Profil von Andreas Hanschke

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Anzahl Gedichte: 145
Anzahl Kommentare: 27
Gedichte gelesen: 66.880 mal
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Titel
145 Gottes Amulett 12.01.21
Vorschautext:
Es kam einmal ein Gott auf unsre Erde,
doch leider hat ihm das niemand geglaubt,
er kam als Ketzer auf den Scheiterhaufen
und so hat man das  Gott sein ihm geraubt.

Zurück blieb nur ein kleines bisschen Asche
und auch ein kleines gold'nes Amulett,
der Henker fand es und er ließ es mitgehn,
versteckte es im Nachttopf unterm Bett.

Die Jahre ging', der Henker wurde älter
und eines Nachts er dann dringend mal mußt',
...
144 Weihnachten 2020 18.12.20
Vorschautext:
Kerzen schimmern, Glöckchen klingeln,
Oma sitzt daheim allein,
grinsend denkt sie, die Familie,
rennt mir nicht die Bude ein.

Muss nicht in der Küche stehen,
brauch auch nicht mehr zum Frisör,
muss nicht Interesse heucheln,
weil ich's sowieso nicht hör.

Oma denk an deine Pillen,
deinen Blutdruck und gewiss,
...
143 Der U(h)rknall 17.12.20
Vorschautext:
Im Wohnzimmer ich sitze rum,
starr hungrig ins Aquarium
und stell mir vor, an einem Tisch,
zu sitzen vor gebrat'nem Fisch.
Da plötzlich springt grazile galant,
die Wanduhr von besagter Wand,
zerschellt und das ist gar nicht nett,
im Wohnzimmer auf dem Parkett.
Das Fischlein im Aquarium,
schwimmt weiter munter drin herum
und weil mein Fisch recht wenig hört,
der U(h)rknall ihn auch nicht gestört.
142 Eine Welt 16.12.20
Vorschautext:
Ein Ort, ein Wunsch, ein Scharlatan,
voll Risiko, wer auf ihr reist,
als Schatten der Vergangenheit,
von schwacher Hand und schwachem Geist.
Sieh hin, hör zu, bemerke es,
wie emsig ruhlos um uns wirbt,
Die welch unser zu Hause war,
laut überhört, als leis sie stirbt.
Ein Ort, ein Wunsch, wie still es ist,
schon beinah schön und elegant,
ein letzer Funke, doch dann bleibt,
die Welt zurück und ausgebrannt.
141 Sommerwind 07.10.20
Vorschautext:
Wohin gehen die Gedanken,
welche mir abwegig sind?
Ah, sie lösen sich in Luft auf,
so wie Rauch im Sommerwind.

Ich kann ihnen gar nicht folgen
und auf einmal sind sie fort,
hier zurück bleibt nur das Wissen,
dass sie war'n an jenem Ort.

Vielleicht waren die Gedanken,
voll von Hass, bös' und gemein,
...
140 Tatütata 27.07.20
Vorschautext:
Ein Kleinganove namens Klaus,
der war knapp 80 Jahre alt,
als eines Tages von zu Haus,
er floh in einen dunklen Wald.

Die Polizei kam angerannt
und einer rief tatütata,
weil Klaus gestern hat angebrannt,
was einmal deren Auto wa.

Jetzt sitzt der Klaus in seinem Wald
und jammert auf die Polizei,
...
139 laut gedacht 24.07.20
Vorschautext:
Mittendrin da sitzt ein Mann,
der aussenrum nicht stehen kann,
da oben drauf er unten rum,
weil viel zu groß er klein und krumm,
gesessen hat mit ohne Hut,
im Keller als die große Flut,
der Wasserscheuen Katzenschar,
flutartig in der Wohnung war.
Vor lauter Angst der Mut ihn packt,
er setzt ihn ab wo Schädelnackt,
gestreckt an einer Kellerwand,
er waagerecht sich wiederfand.
...
138 alter Männer Wein 22.07.20
Vorschautext:
Im kalten rauen Norden,
in einem dunklen Wald,
da lebten sieben Männer,
klein, runzelig und alt.
Sie hatten einen Keller,
darin lagert der Wein,
der Schlüssel ging verloren,
das kann ja wohl nicht sein.
Dann fand ein junges Mädchen,
von vierundsiebzig Jahr,
den Weg zu ihrer Hütte,
mit Schmuck in ihrem Haar.
...
137 Berg 10.07.20
Vorschautext:
Was ist ein Berg der sonst nichts kann?
Er steht? Er liegt? Nein er ist da.
Ganz einfach so, erinnert sich,
er daran wie es früher war.
Mit Sicherheit tut er das nicht.
Warum auch, fehlt ja ein Detail.
So wie bei manchem Artgenossen
hat auch über ihn ergossen,
sich der Kelch der Wahrheit nicht.
Hirn tät gut, bringt Klarheit, Licht.
Was wär der Berg fürn mächtig Ding,
wenn er nicht fest am Erdreich hing,
...
136 Der Räuber 08.07.20
Vorschautext:
Es war einmal ein Räuber,
der wollte König sein,
den Alten wollt er stürzen,
dann wäre das Amt sein.
doch wurd er nur ein Knecht in
des Königs Kompanie,
ja König, ein König,
das wird der Räuber nie.

Der Räuber sprach zum König,
was du machst kann ich auch,
dafür kam er in Ketten,
...
135 Einmal im Jahr 23.01.20
Vorschautext:
Ist es die Sehnsucht nach der Zeit,
oder der Kampf gegen das jetzt,
ist es dein Schmerz der mich zerreißt,
in meine Hölle er mich hetzt.

Ist die Erinnerung der Pfeil,
der mich erlöst, oder befreit,
ist es die Schuld des Augenblicks,
will nicht verzeihn, was und entzweit.

Jage Gedanken durch den Tag,
jeder Abgrund ist heut für mich,
...
134 Gedankensprünge 11.12.19
Vorschautext:
Ein Schritt auf eisigglattem Weg,
was bleibt, was war, was kommt?
Im Treibsand des Denkens,
verloren, verletzt,
Gedankensprünge
Ewigkeit der Anfang vom Tot,
lachen ist, zerbrechen war,
die Augen hören nicht den Klang,
wenn Schnee fällt in der Dunkelheit.
Gedankensprünge
Verzeihen, dann glauben,
unbekümmert der Gefahr,
...
133 Neugier kann weh tun 10.12.19
Vorschautext:
Auf einem Feld, da saß ein Mann,
mit untenrum recht wenig an,
als er mich sah, lief er vor Schreck,
mitten durch das Kakteenfeld weg.
Jetzt hat die Neugier mich gepackt,
ich zieh mich aus und hock mich nackt,
mitten in das Kakteenfeld,
als hinter mir ein Köter bellt.

Der Mann, zu dem der Hund gehört,
war irritiert, völlig verstört,
ich springe hoch und lauf vor Schreck,
...
132 Weihnachtszwang, oder die Befreiung von Stress 09.12.19
Vorschautext:
Advent, Advent, wen juckt das schon,
wenns überall nach Weihnacht stinkt
und schnulzig triefend Glockenklang,
wie klebrig Treibsand uns umringt.
Der Marktplatz völlig überfüllt,
es grölt der ganze Glühweinstand,
ein Strunk mit Lichterkram behängt,
bleibt doch nur Holz, gehört verbrannt.
Der Händler mit der Panik macht,
die Preise hoch, die Kassen voll
und das nennt man Besinnlichkeit,
der Stress klingt nach in Weihnachtsmoll.
...
131 Morgenüberlegung 05.12.19
Vorschautext:
Heute Morgen, als ich aufstand,
da hab ich kurz überlegt,
war ich gestern nur auf Erden,
oder hab ich was bewegt.

Hab die Umwelt ich verpestet,
oder einfach nur genervt,
hab das Lügenblatt gelesen,
oder den Verstand geschärft.

Hab ich meiner Frau bewiesen,
dass sie Mittelpunkt mir ist,
...
130 Weihnachtstraum 04.12.19
Vorschautext:
Der Weihnachtsmann schickt Truppen los,
mit nur einem Befehl,
die Elfen tragen Tarnanzug,
die Haare voller Gel.

Der Einsatz war lange geplant,
betrifft die ganze Welt
und ehrlich, ihm ist scheißegal,
wenns niemandem gefällt.

Die Nordpoluhr hat Pling gemacht
und für einen Moment,
...
129 Nebel im Kopf 19.11.19
Vorschautext:
Was bleibt von dem Leben,
wenns Leben verschwimmt,
Erinnerungsnebel,
es langsam einnimmt.

Was zeigt dir dein Spiegel,
dein Blick fragt es laut,
wo ist es, dein Leben,
nichts scheint mehr vertraut.

Du schaust durch die Menschen,
die du einst gekannt,
...
128 Die Jagd 15.11.19
Vorschautext:
Nebel und Bergpanorama,
auf der Lichtung äst ein Reh,
Vögel singen in der Ferne,
plötzlich knallt es, ach herje.

Tief im Walde leben Tiere,
welche sehr gefährlich sind,
deshalb muss man sie auch jagen,
das weiß hier doch jedes Kind.

Stunden später, fast schon Mittag,
irgendwo, da bellt ein Hund,
...
127 Bring mein Herz zurück 08.11.19
Vorschautext:
Du, du bist gegang' ohne zu fragen,
wie es mir am Ende dabei geht,
habe mir die Seele wund geschlagen,
es wird keiner sein, der mich versteht.
Du hast etwas von mir mitgenommen,
von dem ich dacht, dass ichs nie vermiss,
jetzt wär an der Zeit zurück zu kommen,
überwind das einzge Hindernis.

1000 Regen gehen auf mich nieder,
jeder Tropfen ist ein Teil von dir,
deine Himmel weinen immer wieder,
...
126 Hast du Bock, oder fast berühmt 08.11.19
Vorschautext:
Ich, ich lauf ohne Verstand,
gegen eine Häuserwand,
auf der steht "blöd sein ist doof",
unten auf dem Hinterhof.
 
Was hat mich dazu bewegt,
dass ich mich hab angelegt,
mit dem Rauputz, grau und alt,
der den Aufprall widerhallt.

Eggi aus dem 3. Stock,
hat gefragt, eh hast du Bock,
...
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