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| 228 | Mein Baum | 13.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Der Baum vor meinem Fenster ist gefällt, ein Stück von meinem Herzen hing daran. Der Rest vom Herzen fragt sich nun gequält, was fang ich nur mit so viel Himmel an? © Lisa Nicolis |
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| 227 | Das offene Fenster | 13.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Hin und wieder schien es, ich hätte was aufgebaut, mal ein Schloss, eine Hütte, mal nur den Rahmen eines Fensters, das in die Ferne schaut. Sah den Sand, wenn ich ihn formte, meist vom Winde verwehn. Meine Schlösser, eben wie Zeit, blieben auch niemals stehn. ... |
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| 226 | Das alte Haus | 12.03.26 | ||
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Vorschautext: * ** Zerrissen schon das Winterkleid der Zeit, es tropft wie Frühling schon aus ihren Poren, ein Grünen steht im Märzen schon bereit, der Winter hat am Erdrund sich verloren. Weit weg im Garten ** steht ein altes Haus, recht ** **** grau und gruslig ist es **** ** anzuseh‘n. Jetzt putzt es sich ** *** aus seinem Grau heraus, *** ... |
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| 225 | Frühlingswind | 12.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Um des Abends hin ein wenig Lied zu sein, greift der Wind sich dunkles Blätterrauschen, singt sich frühlingslau ins tiefe Schilf hinein, Mondscheinplätschern in dem See zu lauschen. Schwingt sich auf den Silberstrahl des Abends sacht, während träumend hinter alten Mauern noch ein Kirschbaum still und duftgeladen wacht, ihn berauscht mit seinen Blütenschauern. ... |
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| 224 | Fiebernde Philosophin | 10.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Vielleicht ist die Erde nur eine Genmutation im Bauch oder der Blutbahn eines armen Riesen. Und wenn uns seine Globuline zur Antigenmutation beschießen, dann wird’s auf der Erde von allen Dächern gepfiffen: „Wir werden extraterrestrisch angegriffen!“ Dabei ist wohl das unerhört, ... |
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| 223 | Hilflos | 09.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Kleinschlafen möcht ich mich, blattgrün mich betten, unter Baumgreisen mich verstecken, erdennah die jungen Düfte frühlinglang atmen. Fernschlafen möcht ich mich, menschenfern mich verliegen unter schattigen Armen, wenn auch nur sonnenlang- ... |
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| 222 | Enttäuschung | 09.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Den Himmel habe ich heute veilchenblau angemalt, den Frühling hab ich grünend in die Bäume gelegt und habe dem See alle himmlischen Töne geliehen. Auch die Glockenblumen ließ ich dir auf sonnigen Wegen ... |
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| 221 | Es wird | 08.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Nun eilt die Zeit den frohen Farben zu, auch wenn die Tage sich der Kälte beugen. Das Jahr legt ab den festen Winterschuh und liegt schon wunderbringend in den Zweigen. ... |
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| 220 | Der Mond | 07.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Wenn abends meine Blicke noch versinken im Weltall, um den Sternenmix zu trinken, dann hört er sachte auf, sich noch zu drehen, um still in meinen Augen auf zu gehen. So schlendern wir zusammen ein paar Schritte, hoch oben in der Welten dunklen Mitte. Er gleitet dann, wie stets, ganz ohne Schweifen zurück in seine Welt auf Silberstreifen. ... |
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| 219 | Durch die Wüste | 06.03.26 | ||
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Vorschautext: *** In meinem Kopf die Wörter scheinen, stets auf der Such' zu sein nach Reimen und wenn die Reime sich verdichten, entstehen solche Reimgeschichten. Erst der Versuch, den Reimfacetten die Ecken, Kanten noch zu glätten, damit die eig'ne Wörterblase reinpasst in die Gedichte Oase. ... |
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| 218 | Frühling im Wald | 04.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Sie stehen starr, mit Lanzen aufgerüstet die türmehoch gespitzten Nadelbäume, wie fernöstliche Terrakottasöldner, wie Raumfähren, die träumen- Sternenträume. Sie stehn mit erdenferner, kühler Würde, der Wind hat keinen noch verkrümmt, verbogen. Doch hat der Tannen Heer kein Grün zum Keimen, zum Sprießen unter seinem Schutz bewogen. ... |
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| 217 | Ich schau den Bäumen zu | 03.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Wie viele Stufen steigt der Saft hinauf zur Krone und erschafft bald ein Gefühl von Stolz und Kraft? Was alles werkelt in dem Stamm, bis alles Blattwerk prangt daran und jeder Baum steht seinen Mann? Sie ist ein Wunder, die Natur, 'ne Zauberin, grandios und pur. ... |
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| 216 | Abends am See | 01.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Die Luft schmeckt nach Wald und nach See. Eine Wolke hat ein Gesicht. Am Waldrand ein scheues Reh schnuppert müde das dämmrige Licht. * Die Boote, gekettet am Steg schaukeln störrisch gluckernd die Ruh. Der Wind kommt am Wasserweg, flüsternd abendkühl, ... |
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| 215 | Er kommt! | 28.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Der Ahorn wankt ganz starr im Wind, die Esche nur graziös sich wiegt. So nackt und kahl die Bäume sind, sich jeder leicht zur Sonne biegt. Man fühlt, der Frühling bahnt sich an, es feiert ihn schon jeder Ast. Es flattert stumm an sie heran manch Vogel, wie ein lieber Gast. ... |
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| 214 | Es scheint | 22.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Erst schien es, als wollte die Sonne doch scheinen. Der Wolkenfetzen dann schien den Schein zu verneinen. Scheint nun die Sonne, oder scheint es nur so, als würde sie scheinen? Ist mir auch egal. Ich nehm's mit Humor und bin froh, ... |
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| 213 | Februar | 22.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Noch liegen erdgeborgen Farben im Dunkeln, ahnend Licht und Wonne. Im Stillen heilen schon die Narben und lechzen träumend nach der Sonne. Der Winter zählt bald seine Tage, er räumt schon auf Gehölz und Fluren. Im Herz ich erste Blüten trage, doch meine Seel' noch seine Spuren. ... |
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| 212 | Plauderstunde | 18.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Komm zu mir auf einen Plausch und wir flechten wie im Rausch unsre Worte ineinander, roten, blauen, bunten Garn, gold'ne Silben, still und warm. Komm, wir sitzen beieinander, weben unser Plappertuch, hin bis zu 'nem Wörterbuch. Und wir quasseln dies und das, ... |
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| 211 | Traum | 08.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Mein Traum hat dich eingefangen. Wir saßen am Rande der Zeit, noch jugendlich, unbefangen, wie Kinder der Ewigkeit. Wir hielten uns an den Händen und schlaflang war es so schön, als könnte es niemals enden, der Traum nie zu Ende geh’n. ... |
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| 210 | Der Nebel heut | 07.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Ich wünsche mir, dass er sich niemals lichtet und immer alles um sich selbst verbirgt, dass keine Seele mehr die andre sichtet und Sehnsucht nach der anderen erwirkt. Solang er dicht und leicht das Sein umnebelt und es umhüllt mit mattem Schleiertand, mit Zauber jeden Blick veredelt, hat Friede wohl 'ne Weile hier Bestand. ... |
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| 209 | Gedanken kommen und gehen | 04.02.26 | ||
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Vorschautext: *** Gedanken niederzuschreiben, ist wie ein Muss, morgens den Tag zu beginnen. Worte mag ich verbinden, aneinander reihen, wie Wege, um mich an anderen Seelenorten wieder zu finden. Gedanken mag ich, die mich hinaus ins grüne Innere tragen, wo sie Samen streuen und Blüten pflücken oder nach Staub ... |
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