Profil von Viola Otto

Typ: Autor
Registriert seit dem: 08.09.2013
Alter: 76 Jahre

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Unser Herz ist eine Harfe,
eine Harfe mit zwei Saiten.
In der einen jauchzt die Freude,
und der Schmerz weint in der zweiten.

( Peter Rosegger )

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Anzahl Gedichte: 153
Anzahl Kommentare: 201
Gedichte gelesen: 181.173 mal
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Titel
113 vielleicht
Vorschautext:
Ich,

wiedergespiegelt, als
Gesicht in der Menge,
scheine ein Trugbild.

Bin

ich vor mir selbst weggelaufen,
obwohl ich doch das Einzige bin,
was mir wirklich gehört?

...
112 Granathochzeit
Vorschautext:
Hallo mein Schatz!

Nach 42 Jahren
bist du mir Wegweiser,
Schutz und Wärme,
wenn ich versuche
meine Schritte zu finden,
mich Gedanken dürsten.

Möchte manche Augenblicke
mit dir,
wie den Duft von Parfüm
...
111 Zukunftsmusik
Vorschautext:
Klopfe am Himmel an,
berge seinen Klang,
bei allem Tohuwabohu
höre seinen Melodien zu.

Durchlebe aufmerksam den Tag,
was hautnah die Seele zu spüren vermag...
bei allem wann und wie,
fehle dir die Hoffnung nie.

Ist der Weg auch weit
es rinnt der Sand der Zeit
...
110 Lebenskalender
Vorschautext:
Die Tage
abgerissene
Kalenderblätter
gestärkt
mit Sprüchen
Ratschlägen
Rezepten

die Jahre
ziehen dahin
wie der Wind
fragen nicht
...
109 Musikgenie
Vorschautext:
Ich mag Musik mit Holz und Blech.
aus Trompeten und Posaunen.
Doch ist es mir so gar nicht recht,
wenn sie mich des Schlaf´s berauben.

Mal gedämpft, mal lang gezogen.
Mal hängt ein Ton, mal fehlt der Druck.
Und sein Melodienbogen,
weckt aus dem Traum mit einem Ruck.

Ich versuchte sanft zu pfeifen,
probierte es mit applaudier´n.
...
108 Dieser Tag...
Vorschautext:
Da war dieser Charme,
Mittelpunkt meines Denkens,
der den Weg kreuzte.
Dieses einzige Wesen
ließ die Erde vergessen.

Da war dieser Stern,
anfangs einer von vielen,
inzwischen ein Mond,
mit starker Anziehungskraft
an meinem Himmel.

...
107 bunte Gedanken
Vorschautext:
Wie Herbstlaub gleiten
meine Gedanken,
leuchten bunt -
sie schwanken
trotzig im Kreis.

Verwegen
schallt verbittertes
Raunen entgegen
von starken Launen
umschlossen

...
106 unscheinbare Tankstelle
Vorschautext:
Von Gedanken gepeitscht,
in Sturzbächen treibend endet,
von harmlosen Fingern berührt,
die durstige Wegstrecke
im Zärtlichkeitsjenseits
verheißungsvoller Lippen

Beschämt und verwirrt
stimme ich ein in
den Gesang der Lerchen
die frei in die Lüfte
ihren Jubel schmettern
...
105 Januartage
Vorschautext:
Die kalte Jahreszeit
trägt zum Kleid der Unschuld
das Kristall der Eiszapfen
Konfettiregen stäubt
durch fröstelnde Bäume
und in der Wintertage Schale
wächst Erwarten

Wind vertreibt kalte Geister
ins Wolkenreich zurück -
Der Himmel malt
die Welt in Farben.
...
104 Reife Schönheit
Vorschautext:
Stunden fliegen,
und mein Ich wächst
zu reifer Schönheit.
Der Übermut steigt
grüne Flammen spielen
um meine Augen
wecken die Rebellin in mir.
Dem Rausch verfallen
schlägt der Moment Purzelbäume
und singend färbt sich die Zeit.
Ich schicke Sommerküsse an den Herbst,
schwebe im Bunt der Blätter
...
103 Vati's Drachen
Vorschautext:
"Vati bau mir einen Drachen
Ganz groß mit einem bunten Schwanz!"
"Kann es gerne für dich machen
Schon morgen steigt er auf zum Tanz!"


Vaters linke Hände aufgewacht
Werden ihm den Nachtschlaf rauben
Doch hat das Wunder er vollbracht
Alle konnten es nicht glauben


...
102 Ohne Gewähr
Vorschautext:
Hinter meinen antiken Lebensjahren,
von kleinen Altertumsflecken umrahmt,
steckt nostalgische Melancholie -
über alle Berge zu springen,
Geigen an den Himmel zu hängen,
im Rest von Sternenstaub zu baden und
von Sonnen geliebt zu werden.

So habe ich, den Durchbruch
der Frühlingsgefühle nutzend,
die Rösslein eingespannt
und gleichzeitig gewagt
...
101 Lebenslust
Vorschautext:
Es ist eine Lust zu leben
Ich stehe unter Spannung
Verträumt schmiege ich mich
In den Arm des Sommers

Eine Idee bekommt Flügel
Ich fange den Mond im Hut
Die Nacht verliert ihren Schatten
Weht wie kostbarer Weihrauch
In meine Seele

Reize durchfluten den Raum
...
100 Schaf Emma
Vorschautext:
Schaf Emma blökt empört herum
Ihr Menschen haltet mich für dumm
Nur weil ich keine Seide mag
Und einfach Wolle auf mir trag
Nicht duftig rieche wie Parfüm
Bin ich noch lang kein Ungetüm

Pudelnackt lass ich mich scheren
Nehmt meine Wolle voll Begehren
Nicht ein Stück Fett ist an mir dran
An Ostern werd ich Opferlamm
Ihr schiebt zu allem Überfluss
...
99 Seelennahrung
Vorschautext:
Versteckt in Worten der Poesie
sind meine Gedanken frei.
Fühle mich wie ein Kind,
lasse meine Sinne streicheln,
wie die Saiten einer Harfe,
und nähre so meine Seele.

Ich stehe mir heute nahe,
der See spiegelt den Herbst.
Ich blättre durch Vergangenes,
streiche über mein Gesicht
und Farben blättern vom Ich.
...
98 reich erfüllt
Vorschautext:
Ich pflücke letzte Strahlen
leg sacht sie in mein Herz
um narbig Seelenqualen
zu lindern ihren Schmerz

lass einen Spaltbreit offen
zu meinem Ich die Tür
um auf den Herbst zu hoffen
den ich im Herz verspür

falls rauer Wind mich streife
von letzter Pracht enthüllt
...
97 E Moindgebät
Vorschautext:
E Moindgebät.

Läib Herrgottche!
Es vesät merr moi Stemm,
weil eich hoit iwwerglecklich benn.
Däi Sunn schoint schunn su schie,
drimm dät eich gern sponsmaijern gieh.
Woann eich moi Scheleebrut vedreckt,
froi eich mich groad wäi verreckt
den sunniche Doach se genäiße.
Doun ierscht noch rasch moi Bloume gäiße.
Soi merr net bies, kumme net enn doi Kerch,
...
96 Hoandkees
Vorschautext:
Woas soin mier Hesse suu vesesse,
off e däffdich Hoandkees Esse
De Gestoank ess schnell vegesse,
doch dess Zwickes mächt Mallesse.
Däi Zwiwwel doun emm Bauch rumurn,
unn flutsche se raus, kräist de rure Uuhrn,
Doch all doas mächt dem Kall naut aus.
Där säht doa: Kenn, woas dunnerts draus.
Unn fingts oh se schtinge goans frasterlich,
doa guckt de Kall nur henner sich:
Rifft, ei Dunnerkeil mir kimmt de Kimmel,
häi dunnerts, unn drauße stieht die Sunn ohm Himmel.
...
95 Gedanken zu Weihnachten
Vorschautext:
Bilder sich aneinander fügen -
das ganze Haus geheimnisvoll
Man genießt in vollen Zügen;
verschwiegen und im Flüsterton
In die Nase steigt der Duft
von Äpfeln, Lebkuchen und Nüssen
bis die Glocke zur Christmette ruft -
wir Kinder aufs Christkind warten müssen.
Geschenke unterm Weihnachtsbaum -
die alte Puppe strahlt im neuen Kleid.
Alles glitzert wie ein Märchentraum:
Selige, alte Weihnachtszeit
...
94 Lebensschiff
Vorschautext:
Bist kein Floß
aus Strohhalmen,
du starkes Lebensschiff


Meine Hoffnung klammert sich
an deinen Anker,
und so
rudere ich
im Rhythmus
des Herzschlags
fest an dich gebannt.
...