Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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http://maxvoedisch.jimdo.com/

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Anzahl Gedichte: 180
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Titel
80 Wieder ein verlorener Tag 13.10.25
Vorschautext:
Ich sitze stumm im grellen Licht
eines Ladens, der vom Trieb verspricht.
Bilder flimmern billig, laut und leer,
mein Inneres bleibt kalt und schwer.

Die Luft ist dicht, von Rauch durchzogen,
der Profitgedanke bleibt verwogen.
Die Leere schreit, steril und grell –
ein Ort, der bricht die Würde schnell.

Kein Funken Wärme, kein Gefühl,
bis plötzlich – zu nah, zu viel –
...
79 Der superschnelle Wagen 13.10.25
Vorschautext:
An manchen Tagen, ohne Plagen,
fahr’ ich mit meinem schnellen Wagen.
Er glänzt im Licht, so kühl, so fein –
ein Traum aus Stahl, Besitz und Schein.

Ich spür die Kraft, das leise Beben,
als würd’ ich über Wolken schweben.
Doch bald schon fragt’s mich still der Sinn:
Wohin führt all mein Streben hin?

Was nützt mir Glanz, was nützt mir Macht,
wenn still das Herz nach Ruhe wacht?
...
78 Es klingt, als sei es neu 13.10.25
Vorschautext:
Es klingt, als sei es neu gesagt,
doch längst ist’s Denken fest verpackt:
Wer keine Arbeit hat, sei faul,
wer anders lebt, dem traut man kaum.

Wer Haare trägt, die länger sind,
der weht wie eh der alte Wind,
ein „Gammler“, heißt es, „nicht normal“ —
das Urteil fällt meist ohne Wahl.

Wer demonstriert, gilt schnell als Feind,
vom Osten ferngesteuert, scheint’s.
...
77 Abseits -im Schatten 13.10.25
Vorschautext:
Abseits vom Zentrum steh ich still,
frag den Wind, was er mir sagen will,
warum ich hier bin — so fern, so allein,
wo Schatten regieren im Sonnenschein.

Abseits — ein Ort, der mich kennt,
jeder Schritt verliert sich im endlosen Trend.
Die Mitte ruft, doch ich gehör nicht hin,
mein Herz schlägt leise, wo einst die Suche begann.

Ich hoffe, es bleibt nicht so,
dass ich für immer draußen steh — irgendwo.
...
76 Frieden - nur ein Traum 13.10.25
Vorschautext:
Frieden — ein Wort, so leer, so schwer,
ich such ihn oft, doch find ihn nicht mehr.
Ich seh ihn fliegen wie Tauben im Wind,
verloren, verirrbar, so scheu wie ein Kind.

Frieden — ein Traum in irdischer Zeit,
verspricht Erlösung, bringt doch nur Leid.
Er wohnt in Liedern, in Schwüren, in Namen,
doch nie in den Herzen, die längst erlahmen.

Frieden — du kostest das halbe Leben,
und wirst uns doch niemals Antwort geben.
...
75 Der versiegelte Brief 13.10.25
Vorschautext:
Warum hast du mir nicht geschrieben?
Wo ist das Licht deiner Liebe geblieben?
Willst du den Bruch mir nicht verzeih’n,
bitte, lass mich in der Stille nicht allein.

Der Brief liegt da, versiegelt und schwer,
dein Schweigen schmerzt wie kaltes Meer.
Der Anker hält das Herz nicht mehr am Grund,
komm zurück, mach meine Seele wieder gesund.
74 America 13.10.25
Vorschautext:
America, was ist dir geblieben?
Nur die Erinnerung an den Frieden.
Wo sind Jimi Hendrix und Janis Joplin?
Wo lebt jetzt James Dean?

Wo bleiben deine Helden?
Sie schweben in anderen Welten.
America, ich gehe weit,
ich suche deine Freiheit.

America, wo ist sie nur?
Du läufst doch gegen deine eigene Uhr!
...
73 Kommunist 12.10.25
Vorschautext:
Man kann hier alles werden,
vom Lehrer bis zum Kapitalist,
doch wehe dem, der offen sagt:
„Ich bin Kommunist.“

Die Vorurteile häufen sich,
man meidet dich, man stellt dich kalt,
die Meinungen über dich werden schlecht,
die Chancen verlieren ihr Recht.

Du trägst ein Label, schwer und groß,
auf bundesdeutschen Erden bloß.
...
72 Das Bekenntnis 12.10.25
Vorschautext:
Zwanzig – schon verloren im Blick,
die Welt schreit laut, das Herz ruft zurück.
Zwischen Traum und Pflicht gefangen,
viele falsche Entscheidungen begangen.

Halb klug, halb leer, halb auf der Flucht,
in dir brennt Glut, die Ruhe sucht.
Du denkst zu viel, doch fühlst zu wenig,
dein Weg wirkt nah – und bleibt unklar.

Noch nie gespürt, was sie Liebe meint,
drum glaubst du, dass dich keiner eint.
...
71 Verlorene Nähe 12.10.25
Vorschautext:
Wenn ich Dich anseh,
so muss ich wirklich weinen.
Mein Herz tut weh,
für Dich aber wird die Sonne scheinen.

Du stehst gesellschaftlich oben,
ich dafür total unten.
Dich wird man überall loben,
doch ich habe mich mehr geschunden.

Erinnerst Du Dich noch an die Zeit,
als wir gemeinsam in der Schule waren.
...
70 Meine Angst 11.10.25
Vorschautext:
Sie lässt mich nicht zur Ruh – ich sag es frei: Ich habe Angst.
Angst, zu versagen, Angst, aus dem Leben zu fallen,
Angst, den bescheidenen Job zu verlieren,
Angst, einsam in der Großstadt zu erfrieren,
Angst vor Kriegen, die keiner mehr stoppt,
Angst vor dem Atom, das Städte zerbombt,
Angst, dass mich keine Frau mehr liebt,
Angst, dass mein Dasein sinnlos zerrinnt,
Angst vor Gesichtern, die lächeln und lügen,
vor Worten, die wärmen und dennoch betrügen.

Ich lebe mit ihr – sie klebt wie Haut,
...
69 Eiserner Vorhang 11.10.25
Vorschautext:
Nicht fünfzig Kilometer nur,
und schon verriegelt sich die Spur.
Sachsen bleibt mir fremd und fern,
ein Land, das ich so hätte gern.

Nicht fünfzig Kilometer östlich mehr,
und Böhmen läge mir am Herz so sehr.
Doch Mauern, Draht und kalter Stein
sperren die Sehnsucht draußen ein.

Wie Dornen reißen Stacheldrähte,
was einst verbunden, trennt nun Städte.
...
68 Ein Freund ging verloren 11.10.25
Vorschautext:
Es herrscht Totenstille,
die Kirche ist halb gefüllt.
Es war sein eigener Wille,
er hat sich selbst gekillt.

Es musste so kommen,
er war schon immer etwas seltsam.
Warum hat er sich das Leben genommen,
fühlte er sich einsam?

Ich hätte es nicht gedacht,
dass er diesen Schritt macht.
...
67 Kuckucksbändiger 11.10.25
Vorschautext:
Ich brauch die Kohle – auf die Schnelle,
doch nirgends gibt es eine Stelle.
Der Knast? Nee, nicht mein Revier,
da bleib ich lieber hier.

Liegt die Knete in Frankfurt auf der Straß’,
oder machen mich die Typen richtig nass?
Ich bin in Deutschland nur ein Zwerg,
ständig wächst mein Schuldenberg.

Die Kuckucksbändiger stehen schon parat,
wollen Cash, am besten noch heut in bar.
...
66 Entlassener Sträfling 10.10.25
Vorschautext:
Bettelnd vor dem Einkaufscenter,
die Menge schweigt, sie geht nur weiter.
Entlassen aus dem grauen Knast,
achtundzwanzig Monate – Last.

Ohne Wohnung, ohne Lohn,
bleibt dir am Ende der kalte Beton.
Ohne Hoffnung, ohne Ziel,
das Leben wird ein Überlebensspiel.

Diebstahl flackert in Erinnerung,
doch keine Chance zur Besserung.
...
65 Schattenregierte Welt 10.10.25
Vorschautext:
Ich leb in einer Welt,
in der der Schatten regiert,
wo Wahrheit schwindet
und das Gesicht verliert.

Du tust so cool, so schlau, so frei,
doch Deine Worte stinken hohl dabei.
Du spielst den Freund, der ich nicht bin,
dein Ziel ist nur materieller Gewinn.

Du bietest Glanz, verpackst nur Dreck,
zu einem Preise, der mich erschreckt.
...
64 Fasching - Maskenspiel 09.10.25
Vorschautext:
Fasching – Gesichter voller Schein,
Gerd donnert als Rocker durch die Menge,
Wolfgang trägt stolz sein Baskenkleid,
Ludwig verteidigt den Club mit Strenge.

Reinhard erscheint als Punk im Traum,
Werner im Anzug, korrekt und kühn,
Peter lenkt schweres Metall wie Schaum –
Rollen, die flüchtig nur erblühn.

Sie spielen Cowboy, Scheich und Star,
Geist, Professor, Hippie, Doktor –
...
63 Freunde in grüner Uniform 09.10.25
Vorschautext:
Ich weiß nicht, warum es geschieht,
wenn mir ein Polizist gegenübersteht.
Mein Herz wird eng, mein Blick ganz still,
als ob ich plötzlich schweigen will.

Man sagt: Sie schützen, sind bereit,
solang man ruhig bleibt, nicht schreit.
Doch meine Angst bleibt tief in mir,
und manchmal frag ich: Warum, wofür?

Mein Führerschein ist mir zu wertvoll,
drum fahr ich nüchtern, fahr ich kontrollvoll.
...
62 Versagende Politiker 08.10.25
Vorschautext:
Man fragt sich bang, wohin wir treiben,
wofür die Mächtigen Entscheidungen schreiben.
Sie reden von Märkten, von Zahlen, von Macht,
doch wer an das Volk denkt, wird selten bedacht.

Sehen sie nicht, wie Armut wächst,
wie Hoffnung schwindet, wie Würde vergeht?
Sie zählen Profite, sie messen den Staat,
doch Menschlichkeit bleibt im Getriebe der Tat.

Und wir? Wir konsumieren, wie man uns lehrt,
blind und betäubt, als wär nichts verkehrt.
...
61 Der Kandidat 08.10.25
Vorschautext:
Du redest viel, doch leer ist dein Wort,
ich wähl dich nicht – zieh weiter fort.
Du suchst nur List, du willst nur Macht,
dein Lächeln trügt, dein Glanz ist Nacht.

Als König trittst du auf die Bühne,
mit stolzem Blick und leerer Miene.
Hinter deiner Glanzparade liegt Gier,
die Täuschung deiner Worte spür ich hier.

In Bars und Kneipen spielst du den Galan,
als wärst du mehr als jedermann.
...
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