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| 218 | Ein Kürbis zu Halloween | |||
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Vorschautext: Jack Oldfield in Irland war bekannt, der wegen seiner Trunksucht Drunk Jack genannt. Da kam der Abend von All Hallows Eve Als der Teufel nach Jack Oldfields Seele rief. „Hey, Devil, ich biet meine Seele dir an, wenn ich einen Drink mit dir teilen kann. Der Teufel ging auf den Handel ein, doch merkte er erst im Nachhinein, dass er den Wein nicht bezahlen kann und wandelte sich in eine Münze sodann. ... |
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| 217 | Ein Bild des Wohlbehagens | |||
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Vorschautext: Schön ist´s am Ufer zu weilen Unhörbar ist außen die Welt. Die Wehmut im Herzen kann heilen, wenn Stille dich hält. Voll von Lichtern spiegelt das Wasser Tiefgründig schimmern die Wellen. Schroffes Gestein wird blasser Wo Strahlen erhellen. Weiß Gott, kein Sein ist lebendig, das nicht das Licht erkennt, ... |
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| 216 | Abendrot | |||
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Vorschautext: Die Sonne verweilt bleibt hängen im Geäst Auf Berggipfeln behaucht mit Schleiern schwebt aquarellgleich Abendrot in den müden Tag ... |
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| 215 | Berührung | |||
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Vorschautext: Ein Hauch streift mein Antlitz mit sehnendem Schweigen, den Körper umgarnet er mild. Ich lass mich verleiten, traumaufwärts zu steigen gleich schwebt mir heran dein liebliches Bild. Es tasten die Hände. Sie suchen und spüren in Wärme umhüllt das Gesicht. Die flüsternden Worte geleiten den Herzschlag hinauf in das ätherische Licht. ... |
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| 214 | Vorweihnachtliches Besinnen | |||
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Vorschautext: Wenn Lichterketten Schemen malen erschallen Lieder weit und breit. Ich sehe Straßen und Plätze erstrahlen in der seligen Weihnachtszeit. Lieder erschallen weit und breit Lärm und Tanz sind verklungen In der seligen Weihnachtszeit Wird der ersehnte Friede besungen. Lärm und tanz sind verklungen. In der stillsten Zeit im Jahr ... |
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| 213 | In einem anderen Leben? | |||
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Vorschautext: Wenn Nordwinde in Wäldern rauschen wirbeln Blätter im kahlen Geäst. Ich frag mich, möchte ich wirklich tauschen und wär dann mein Leben gleich einem Fest? Wirbeln Blätter im kahlen Geäst flanier ich verträumt durch Czernowitz Straßen. Und wär dann mein Leben gleich einem Fest, wo einst geniale Künstler saßen. Flanier ich verträumt durch Czernowitz Straßen spielt auf dort ein Student zur Klezmer Musik. ... |
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| 212 | Klangvolles Geheimnis | |||
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Vorschautext: So ist die Lyrik: was Menschenfreud und Leiden war Wird liedhaft, und poetisch malt der Klang Den Vers. Sogar das Herz, in dem die Pein gebar, Besänftigt sich: lauscht gierig dem Gesang. Hingegen hören Herzen auf zu schlagen Wenn keiner deren Timbre mehr vernimmt, Ja- einsam sind wir Töne, gleich den Klagen Gemeinsam sind wir zum Choral bestimmt. Und jedem Klang liegt tief im Herzensgrunde Ein Schmerzenswund, in Dur und Moll vereint. ... |
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| 211 | Aufforderung zum Lesen | |||
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Vorschautext: Das Lesen tut dem Menschen gut Ist er von Arbeit ausgeruht Und in Visionen fliegen Flotten- Gedanken, wie die Kleidermotten, bald auf und ab und hin und her in einem Bücherseitenmeer. Hier steht fein säuberlich geschrieben Wer einst von Wollust war getrieben. Und hat, weil vor die Türe wart gebannt Den Gegner nicht sehr elegant ... |
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| 210 | Ein Gruselgedicht | |||
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Vorschautext: Es war in einer stürmischen Nacht, als vier mutige Freunde sich aufgemacht ein Spukhaus im Wald zu erkunden, wo Geister durch Schwur war´n gebunden. Mit klopfenden Herzen traten sie ein. Die Finsternis teilte ein Taschenlichtschein Ein gruseliger Laut drang verstört an ihr Ohr, dass ihnen das Blut in den Adern gefror. „Welch seltsamer Ort - „Ich will von hier fort- ... |
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| 209 | Du siehst mich nicht mehr | |||
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Vorschautext: Warum noch länger dulden die Pein und leiden die Qual? Soll ich nicht härten mein Herz, mich endlich los von dir reißen? Schwer ist´s, fortan gelebte Liebe vom Herzen zu lassen. Schwer ist´s. Allein! Viel lieber soll meine Seele dich hassen. Wenn das Andenken an einst glückliche Tage mir vermag Freude und, weil selig ich war, ein Lächeln zu spenden, dann steht mir vielleicht doch noch einmal Wonne bevor, erwachsen dem lieblosen Bund, der meine Liebe beschwor. Alles umsonst! Einer Seele geweiht, die von Liebe nichts weiß, muss ich aufhören, elend zu sein -durch deine Schuld! ... |
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| 208 | Narrentreiben | |||
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Vorschautext: Der Clown, er spielt mit seinem Tand, hält Freud und Lachen in der Hand. Er tanzt, er pfeift, treibt Narretei den Tolpatsch mimt die Gaukelei. Der Unsinn in den Straßen lebt Trompeten, dass die Erde bebt. Die Nächte vollberauscht, besoffen hat einer seine Frau getroffen, die, an der Freundesbrust gewesen, nun an dem Liebesfrust genesen. Und dieser wiederum verdrießlich, ... |
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| 207 | Der Faun | |||
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Vorschautext: Im dichten Wald, im Morgenlicht erglühend, Dort tanzt der Faun mit seligem Gesicht. Sein Flötenspiel durchbricht die Stille schwingend, Verzaubert Blumen, Gras und Waldeslicht. Die Äste wiegen sich im sanften Tanze, Als spürten sie des Fauns verzücktes Glück. Sein Lachen hallt wie Glockenklang im Kranze Von grünen Tälern, fern und himmelwärts zurück. Es lauschen Tiere dem Gesang im Haine. Alt ist der Mythos, der im Wald verweilt. ... |
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| 206 | Mittsommernacht | |||
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Vorschautext: Am blauen Ufer stieg herauf das Mondlicht, der letzte fahle Dämmerschein versank. Kaum dass das Herz den Liebesbecher trank, Bekränzt die Blütenkranz zephyrisch das Gesicht. Die Weidenkränze schwanken hold und machen als Täuschung eine grüne Kronenpracht. Sie singen tanzend,reigend und entfachen Das Sonnwendfeuer in der längsten Nacht. In tiefen Wäldern summt das Sommerrauschen Durch Lichtungen und wesenlose Haine. ... |
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| 205 | Der Feuervogel | |||
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Vorschautext: Ein Feuervogel, wild und frei, Erhebt sich stolz in Morgenheut'. Mit Flammenflügeln, feurig helle, Durchschneidet er der Weite Welle. Im Dämmerlicht, das langsam bricht, Verlässt er still sein Heim im Licht. Ein Funkenregen folgt ihm treu, Ein Schauspiel, leuchtend, wunderschön. Sein Federkleid aus Glut und Glanz, Verleiht der Nacht einen heißen Tanz. ... |
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| 204 | Alptraum im Garten | |||
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Vorschautext: Es saß die Katz im Kämmerlein, die wollt eine Chimäre sein. Sie träumte, es wär zauberhaft, ein Vogelkörper mit Raubtierkraft. Am Vogelhaus, im Morgengraun, lässt sie sich nieder -kaum zu schaun. Mit Flügeln groß und Krallen krumm. Ein Katzenkopf – Ach wie dumm! Sie dachte: "Nun, ich bin bereit, die Vögel glauben, sie sind gescheit!" ... |
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| 203 | Herbstübung | |||
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Vorschautext: Schritt für Schritt verlerne ich die Tage, falle in das Zählen der Blätter, die sich lösen, von allem, was war. Noch ist es nicht Winter, aber das Licht zieht sich zurück in sein Gedächtnis, lässt die Schatten sprechen. ... |
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| 202 | Herbstsehnen | |||
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Vorschautext: Der Herbst, er streift durch müde Bäume, er flüstert sanft von fernem Glück, die Blätter tanzen wie in Träumen und fallen leise Stück für Stück. Der Wind, er trägt verlass'ne Lieder durch weite Felder, still und leer, und ich, ich sehn' mich immer wieder nach Wärme, die schon lange fern. Die Tage werden stiller, matter, der Abend färbt sich blass und weich, ... |
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| 201 | Schwerelos | |||
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Vorschautext: Im Dämmerlicht, wenn Häuser schlafen, tritt sie hinaus, noch ungekannt. Die Stadt, die träumt in grauen Schafen, hält ihren Atem – wie gebannt. Kein Takt, kein Lied, kein Applaus, nur Stille fließt durch ihre Glieder. Der Garten wird ihr Weltenhaus, sie tanzt – und findet sich stets wieder. Der Tau, er küsst die nackten Zehen, ihr Leib ein leises Instrument. ... |
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| 200 | Das Wasserherz- eine Ballade | |||
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Vorschautext: Durch dunklen Forst bei dämmrigem Licht zieht ein Jüngling allein, mit Sehnsucht im Blick. Er folgt einem Ruf, von dem keiner mehr spricht, der tief aus dem Grund alter Zeiten aufbricht. „Mein Vater erzählte vom See, der nicht schweigt, wo Nebel sich ringelt, wo Schatten gereiht, ein Wesen, das flüstert aus spiegelndem Grund – ich finde die Wahrheit, und sei sie mein Schlund.“ Still wird der Wald, der Wind legt sich schief, kein Laut, der noch lebt, kein Laub, das mehr rief. ... |
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| 199 | Allerheiligen | |||
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Vorschautext: Die Nebel ruh’n auf alten Steinen sacht, ein Blätterflüstern trägt vergangne Lieder. Die Erde atmet still in weicher Nacht, und Schatten wandern leis’ die Pfade wieder. Ein Hauch von Zeit liegt auf dem welken Kranz, die Kerzen flackern – goldne, zarte Wunden. Im Glanz der Flamme hebt sich Traum und Glanz von jenen, die im Schweigen Ruh gefunden. Ein Name schimmert, halb vom Moos verdeckt, ein Leben sinkt zurück in Wort und Schweigen. ... |
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