vorschautext:
***

Das Rind an sich, das hat Gewicht!
Das Maul ist groß. Gern’s lautstark spricht.
Steckt es auch drin im teuren Zwirn,
ein Rind bleibt Rind. Es liegt am Hirn!

Doch niemand müsste drunter leiden,
begnügte es sich, nur zu weiden.

© Lisa Nicolis
186 Das Plakat 27.12.25
Vorschautext:
***

Das hier
ist der Radames,
ein Kleid hat er,
ein langes,
das hält
während des Ganges
die Lüftung kühl.
Er mag es.

Und während er
...
185 Nur ein Gedanke 26.12.25
Vorschautext:
***

Bist ein Gedanke mir doch nur
und in so manchen Abendstunden
eine ganz leichte Tränenspur,
um längst Vergangenes gewunden.

Haucht mich die Stille denn zu dir
auch wie ein Flüstern durch die Seele?
Spürst du wohl auch denselben Hauch,
wenn ich mich durch dein Denken stehle?

...
184 Gast(un)freundlich? 26.12.25
Vorschautext:
***

Bin eine, die sich ehrlich freut,
wenn du vor meiner Türe stehst.
Doch bin zur Freud ich auch bereit,
wenn du dann endlich wieder gehst.
Denn du verquatscht dich unverfroren,
ich sitz da stumm,
mir schlackern nur die Ohren.

Lisa Nicolis
183 Morgenröte 25.12.25
Vorschautext:
***

Es brennen schon
der Berge weiße Rücken
aus ihren Höh’n ins morgendliche Tal
und zeichnen Schattenbäume dürr und kahl,
die Sonne schreitet über alle Brücken.

Auf allen Wegen
eilt die Morgenröte
nun auch ins ferne Nachbardorf hinein,
und kehrt in wache Stuben wieder ein
...
182 Heiligabend 24.12.25
Vorschautext:
***

Heiligabend...
Kein Sturm schafft es
und auch kein Wind,
Berlin auf allen Wegen
menschenleer zu fegen,
nur auf Frieden besinnt,
Heiligabend,
das christliche Kind.
Und diesen Frieden unserer Straßen
und die Wärme unserer Stuben
...
181 Mein Sternenstaub 22.12.25
Vorschautext:
***

Es schneit .
Es streut hinter den düstren Wolken wieder
'ne Hand, aus einem engelfernen Land,
aus Sternengrößen einen Quant
glitzernden Zaubers auf uns nieder.

Es seien Tropfen aus den Wolkenfernen
vereist, das glaubt der Mensch seit eh und je.
Doch rieselts Wunder, namens Schnee,
ist das ein Gruß aus diesem Gottesreich der Sternen.
...
180 Es fehlt eine Jahreszeit 22.12.25
Vorschautext:
***

Kein Winter mehr in Sicht,
kein Sternenwirbel kommt
ganz leis’
von himmelsoben.
Kein glitzerfrohes Licht,
der Schneetraum graulich liegt
ganz regenschwer
am Boden.

Nur hausgemachter Schein,
...
179 Farbtupfer 21.12.25
Vorschautext:
***

Bleiben Farben gern gefangen?
Gibt es Hoffnung auch bei Rot?
Wird das Blaue aufgehangen?
Schreit das Weiß auch mal nach Brot?

Kniet das Schwarz nur in der Tiefe?
Hat ein Echo wohl das Grün?
Wär es still, wenn's Bunte schliefe?
Würd' das Grau gerne erblühn?

...
178 Inspirationslosigkeit 19.12.25
Vorschautext:
Ich weiß nicht mehr,
wie man den Sonnenaufgang
in zwei Verse zwängt,
den Wind, wenn noch so laut
und wild, in ein paar Strophen drängt.
wie man den Blumen
mit den Worten Düfte stiehlt
mit Herz und Schmerz
ein Vielversegedicht noch überfüllt.
Der Sinn für all das Reimen
ist abhandgekommen,
das Feuer,
...
177 Ein Tropfen Leben 17.12.25
Vorschautext:
Im Blindflug stürzen Tropfen
aus fernen Wolkentürmen,
zerplatzen klang- und glasklar
am Fenster -wie ein Traum.

Haltlos und wild zerstäubt schon,
greifen sie graue Leere,
verrinnen sich verloren
hinein in Zeit und Raum.

Als ob ich heute selber
aus Wolkenhöhen käme
...
176 Du schweigst 17.12.25
Vorschautext:
Du schweigst mir deine Sorgen heut entgegen,
ich sehe sie an deinem trüben Blick.
Dem Schweigen kann ich keinen Ratschlag geben,
so schweig ich mein Verständnis dir zurück.

© Lisa Nicolis
175 Stege zu mir 16.12.25
Vorschautext:
Meine Ängste meiden längst schon alle Wege,
sind die Schritte langsam, oder mal geschwind.
Bräuchte keine Straßen, bräuchte Stege,
über die ich wieder zu mir find'.

Weite Straßen sind für jede Siegerrunde,
für Paraden, Defilees in voller Pracht.
Ich muss Stege bau'n von Stunde hin zur Stunde,
Tragwerke aus Hoffnung, Tag und Nacht
174 Nur Nebel 16.12.25
Vorschautext:
Du näherst dich zuweil
über Gedankenbrücken
wie ein verirrtes Nebelbild.
Schaust mich aus längstvergessnen Augen an.
Dein Wort brichtt lautlos, transparent wie Himmel,
aus der Erinnerung.
Nur ist die Gegenwart meist lauter
so auch der Wind an meinem Fenster heute,
der alle Brückenpfeiler kappt
und dich zurück
in das Vergessen stürzt.
Und immer geht
...
173 Aus-gedacht 14.12.25
Vorschautext:
So lass nun endlich die Gedanken,
dreh dich nicht immer um sie rum.
Sie satt zu nähren, zu betanken,
ist einfach unnötig und dumm.

Schaue dem Regen in die Augen,
lass deinen Schirm im Hausflur stehn.
Du darfst im Strömen 's dir erlauben,
deinen Gedanken zu entgeh'n.

Nach jedem Tropfen wirst du spüren,
wie du gedankenfreier wirst
...
172 Ätsch! 14.12.25
Vorschautext:
Von diesem Leben kann ich nichts erwarten,
wenn wir des morgens in das Neue starten.
Mal zeigt es gnädig Frohgesicht
und manchmal nicht.

Es hatte mich schon immer auf den Kicker,
Mal trug es wenig auf und öfters dicker.
Befolgt hab ich es immer brav,
ich dummes Schaf.

Das täglich Brot habe ich still verschlungen.
Doch aus dem Laufrad bin auch ich gesprungen.
...
171 Regen anders 13.12.25
Vorschautext:
Hier hat der Regen einen andren Klang.
Er rieselt Blatt zu Blatt den Baum entlang,
er fällt zur Erde ohne Laut und Ton
und sickert zwischen Grashalmen davon.

Vor kurzem noch, inmitten meiner Stadt,
klopften die Tropfen sich am Sims ganz platt
und stoben blechernd klingend auseinand,
sich Wunden reißend an Beton und Wand.

Es regnet heut, "s ist schummrig, kalt in mir,
die Seele weilt weit weg, umhüllt vom Hier.
...
170 Wetterapp 13.12.25
Vorschautext:
Mein Smartphone regnet vor sich hin,
ich hör's auch schon am Fenster klopfen
und auch am Display hängen Tropfen.
Es regnet draußen und herinn.

Sie ficht mich auch nicht richtig an,
die Wetterapp. Ist nicht von Nutzen.
Die Fenster muss ich selber putzen
-der Regen appt beharrlich dran.

© Lisa Nicolis
169 Die Welle 12.12.25
Vorschautext:
Auf dem Flaum
flüchtender Wolken
begleitet mich der Abend.

Zu deinen Stränden,
fremdes Land,
treibe ich,
Welle aus Weiten und Tiefen.

An deinen Klippen
drohe ich zu zerbrechen,
in deinem Sand
...