Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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http://maxvoedisch.jimdo.com/

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Anzahl Gedichte: 282
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Titel
242 Gaststätte Eiche 29.06.26
Vorschautext:
Ich habe heute frei die Wahl
und betrete den fremden Saal.
Ich kehre in die „Eiche“ ein
bei mattem, abendlichem Schein.

Ich schaue mich in Ruhe um,
beobachte das Publikum.
Hier gehen Menschen ein und aus,
doch einige fühlen sich nicht zu Haus.

Es bleibt so mancher einsam stehn,
wird kaum beachtet, übersehn.
...
241 Der falsche Abend 28.06.26
Vorschautext:
Sie trat herein mit leichtem Schritt,
ein Lächeln nahm den Raum schon mit.
Ein Blick genügte, still und klar,
als ob der Abend freundlich war.

Wir stießen an mit einem Bier,
sie blieb ganz selbstverständlich hier.
Wir lachten viel, die Zeit verging,
weil uns ein tiefes Wort umfing.

Ich dachte leis: Wer weiß, vielleicht
hat dieser Abend mehr erreicht.
...
240 Der verlorene Weg 27.06.26
Vorschautext:
Ein wilder Sturm aus Angst und Zorn,
verloren ging der eigne Born.
Die Antenne brach – der stumme Beginn,
dann schwand die Liebe, zerschnitten im Sinn.

Eifersucht flackerte, Alkohol entbrannte,
ein Zündfunke, der nur Asche kannte.
Die Hände spürten Gewalt, kein Wort,
das Herz war zerbrochen, verstummt und fort.

Handeln vor Denken – ein tödliches Spiel,
kein Gitter heilt die Wunden, zu tief ihr Exil.
...
239 Monologe im Wind 24.06.26
Vorschautext:
Ich schreibe meine Zeilen
auf Inseln tief im Netz,
wo Worte kurz verweilen
und man auf Echos setzt.

Doch manche bauen Hallen
aus Versen, starr und dicht,
sie lassen Riegel fallen
und meiden fremdes Licht.

Sie künden nur von Pflichten,
von Ordnung, Sinn und Ziel,
...
238 Rentner 22.06.26
Vorschautext:
Ja, ich bin Rentner
und meine letzten Berufsjahre waren nicht leicht!
Ja, ich bin Rentner
und letztendlich habe ich dieses Ziel erreicht!

All die Demütigungen und Altersdiskriminierungen sind vorbei,
ich bin jetzt endlich unabhängig und frei.
Für mich beginnt ein neues Leben
ohne Unterordnung, Hast und Streben.

Ich habe jetzt Zeit für sehr viele Sachen
und werde verlorengegangene Hobbys wieder machen.
...
237 Stimmen der Träume 20.06.26
Vorschautext:
Manuela:
Ich sah dein Herz im Zuckerlicht,
verlor mich oft in deinem Gesicht.
Dein Lachen war mein sanfter Tanz,
ich schenkte dir den ersten Glanz.

France Gall:
Du folgtest mir im Sternenschein,
die Melodie floss tief hinein.
Ich sang von Freude, leicht und klar,
so nah und doch so wunderbar.

...
236 Einen Traum 20.06.26
Vorschautext:
Als Kind verlor ich mich im Glanz,
bei Manuelas sanftem Tanz.
France Gall und Nancy, hell und rein,
sie führten mich im Traum hinein.

Agneta, blond, ein Sternenschein,
zog mich tief in ihr Herz hinein.
Auch Morgan Fairchild, kühn und frei,
war wie ein Licht, immer dabei.

Kim Basinger, so warm, so nah,
ein Leuchten, das die Stille brach.
...
235 In meiner Phantasie 18.06.26
Vorschautext:
In meiner Phantasie,
hab ich Lindenberg getroffen.
Ich gewann seine Sympathie
und wir beide haben gesoffen.

Welch ein Spektakel,
wenn sich Persönlichkeiten unterhalten.
Welch ein Spektakel
für alle kommerziellen Fernsehanstalten.

Wir beide haben ziemlich viel Kritiker,
aber wir bleiben immer "in",
...
234 Die Kielnacht 06.06.26
Vorschautext:
Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren,
getränkt vom Schweigen längst versunk'ner Zeit.
Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren,
ein Kranz aus Licht im Kleid der Einsamkeit.

Die Planken reden in zerbroch'nen Schriften,
sie zeichnen Wege, die kein Hafen fand.
Die Segel, grau wie unerfüllte Pflichten,
erzittern leis, wenn Wind die Namen bannt.

Im Rumpf ein Chor aus unerlösten Wegen,
aus Schritten, die im eignen Rund sich drehn.
...
233 Das Lied der Niederlage 31.05.26
Vorschautext:
Es ist eine bittere Melodie,
ich singe mein Lied vom Verlust.
Ein letztes Lächeln bleibt mir wie
ein Tribut der vergangenen Lust.

Die Hoffnung ist ein Glaspalast,
der zerbricht im grauen Schein.
Die Wahrheit wird nur selten erfasst,
selbst die Masken trauern allein.

Mir geht es gut, mein Kreuz ist leicht,
der Hunger nach dem Luxus stirbt.
...
232 Unter goldenen Stäben 30.05.26
Vorschautext:
Man sagt, dieser Käfig sei aus Gold –
glänzend, sicher, makellos.
Doch sie sehen nicht,
wie viele Vögel darin ihre Flügel brechen,
wie manche sich gegen die Gitter werfen,
bis sie verstummen.
Andere picken sich selbst wund,
trinken aus vergifteten Tränken
oder singen Lieder gegen das Netz,
das sie einst willkommen hieß.
231 Der verlorene Vogel 24.05.26
Vorschautext:
Ein Vogel aus Glas
erhebt sich in grenzenlosem Nass.
Er sucht ein Nest aus Licht und Ruh,
doch jeder Zweig zerfällt im Nu.

Ein Kompass ohne Norden
verirrt sich in verlornen Worten.
Er kreist um einen bleichen Traum
und löst sich auf im leeren Raum.

Ein Garten ohne Tor
verspricht dir Frieden –
...
230 Das Einwegglas 24.05.26
Vorschautext:
Bist du im Regal ein stiller Gast,
ein Etikett, das niemand liest,
ein Farbton, der nicht in Ordnung passt,
obwohl du leuchtest, wenn man’s sieht.

Nein – du bist ein Einwegglas,
so klar, so fein, so leicht zu brechen,
gefüllt mit Hoffnung, schwer von Maß,
geleert von Händen, die nicht sprechen.

Und achtlos wirft man dich hinaus,
wenn man den Durst an dir gestillt;
...
229 Der Rand der Welt 15.05.26
Vorschautext:
Du nennst dich Versager, ein Schiff nun im Nebel,
verloren im Sturm und gefangen im Knebel.
Ein Suchender, der nie als ein Sieger gezählt,
der einsam und zweifelnd die Nächte sich quält.
Du trägst die Schwermut wie Salz in der Wunde
und zählst nur die Asche der flüchtigen Stunde.

Dein Geist ist eine Quelle voll funkelnder Sterne,
doch sie leuchten verborgen in einsamer Ferne.
Verschüttet unter dem Geröll der Angst,
während du starr um dein Weitergehen bangst.
Du glaubst an die Träume, die Hoffnung versprechen,
...
228 Der Segler im Schatten 11.05.26
Vorschautext:
Du nennst dich einen Schiffbruch, ein verlorenes Gut,
dir fehlt für die Brandung der Trotz und der Mut.
Die Segel sind grau und vom Nebel beschwert,
du glaubst, dass kein Stern dir die Heimkehr gewährt.

Dein Geist ist ein Garten, doch voller Gestein,
du schließt dich in Mauern aus Grübelei ein.
Was andere erreichen mit Härte und Sieg,
bleibt dir nur ein leiser, ein innerer Krieg.

Die Welt misst den Wert nur am Glanz und am Ziel,
für sie ist dein Zögern ein verlorenes Spiel.
...
227 Asyl im Jetzt 06.05.26
Vorschautext:
Die Stunden liegen still wie leere Räume,
ich falle aus den Fugen meiner Träume.
Ein Wind reißt mich aus allem, was ich lerne
und trägt mich fort in namenlose Ferne.

Ich treibe durch ein Meer aus lauten Tagen,
die Stimmen branden, ohne mich zu fragen.
Die Welt wird groß, zu groß für meinen Schritt,
denn ich verlier’ mich ganz in ihrem Tritt.

Drum schenk mir einen Ort, der nicht klagt,
der meine Wunden nicht nach Gründen fragt.
...
226 Träumerisches Asyl 05.05.26
Vorschautext:
Die Uhr in mir steht still und schweigt,
hat sich der Zeit längst abgeneigt.
Ich treibe haltlos, ohne Ziel,
verloren in des Daseins Spiel.

Ein Sturm hat mich hinausgetragen,
ließ keine Antwort auf mein Fragen.
Er warf mich weit ins weite Meer,
wo Anfang endet – und nichts mehr.

Die Wellen flüstern Ewigkeit,
verschlingen Luft und auch die Zeit.
...
225 Vom Wert der Worte 04.05.26
Vorschautext:
Ein Wort – ein Stein, ins Wasser gesetzt,
kaum fällt er, zieht er flüchtige Ringe,
die Zeit verwischt, was er verletzt,
verliert sich leise im Grund der Dinge.

Doch Worte können Stege schlagen,
aus Nähe, die im Denken glüht.
Sie helfen, fremde Last zu tragen,
wenn still Vertrauen Wurzeln zieht.

Was hilft Applaus aus weiter Ferne,
der kalt an Herz und Zweifel streift?
...
224 Die Netzantwort 02.05.26
Vorschautext:
Das Echo im Netz braucht manchmal Zeit,
bis ein Herz seinen Weg zu dir findet.
Wenn ein Wort aus der Stille dich befreit
und ein Band zwischen Fremden sich bindet.

Nicht die Klicks bestimmen deinen Wert,
nicht das Tempo in flüchtigen Stunden,
sondern wer die Seele des anderen ehrt,
hat die wahre Gemeinschaft gefunden.
223 Digitales Erbe 01.05.26
Vorschautext:
Was bleibt von den Zeilen im weiten Geflecht,
wenn die Hand, die sie schrieb, nicht mehr lenkt?
War’s nur ein flüchtiger Blick, der vergeht, ungerecht
oder das Wort, das ein Herz noch beschenkt?

Die Schränke geleert und die Räume geklärt,
das Greifbare fügt sich ins Leben hinein.
Was ist das Schweigen der Server noch wert
im endlosen, zeitlosen Widerschein?

Es wandern die Geister durch Daten und Licht,
ein Echo der Ferne in wandelnder Gestalt.
...