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| 242 | Ein Wunsch nach Wahrheit | |||
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Vorschautext: Du ziehst mich an und stößt mich fort, ich kenne weder Ziel noch Grund. Mal suchst du meine Nähe dort, mal schließt sich plötzlich nur dein Mund. Sag, ist das Liebe oder Spiel, ein Feuer, das noch in mir glüht? Ich weiß nicht, ob davon viel blieb, wenn deine Nähe langsam flieht. Wer steht noch zwischen dir und mir, wer nimmt den Platz, der meiner war? ... |
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| 241 | Der Feldherr aus Stein | |||
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Vorschautext: Er träumt vom Ruhm, vom großen Sieg, vom Donnern eines ewigen Kriegs. Doch was er sieht, sind keine Menschen – nur Zahlen, Opfer, Feldgrenzen. Sein Blick ist frostig, ohne Gnad’, kein Herz, das je Erbarmen hat. Ob eigener Mann, ob Feindessoldat – für ihn sind beide nur Schachfigur und Saat Er zählt Verluste wie Gewinn, kein Schmerz geht ihm durch den Sinn. ... |
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| 240 | Grundausbildung | |||
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Vorschautext: Ich trat ein in die Bundeswehr, ein junger Mensch mit klarem Blick. Doch bald war alles kalt und schwer, der Schritt zurück – kein Weg, kein Glück. Man lehrt uns, wie man Waffen hält, wie man im Gleichschritt schweigend geht. Doch keiner fragt, was wirklich zählt, wenn Herz und Geist im Takt vergeht. Die Grundausbildung – stahlhart, rau, ein Joch, das auf der Seele liegt. ... |
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| 239 | Insolvenz | |||
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Vorschautext: Ein sorgenfreies Arbeitsleben wird es wohl nie mehr geben. Mit der Insolvenz war mir klar: der soziale Abstieg ist unvermeidbar. Absage folgte auf Absage, Tag für Tag in dieser Lage. Meine Situation blieb unverändert – gleich, am Ende landete ich im Niedriglohnbereich. Mein ehemaliger Chef, dem ich vertraute, war es, der meine Zukunft verbaute. ... |
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| 238 | Zum Tal | |||
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Vorschautext: Ich habe ja die Wahl, ich besuche die Gaststätte „Zum Tal“. Ich schaue mich um und sehe ein sonderbares Publikum. Hier verkehrt die sogenannte Intelligenz und die ländliche Prominenz. Eigentlich will ich nur Gespräche führen und erfahren, was die Einheimischen berühren. Aber hier wird man meist ignoriert und teilweise sogar provoziert. ... |
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| 237 | Die Gesichter hinter dem Visier | |||
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Vorschautext: „Warum?“ – fragt der Wind im Kriegsgebiet, doch die Helme bleiben stumm, kein Echo, kein Gewissen, nur Schritte im Gleichschritt – dumpf und krumm. Sie tragen keine Namen, nur Nummern auf dem Blatt. Gefühle – längst verbannt, ihr Herz – ein leerer Apparat. Sie handeln wie Schatten im Auftrag der Macht, ihr Kompass zeigt nur Geld und Schlacht. ... |
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| 236 | Die Berge aus Brot | |||
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Vorschautext: All die Berge, Brot im Lot, verfallen still dem Überfluss-Tod. Ein Spiegel, kalt und gläsern klar – von dem, was einst mal besser war. Ein Zeichen unseres Ego-Wahns, ein Denkmal aus dem Maßlos-Wahn. Materialismus – stolz und blind, als wären wir nicht Menschen, Kind. In einem Land, das blüht und lacht, wird täglich Nahrung weggemacht. ... |
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| 235 | Verblasstes Grün | |||
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Vorschautext: Ich träumte einst von Wiesen weit, vom Grün – für immer, alle Zeit. Das Leben schien wie Frühlingslicht, doch heute spür ich’s einfach nicht. Das Grün verlischt Stück für Stück, zurück bleibt Schmerz statt Lebensglück. Die Farbe flieht, die Welt wird leer und Hoffnung trägt man nicht mehr so schwer. Vielleicht lebt Grün nur noch im Traum, in mir – nicht mehr im Weltenraum. ... |
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| 234 | Zwischen Asphalt und Ackerland | |||
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Vorschautext: Zuhause ruft die Sehnsucht leis, nach Städten voller Glanz und Kreis. Wo Wien in Kontrasten flimmert hell und Berlin pulst – so laut, so schnell. Ich liebe Frankfurts dunklen Klang, Amsterdams verwegenen Drang. Rotterdams Hafen, rau und weit, trägt meine Träume durch die Zeit. Flohmärkte, Gassen, Menschenflut – sie wecken in mir wildes Blut. ... |
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| 233 | Die Uhr der Erde | |||
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Vorschautext: Siehst du den Schnee, wie leise er fällt, ein Schleier sinkt auf diese Welt. Dein Weg ist weit, das Ziel noch fern, die Zeit verrinnt wie Licht im Stern. Die Wälder sterben, Blatt für Blatt, die Uhr der Erde wird nicht satt. Sie zählt nicht mehr, sie läuft zurück, ihr Takt verstummt – verlor’nes Glück. Warum nur glaubt man Jahr um Jahr, dass Fortschritt unsre Rettung war? ... |
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| 232 | Gold für Schweigen | |||
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Vorschautext: Sie sehen dich wie Staub am Rand, doch suchen nachts nach deiner Hand. Sie kaufen Nähe, flüchtig, kalt – und nennen dich danach „verhalt“. Du gibst, was sie im Dunkel wollen, doch bleibst für sie nur Fleisch, nur Rollen. Ein Körper, stumm, ein fremdes Tier – sie zahlen nicht aus Achtung dir. Kein Blick fragt je nach deinem Morgen, kein Wort nach Sehnsucht, Schmerz, nach Sorgen. ... |
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| 231 | Brücke aus Klang und Herkunft | |||
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Vorschautext: Mein Name klingt euch fremd im Ohr, doch trägt er Licht, kein finsteres Tor. Er ist kein Echo alter Schuld, sondern ein Ruf nach neuer Huld. Ich komme von fern – ja, und noch mehr: Ein Herz, ein Blick, verletzlich, leer, wenn Mauern sich aus Worten bauen und Blicke mich wie Nebel schauen. Ich kenne Rassismus – hier wie dort, im Heimatland, an fernem Ort. ... |
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| 230 | Homosexuell | |||
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Vorschautext: Du trägst dein Talent wie ein helles Licht, doch Schatten folgten dir auf Schritt und Tritt. Überall Spott, oft hämisch und gemein, manch einer wollte nur, dass du unsichtbar bist. Mut braucht es, so offen zu leben, doch bitte, lass mir meinen Raum. Ich konnte dich stets gut verstehen, doch mein Herz kennt andere Wege kaum. Intimität liegt zwischen klaren Grenzen, die ich nicht überschreiten kann. ... |
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| 229 | Alkohol – ein falscher Freund | |||
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Vorschautext: Für dich beginnt die Welt zu stinken, du greifst erneut zum Glas, zum Trinken. Zu schüchtern, um dich selbst zu zeigen, soll Whiskey deine Einsamkeit verschweigen. Du sagst, er tröste dich bei Nacht, doch hast du je daran gedacht? Er wärmt dich nur für kurze Zeit, zurück bleibt nichts – nur Bitterkeit. Du wirst zum Schatten deiner Kraft, dein Geist verliert, was früher schafft. ... |
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| 228 | Stuttgart zwischen Gleisen und Gewissen | |||
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Vorschautext: In einer Stadt, die Wandel verspricht, doch unter Beton ihr Gedächtnis bricht, stehen sie – nicht laut, nicht wild, mit Rücken aus Jahren, im Herzen still. Sie mahnen nicht aus Trotz, nicht aus Wut, sondern aus Sorge, aus langem Mut. Sie sahen, wie Bäume zu Zahlen vergeh’n, und Träume im Größenwahn verweh’n. Wo Gleise sich biegen in Spekulationslust, stirbt die Natur in stummem Frust. ... |
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| 227 | Fragen an den Glauben | |||
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Vorschautext: Ich bin ein Mensch, der gerne hört, was andre glauben, was sie stört. Inmitten stiller Stadtgeräusche traf ich Missionare, freundlich und leise. Sie sprachen warm, in sanftem Ton, von Gottes Reich, von Himmelslohn. Von Jesus, der uns stets begleitet, von Liebe, die durchs Leben leitet. Ich hörte zu, mit offnem Sinn, doch merkte bald: ich steh nicht drin ... |
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| 226 | Spiegelungen | |||
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Vorschautext: Grelle Blicke im Neonlicht, Ausstrahlung ohne wahres Gesicht. So glatt, so rein, so aufgebläht – verloren im Glanz, der sie umweht. Wir passen hier nicht hinein, nicht Teil vom Glanz, vom gold’nem Schein. Der Raum – so leer, so matt, so still, die Frauen – schön, doch ohne Will’. Sie wirken fern, sie strahlen bloß, mein Herz erstarrt, mein Antrieb verfloss. ... |
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| 225 | Filmvirus | |||
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Vorschautext: Erotik flimmert, wild und heiß, mein Denken schweigt im Bilderkreis. Die Fantasie springt auf und lacht, die Wirklichkeit verliert ihre Macht. Horror kreischt im grellen Licht, mein Herz verkrampft, mein Blick zerbricht. Die Mauer kommt – zu spät erkannt, die Wahrheit sticht mit scharfer Hand. Western stauben, müde und leer, der Held verblasst, sein Glanz ist verzehrt. ... |
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| 224 | Der Idiot | |||
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Vorschautext: Ich bin der Narr in deinem Spiel, zahl deinen Preis und zahle zu viel. Ich trag die Last, die du verheimlichst, auch wenn dein Handeln ist schleimig. Ich kehr den Staub aus deinem Blick, verlier mich selbst in fremdem Glück. Du nimmst, du forderst, bleibst bequem – mein Herz erstickt in deinem System. Du zählst dein Gold, ich zähl die Stunden, mein Leben rinnt in deine Wunden. ... |
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| 223 | Angebliche Freunde | |||
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Vorschautext: Wenn ich mein Leben still betrachte, spür’ ich, wie sich Bitterkeit entfacht. Die meisten, die sich Freunde nennen, sind selten ehrlich, sich mir zu bekennen. Sie haben Zeit, doch nur für sich – ihre Ausreden ermüden mich. Sie kommen nur, wenn sie was brauchen, ruft man sie, hört man ihr Schweigen hauchen. Sie sind verschwunden, wenn man sie bittet, und ihre Treue – längst verwittert. ... |
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