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| 1468 | Schnell geasagt... | |||
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Vorschautext: „Ich liebe dich“ ist leicht daher gesagt. Worte wie auf Flügeln schnell dem Mund entfliehen. Doch vielfach, eher der Morgen tagt, sind sie der Falschheit schon geziehen. Kaum gibt ´s ein Wort, daß häufig so mißbraucht wie Liebe – wenn eben nur die Lust gemeint und tief in wilde Leidenschaft getaucht, dem Partner dies als Herzgefühl erscheint. Doch flüchtig, allzu flüchtig ist der Wahn. die Leidenschaft nur kurz entflammt, erlischt. ... |
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| 1467 | Marschmusik | |||
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Vorschautext: Musik spielt auf im Straßenzug, das klingt noch richtig handgemacht. Die Märsche sind auch laut genug, hört man noch in der Nachbarschaft. Mit Trommelschlag, dem Lyraklang, Trompeten und Posaunen, so zieht der Trupp die Straße lang, verbreitet gute Launen. Denn eine flotte Marschmusik Hat immer noch den Schmiß, ... |
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| 1466 | Tragfähigkeit | |||
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Vorschautext: Menschen haben ein Gewissen leichter als ein Federkissen. Menschen tragen ein Gewehr und auch dieses fällt nicht schwer. Menschen tragen, weil sie hasten selten andrer Menschen Lasten. ... |
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| 1465 | Die magische Dreizehn | |||
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Vorschautext: Freitag ist es – der Dreizehnte, wenn man nur entfliehen könnte! Nichts kriegt man in richt´ge Reihung selbst erfüllende Prophezeihung. Einen Gott kann man verneinen, von den Aberglaauben keinen, denn der Mensch ist sehr beschränkt, mehr als wissenschaft es denkt. Und so fehlt zu besserem Schlummer nach der Zwölf die Zimmernummer, ... |
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| 1464 | Worte wirken da leer | |||
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Vorschautext: Das Liebste geht – Entsetzen sperrt die Trauer, über deinen Rücken weht durchdringend kalter Schauer. Langsam, langsam stetig nur legt sich um deine Kehle die Trauer wie die Henkersschnur erstickt sie deine Seele. Ein Schluchzen, Tränen ungehemmt den Augen dir entrinnen ... |
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| 1463 | Ja warum eigentlich... | |||
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Vorschautext: Warum so fragt man schreibst du häufig über Vergänglichkeit und Tod? Vielleicht weil dies in meinem Alter ach so unausweichlich droht? In letzter Zeit sah ich so viele Freunde gehen, zu viele wie mir scheint und da vergeht mir alle Fröhlichkeit, die mit den Toten mich vormals vereint! So wird Humor mir ziemlich bitter. Das Dürer Bild von Teufel, Tod und Ritter ... |
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| 1462 | Wie ein Gedicht | |||
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Vorschautext: Das Leben ist wie ein Gedicht: Man mag es oder mag es nicht. Wenn man ´s als ohne Sinn betrachtet, dann wird es wohl auch nicht geachtet. Dann sieht man nur die Müh´ und Qual, fragt, hat man eine andre Wahl? ... |
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| 1461 | Wer weiß... | |||
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Vorschautext: Jede Zeit hat mal ein Ende neuer Anfang so beginnt, in welchem man dann gerne fände, dass er nicht so schnell verrinnt. Sommer folgt den Frühlingstagen. Was gesprossen, nun gereift. Weshalb also Wehmut, Klagen? Volles Leben um sich greift! ... |
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| 1460 | An eine verwöhnte Schönheit | |||
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Vorschautext: Hätte ich ein Lied geschrieben und in Noten es vertont, wärst du wohl bei mir geblieben, denn du warst es doch gewohnt, daß dich alle lieben, loben und dich rund herum verwöhnen, dich stets in den Himmel hoben, wie das ist, bei all den Schönen. Meinst ich sollt zu Füßen sinken, sklavisch deine Launen dulden, ... |
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| 1459 | Sag warum.. | |||
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Vorschautext: Bevor ich sterbe wüssste ich, warum Du einstmals liebtes mich? Und wann ist es dann gewesen, als Du diesen Grund vergessen? * Sag mir, dass es jemand gibt, ... |
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| 1458 | Mußte das sein | |||
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Vorschautext: Er schaut vom Hügel auf seine Stadt. Verändert hat sich vieles hier, seit er sie verlassen hat und damals Händhen hielt mit ihr. Verlassen hat er Stadt und sie, in ihren Augen glitzerte es feucht. doch halten konnte sie ihn nie. Die Erinnerung hat er stets verscheucht. Doch hier, mit Blick auf die Vergangenheit, webt das Gewissen den Erinnerungsfaden ... |
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| 1457 | Ähnlichkeiten | |||
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Vorschautext: Der Affe ist dem Menschen ähnlich, nicht ganz so schlau eher wohl dämlich. So meinen wir im Hochmutswahn... doch schaut man ´s sich genauer an sieht man den Affen Nase bohren mit einem Blick der weltverloren und wenn wir ganz genau hinschauen, sieht man wie Affen Nahrung klauen weil sie ´s dem Anderen nicht gönnen, ein Trieb, den wir vom Menschen kennen. ... |
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| 1456 | Zum Totensonntag | |||
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Vorschautext: Das Grab am Rand, kein Kreuz kein Stein ein Hügel nun bedeckt mit Birkenlaub, vergessen wohl das irdisch´ Sein, niemands Erinnerung, wie ich glaub. Nicht ein Besuch zur Totenehre? Doch - eine Meise im Geäst: herab blickt sie als wenn es ihre Trauer wäre und sie die Tote nicht alleine läßt. Und Blumenschmuck? Kein Straußgebinde? ... |
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| 1455 | Partei | |||
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Vorschautext: Dieses Wort ist eigentlich bereits ein Ärgernis an sich. Sagt es doch, dass es ein Teil und somit eigentlich nicht heil. Vom Ganzen ist was abgezwackt, gewissermassen durchgehackt. Bezieht man das auf die Nation, steckt man in dem Dilemma schon. Ein Volk, das man gespalten hat ist innerlich nicht mehr intakt. Wer den Parteienzank losbricht, dem folgt der Wähler besser nicht. ... |
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| 1454 | Nur noch schämen ist angeagt | |||
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Vorschautext: Tragödien – wohin man schaut, kein Mensch dem anderen mehr traut. Konfliktstoff bieten Glauben, Ehre als wenn das von Bedeutung wäre! Es gibt so viele falsche Propheten, die wirklich besser daran täten als immer wieder zu verkünden, das Leben sei nur voller Sünden! Die Bücher, die man heilig nennt: in jeder Religion man gleich erkennt, ... |
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| 1453 | Zwiespältiger Mai | |||
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Vorschautext: Zwiespältiger Mai Nun ist wieder Mai und die Bockjagd ist frei.* Aus dem Tier liebenden Heger wird der Trophäenjäger, wie bei Jekyll und Heyde, alles hat seine Zeit. Man sieht Leute sitzen, die im Biergarten schwitzen, den Maibock genießen, ... |
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| 1452 | Bienen und Drohnen | |||
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Vorschautext: Was brummt und schwirrt am Blütenstrauch? Die Honigbiene! – soll sie auch. sie macht den Honig und noch mehr: bestäubt die Obstbäum´ ringsumher. Was aber machen dann die Drohnen? Erst Sex – hernach sie sich belohnen mit vorläufigem Ruhestand und dies ist allgemein bekannt. Doch Faulheit kann sich furchtbar rächen, die Arbeitsbienen wehrhaft stechen ... |
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| 1451 | Über das Älterwerden | |||
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Vorschautext: Für Manche zählt der Jugendwahn als einzig, was erstrebenswert, und blicken in den Spiegel dann, der eines Besseren sie belehrt. Der Philosoph hingegen meint, das Älterwerden mehrt das Wissen, ... |
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| 1450 | Ungleichheit | |||
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Vorschautext: Viel zitiert: „der Mann auf der Straße“, wie ich die Formulierung hasse. Da läuft ein Mann auf der Fahrbahn rum und wird interviewt, weiß der Teufel warum. Er ist ein Hindernis für den Verkehr, ein echter Blockierer und sonst nichts mehr. Würd´ er demonstrieren für Zebrastreifen, könnt´ ich die Sache noch begreifen! Doch Journalisten belästigen ihn ständig, das ist hochgradig nicht verständlich. Die Frau auf dem Gehweg wird ignoriert, gleiches Recht wird also nicht praktiziert.. ... |
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| 1449 | Verloren | |||
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Vorschautext: Dein Herzklopfen: ich habe es überhört. Deine strahlenden Blicke: ich habe sie übersehen. Deine zärtliche Umarmung: ich empfand sie als klammern. Dann gingst du fort: ich sah es als Befreiung. Ein Narr kann ein Weiser werden, ein Weiser zum Narr. Dein Herzklopfen wäre mir Melodie, deine strahlenden Blicke würden meine Seele erhellen, deine zärtliche Umarmung gäbe mir Halt; doch du bist fort, verloren für mich, ... |
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