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Titel
2406 Wären wir Geschwister
Vorschautext:
Wären wir Geschwister

Wären wir Geschwister als Mann und Frau
Und hätten weltweit dieselben Interessen,
Dann wüsste ein jedes Geschlecht ganz genau,
Welche Lebensdeutuungen frei zu ermessen.

In den eigenen Wahrnehmungen unterscheiden sich
Die beiden Hauptgeschlechter doch nicht so sehr,
Wenn erwachsen das Verständnis für Dich und mich
Sich unterhält in einem ehrlich-fairen Begehr.

...
2405 Man darf niemanden ins Unrecht setzen
Vorschautext:
Man darf niemanden ins Unrecht setzen

Selbstgerechte werfen immer den ersten Stein
Und Kleingeister erfreuen sich an den Niederlagen.
Selten sehen sie auf Erden den göttlichen Schein,
Weil sie niemals nach der Duldsamkeit fragen.

Denn sie setzen Menschen gerne ins Unrecht,
Meinen, dieses für sich gepachtet zu haben,
Denn ihre Fassade bleibt immerzu unecht,
Müssen sie doch in der Unsitte graben.

...
2404 Heuchler verbergen Motive
Vorschautext:
Heuchler verbergen Motive

Der Heuchler ist ein Haderlump,
Lebt immerzu auf Seelenpump,
Gibt sich gerne als Strahlemann,
Weil er zumeist nicht anders kann.

Er stellt sich in Gesellungsmitte,
Sagt dazu dabei niemals „bitte“,
Wo er für sich Werbung betreibt
Und sich die Gruppe einverleibt.

...
2403 Wegdenken
Vorschautext:
Wegdenken

Als sie am Morgen nicht so gut drauf,
Er jedoch immer noch quietschfidel,
Fragte er sie schon nach dem Tageslauf
Und machte aus seinem Glück kein Hehl.

Da spürte er auf doch ein wenig Neid
Bei ihr, wo die Partnerantwort wohnt:
„Du hast für Dich immer so viel Zeit,
Weil Dich Dein Wegdenken halt verschont!“

...
2402 Gartenbegehung
Vorschautext:
Gartenbegehung

Da gibt es doch glatt Leute,
Die marschieren in Deinen Garten
Und darfst bei Glockengeläute
Auf ihre Fragen warten.

Doch sie wollen nichts besichtigen,
Nur herumstehen und Daumen drehen,
Dich und Deine Ansichtigen berichtigen
Und auf ihre eigenen Leistungen sehen.

...
2401 Herkunft
Vorschautext:
Herkunft

Ersonnen und erstanden in den Weiten
Der Ewigkeit, dunkelnd reift das Sein,
Lässt sich zum Leben zubereiten,
Doch die Herkunft bleibt immer allein.

Manches ist in der kleinsten Hütte bereitet,
Dort, wo gar nichts so reich bestückt,
Doch wo liebend die Kindheit wird begleitet,
Da wächst ein Wesen heran, dem Leben glückt.

...
2400 Des Dichters Erwartung
Vorschautext:
Des Dichters Erwartung

Nicht will ich wie von Platen enden,
Nicht im Streit mit Heine leben,
Denn jeder Streit reißt tiefe Wunden.
Lieber will ich mich an Leser wenden,
Die sich dem neidlosen Worte ergeben,
Nicht Ursache für Ärger, Schrunden.

Mein Dichterherz warnt und bestaunt
Doch alles, was in der Lebenswelt
Sich heimisch, heimatlich kann fühlen,
...
2399 Tag und Nacht
Vorschautext:
Tag und Nacht

Hellgeriffelt bleicht der Tag mir
Sonnenverbrämt das ganze Land.
Nachts öffne Fenster ich, die Tür,
Denn Kühle wird zum Lebenspfand.

So manche Nacht sehnte ich nicht,
Weil Dauergeister sie bescherte,
Die schrill tanzend im Flackerlicht
Aufkreuzten, so dass Furcht sich mehrte.

...
2398 Heimweh
Vorschautext:
Heimweh

Sie war schon so groß geraten
Und sah sehr erwachsen aus.
Den Eltern hatte man oft geraten:
Sie muss eiin wenig aus dem Haus.

Im Austausch bei fremder Familie
Packte dann das Heimweh dieses Kind,
Denn innerlich war die schöne Emilie
Gern daheim, wie manche Kinder es sind.

...
2397 Demokratisierung der Musik
Vorschautext:
Demokratisierung der Musik

Die Bewegung und der Tanz
Sind der Ursprung aller Musik,
Erfassen so den Menschen ganz,
Mehren froh sein tönendes Glück.

Schon in den frühen Hochkulturen
Gestalteten sie das Zeremoniell:
Tänze, begleitet von ehernen Luren
Gaben sich feierlich, spielten oft schnell.

...
2396 Chemnitz
Vorschautext:
Chemnitz

Da hörte ich immer wieder ein Grummeln,
Der Soli sei nicht richtig angekommen,
Man hörte von Gerüchten und vom Schummeln,
Als hätte man nichts da hinbekommen.

Doch in Chemnitz gingen mir die Augen auf:
Großzügig geworden ist dieser Bahnhof,
Überdacht, gekoppelt mit Straßenbahnverlauf,
Alles perfekt, nichts ablehnend, nichts schroff!

...
2395 Da war einmal
Vorschautext:
Da war einmal

Da war einmal ein junger Mann,
Dem hatte es Mathe angetan,
Der hatte auch schon einen Plan,
Es gab da kein Kannitverstan.

Er machte früh den Führerschein,
Setzte sich gern zum Lehrer rein,
Fuhr in der Pfüfung nahtlos fein,
Ward theoretisch lupenrein.

...
2394 Das Messer
Vorschautext:
Das Messer

Das kalte Messer schleift der Stein,
Der Stahl wetzt auch das Messer,
Soll uns nur Essenshilfe sein:
Gewetzt schneidet es besser!

Denn Nahrung teilt die Klinge,
Kleinteiliges liebt so der Magen:
Alles, was die Küche uns bringe,
Wollen wir ja auch vertragen.

...
2393 Es kommt der Tag
Vorschautext:
Es kommt der Tag

Es kam der Tag,
der uns die Sonne brachte
und langsam
mit den Kältegeistern brach.

Wie waren das doch
früher überharte Winter,
mit denen alles Sehnen
hin zum Frühling ging!

...
2392 Manches Schreckgespenst
Vorschautext:
Manches Schreckgespenst

Manches Schreckgespenst ist doch recht nah,
Lässt sich bis heute kaum nicht vergraulen.
Selbst wo das Mitleid immer auf den Täter sah,
Hörte man nur Jammernde und Hunde jaulen.

Ist das alles uns fern und scheinbar unbetroffen
Denen, die immer noch in ihrer Blase leben,
Lässt sich Rettung zwar erahnen, doch kaum hoffen,
Dass Leidverursacher nach Friedenszeiten streben.

...
2391 Geborgenheit als Lebenswert
Vorschautext:
Geborgenheit als Lebenswert

So ist die Kindheit mir entstanden,
Erwartungfroh in unseren Landen,
Dass sich entwickelte ein Raum,
Der schützte, Fürchten kannte kaum.

Etwas, das mich doch tragen soll
Gab alles mir, nahm jeden Groll:
Erwachsensein ward eingeläutet,
Der Kindheitshorizont geweitet.

...
2390 Es nervt!
Vorschautext:
Es nervt!

Schau Dir den deutschen Krimi an:
Da sitzen sie stets im Büro,
Kommen ständig privat zusammen,
Als wär' Beruf Gesellungspo.

Ob Krimi oder Liebeskisten –
Immer ist man eng beisammen,
Als würden die Protagonisten
Alle aus einem Gusse stammen!

...
2389 Wachsend schauen Wesen
Vorschautext:
Wachsend schauen Wesen

Haben wir nicht Menschenwesen,
Die den Lauf herrlich begleiten,
Sorgen uns vom Mund ablesen,
Uns die Glückstage bereiten?

Haben wir nicht auch die Leute,
Die aus Launen nur bestehen,
Für die jeder Mitmensch Beute,
Immer nur zum Golde sehen?

...
2388 Der Bürokratengeist schläft nie
Vorschautext:
Der Bürokratengeist schläft nie

Man glaubt nicht, wie erfindungsreich
Verwaltungsleute, Fahndern gleich
Nach jedem Dienst aus ihrer Sicht
Bewachen die Abgabenpflicht.

Hast Du die Sonne angezapft
Selbst wo ein Landmann ungern stapft,
Wird gleich zuhause angefragt:
„Wurde gemeldet das, veranlagt?“

...
2387 Wasserlose Duscher
Vorschautext:
Wasserlose Duscher

Gab es das denn früher schon,
dass fast wasserlose Duscher,
die kein Fass erreichten,
Krumen nicht erweichten,
wo sich wohlfühlten nur Rosen
Zur Freude als Blütenlohn?

Hat sich da so viel verändert,
wenn man heute nicht mehr weiß,
ob das nur ein Hirngespinst,
...