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| 60 | Heruntergekommen | 08.10.25 | ||
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Vorschautext: Zerlumpt, verloren, ohne Licht, die Hoffnung weicht dem Angesicht. Die Scham vor Freunden – einst vertraut, hat dir fremde Wege gebaut. Dein Blick ist traurig, unsicher, leer, die Liebe bleibt dir fern und schwer. Du lebst in Kreisen, die nicht passen, bei denen Träume schnell verblassen. Gammler, Diebe – rau und laut, doch sie sind dir vertraut. ... |
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| 59 | Ich bin keine Leiche | 08.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich trat in eine fremde Bar, der Rauch lag schwer, das Licht war klar. Ein Lächeln traf mich wie ein Schein, ihr Blick – so still, so ganz allein. Ein Drink, ein Wort, ein kurzes Spiel, ihr Wesen warm, nicht viel zu viel. Sie nahm mich auf, ganz ohne List, als wär ich mehr – als was man vergisst. Doch aus dem Dunkel trat ein Mann, sein Blick war kalt, sein Schritt begann. ... |
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| 58 | Ausstieg | 07.10.25 | ||
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Vorschautext: Manchmal will ich alles lassen, will ausbrechen aus den stillen Gassen. Doch dann fehlt mir wieder der Mut – vielleicht ist das sogar gut. Ich denk zurück an jenen Mann in Berlin, der mich um ein paar Münzen bat – ganz kühn. An den Junkie in Wien, der mir sein Leben zeigte, und dabei leise in sich selbst verzweifelte. An die Frau in Hamburg, die sich verkaufte, an den Freak in Duisburg, der täglich Shit rauchte. ... |
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| 57 | Ich bin der Typ, der dich liebt | 07.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich kann es nicht begreifen, warum musst du weiter schweifen? Bleib doch hier – ganz nah bei mir, denn mein Herz gehört zu dir. Ich bin der Typ, der dich begehrt, der deine Nähe nie verwehrt. Ich liebe dich – so tief, so klar, verzeih dir alles, Jahr für Jahr. Drum Mädchen, bleib – verlass mich nicht, du bist mein Stern, mein Licht, mein Gedicht. ... |
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| 56 | Antje | 07.10.25 | ||
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Vorschautext: Vor Jahren traf mich dein Licht, flüchtig nur, doch voller Gewicht. Dein Blick, er zog mich tief hinein, war wild, verführerisch und fein. Dein Lächeln, warm wie Sonnenstrahlen, konnte selbst die dunkelsten Tage malen. Deine Stimme, weich und voller Macht, flüsterte Liebe in jeder Nacht. Dein Haar wie Gold im sanften Wind, dein Wesen stark, doch zart wie ein Kind. ... |
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| 55 | Das falsche Spiel | 07.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich spüre deutlich, was hier läuft: das Spiel ist falsch, es ist erkauft. Drum steige ich nun frustriert aus, mein Weg führt heim, ich geh nach Haus. Bei euch läuft’s nicht mit rechten Dingen, ihr könnt nur durch Betrug gewinnen. Beweisen kann ich’s nicht genau, doch eure List ist nicht sehr schlau. Ich bin kein schlechter Spielverlierer, doch eure Mittel sind mir zu nieder. ... |
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| 54 | Hinter dem Vorhang | 06.10.25 | ||
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Vorschautext: Sie nennen dich Schatten, doch sie jagen dein Licht, sie kommen bei Nacht und sie scheuen dein Gesicht. Sie kaufen sich Wärme, sie kaufen sich Haut, doch schämen sich später, als wär’s nicht erlaubt. Du gibst, was sie suchen, im Flüstern, im Schweigen, doch wirst wie ein Gut durch die Straßen getrieben. Wie Fleisch ohne Namen, wie Ware, wie Staub – ein Leben, das niemand im Tageslicht braucht. Keiner fragt nach dem Morgen, nach dem Warum, kein Blick in dein Herz, das ist schon lange stumm. ... |
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| 53 | Musik | 06.10.25 | ||
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Vorschautext: Verträumt auf staubigen Straßen, wie einst bei Easy Rider-Phasen. Da lag die Freiheit noch im Klang, die Liebe trug uns lebenslang. Doch bald erhob sich kalt der Profit, die Leute sahen es – und machten mit. Was einst als Botschaft war gedacht, hat Kommerz laut zum Kauf gemacht. Musik – sie wollte Frieden tragen, von Recht, von Zärtlichkeit auch sagen. ... |
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| 52 | Marktwirtschaft | 05.10.25 | ||
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Vorschautext: Man nennt sie frei, man nennt sie stark, ein goldener Tempel, hell und markant. Doch hinter Glanz und surrendem Rad verliert so mancher seinen Pfad. Die einen löschen still ihr Licht, verglühen leise, wie Sterne im Nichts. Die andern nehmen Gift und Rauch, bis jeder Traum im Nebel zerbrach. Und wieder andre schlagen Wunden in das Herz des Systems – ... |
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| 51 | Fans | 05.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich habe nichts gegen Leidenschaft – sie fließt wie Feuer, pulst mit Kraft. Doch Fan zu sein heißt nicht: Gewalt, kein Sturm, der blind das Spiel durchschallt. Man muss den Glanz im Gegner sehen, die Würde seines Spiels verstehen – ein Licht, verborgen, doch bereit, im Schatten dunkler Rivalität . Wer Hass schon vor dem Anpfiff sät, im Rausch der Wut zum Sturm gerät, ... |
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| 50 | Trampen | 05.10.25 | ||
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Vorschautext: Mein Auto streikt, der Motor ist tot, ich steh am Straßenrand, in großer Not. Ich wollt nur fort, ein kleines Stück, doch bleib ich hier – mir fehlt das Glück. Seit Stunden halt ich mich bereit, doch keiner schenkt mir Aufmerksamkeit. Die Wagen rauschen einfach fort, für mich gibt’s keinen Zufluchtsort. Der Regen nässt mich bis ins Mark, doch kein Blick trifft mich, kühl und stark. ... |
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| 49 | Das Leben läuft weiter | 05.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich kam zur Firma mit Hoffnungen groß, voller Mut – doch der Weg, er verlief recht famos. Bald stürzte ich mitten ins Spiel hinein, die Methoden dort – sie waren gemein. Ich denk noch oft an manches Gespräch, an Versprechen, an Lächeln – doch vieles war schräg. Man merkt sehr schnell, was wirklich zählt: Loyalität wird selten gewählt. Das Leben läuft weiter, ich bin jetzt gescheiter, doch Ehrlichkeit bringt dich im Job nicht weiter. ... |
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| 48 | No Future - die Lüge | 04.10.25 | ||
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Vorschautext: „No Future“ – einst ein Punkparolen-Schrei, doch heute wirkt er leer und einerlei. Ein Slogan, laut, doch längst verflogen – der ist – wie vieles – verlogen. Auch wenn das Leben dich hart trifft und jede Hoffnung ist nur Pflicht, auch wenn du dich verloren fühlst und Schmerz dein Innerstes durchwühlt – es muss doch eine Zukunft geben, es gibt noch Sinn in diesem Leben. ... |
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| 47 | Die einzige Gerechtigkeit | 04.10.25 | ||
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Vorschautext: Du liegst im Wald, spürst, wie die Jahre dich streifen. Ein Traum erhebt sich leise – du möchtest verweilen, möchtest nicht weiterreisen. Doch auch du wirst einmal verschwinden. Denn die einzige Gerechtigkeit, die kann keiner überwinden, ist das stille Von-uns-Gehen. |
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| 46 | Xenokratie | 03.10.25 | ||
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Vorschautext: Ihr nennt es frei, ihr nennt es Staat – doch wer bestimmt, was Gültigkeit hat? Wer lenkt die Worte, die wir lesen, wer formt das Bild von Welt und Wesen? Es sind nicht Ketten, nicht das Schwert, das unser freies Denken still verwehrt. Es sind Institutionen, die uns formen, Medien, die Gedanken normen. Es sind Verbände, Wirtschaftsmächte, die uns beschneiden in den Rechten. ... |
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| 45 | Unsichtbar und nah | 02.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich lebe in einer Welt aus Glanz und Lärm, doch mein Herz bleibt dem Unsichtbaren warm. Nicht Geld, nicht Macht, nicht schneller Gewinn – mein Glaube trägt, wo ich selbst nur bin. Man nennt mich träumerisch, vielleicht naiv, doch ich weiß, was mich im Innersten rief. Wenn alles fällt, bleibt er mein Licht: ein Gott, der spricht, schweigt – und nicht zerbricht. |
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| 44 | Der DDR-Musiker und ich | 02.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich fahr am Abend durch die Stadt, die Straße glänzt, ist feucht und glatt. Ein DDR-Musiker winkt mir zu, ich halte – und nehme ihn mit im Nu. Wir fahren Richtung Hotel Strauß, die Stimmung ruhig, fast wie zu Haus. Auf einem Parkplatz, still und leer, reden wir – das wiegt umso mehr. Er sagt, dass es ihm hier nicht gefällt, dass Freiheit oft nur Fassade hält. ... |
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| 43 | Der einsame Vampir | 01.10.25 | ||
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Vorschautext: Wenn ich erwache, stehen die Sterne günstig. Es ist Mitternacht, mein Herz schlägt unruhig. Ich steig aus meinem Sarg, die Zähne noch zu schärfen, schleiche durch den Park, alle schlafen, keiner merkt es. Da sitzt ein junges Mädchen, ihr Atem tanzt im Mondlicht. ... |
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| 42 | Vorurteile zur Zeit | 01.10.25 | ||
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Vorschautext: Es klingt neu, doch alt ist das Geschehen, wie Menschen voreilig im Urteil stehen. Wer keinen Job hat, gilt schnell als faul, wer anders denkt, der stört die Moral. Wer leise lebt, den nennt man schwach, wer widerspricht, der sucht den Krach. Wer Leder trägt, sei voller Gewalt, wer sich still verhält, wirkt schon kalt. Doch wer nicht passt, gehört nicht dazu, solche Parolen rauben die Ruh. ... |
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| 41 | Zwischen Gassen und Gewitter | 30.09.25 | ||
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Vorschautext: Ich liebe Städte, ihr Flüstern im Wind, die flackernden Lichter, das Leben ist geschwind. Doch manchmal, ganz leise, zieht etwas mich fort— ein Schatten, ein Schrei, ein verstörter Ort. Ein Sonntag, verregnet, im Spätsommergrau, wir fuhren durch Straßen – kein Himmelsblau. Ein Viertel, das fluchte in rostigem Ton, wo Hoffnung zerbrach und Misstrauen wohn’. Ein heruntergekommenes Lokal im fremden Raum, drinnen ein Tumult, draußen Beton und Staub. ... |
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