Profil von Lisa Nicolis

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Titel
218 Frühling im Wald 04.03.26
Vorschautext:
***

Sie stehen starr, mit Lanzen aufgerüstet
die türmehoch gespitzten Nadelbäume,
wie fernöstliche Terrakottasöldner,
wie Raumfähren, die träumen- Sternenträume.

Sie stehn mit erdenferner, kühler Würde,
der Wind hat keinen noch verkrümmt, verbogen.
Doch hat der Tannen Heer kein Grün zum Keimen,
zum Sprießen unter seinem Schutz bewogen.

...
217 Ich schau den Bäumen zu 03.03.26
Vorschautext:
***

Wie viele Stufen steigt der Saft
hinauf zur Krone und erschafft
bald ein Gefühl von Stolz und Kraft?

Was alles werkelt in dem Stamm,
bis alles Blattwerk prangt daran
und jeder Baum steht seinen Mann?

Sie ist ein Wunder, die Natur,
'ne Zauberin, grandios und pur.
...
216 Abends am See 01.03.26
Vorschautext:
***

Die Luft schmeckt nach Wald
und nach See.
Eine Wolke hat ein Gesicht.
Am Waldrand ein scheues Reh
schnuppert müde das dämmrige Licht.
*
Die Boote, gekettet am Steg
schaukeln störrisch gluckernd die Ruh.
Der Wind kommt am Wasserweg,
flüsternd abendkühl,
...
215 Er kommt! 28.02.26
Vorschautext:
***

Der Ahorn wankt ganz starr im Wind,
die Esche nur graziös sich wiegt.
So nackt und kahl die Bäume sind,
sich jeder leicht zur Sonne biegt.

Man fühlt, der Frühling bahnt sich an,
es feiert ihn schon jeder Ast.
Es flattert stumm an sie heran
manch Vogel, wie ein lieber Gast.

...
214 Es scheint 22.02.26
Vorschautext:
***

Erst schien es,
als wollte die Sonne doch scheinen.
Der Wolkenfetzen dann schien
den Schein zu verneinen.
Scheint nun die Sonne,
oder scheint es nur so,
als würde sie scheinen?
Ist mir auch egal.
Ich nehm's mit Humor
und bin froh,
...
213 Februar 22.02.26
Vorschautext:
***

Noch liegen erdgeborgen Farben
im Dunkeln, ahnend Licht und Wonne.
Im Stillen heilen schon die Narben
und lechzen träumend nach der Sonne.

Der Winter zählt bald seine Tage,
er räumt schon auf Gehölz und Fluren.
Im Herz ich erste Blüten trage,
doch meine Seel' noch seine Spuren.

...
212 Plauderstunde 18.02.26
Vorschautext:
***

Komm zu mir auf einen Plausch
und wir flechten wie im Rausch
unsre Worte ineinander,
roten, blauen, bunten Garn,
gold'ne Silben, still und warm.
Komm, wir sitzen beieinander,

weben unser Plappertuch,
hin bis zu 'nem Wörterbuch.
Und wir quasseln dies und das,
...
211 Traum 08.02.26
Vorschautext:
***

Mein Traum hat dich eingefangen.
Wir saßen am Rande der Zeit,
noch jugendlich, unbefangen,
wie Kinder der Ewigkeit.

Wir hielten uns an den Händen
und schlaflang war es so schön,
als könnte es niemals enden,
der Traum nie zu Ende geh’n.

...
210 Der Nebel heut 07.02.26
Vorschautext:
***

Ich wünsche mir, dass er sich niemals lichtet
und immer alles um sich selbst verbirgt,
dass keine Seele mehr die andre sichtet
und Sehnsucht nach der anderen erwirkt.

Solang er dicht und leicht das Sein umnebelt
und es umhüllt mit mattem Schleiertand,
mit Zauber jeden Blick veredelt,
hat Friede wohl 'ne Weile hier Bestand.

...
209 Gedanken kommen und gehen 04.02.26
Vorschautext:
***

Gedanken niederzuschreiben,
ist wie ein Muss, morgens den Tag zu beginnen.
Worte mag ich verbinden,
aneinander reihen, wie Wege, um mich
an anderen Seelenorten wieder zu finden.

Gedanken mag ich, die
mich hinaus ins grüne Innere tragen,
wo sie Samen streuen
und Blüten pflücken oder nach Staub
...
208 Dies Jahr die Krähen 25.01.26
Vorschautext:
***

Diesjährig sind meine Krähen so stumm.
Sie fliegen herum,
sie stürzen sich vor meinem Fenster im Flug,
in Scharen, vorbei.
Kein Ton und kein Schrei!
Das urtraute Krah,
ist nun nicht mehr zu hören,
als wollten sie niemanden stören,
als hätte sich Furcht in ihr Gleiten gestaut,
als wollten sie sagen:
...
207 Die Traumgängerin 25.01.26
Vorschautext:
***

Irgendwann brach die Nacht entzwei,
Wege zum Träumen wurden frei,
flossen wie Wellen mit einher,
wurden zu Weiten und zu Meer.

Ich wurde auch zu Welle, Gischt,
in der des Mondes Schein zerzischt.
Mit Silberstaub das Himmelszelt
mir so mein Wogenrauschen hellt.

...
206 Schönes böses Leben 23.01.26
Vorschautext:
***

Dieses Leben hat uns Leben einst gegeben,
sind mit Freud ein Leben lang daran gebunden.
Doch es streut dann hin und wieder, ungelegen,
gern mal Salz hinein in manche frische Wunden.

Schenkt uns Rosen gern, auch Früchte und die Sonne,
schenkt uns Honig. Doch es geizt nicht an Problemen.
Lässt uns öfters mal im Regen stehn, auch ohne
tröstend, liebend in die Arme uns zu nehmen.

...
205 Januarmorgen 22.01.26
Vorschautext:
***

Ich gleite aus dem Schweigen. Groß und kalt
stand diese Stille um mich aufgebaut.
Ich hörte sie zuweilen viel zu laut
und etwas hatte mir den Schlaf gekrallt.

Noch warm stahl sich die Nacht aus diesem Raum.
Ich hätte sie so dringend noch gebraucht.
Die Scheiben hat sie blumig angehaucht,
und floh durch Gärten mit dem weißen Saum.

...
204 Was ist nah und was ist fern? 22.01.26
Vorschautext:
***

Milliarden Sachen weit im All
seh ich das fremde Licht
von einem weit entfernten Stern,
doch wie viel Uhr es allemal
gerade ist, das weiß ich nicht.
Die Wanduhr, einen Meter nah,
ist viel zu fern.

Ich glaub, da wär es logisch,
sich richtig anzustrengen,
...
203 Mitternächtliches 21.01.26
Vorschautext:
***

Im All drüben sonnt sich jetzt mächlich der Mond,
die Mitternacht friert vor sich hin,
vorm Fenster, wo immer noch Januar wohnt,
greift ein Ast nach dem Sternbaldachin.

Beim Nachbarn da flattert noch unruhig 's Licht,
der Fernseher hat keinen Schlaf.
Der Nachbar nur sieht das Geflattere nicht.
Er ruht in den Kissen wohl brav.

...
202 Sternenfunkelnlang 15.01.26
Vorschautext:
***

Ich öffne meinen Fensterladen
mit großer Ahnungslosigkeit,
da spinnt der Winter Glimmerfaden,
webt meinen Tannen duft’ges Kleid.

Welch Freude! Dieser Sternenvorhang
schmückt immerhin so wundervoll
die Welt in ihrem Mörderurdrang,
lässt hoffen, sternenfunkelnlang,
als ob es nur noch frieden soll.
...
201 Stimmungstief 15.01.26
Vorschautext:
***

Heute gilt es, keine Luftschlösser zu bauen,
denn die Luft ist dick und eisigkalt.
Träge fließt der Lebenssaft im Morgengrauen
und du fühlst dich hundert Jahre alt.

Deine Stimmung haust in dunklen Wetterhütten
und dein Wille liegt auf Lagerstroh.
Reg dich nicht, du wirst die letzte Kraft verschütten
und es nützt dir gar nichts, sowieso.

...
200 Es musste raus 14.01.26
Vorschautext:
***

Heut geht's mir gar nicht gut.
Es hapert wieder da und dort.
Mir fehlt's an Kraft,
mir fehlt's an Mut.
Auch wenn es dich
gar nicht bewegt.
Ich sag's nur so.
Ich pust es raus,
damit es drin
nicht Wurzeln schlägt.
...
199 Wortlos 14.01.26
Vorschautext:
***

Meine Welt ist so weit,
doch sie reicht dir nur
bis an die Grenzen
meiner Wortfindung.
Darüber hinaus
kann nur ich sie ertasten.
Folgen kannst du mir nicht,
denn hin zu ihren Höhen,
und meist Tiefen,
bist du blind
...