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Anzahl Gedichte: 208
Anzahl Kommentare: 120
Gedichte gelesen: 11.683 mal
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Titel
208 Dies Jahr die Krähen 25.01.26
Vorschautext:
***

Diesjährig sind meine Krähen so stumm.
Sie fliegen herum,
sie stürzen sich vor meinem Fenster im Flug,
in Scharen, vorbei.
Kein Ton und kein Schrei!
Das urtraute Krah,
ist nun nicht mehr zu hören,
als wollten sie niemanden stören,
als hätte sich Furcht in ihr Gleiten gestaut,
als wollten sie sagen:
...
207 Die Traumgängerin 25.01.26
Vorschautext:
***

Irgendwann brach die Nacht entzwei,
Wege zum Träumen wurden frei,
flossen wie Wellen mit einher,
wurden zu Weiten und zu Meer.

Ich wurde auch zu Welle, Gischt,
in der des Mondes Schein zerzischt.
Mit Silberstaub das Himmelszelt
mir so mein Wogenrauschen hellt.

...
206 Schönes böses Leben 23.01.26
Vorschautext:
***

Dieses Leben hat uns Leben einst gegeben,
sind mit Freud ein Leben lang daran gebunden.
Doch es streut dann hin und wieder, ungelegen,
gern mal Salz hinein in manche frische Wunden.

Schenkt uns Rosen gern, auch Früchte und die Sonne,
schenkt uns Honig. Doch es geizt nicht an Problemen.
Lässt uns öfters mal im Regen stehn, auch ohne
tröstend, liebend in die Arme uns zu nehmen.

...
205 Januarmorgen 22.01.26
Vorschautext:
***

Ich gleite aus dem Schweigen. Groß und kalt
stand diese Stille um mich aufgebaut.
Ich hörte sie zuweilen viel zu laut
und etwas hatte mir den Schlaf gekrallt.

Noch warm stahl sich die Nacht aus diesem Raum.
Ich hätte sie so dringend noch gebraucht.
Die Scheiben hat sie blumig angehaucht,
und floh durch Gärten mit dem weißen Saum.

...
204 Was ist nah und was ist fern? 22.01.26
Vorschautext:
***

Milliarden Sachen weit im All
seh ich das fremde Licht
von einem weit entfernten Stern,
doch wie viel Uhr es allemal
gerade ist, das weiß ich nicht.
Die Wanduhr, einen Meter nah,
ist viel zu fern.

Ich glaub, da wär es logisch,
sich richtig anzustrengen,
...
203 Mitternächtliches 21.01.26
Vorschautext:
***

Im All drüben sonnt sich jetzt mächlich der Mond,
die Mitternacht friert vor sich hin,
vorm Fenster, wo immer noch Januar wohnt,
greift ein Ast nach dem Sternbaldachin.

Beim Nachbarn da flattert noch unruhig 's Licht,
der Fernseher hat keinen Schlaf.
Der Nachbar nur sieht das Geflattere nicht.
Er ruht in den Kissen wohl brav.

...
202 Sternenfunkelnlang 15.01.26
Vorschautext:
***

Ich öffne meinen Fensterladen
mit großer Ahnungslosigkeit,
da spinnt der Winter Glimmerfaden,
webt meinen Tannen duft’ges Kleid.

Welch Freude! Dieser Sternenvorhang
schmückt immerhin so wundervoll
die Welt in ihrem Mörderurdrang,
lässt hoffen, sternenfunkelnlang,
als ob es nur noch frieden soll.
...
201 Stimmungstief 15.01.26
Vorschautext:
***

Heute gilt es, keine Luftschlösser zu bauen,
denn die Luft ist dick und eisigkalt.
Träge fließt der Lebenssaft im Morgengrauen
und du fühlst dich hundert Jahre alt.

Deine Stimmung haust in dunklen Wetterhütten
und dein Wille liegt auf Lagerstroh.
Reg dich nicht, du wirst die letzte Kraft verschütten
und es nützt dir gar nichts, sowieso.

...
200 Es musste raus 14.01.26
Vorschautext:
***

Heut geht's mir gar nicht gut.
Es hapert wieder da und dort.
Mir fehlt's an Kraft,
mir fehlt's an Mut.
Auch wenn es dich
gar nicht bewegt.
Ich sag's nur so.
Ich pust es raus,
damit es drin
nicht Wurzeln schlägt.
...
199 Wortlos 14.01.26
Vorschautext:
***

Meine Welt ist so weit,
doch sie reicht dir nur
bis an die Grenzen
meiner Wortfindung.
Darüber hinaus
kann nur ich sie ertasten.
Folgen kannst du mir nicht,
denn hin zu ihren Höhen,
und meist Tiefen,
bist du blind
...
198 Schneeverwehen 10.01.26
Vorschautext:
***

Im hellen Licht unsrer Laterne
verwirbeln sich Millionen Sterne
und landen windböenzerfetzt
am Erdboden, ganz dicht vernetzt.

Das leise Rieseln ist Geschichte,
als tobten tausend schlimme Wichte
hoch oben auf dem Himmelszelt
und schütteten weiß diese Welt.

...
197 Hexenstaub 08.01.26
Vorschautext:
***

Belanglose Worte. Die Wahrheit -verbogen,
um dich von Gefühl’n zu entbinden.
Vielleicht komm ich einmal durch’s Dunkel geflogen
und werde dicht trist und alleine wohl finden
und werd’ dich mit Zauber umwinden.

Ich werde mich hinter dem Spiegel verstecken
und tief in die Augen dir sehen.
Ich werde mir heimlich dein Fühlen erwecken
und werde dein Inneres leise begehen.
...
196 Hohlraum 08.01.26
Vorschautext:
***

In den Fängen
solcher trüber Tage,
fühlt die Seele sich
als hohler Raum,
drin sich,
zage, jedes Schreiten
in der echolosen Stille
stumpf verläuft.

Als ob das Meer
...
195 „Winterzauber“ 03.01.26
Vorschautext:
***

Silbern strahlt der Mond durch alle Straßen,
gläsern und so fahl ist sein Gesicht,
schaut die Sterne, die in Bäumen saßen,
kleidet sie in glimmerbuntes Licht.

Kälte knirscht schon weiß unter den Sohlen,
und der Atem schwirrt ins Dunkle hin,
wie ein Teil der Seele, die verloren
Halt sucht unterm kühlen Baldachin.

...
194 Es schneit 03.01.26
Vorschautext:
***

Die Nacht hat die Landschaft in Wunder gesteckt,
die Bäume zum schneeweißen Träumen geweckt.
Das Herz wird so warm, dass das Wunder vergeht,
wenn's Staunen, die Freude und 's Trara rüberweht?

Wird ewig nicht sein,
doch der Blick aus dem Zimmer,
der brennt in die Seele
ein persönliches Immer.

...
193 Jahreswechsel 02.01.26
Vorschautext:
***

Danke, lieber Weihnachtsmann,
es war schön mit dir,
doch nun öffnet sich für uns
eine neue Tür.
Und da tappsen wir hinein,
’s wird schon nicht so schrecklich sein…


© Lisa Nicolis
192 Wolkenrücken nur zu blicken 02.01.26
Vorschautext:
***

Erdhin kaum noch Sonnenstunden,
himmelweit Winter in Sicht.
Wolken krall’n sich’s Sonnenlicht
ziehn vorüber erdgebunden,
rückwärts dunkelgrau umwunden,
drüber strahlendes Gesicht,
das sie zeigen,
uns zum Spott,
immer nur dem lieben Gott.

...
191 Wollen (Nonsens absolut) 02.01.26
Vorschautext:
***

Ich würd’ so gerne
wollen wollen,
wenn ich das Wollen
wollen will.
Doch meistens
will das Wollenwollen,
wenn ich’s dann will
nicht halten still.
Dann will mein Wille
nicht mehr wollen,
...
190 Vergangen 01.01.26
Vorschautext:
***

In den Wipfeln pfiff der Wind
gestern wehmutsvolle Weisen,
nahm die Blätter windgeschwind
mit auf wunderbunte Reisen.

Schaue heut zum Fenster raus
und da herrscht nur rost’ges Schweigen.
Trostlos sieht der Garten aus,
weg ist er, der bunte Reigen.

...
189 Wintertag 01.01.26
Vorschautext:
***

Unter jedem Schritt Dezemberrauschen
auf den Wegen voller Blättersterben,
buntes Allerlei von Sommerscherben,
drin sich längst verlor`ne Träume bauschen.

Überm Horizont ein dunkles Regen
herbstgelad’ner schwerer Wolkenschergen,
dass die Schatten sich in uns verbergen
und sich über unsre Seelen legen.

...
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