| Titel | ||||
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| 128 | Jungchemikant | |||
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Vorschautext: Ein Jungchemikant aus Berlin, Hantiert mit Sulfat und Benzin. Und auch mit sehr teuren, Gefährlichen Säuren. Bis knallend der Herrgott erschien. |
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| 127 | Wir | |||
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Vorschautext: Wir sind nur alle Kinder! Egal wie alt wir sind. Und manchmal Welt - Erfinder, Mit Atem, Lächelwind. Wir borgen unser Leben, Der Zeit und ihren Lauf. Von Streben, Nehmen, Geben, Mit Glück und auch Geschnauf. Wir ärgern uns nicht gerne, Doch manchmal wird es sein. ... |
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| 126 | (M) Ein Land | |||
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Vorschautext: Wunderschönes Land Aus Unentdeckten Träumen Die Sprache schwierig |
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| 125 | Kräuter, Quark und Wein (Rondel) | |||
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Vorschautext: In Bergen machen Zwerge Quark Und manchmal auch noch schweren Wein. Der Wortschatz bleibt da äusserst karg. So wird der Quark besonders fein. Man holt die Kräuter aus dem Park. In Bergen machen Zwerge Quark Und manchmal auch noch schweren Wein. Die Kräuter duften: "würzig, stark; Und sind so winzig, winzig klein." Das macht das suchen, schwer und arg. Im fahlen Licht vom Mondes Schein Und trägt sie fort, im kleinen Sarg. ... |
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| 124 | Vor dem Schlummer | |||
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Vorschautext: Immer kurz vor süßen Schlummer, Drückt mich jeweils dieser Kummer. Tret mit meinen warmen Füßen, Auf die kalten, nackten Fliesen. Husche dann mit Trippelschritten, Hin zu jener Hoffnungshütten. Um mein Rennen zu beenden Und den Druck auch ab zu senden. Hab's geschafft, die Spülung rauscht. Ohr um Ohr, ein wenig lauscht. ... |
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| 123 | Unterm Hemd | |||
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Vorschautext: Ein Schneewittchen lebte im Berg Und fühlt sich geborgen beim Zwerg. Der kraucht unters Hemd Und spricht dann gehemmt: "Zu wenige Zwerge am Werk." |
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| 122 | Teegeschenke | |||
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Vorschautext: Tinte bekleckst das bereite Papier für purzelnde Zeilen, Eilen die Augen mit Husch, eifrig und fließend vorbei. Emsig zerteilen Menschen das Wort, in dem hastenden rennen. Gibt kein Versteh'n, im Satz hetzender Worte. Kaum Zeit. Eben ein Lachen, Sorglos und frei. Schon verstummt in Sekunden. Stumm sich vergessen, schaut traurig. Erschlagen vom Tag. Chlor in dem Wasser, Augen betrübt von den spiegelnden Wellen, Hat man allein nur Traum, Hoffnung; und ferne Zukunft. ... |
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| 121 | Dong | |||
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Vorschautext: Es gibt die Mätresse aus Dong, Die zeigt was sie hat vom Balkong: "Zwei Stiefel geschnürt, Ein Höschen verziert. Und neusten Friseurkatalong." |
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| 120 | Es will die Mä... | |||
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Vorschautext: Es will die Mätresse spontan, Den Sex, wie ein Sturm und Orkan. Mit wildesten Ritt; Und greift in sein Schritt. Da war der Orkan schon getan. |
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| 119 | Münzsammler | |||
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Vorschautext: Ein Münzsammler hatte in Dong, Die Geldstücke nur im Kartong. Mit Wasser sehr warm, Geht's ab in den Darm. Jetzt macht's auf Toilette: "pling, plong." |
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| 118 | 1. Luftgewaschen | |||
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Vorschautext: Am Tag, wenn Sonne wieder glänzend scheint, Verkürzen sich die Röcke. Sieht nun Bein. Ein langes, nacktes. Braungebrannt und fein, Im Sonnenlicht und Blumenduft vereint. Der leise Schatten später sich verkleint. Doch Seele lacht, ist Luftgewaschen rein. Am Abend glänzt vom Ring, ein roter Stein. Ein hohes Glücksgefühl zum Schlaf erscheint. Ein Träumchen kam; und machte gar nicht bang. Er war bezaubernd. Blieb doch unbekannt. ... |
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| 117 | 2. Warten | |||
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Vorschautext: Im Eifer blieb das Schönste ungenannt Und kitzelt Wange, Mund und kühle Stirn. Will Teilchen werden, ganz im Lebenszwirn. Doch sind die Herzen straff zu straff gespannt. Ein Warten groß, noch völlig unbekannt. Doch wächst heran, im dunklen Reich vom Hirn, Wo luftig leicht Gedanken, lustig schwirrn; Der Herzerfreute, neue Abschnittsstand. Es schaut der runde Mond von Oben stumm, Wenn Abendhimmel kleine Sterne weint. ... |
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| 116 | 3. Kreuzverbeint | |||
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Vorschautext: Denn Herzen sind zu kurz noch angeleint. Und Flügelschwingen sind noch viel zu klein. Es fehlt der Liebe Honigsüsser Wein: Der Worte ehrlich sagt und auch vermeint. Die Sehnsucht bleibt nicht lang und gern allein, Denn jede Stille wird ja oft verneint. Doch keine Seele wäre Holzverschreint. Will Frei und glücklich, lachend, tobend sein. Wie tut es wohl, ein echtes, feines Lob. Ein solches, was mit Lippenkuss geeint. ... |
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| 115 | 4. Verrannt | |||
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Vorschautext: Im Menschen lauert leider auch der Feind Und sucht für sich das Beste insgeheim. Dann geht er selber sich schon auf dem Leim, Wenn Mond und Sonne wieder glänzend scheint. Zu selten kommt, ein kurzer, schnöder Reim, Der Herz um Herz, im festen Band vereint. Wenn Seele leise, kleine Tränen weint. Erstickt man jeden eingepflanzten Keim. Verrinnt die Zeit, wie warmes Blut und Schnur; Und fortgetragen wird der Tag wie Sand. ... |
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| 114 | 7. Die Ferne, eine Wand | |||
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Vorschautext: Und ausgeschaltet ruht, im Kopf Verstand, Denn Wärme macht im Leib sich gut und breit. Was zählt im ganzen da noch Raum und Zeit, Wenn alles schnöde aus dem Kopf verbannt. Es klopft das Herz und fliegt nicht hoch, nicht weit. Und jedes schlechte wird sofort galant, Mit Spott und Hohn, dem Grinsen nur genannt. Und abgetan, als kleine Kleinigkeit. *Man trägt das Dümmste, Schlimmste, in der Brust.* So ist das Schönste gar dem Leid verwandt. ... |
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| 113 | 8. Ein Stückchen Pfand | |||
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Vorschautext: Doch plötzlich kommt, ein Feuer angerannt Und lodert strahlend hell; und leuchtend weit. Das Schönste ist oft albern, nicht gescheit; Und bleibt im Herzen, als ein Stückchen Pfand. Doch kommt nach Regen immer - Sonne scheint. Ein Hauch von etwas über jenes Land. Worauf man Neid und Unbekanntes fand. Und war das Falsche, immer falsch gemeint. Noch ist es lose, klopft schon leise an, Wenn warme Hand mit Hand, sich kosend eint. ... |
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| 112 | 11. Unermesslich gross | |||
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Vorschautext: Dann wird die Wahrheit, niemals nie verkleint. Denn echte Liebe, unermesslich gross. Auch weich und schön, wie blauer Himmelsschoss. So ist das Glück, mit Lachen stets vereint. Doch unbequem und steinig': "Schicksals Los." - Wird immer wieder, oft zu oft verneint. Die sanfte Seele, ist zu schwer besteint. Es braucht das Herz die Luft. Kein Torf. Kein Moos. Die Liebe ist ein Narr! Ein Schelm! Ein Fratz! Die ohne Enge, jeden Geist betäubt. ... |
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| 111 | 12. Mit besten Fleiss | |||
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Vorschautext: Was sich in Blut, in Herz und Seele schreibt, Für Frohgemut und frischen Herzbeweiss. Die Liebe gibt es nur mit besten Fleiss. Wenn auch die Liebe, oft am Wort sich reibt. Es kennt die Liebe keinen Rost. Verschleiss. Sie möchte werden, einfach einverleibt, Bis jeder Leib vom tiefsten Glück betäubt. Ein jedes Härchen. Jeder Tropfen Schweiss. Wie jede Hummel, jede Blum' bestäubt. Ein Blick, ein Wort. So heiter gut gemeint, ... |
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| 110 | 13. Ein jedes Herz sei frei | |||
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Vorschautext: Ein jedes Herz sei frei! Und nie umzäunt. Damit Gefühl, in holde Lüfte schwingt. Und all das Gute, - Hader gross verschlingt. Denn Liebe ist, dein bester, bester Freund. Wenn nun das Grösste, gut durch Poren dringt; Und Körper, Kopf und Seele sich vereint, Das jeder Tag sehr schön zu lachen scheint, Dann tanzen Wolken, rosa, blau beschwingt. Doch scheint die Nacht mit Schimmer, schwarz bedeckt. Wo mancher Stich, ins sanfte Herz sich schreibt. ... |
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| 109 | 14. Sich Herz und Herz ans Herz verschweisst | |||
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Vorschautext: Das all das Schöne, ewig, länger bleibt, In Körper, Seele, Muskeln, Herz und Geist. Die Liebe lachend froh zum Glücke weist; Und jedes Härchen, hoch empor sich sträubt. Wie singend, spielend, holde Seele kreist Und Fröhlichkeit, mit purer Lust betreibt. Das gar kein Arg und Lug im Herz verbleibt. Sich Herz und Herz ans Herz so fest verschweisst. Wenn Paare endlich stolz und Herzverleibt, Die Seele keine Sehnsuchtstränen weint. ... |
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