Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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Anzahl Gedichte: 180
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Titel
40 Diese Stadt 30.09.25
Vorschautext:
Diese Stadt riecht nach Benzin,
nach Asphalt, laut und gemein.
Kein Grün, kein Wald, kein stiller Ort –
nur Lärm und Menschen, immerfort.

Bar an Bar, das Licht ist grell,
Kneipe an Kneipe, laut und schnell.
Ich bleibe hier, ich mag das Spiel,
die Nacht, den Rausch, das schnelle Ziel.

Ich liebe das Tempo, den urbanen Klang,
die Frauen, den Flirt, den kurzen Drang.
...
39 Angebliche Freunde 29.09.25
Vorschautext:
Wenn ich mein Leben still betrachte,
spür’ ich, wie sich Bitterkeit entfacht.
Die meisten, die sich Freunde nennen,
sind selten ehrlich, sich mir zu bekennen.

Sie haben Zeit, doch nur für sich –
ihre Ausreden ermüden mich.
Sie kommen nur, wenn sie was brauchen,
ruft man sie, hört man ihr Schweigen hauchen.

Sie sind verschwunden, wenn man sie bittet,
und ihre Treue – längst verwittert.
...
38 Der Idiot 29.09.25
Vorschautext:
Ich bin der Narr in deinem Spiel,
zahl deinen Preis und zahle zu viel.
Ich trag die Last, die du verheimlichst,
auch wenn dein Handeln ist schleimig.

Ich kehr den Staub aus deinem Blick,
verlier mich selbst in fremdem Glück.
Du nimmst, du forderst, bleibst bequem –
mein Herz erstickt in deinem System.

Du zählst dein Gold, ich zähl die Stunden,
mein Leben rinnt in deine Wunden.
...
37 Filmvirus 27.09.25
Vorschautext:
Erotik flimmert, wild und heiß,
mein Denken schweigt im Bilderkreis.
Die Fantasie springt auf und lacht,
die Wirklichkeit verliert ihre Macht.

Horror kreischt im grellen Licht,
mein Herz verkrampft, mein Blick zerbricht.
Die Mauer kommt – zu spät erkannt,
die Wahrheit sticht mit scharfer Hand.

Western stauben, müde und leer,
der Held verblasst, sein Glanz ist verzehrt.
...
36 Spiegelungen 25.09.25
Vorschautext:
Grelle Blicke im Neonlicht,
Ausstrahlung ohne wahres Gesicht.
So glatt, so rein, so aufgebläht –
verloren im Glanz, der sie umweht.

Wir passen hier nicht hinein,
nicht Teil vom Glanz, vom gold’nem Schein.
Der Raum – so leer, so matt, so still,
die Frauen – schön, doch ohne Will’.

Sie wirken fern, sie strahlen bloß,
mein Herz erstarrt, mein Antrieb verfloss.
...
35 Fragen an den Glauben 25.09.25
Vorschautext:
Ich bin ein Mensch, der gerne hört,
was andre glauben, was sie stört.
Inmitten stiller Stadtgeräusche
traf ich Missionare, freundlich und leise.

Sie sprachen warm, in sanftem Ton,
von Gottes Reich, von Himmelslohn.
Von Jesus, der uns stets begleitet,
von Liebe, die durchs Leben leitet.

Ich hörte zu, mit offnem Sinn,
doch merkte bald: ich steh nicht drin
...
34 Stuttgart zwischen Gleisen und Gewissen 24.09.25
Vorschautext:
In einer Stadt, die Wandel verspricht,
doch unter Beton ihr Gedächtnis bricht,
stehen sie – nicht laut, nicht wild,
mit Rücken aus Jahren, im Herzen still.

Sie mahnen nicht aus Trotz, nicht aus Wut,
sondern aus Sorge, aus langem Mut.
Sie sahen, wie Bäume zu Zahlen vergeh’n,
und Träume im Größenwahn verweh’n.

Wo Gleise sich biegen in Spekulationslust,
stirbt die Natur in stummem Frust.
...
33 Alkohol – ein falscher Freund 23.09.25
Vorschautext:
Für dich beginnt die Welt zu stinken,
du greifst erneut zum Glas, zum Trinken.
Zu schüchtern, um dich selbst zu zeigen,
soll Whiskey deine Einsamkeit verschweigen.

Du sagst, er tröste dich bei Nacht,
doch hast du je daran gedacht?
Er wärmt dich nur für kurze Zeit,
zurück bleibt nichts – nur Bitterkeit.

Du wirst zum Schatten deiner Kraft,
dein Geist verliert, was früher schafft.
...
32 Homosexuell 23.09.25
Vorschautext:
Du trägst dein Talent wie ein helles Licht,
doch Schatten folgten dir auf Schritt und Tritt.
Überall Spott, oft hämisch und gemein,
manch einer wollte nur, dass du unsichtbar bist.

Mut braucht es, so offen zu leben,
doch bitte, lass mir meinen Raum.
Ich konnte dich stets gut verstehen,
doch mein Herz kennt andere Wege kaum.

Intimität liegt zwischen klaren Grenzen,
die ich nicht überschreiten kann.
...
31 Brücke aus Klang und Herkunft 23.09.25
Vorschautext:
Mein Name klingt euch fremd im Ohr,
doch trägt er Licht, kein finsteres Tor.
Er ist kein Echo alter Schuld,
sondern ein Ruf nach neuer Huld.

Ich komme von fern – ja, und noch mehr:
Ein Herz, ein Blick, verletzlich, leer,
wenn Mauern sich aus Worten bauen
und Blicke mich wie Nebel schauen.

Ich kenne Rassismus – hier wie dort,
im Heimatland, an fernem Ort.
...
30 Gold für Schweigen 23.09.25
Vorschautext:
Sie sehen dich wie Staub am Rand,
doch suchen nachts nach deiner Hand.
Sie kaufen Nähe, flüchtig, kalt –
und nennen dich danach „verhalt“.

Du gibst, was sie im Dunkel wollen,
doch bleibst für sie nur Fleisch, nur Rollen.
Ein Körper, stumm, ein fremdes Tier –
sie zahlen nicht aus Achtung dir.

Kein Blick fragt je nach deinem Morgen,
kein Wort nach Sehnsucht, Schmerz, nach Sorgen.
...
29 Die Uhr der Erde 22.09.25
Vorschautext:
Siehst du den Schnee, wie leise er fällt,
ein Schleier sinkt auf diese Welt.
Dein Weg ist weit, das Ziel noch fern,
die Zeit verrinnt wie Licht im Stern.

Die Wälder sterben, Blatt für Blatt,
die Uhr der Erde wird nicht satt.
Sie zählt nicht mehr, sie läuft zurück,
ihr Takt verstummt – verlor’nes Glück.

Warum nur glaubt man Jahr um Jahr,
dass Fortschritt unsre Rettung war?
...
28 Zwischen Asphalt und Ackerland 22.09.25
Vorschautext:
Zuhause ruft die Sehnsucht leis,
nach Städten voller Glanz und Kreis.
Wo Wien in Kontrasten flimmert hell
und Berlin pulst – so laut, so schnell.

Ich liebe Frankfurts dunklen Klang,
Amsterdams verwegenen Drang.
Rotterdams Hafen, rau und weit,
trägt meine Träume durch die Zeit.

Flohmärkte, Gassen, Menschenflut –
sie wecken in mir wildes Blut.
...
27 Verblasstes Grün 22.09.25
Vorschautext:
Ich träumte einst von Wiesen weit,
vom Grün – für immer, alle Zeit.
Das Leben schien wie Frühlingslicht,
doch heute spür ich’s einfach nicht.

Das Grün verlischt Stück für Stück,
zurück bleibt Schmerz statt Lebensglück.
Die Farbe flieht, die Welt wird leer
und Hoffnung trägt man nicht mehr so schwer.

Vielleicht lebt Grün nur noch im Traum,
in mir – nicht mehr im Weltenraum.
...
26 Die Berge aus Brot 21.09.25
Vorschautext:
All die Berge, Brot im Lot,
verfallen still dem Überfluss-Tod.
Ein Spiegel, kalt und gläsern klar –
von dem, was einst mal besser war.

Ein Zeichen unseres Ego-Wahns,
ein Denkmal aus dem Maßlos-Wahn.
Materialismus – stolz und blind,
als wären wir nicht Menschen, Kind.

In einem Land, das blüht und lacht,
wird täglich Nahrung weggemacht.
...
25 Dunkle Wolken 21.09.25
Vorschautext:
Dunkle Wolken ziehen durchs Licht,
du taumelst – siehst die Welt nicht.
Streit mit dem Vater, Nacht für Nacht,
und ich, der kaum noch Hoffnung macht.

Wann kommt die Wende, die du ersehnst?
Oder ist es das Ende, dass du längst verstehst?
Tränen fließen, wenn du mich erblickst,
und flehst, wenn der Fluss vorüber fließt, verrinnt, verstrickt.

Enttäuschung liegt auf jedem Blick,
wo blieb dein Wesen, dein inneres Glück?
...
24 Das steinerne Spiel 13.09.25
Vorschautext:
Ein Schatten sitzt am Spielfeldrand,
er rückt Figuren, kalt in der Hand.
Kein Name klingt, kein Herz wird wach,
nur Stein auf Stein im Schach nach Schach.

Die Stirn – ein Helm aus grauem Eis,
der Atem – Staub, der niemals weicht.
Kein Auge sieht den roten Sand,
nur Linien, Karten, Niemandsland.

Die Körper fallen, Blatt um Blatt,
als wären sie Zahlen, die er hat.
...
23 Der Feldherr aus Stein 11.09.25
Vorschautext:
Er träumt vom Ruhm, vom großen Sieg,
vom Donnern eines ewigen Kriegs.
Doch was er sieht, sind keine Menschen –
nur Zahlen, Opfer, Feldgrenzen.

Sein Blick ist frostig, ohne Gnad’,
kein Herz, das je Erbarmen hat.
Ob eigener Mann, ob Feindessoldat –
für ihn sind beide nur Schachfigur und Saat

Er zählt Verluste wie Gewinn,
kein Schmerz geht ihm durch den Sinn.
...
22 Grundausbildung 11.09.25
Vorschautext:
Ich trat ein in die Bundeswehr,
ein junger Mensch mit klarem Blick.
Doch bald war alles kalt und schwer,
der Schritt zurück – kein Weg, kein Glück.

Man lehrt uns, wie man Waffen hält,
wie man im Gleichschritt schweigend geht.
Doch keiner fragt, was wirklich zählt,
wenn Herz und Geist im Takt vergeht.

Die Grundausbildung – stahlhart, rau,
ein Joch, das auf der Seele liegt.
...
21 Die Gesichter hinter dem Visier 09.09.25
Vorschautext:
„Warum?“ – fragt der Wind im Kriegsgebiet,
doch die Helme bleiben stumm,
kein Echo, kein Gewissen,
nur Schritte im Gleichschritt – dumpf und krumm.

Sie tragen keine Namen,
nur Nummern auf dem Blatt.
Gefühle – längst verbannt,
ihr Herz – ein leerer Apparat.

Sie handeln wie Schatten im Auftrag der Macht,
ihr Kompass zeigt nur Geld und Schlacht.
...
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