Profil von Heidi Geiberger

Typ: Autor
Registriert seit dem: 09.08.2011
Geburtsdatum: * 14.05.1939

Pinnwand


Gut Ding braucht Weile
- nur keine Eile -
doch fehlt der Weile jegliche Eile,
wirds Langeweile.

Wer Lust auf mehr Gedichte von mir hat, findet sie in meinen Büchern 'Mit bunter Feder',ISBN: 978-3-86805-819-2 (2010)sowie
'Leben und lesen lassen' ISBN: 978-3-86460-527-7, (2016)
beide erschienen bei book-on-demand.de.
Wer meinen Namen googlet, findet auch dort mehr über die Buchinhalte.

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E-Mail-Adresse:
heidi@geiberger.de

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Anzahl Gedichte: 133
Anzahl Kommentare: 247
Gedichte gelesen: 333.694 mal
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Titel
113 Ist Gott müde? 03.02.16
Vorschautext:
Als Kind schon ziemlich aufgeweckt,
hab‘ ich für mich die Welt entdeckt,
ich war getauft und deshalb Christ,
was sicherlich kein Nachteil ist,
war meinem ‚lieben Gott‘ sehr nah
und hab‘ geglaubt, dass er mich sah.

Wie kann er dulden, was geschieht,
wenn er tatsächlich alles sieht?
Inzwischen glaubt man allerorten,
Gott ist wohl alt und müd‘ geworden,
sein Schweigen deuten wir als ‚Ja‘,
...
112 Zum 70. Geburtstag von Inge Wamser am 17.1.2016 16.01.16
Vorschautext:
Liebes Geburtstagskind!

Man soll es nicht für möglich halten,
du gehörst jetzt zu den Alten?
Liebe Inge, glaube mir,
so steht’s nur auf dem Papier!

Die 70 nimmt dir niemand ab,
wenn du die Deinen hältst Trab -
dein hohes Menschlichkeitsniveau
bewundern alle sowieso.

...
111 Schon wieder Weihnachten und Jahreswechsel 25.12.15
Vorschautext:
Noch bevor man dran gedacht,
wird es Weihnacht über Nacht,
ganz besinnlich soll sie sein,
das erlebst du nur allein.

Für zwei musst du schon doppelt kochen,
bei mehr Personen heißt’s malochen,
der große Kühlschrank ist am Bersten,
zum Glück ist es schon kurz vorm Ersten.

Bezüge stehen noch ins Haus,
die gibt man zu Silvester aus -
...
110 Wie schön, auch mal allein zu sein 21.10.15
Vorschautext:
Ich bin allein und bin es gern,
all meine Lieben sind mir fern,
denn ich habe sie gebeten,
meinen Kreis nicht zu betreten,
nur das Gefühl lass ich herein:
„Wie schön, auch mal allein zu sein“.

Ein andrer Mensch fühlt sich allein
und denkt, wie kann es denn nur sein?
Er, der so klug, charmant und nett,
muss Freunde kaufen, auch fürs Bett,
er fühlt sich einsam, schrecklich leer
...
109 Herbst 26.09.15
Vorschautext:
Wenn der Wald die Kraft verliert,
das Eichhörnchen nach Nüssen giert,
die der Nussbaum vom Geäst
weil sie reif sind, fallen lässt –
nur zum Fressen braucht’s die vielen,
während andre damit spielen.

Wenn der Igel sucht schon brav
den Bau für seinen Winterschlaf
und er fährt in diesem Falle,
so wie die Kollegen alle,
seinen Stoffwechsel herunter,
...
108 Armer, reicher Hypochonder 05.09.15
Vorschautext:
Du bist zwar reich, wirst ständig reicher,
doch statt zufrieden, immer bleicher,
das kommt nur, weil ein Nimmersatt
so viel zu hinterlassen hat.

Wer gar so viel hat aufzugeben,
hat auch sehr große Angst ums Leben –
bei jedem kleinen Zipperlein
denkst du gleich an den Totenschrein.

Weil’s Inflationen geben kann,
legst du dein Geld in Werten an,
...
107 Ende gut, alles gut... 01.06.15
Vorschautext:
Wirst du auf Erden nur geliebt
und es kommt die Zeit,
wo es dich plötzlich nicht mehr gibt,
verbreitest du nur Leid.

Verlässt’ als Miststück du die Welt,
das nie etwas bereute
und hinterlässt du auch noch Geld,
bereitest du nur Freude.

Ich wünsch mir auf dem Weg ins Licht,
es stünde mir beim Sterben,
...
106 Rette sich, wer kann 26.04.15
Vorschautext:
Du hast gelebt, geliebt, gelitten,
geweint, gelacht und unbestritten
verdaut, im Gegensatz zur Nahrung
allerdings nicht die Erfahrung,
die das Leben dich gelehrt,
weil du dich hast nie gewehrt.

Sieh dich nicht nur in der Pflicht,
sag auch mal: „Das kann ich nicht!“
Warte nicht auf eine Wende,
bis du selbst bist ganz am Ende –
wie könnte es auch anders sein,
...
105 Meine Oma 10.04.15
Vorschautext:
Mein Leben dank ich einem Triebe,
bei meinen Eltern war es Liebe,
ein Wunschkind war ich aber nicht,
so stand es Oma im Gesicht,
weil beide viel zu jung an Jahren
und außerdem noch ledig waren.

Meine Oma hat fürs Leben
mir viel Rüstzeug mitgegeben,
ich fühlte mich nie ungewollt
sondern mehr geliebt als Gold -
wie sehr sie wirklich mich geliebt,
...
104 Pflegeanleitung für den Mann 08.04.15
Vorschautext:
Egal, was immer auch passiert,
ein Mann wird niemals kritisiert,
vergiss’ nie die Unfehlbarkeit
und du vermeidest jeden Streit.

Die wahre Zierde eines Mannes
ist sein Gespür dafür – er kann es,
er ist’s, der über allem steht,
der Grund, warum die Welt sich dreht.

Bleibe ruhig, lieb und still,
was immer er entscheiden will
...
103 Gefahren 28.03.15
Vorschautext:
Wir lernen schon als kleines Kind,
wo überall Gefahren sind,
weil wir bestrebt sind, alle Sachen,
die man uns vormacht, nachzumachen.

Mancher ignoriert Gefahren,
obwohl sie zu erkennen waren,
er findet Angst vor ihnen dumm
und kommt womöglich darin um.

Schicksalsschläge treffen oft
auf uns Menschen unverhofft -
...
102 PC im Alter 06.03.15
Vorschautext:
Obwohl ich schon mit einer Hand,
lehne an der Friedhofsmauer,
mache ich mich penetrant
noch mit dem Computer schlauer.

Schließlich wollen doch wir Alten
neben vielen Arztbesuchen,
unsren Desktop selbst gestalten
und mal den PC verfluchen.

Wir stöbern gerne und gezielt
im weltweitgroßen Internet,
...
101 Sterbehilfe 24.02.15
Vorschautext:
Es sagt der Bischof von Fulda: „Weil das Leben ein Geschenk Gottes ist,hat kein Mensch das Recht, über seinen eigenen Tod zu verfügen…“

…dieser Satz bringt mich in Not,
er steht nur für den eignen Tod -
Gott sieht zu, wie sich die Horden
auch in seinem Namen morden,
er tut gar nichts, außer lieben
noch hat er uns nicht abgeschrieben.

Doch wenn mich Gott trotz aller Güte
vergaß - und ich bin lebensmüde,
allein und alt und voller Schmerzen
...
100 Blaues Blut 10.02.15
Vorschautext:
Die Ur-Oma war schuld daran,
weil alles einst mit ihr begann –
sie, eines Pfarrers Töchterlein,
ließ sich mit einem Franzmann ein.

Sie dachte wohl, das ist was Rechtes,
denn er war adligen Geschlechtes.
Lefebvre war sein werter Name,
und K a r l hieß der vermehrte Same.

Das Kind war leider ungewollt,
man gab es weg, mit sehr viel Gold,
...
99 Tristesse im Winter 07.02.15
Vorschautext:
Wenn sich in der Winterzeit
Traurigkeit macht in mir breit,
findet meine Seele Ruh
schaue ich den Vögeln zu,
wie ins Futterhaus sie drängen,
oder an den Knödeln hängen.
Meist gewinnt beim Futterneid
ein winzig kleiner Spatz den Streit…
…dann räumt die Traurigkeit den Platz
für einen kleinen, frechen Spatz.

***
98 Goldwahn 12.01.15
Vorschautext:
Gold, Gold, Gold macht jetzt die Runde,
manche haben es im Munde,
andre schaffen Münzen an,
Barren häuft der reiche Mann.

Kurse, weiß doch jeder Max,
richten sich auch nach dem DAX -
wechselweise hoch und runter,
treiben sie es täglich bunter.

Niemand hat es in der Hand,
und raubt höchstens den Verstand,
...
97 Renaissance (Wiedergeburt) 01.01.15
Vorschautext:
Zum Sterben sind wir zwar geboren,
doch schauen wir uns um im All,
geht in der Schöpfung nichts verloren,
die einst entstand mit großem Knall.

In der Welt ist nichts vergänglich,
verloren ist auch keine Zeit –
das Leben dauert lebenslänglich,
die Zeit bis in die Ewigkeit.

Jeder Mensch als Kreatur,
ist wie alle andern Wesen,
...
96 Silvesternacht 29.12.14
Vorschautext:
Sind in der Nacht die Wege weiß,
legt eure Sorgen mit auf Eis.
Wenn sie auch beim Eingefrieren
ihre Größe nicht verlieren,
vergesst sie morgens ganz geschwind,
weil sie dann Schnee von gestern sind.
95 Weihnachtsgruß 20.12.14
Vorschautext:
Dieses Jahr nahm ich mir vor
‚keine Weihnacht mit Dekor‘,
keine Weihnachtsgrüße senden,
das ist Zeit- und Geldverschwenden -
aber plötzlich, über Nacht,
hab ich umgekehrt gedacht.

Auch dieses Jahr will ich mitnichten,
auf einen Gruß an euch verzichten –
die Weihnacht bringt nicht nur Geschenke,
ich nehm‘ sie wahr, weil ich dran denke,
was mein Herz so sehr begehrt,
...
94 ReiseZiele 06.12.14
Vorschautext:
Wir reisten früher kreuz und quer
fast in der ganzen Welt umher –
in Flugzeug, Schiff und Eisenbahn,
verfielen wir dem Reisewahn.

Wenn ich es so recht bedenke,
waren Reisen auch Geschenke,
auf die wir gerne uns besinnen,
wenn wir uns in die Ferne spinnen.

Heute ist der Radius enger,
Reisepausen sind viel länger –
...
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