Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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Anzahl Gedichte: 268
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Titel
148 Im Gesetz des Echos 11.01.26
Vorschautext:
Du wirst lernen, dass es einen Schnitt gibt im Licht,
eine feine Narbe zwischen dem,
was du schützt und dem, was du brichst.

Sieh hin: Jemand feuert ins Offene,
ohne Ziel und ohne Gesicht.
Die Luft merkt sich alles,
auch wenn die Stille verspricht,
dass nichts geschah.

Glaub nicht, du seist frei,
nur weil das Blei dich bisher mied.
...
147 Père Lachaise – Garten der Namen 11.01.26
Vorschautext:
Père Lachaise, ein Garten vieler Zeiten,
wo Wege durch Erinnerungen gleiten.
Ein Stolz der Stadt, von Dämmerung umwogen,
wo Stein und Moos die Zeit ins Heute zogen.

Ich trat zu Morrison, suchte sein Schweigen,
ließ mir von Max Ernst den stillen Umweg zeigen,
durch Schatten, Kunst und ruhiges Verwehen,
wo alte Bäume ihre Mythen säen.

Die Gräber – Formen, hingehaucht ins Licht
und jedes ist ein stummes Gedicht.
...
146 Mechanik der Zeit 09.01.26
Vorschautext:
Das Pendel schlägt die Logik aus dem Takt,
ein Rhythmus, der nach keiner Ordnung fragt.
Wir zählen Stunden in dem stillen Pakt,
dass uns die Dauer nicht die Sicht verjagt.

Es ist kein Fluss, den wir kennen,
nur ein Gefüge aus Erinnerung und Morgen.
Was wir als Anfang oder Ende nennen,
bleibt dem Gang der Dinge tief verborgen.

Der Geist versucht, das Sein zu kartografieren,
doch bleibt der Grund im Schweigen unerkannt.
...
145 Das Pfandhaus der Träume 09.01.26
Vorschautext:
Der Staub auf den Saiten berichtet von den Wegen,
von Nächten in Kneipen, die keiner mehr zählt.
Ein Liedermacher summt, halb leise, halb verlegen,
von dem, was uns trägt – und dem, was uns quält.

Dort draußen am Fluss steht die Zeit in den Weiden,
die Welt dreht sich weiter, als wär nichts geschehen.
Man lernt zu verzichten, lernt schweigend zu bleiben
und geht seinen Weg, den nur wenige gehen.

Kein Silber, kein Gold – nur die Worte im Wind,
die wie ferne Echos durch Gassen noch ziehen.
...
144 Hotel Germania 07.01.26
Vorschautext:
Auf endloser Datenbahn, die Leitung glühend heiß,
der Duft von Kaffee-Krypto zieht schwebend übers Gleis.
Ein Flimmern an den Rändern, ein kühles, blaues Licht –
der Kopf sank schwer vor Müdigkeit, die Zeit verlor Gewicht.

Da ploppte eine Nachricht auf, kaum hörbar, unscheinbar.
Ich dachte: Überforderung – oder ein digitaler Altar.
Sie schickte mir den Link, der mir den Eingang leise verriet,
Algorithmen murmelten, als riefen sie aus ferner Zeit:

Willkommen im Hotel Germania –
ein Ort aus Glanz und Projektion.
...
143 Der Star – Wind aus Ruhm und Schweigen 04.01.26
Vorschautext:
Star, sag mir, warum wehst du wie der Wind,
mal Sturm, mal Hauch – nur ein suchendes Kind.
Dein Reden treibt wie Wolkenflug vorbei,
zu rasch verweht, zu selten offen und frei.

Du warst ein Held, ein Leuchten gegen Nacht,
doch Beifall, Glanz und Geld haben dich sacht
in jenes grelle Schweigen eingehüllt,
das deine Wahrheit dämpft und Räume füllt.

Du strahlst wie ein Stern in blendender Pracht,
doch manches Wort klingt hohl, nur klug bedacht.
...
142 Wo Stille bleibt 02.01.26
Vorschautext:
Ich spreche nicht von dem, was war,
die Vergangenheit wiegt viel zu schwer.
Was uns verband, ist nicht mehr klar,
Gemeinsamkeit trägt keine Spuren mehr.

Wir gaben alles, Stück für Stück,
bis selbst das Hoffen leise ging.
Was blieb, war nur ein Blick zurück
auf das, woran mein Herz noch hing.

Ich glaubte, Nähe machte mich stark,
dass Bleiben Schutz und Heimat sei.
...
141 Die kühle Welt 01.01.26
Vorschautext:
Ausdruckslose, kalte Gesichter,
sie spiegeln nur die Neonlichter.
Aufgeblasene, künstliche Gestalten,
die sich selbst für Götter halten.

Ich bleibe ein Schatten in diesem Raum,
verhöhnt als fremder, blasser Traum.
Ein Ort, so einsam und so leer,
eine Welt, die mir nicht gehört.

Der Bau ist steril, das Licht so fern,
jede Frau ein gemaltes Bild, ein Stern.
...
140 Der graue Morgen danach 31.12.25
Vorschautext:
Die leeren Gläser sind nun trübe,
das letzte Leuchten ist verweht.
Im kalten Hauch der frühen Stunde steht,
was vom Fest geblieben, stumm.

Die Nacht verblasst, der Lärm erstorben,
der Tag schlüpft aus dem fahlen Traum.
So fern ist nun der Rausch von gestern,
die Hoffnung wirkt so leer und kaum.

Ein neues Jahr – so hoffen viele,
voll Zuversicht und neuem Licht.
...
139 Der Kreis der Legende 30.12.25
Vorschautext:
Ich bin nicht der Stolz des Ostens,
nicht der Stern des Südens Glanz,
steh nicht tief im Westen wurzelnd,
bin nicht Nordens Perlenkranz.

Ich zog hinaus in alle Richtungen,
sah Hoffen, Fallen, Neubeginn,
doch wo der Kreis sich auch vollendet –
mein Weg führt stets nach Franken hin.

Denn meine Stimme trägt die Legende,
und die Legende lebt in mir.
...
138 Jenseits der Antwort 29.12.25
Vorschautext:
Es gibt nachdenkliche Tage,
da stell’ ich mir die Frage:
Gibt es ein Leben nach dem Tod
oder endet alles in der Not?

Die Antwort kennt kein Menschenmund,
nicht hier, nicht irgendwo im Rund.
Kein Glaube kann sie klar erklären,
kein Wissen uns das Schweigen lehren.
137 Die Kunst der Anziehung 28.12.25
Vorschautext:
In schimmerndem Stoff, im Licht fast aus Glas,
tritt sie hervor, und erst im Nähersein wird klar,
dass unter dem sanften Glanz der Hülle
ein Funke lodert, wild und voller Wille.

Sie führt das Spiel mit ruhiger Hand,
hat jede Regung, jedes Verlangen erkannt.
Kein Schritt ist Zufall, kein Blick je verschenkt —
sie formt aus Augenblicken ein Gesetz, das sie lenkt.

Sie liest das Sehnen wie andere ein Gedicht,
lenkt Gesten, Gedanken, das innere Gewicht.
...
136 Die Marionetten im Glaspalast 27.12.25
Vorschautext:
Man fragt sich leise, Nacht für Nacht,
wer hat den Nordstern ausgelacht?
Die Zeiger kreisen ohne Ziel,
der Kompass schweigt, das Land steht still.

Hoch über Straßen, kalt und klar,
sitzt Macht aus Glas, so fern, so nah.
Hände aus Licht, Gesichter stumm,
sie zählen nur Zahlen – warum?

Sie werfen Würfel blind vor Gewinn,
verlernen, wer wir wirklich sind.
...
135 Zwischen uns 26.12.25
Vorschautext:
Du gehst aufrecht durch fremde Blicke,
trägst, was du bist, in stillem Mut.
Die Welt ist laut, nicht immer gütig,
doch du bleibst offen, bleibst dir gut.

Du zeigst dich ehrlich, ohne Maske,
dein Lächeln trägt kein falsches Licht.
Und was du fühlst, das hat Gewicht –
nur meines trifft dein Hoffen nicht.

Ich seh dich klar, nicht durch ein Urteil,
hab nie dein Sein gering gemacht.
...
134 Blumenrote Schwärze 23.12.25
Vorschautext:
Eine schwarze Mauer, blumenrot,
steht stumm im Tal von Traum und Not.
Kein Wort erklärt, warum sie steht,
nur Schweigen, das durchs Denken geht.

Sie teilt kein Land, sie teilt den Blick,
hält manchen fest, treibt ihn zurück.
Was hier beginnt, ist dort nicht wahr,
der Weg verschwimmt, das Ziel bleibt klar.

Aus Stein gebaut, aus starrer Pflicht,
trägt sie ein fremdes, kaltes Licht.
...
133 Der Rufer in der Brandung 22.12.25
Vorschautext:
Im Wechselspiel von Trug und klarer Sicht
erscheint die Welt wie ein Schauspiel ohne Licht.
Man trägt die Maske auf der großen Bühne,
so dass die Lüge dort vor Neid ergrüne.

Die Liebe glimmt, ein fernes Feuerlein,
der Hass hingegen schlägt in Flammen ein.
Dazwischen stehst du, fest wie harter Stein,
vom Sturm umtost, doch innerlich noch rein.

Du siehst mit Augen, die die Wahrheit tragen,
siehst Menschen, die sich tiefe Wunden schlagen,
...
132 Der eiserne Marsch 22.12.25
Vorschautext:
Die Rüstung blank, die Seele taub,
marschiert ein Herz, verwandelt in Staub.
Er spricht von Ehre, Stahl und Macht,
doch seine Worte sind nur Nacht.

Er träumt von Grenzen, die zerbrechen,
von Donnerstimmen, die befehlen und sprechen.
Sein Geist, ein Heer, marschiert ins Land,
das Feuer lodert in seiner Hand.

Keinen Menschen sieht er, nur ein Gefecht,
sein Sehnen, das die Welt zerbricht.
...
131 Im Schatten der Nadel 21.12.25
Vorschautext:
Dunkle Schwaden, ein stummes Heer,
ziehen übers Herz so schwer.
Ein Sturm im Innern, ohne Rast,
der dich in kalten Fesseln fasst.

Der Vater ruft – ein fernes Wort,
doch deine Seele treibt schon fort.
Die Tränen glänzen, fließen leis,
wie Wasser, das im Finstern reißt.

Dein Wesen verschwand im Nebelgrau,
ein Spiegelbild – dir selbst nicht treu.
...
130 Disco-Dämmerung 20.12.25
Vorschautext:
Unter grellem Neonlicht
entfaltet sich eine Szene ohne Gesicht.
Aufgeblasen, makellos poliert,
von Spiegeln umstellt, vom eigenen Bild verführt.

Und wer sind wir? Man blickt herab,
als trüge unser Glanz nicht ihren Maßstab.
Die Halle – künstlich, glatt und leer,
Gestalten darin, schön und seltsam schwer.

Sie leuchten, doch die Wärme fehlt,
ein Funkeln, das den Blick nicht hält.
...
129 Die flüchtige Krone 15.12.25
Vorschautext:
Ein Morgen wie ein blasser Thron,
geformt aus Nebel, Angst und Hohn.
Die Sorgen schleichen, stumm wie Diebe
und rauben dir, was Hoffnung bliebe.

Die Flucht – ein Kleid aus trübem Licht,
doch hinter dir: dein wahres Ich.
Du wanderst durch ein ödes Feld,
allein wie die Dämmerung in der Welt.

Die Liebe – einst ein heller Stern,
sie glühte nah und schien doch fern.
...