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| 194 | Hommage an Dieter Rußler | 19.02.26 | ||
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Vorschautext: Danke, Dieter — Stimme vor dem Tor, dein Ruf ging weit und klang im Chor. Wo Druck entstand und Gefahr sich ballte, warst du der Ruhepol, der Ordnung entfaltete. Mit sicherem Blick hast du die Kette geführt, laut nach vorn und zurück kommandiert. Wenn Flanken scharf durch den Strafraum zogen, bist du entschlossen den Bällen entgegengeflogen. In Helmbrechts’ Kasten, auf kämpferischem Feld, war dein Name ein Echo, das jeder erzählt. ... |
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| 193 | Aufbruch aus der Stille | 16.02.26 | ||
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Vorschautext: Der Stein in deiner müden Brust war einst so schwer wie dunkle Lust. Doch weicht er nun dem Licht des Tages, das still erscheint am Rand des Hanges. Die Hülle, kalt und einsam, schwer, zerbricht und gibt die Wege frei. Sie hält dich nun nicht mehr, die Zeit der Starre ist vorbei. Die Schatten, die dich einst umgaben, erblassen vor der neuen Macht. ... |
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| 192 | Die versperrte Tür (1968) | 14.02.26 | ||
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Vorschautext: Ein Sommer in Unruhe, die Welt stand in Brand, der Prager Frühling erschütterte fern jedes Land. Er war neunzehn Jahre, ein Talent ohne Maß, doch in der grauen Kaserne herrschte Befehl – ohne Rast. Ein Ausgang verboten, die Vorschriften waren klar, doch Funktionäre drängten: „Das Spiel ist heut’ da.“ Er ging und er spielte, vom Jubel umweht, kehrte nachts in die Stille, von niemandem erspäht. Am Morgen die Zeitung, gedruckt schwarz auf weiß, sein Name in Reihen — der Anfang vom Preis. ... |
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| 191 | Die Architekten des Glücks | 13.02.26 | ||
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Vorschautext: Sie saßen am Tisch mit Plan und Strategie, doch an den Spieler dachten sie nie. Er war ihr Motor, der Sieg in der Hand, das Ticket für sie in ein höheres Land. Den Aufstieg vor Augen, den Ruhm im Visier, planten sie kühn und großspurig beim Bier. Dass er ein Angebot aus der Ferne besaß, war ihren Entwürfen ein bitterer Fraß. So webten sie Netze aus Druck und aus Pflicht und gaben dem Jungen kein eigenes Gesicht. ... |
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| 190 | Kreise der Macht | 12.02.26 | ||
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Vorschautext: Man sagt, dass Gold stets hell erglänzt und wahres Glück sich nie begrenzt. Doch hinter all den stolzen Fassaden lag früher wie heute derselbe Schaden. Die Systeme wandeln sich, Namen fliehen, doch Macht wird weiter Kreise ziehen. Der Gierige greift nach dem, was er braucht, während die Ehrlichkeit langsam verraucht. Es gab schon immer jene Hand, die Grenzen zog durchs weite Land. ... |
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| 189 | Die Konstante der Macht | 12.02.26 | ||
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Vorschautext: Ob auf dem Dorf im tiefen Tal oder im Saal aus Glas und Stahl, die Gier trägt viele Masken hier und bleibt doch stets dasselbe Tier. Man spricht von Werten, laut und weit, doch wenn es brennt, herrscht Einsamkeit. Dann zählen Namen, zählt das Geld und nicht das Wort, das man noch hält. Im Glanz der Städte, auf dem Land sind gleiche Spuren eingebrannt. ... |
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| 188 | Der vorgezeichnete Pfad | 11.02.26 | ||
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Vorschautext: Zwischen Hobelbank und Grenzverlauf hielt dich dein Lebensfaden auf. Die Werkstatt roch nach Holz und Leim, als sollte sie dein Schicksal sein. Die Schule lag im fahlen Grau und jeder wusste es genau: Du brauchst kein Wissen, keinen Traum, nur füge dich dem engen Raum. Wer dennoch nach dem Warum gefragt, ward bald schon leise abgesagt. ... |
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| 187 | Goldene Schatten | 09.02.26 | ||
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Vorschautext: Geld rinnt wie Wasser durch die Hand, glänzt einen Augenblick – wird Sand. Es lockt mit Träumen, schrill und grell, doch bleibt im Kern nur flüchtig, schnell. Man jagt ihm nach, verliert die Spur, vertauscht die Freiheit gegen die Uhr. Das Konto wächst, das Herz wird klein – wie kann Besitz nur Befreiung sein? Die Welt erklingt im Münzenklang, ein kurzer, greller Siegesgesang. ... |
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| 186 | Warten auf den Morgenwind | 09.02.26 | ||
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Vorschautext: Am ersten Hauch des Tages stand ich am stillen Meer. Die Nacht verließ ihr dunkles Lager, und ihre Last war nicht mehr schwer. Ich warte auf den neuen Himmel, auf Wege, die noch unbenannt, auf Wellenlicht, das neu nun schimmert und Sonne, die mich wiederfand. Spürst du, wie sich die Welt erhebt, wenn leise Frühling in uns brennt, ... |
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| 185 | Hände im Zwielicht | 09.02.26 | ||
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Vorschautext: Ich träumte Nächte voller Klang, von Stimmen, laut und lebenslang. Doch draußen hör ich Schritte gehen, die Straßen beben, Städte stehen. Die Nachrichten verkünden: „Alles gut“, doch irgendwo noch brennt die Glut. Zu viele Menschen, leer und kalt, die Seele sucht nach festem Halt. Dies ist das Land aus Licht und Schatten, wo wir uns selbst zu tragen hatten. ... |
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| 184 | Schatten im Glanz | 07.02.26 | ||
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Vorschautext: Der Asphalt atmet die kalte Nacht, während die Stadt im Lichte erwacht. Ein Schatten kauert stumm im Wind, wo alle Hoffnungen verloschen sind. Sie bittet leise nur um ein Wort, doch jeder scheucht sie wieder fort. Man hastet weiter, den Blick verbrannt, als hätte man sie nie gekannt. Das Fenster glänzt im warmen Schein, man lädt sich Wärme und Freunde ein. ... |
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| 183 | Sternenfänger | 05.02.26 | ||
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Vorschautext: Manchmal fühlst du dich wieder wie ein Kind, das durch die Nächte jagt im leisen Wind. Die Jahre werfen Schatten auf dein Gehen, auf dem weichen Boden bleibt ein leises Auferstehen. Ein Herz, das seine Kindheit nie verliert, mit Flügeln aus Papier, vom Abendlicht berührt. Du greifst nach Sternen, suchst dein kleines Glück, doch oft führt jede Straße dich zurück. Erfahrungen fließen wie Wasser bei Nacht, ein Strom, der nur im Mondeslicht erwacht. ... |
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| 182 | Im Vorraum des Glanzes | 02.02.26 | ||
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Vorschautext: Wir rauchten einst den Nebel der Flucht, verloren im Schweigen der inneren Sucht. Heut trinken wir bitter, was gestern begann, vergessen als Trost, so gut man es nur kann. Wir drehen uns weiter im Karussell der Mode, getriebene Träumer im flackernden Code. Was glänzt, wird begehrt, was still ist, verliert, ein Spiel, das sich selbst immer neu inszeniert. Die Schickeria thront auf vergoldeten Höhen, wo Scheine regieren und Gedanken vergehen. ... |
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| 181 | Wenn die Erde wieder atmet | 01.02.26 | ||
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Vorschautext: Vielleicht beginnt die neue Welt nicht dort, wo Macht die Regeln hält, nicht dort, wo Reichtum Mauern zieht, und jeder nur den Vorteil sieht. Vielleicht erwacht sie leis im Herzen, wo jeder spürt, was wirklich zählt – ein Leben ohne Siegesschmerzen, ein Morgen, das die Erde wählt. Wir warfen Nahrung fort wie Staub, verbrannten Wälder, stumm und taub. ... |
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| 180 | Der Duft der Glut | 30.01.26 | ||
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Vorschautext: Der Duft der Glut, er flammte auf in mir, ein Kreis aus Feuer zog mich hin zu dir. Von heißem Wunsch emporgerissen, verlor ich Halt in deinen Küssen. Ich sank hinab und immer weiter, die Funken stoben, wild und heißer und jede Flamme schlug empor, als trüge sie mein Wort hervor. Es brannte hell, es brannte wild, ein Feuer, das die Nacht erfüllt. ... |
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| 179 | Das erste Licht | 30.01.26 | ||
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Vorschautext: Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit, der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit. Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an, weil im hellen Schein das Werden neu begann. Das Gold der Sonne bricht sich sacht im kalten Glas, ein Funkeln fängt sich fern im nassgeschmiegten Gras. Gesegnet sei die Kraft, die jeden Keim erhebt und leise durch die Zeit ihr stilles Muster webt. Das Licht gehört nun mir, ich atme tief und frei, als ob die schwere Nacht schon längst vergangen sei. ... |
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| 178 | Der stumme Zeuge | 29.01.26 | ||
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Vorschautext: Es brennt ein tiefes, stilles Leid, wenn fremde Schuld das Herz entzweit. Zu sehen, wie ihr Licht zerbricht – doch helfen kann ich ihr nicht. Wenn Weinen durch die Stille bricht, ist es ihr Schmerz, der zu mir spricht. Das Schweigen glänzt wie pures Gold, doch bleibt mein Blick der Wahrheit hold. Ja, Schweigen ist ein teures Gut, in mir jedoch die Klarheit ruht. ... |
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| 177 | Amsterdam – Sommer der offenen Wege | 29.01.26 | ||
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Vorschautext: Wenn du nach Amsterdam kommst, lass die Zeit am Ufer stehn, denn im Gras des Vondelparks darf sie einfach schlafen gehn. Barfuß liegt dort das Versprechen still im tiefen, warmen Moos, alte Zwänge, fremde Regeln lässt man hier für immer los. Räder rollen ohne Eile, jeder Weg ist selbst das Ziel, offne Fenster, offne Köpfe, jeder Traum zählt hier so viel. Worte fliegen leicht wie Rauch, die Vision bleibt fest bestehn, weil wir in der Hoffnung Kraft für eine neue Welt nun sehn. Doch im Paradiso wartet schon das Licht, das brennt und bricht, wo die alte Kirchenmauer jetzt von neuen Wundern spricht. ... |
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| 176 | Bahnhofsviertel | 27.01.26 | ||
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Vorschautext: Siehst du den Mann vor der Spielothek steh’n, mit zitternden Händen, kaum fähig zu geh’n? Ein Becher voll Kaffee, der wärmt nur die Haut, sein Mantel ist müde, der Kälte vertraut. Die Schuhe erzählen von Jahren im Dreck, die Zeit ist verschwunden, der Tag bleibt ihm weg. Und du willst mir sagen, du seist schon am Ende, weil Arbeit dich drückt und der Alltag dich blende? Komm mit mir ein Stück von den Türmen zurück – ich zeig dir am Rand, wie zerbrechlich ist Glück. Siehst du die Frau an der Taunusallee, ... |
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| 175 | Weitergehen ohne Wiederkehr | 27.01.26 | ||
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Vorschautext: Erst gestern Morgen hörte ich von dir, dass du nun fort bist, weit weg von hier. Die Pläne, kalt und wohl erdacht, haben dich leise umgebracht. Ich ging hinaus ins frühe Licht und schrieb ein Lied aus Zuversicht – doch weiß ich nicht, wem es noch gilt, wenn nur das Fehlen die Seele füllt. Ich ging durch Feuer, ging durch Regen, auf dunklen Pfaden, unter Segen, sah Sonnentage, warm und weit ... |
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