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| 1368 | Frau Holle auf dem platten Land | |||
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Vorschautext: Frau Holle auf dem platten Land Frau Holle hat es nun erwogen ist auch zu uns ins flache Land gezogen. Noch zaghaft schüttelt sie die Kissen, nicht jeder wird den Schnee genießen Nimmt Rücksicht, diese gute Frau, kennt die Region wohl auch genau. Verzichtet nicht uns zu entzücken durch Pulverschnee! Verschont die Rücken, damit hier nicht bei endlos mühen wir uns Erkältungen zuziehen. ... |
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| 1367 | Nase läuft | |||
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Vorschautext: Nase läuft Die Nase läuft nicht auf zwei Beinen. Dafür ist diese nicht gedacht. Das Wortbild will es auch nicht meinen als Filter ist sie doch gemacht. Sie fängt den Staub und wärmt das Blut bei Kälte ist sie so aktiv. Was sich im Nasenflügel tut, erklärt den ungewollten „Schnief“ ... |
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| 1366 | Der Mai ist gekommen (böse Satire) | |||
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Vorschautext: Der Mai ist gekommen ( böse Satire) Wenn erst einmal die Bäume ausschlagen wird es für Wanderer sehr gefährlich. Vorsicht für die, die sich in den Wald raus wagen! Ich tät´ es nicht, da bin ich ehrlich! So viel besungen ist der Mai, der gekommen. Unaufhaltsam schreitet das Jahr voran. Doch sollte es heißen der Mai ist v e r k o m m e n , seht euch die Maifeiern mal richtig an. ... |
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| 1365 | zynisch | |||
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Vorschautext: ynisch Artrose in den Kniegelenken, Gicht und Rheuma in den Fingern, das Alter sprüht so von Geschenken! Unlust auch auf „junge Dinger“. Die Bibel sprach von sieben Plagen, die Ägypten heimgesucht. Keiner wird im Alter sagen nur Ägypten sei verflucht! ... |
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| 1364 | Vatertag oder die Folgen der Emanzipation | |||
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Vorschautext: Vatertag oder die Folgen der Emanzipation An jenen Inhalts schweren Tagen, an denen „Mann“ mit Bollerwagen, „Kreissäge“ und Spazierstock lärmt, derweil das „Frauchen“ abgehärmt voll Trübsal so zu Hause kauert, wütend auf die Rückkehr lauert: die Zeiten sind wohl überholt. Er säuft – doch sie jedoch belohnt sich sicher unterdessen. Geht mit Adonis chic zum Essen ... |
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| 1363 | Wechsel-Seitig | |||
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Vorschautext: Wechsel-Seitig Das Abendrot verglüht den Tag zeigt blutrot deren Wunden von denen die ein Schicksalsschlag im Zeitablauf geschunden. Die Dämmerung kriecht nun heran zeigt einen bleichen Sichelmond. Zögernd zündet ein Stern das Blinken an, schüchtern, so als sei er ´s nicht gewohnt. ... |
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| 1362 | Gewollt | |||
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Vorschautext: Gewollt man schiebt es vor sich her was man schon längst erledigen wollte und eigentlich schon heute auch getan sein sollte. Das Wollen und das Sollen sind offenbar Vokabeln aus einer Welt der Märchen und der Fabeln. Man sagt so schön: „der Wille findet eine Weg.“ doch steht man einfach da und rührt sich nicht vom Fleck. Im Nachhinein, wenn es zu spät ist, sagt man: „schade,“ und schilt sich selbst ob dieser unwürdigen Blockade. So ist ein Wille ohne ausgeführte Tat ... |
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| 1361 | Wehmut | |||
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Vorschautext: Wehmut Wehmut ist ´s an der ich trage Wehmut an die schönen Tage nach Menschen, die mir nahe standen und enge Bindungen vorhanden Wohin, wohin? Wie fortgespült, voll Blindheit hier das Schicksal spielt. es wählt nicht aus. Erkennbar kein Verfahren. Es passiert. Man muß mit Trauer es ertragen. ... |
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| 1360 | Versteckter Schatz | |||
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Vorschautext: Versteckter Schatz Tief, sehr tief im Herzen liegt versteckt ein Rest von dem, was ich für dich empfand. Ich habe neulich es entdeckt nahm es behutsam an die Hand und führte es an seinen alten Platz; ... |
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| 1359 | Handschrift | |||
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Vorschautext: Handschrift Die Deutung händisch geschriebener Buchstaben ist wissenschaftliche Graphologie. Ich hingegen schreibe Handschriftliches nie, denn dies gehört nicht zu meinen Gaben! Die angeborene Höflichkeit verbietet mir das Karten – oder Briefeschreiben. Ich bringe nur Krakeliges zu Papier, darum lass ich es besser bleiben. ... |
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| 1358 | Das alte Haus | |||
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Vorschautext: Das alte Haus Irgendwo am Vorstadt-Straßenrand, wo heute sich kein Mensch mehr niederlässt, ein altes Haus verfallen stand, verrottet zwar, doch standhaft fest. Die Scheiben blind, sofern sie noch vorhanden, die Eingangstür bedenklich schief, alte Gardinen, einst als Sichtschutz vorgehangen, flattern gespenstig dort, wo jemand schlief. ... |
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| 1357 | Absicht? | |||
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Vorschautext: Absicht? Klecksen mit viel Pinselschwung, hei, was bin ich für ein Held! Selber malen hält mich jung und ich spar noch dazu Geld. Eingetaucht schön in die Farbe, wunderbar der Pinselstrich, dass ich dazu Begabung habe, offenbar weiß das nur ich! Auf und nieder mit viel bücken, Hände schmerzen, ich hab „Rücken“. ... |
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| 1356 | Die Zahl | |||
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Vorschautext: Die Zahl Die Zahl, als sie noch ganz klein war, war äußerst übersichtlich, klar. So viele Finger, wie die Hand, war einst das Mass im Sipp`-Verband. War´n die zu wenig, war das Ziel, dann alle Finger und noch viel. Die Mayas hatten sich gedacht wie man es komplizierter macht. ... |
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| 1355 | Jeder hat seine Geschmack | |||
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Vorschautext: Jung Siegfried war ein stolzer Knab. Er badete im Blut des Drachen, weil es den damals ja noch gab. Heut´ könnte er es nicht mehr machen! * Die Damen im Ägypter-Reich, ... |
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| 1354 | Bildung | |||
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Vorschautext: Bildung ist ein hohes Gut besonders weil sie nicht weh tut. Selbst nicht, wenn man sich mit belastet, ermüdet nicht auch wenn man fastet. Auch Herzen kann man prächtig bilden. Der Gutmensch trägt ´s voraus auf Schilden und viele Menschen hört man raunen sie hätten ´s nicht gedacht, und staunen. Doch eine Bildung ist fatal. Man sieht sie häufiger schon mal: ... |
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| 1353 | Wat(t) ´n Spass an der Nordsee | |||
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Vorschautext: Wat(t)`n Spass an der Nordsee Wir war´n im Urlaub an der Nordsee: Im Volksmund auch bekannt als Mordsee. Der Seemann nennt sie „Blanker Hans“. Verstanden hab´ ich das nicht ganz: Das Meer sonst wild und stürmisch rau, war gar nicht da – nur Rinnsal lau! Es hatte sich vor uns versteckt, wahrscheinlich haben wir´s erschreckt! Ich rief die Kurverwaltung an ... |
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| 1352 | ganz unten... | |||
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Vorschautext: Die Nacht zeichnet Konturen weich mit schummrig bunten Lichtern. Das Tageslicht enthüllt sogleich Verlorenheit auf den Gesichtern. Der Puder bricht auf den verschmierten Wangen das Lächeln auf den Lippen stirbt. Der Körper kalt und kein Verlangen vom Freier, der um „Liebe“ wirbt. Kein Wiegeschritt, kein Stöckelgang ein müdes Schlurfen nach der Nacht. ... |
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| 1351 | Die Sache mit dem Storch | |||
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Vorschautext: Der Klapperstorch hat viel zu tun... in China. Bei uns dagegen ist gut ruh´n. Da hat er sich ganz unbefristet in den Tierpark eingenistet. Dies tat er nun seit Jahren schon, genießt hier offenbar Pension. Vorbei ist ´s mit dem Schnäbeln, Klappern: man sieht ihn mürrisch nur rumtappern. Ist seine Art wohl noch zu retten nach großem Frust in deutschen Betten? Ist VÖGELN auch nicht mehr zu trauen, wie all den bunten, eitlen Pfauen? ... |
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| 1350 | Traurige Wirklichkeit | |||
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Vorschautext: „Jungchen;“ sprach das Frau Mamachen, „du gehst heute zu Papachen, der mir das versprochen hat, soll seh´n, dass er ein Söhnchen hat. Ich bin bei Onkel Ferdinand, die Nummer ist dir ja bekannt, sollt ich noch nicht zu Hause sein. Und Jungschen präge dir fein ein: kein Geschenk von dem Papa, warum, das weißt` inzwischen ja. Ich kann das absolut nicht leiden, will einen Keil zwischen uns treiben. ... |
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| 1349 | Mit dem Teufel im Bunde | |||
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Vorschautext: Es sprach der Vater zu dem Sohn: „beachte was ich dich jetzt lehre. Jedweder Ideologie und Religion sofort den Rücken kehre, wenn sie als einzig wahr und richtig sich erklärt. Sich gegen Toleranz und freies Denken sperrt. Das Elend, das die Welt gesehen und noch erleben soll ist nur geschuldet jenem Ungeist, der wie toll des Menschen Geist verwirrt, verdirbt, ... |
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