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| 242 | Gaststätte Eiche | 29.06.26 | ||
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Vorschautext: Ich habe heute frei die Wahl und betrete den fremden Saal. Ich kehre in die „Eiche“ ein bei mattem, abendlichem Schein. Ich schaue mich in Ruhe um, beobachte das Publikum. Hier gehen Menschen ein und aus, doch einige fühlen sich nicht zu Haus. Es bleibt so mancher einsam stehn, wird kaum beachtet, übersehn. ... |
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| 241 | Der falsche Abend | 28.06.26 | ||
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Vorschautext: Sie trat herein mit leichtem Schritt, ein Lächeln nahm den Raum schon mit. Ein Blick genügte, still und klar, als ob der Abend freundlich war. Wir stießen an mit einem Bier, sie blieb ganz selbstverständlich hier. Wir lachten viel, die Zeit verging, weil uns ein tiefes Wort umfing. Ich dachte leis: Wer weiß, vielleicht hat dieser Abend mehr erreicht. ... |
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| 240 | Der verlorene Weg | 27.06.26 | ||
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Vorschautext: Ein wilder Sturm aus Angst und Zorn, verloren ging der eigne Born. Die Antenne brach – der stumme Beginn, dann schwand die Liebe, zerschnitten im Sinn. Eifersucht flackerte, Alkohol entbrannte, ein Zündfunke, der nur Asche kannte. Die Hände spürten Gewalt, kein Wort, das Herz war zerbrochen, verstummt und fort. Handeln vor Denken – ein tödliches Spiel, kein Gitter heilt die Wunden, zu tief ihr Exil. ... |
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| 239 | Monologe im Wind | 24.06.26 | ||
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Vorschautext: Ich schreibe meine Zeilen auf Inseln tief im Netz, wo Worte kurz verweilen und man auf Echos setzt. Doch manche bauen Hallen aus Versen, starr und dicht, sie lassen Riegel fallen und meiden fremdes Licht. Sie künden nur von Pflichten, von Ordnung, Sinn und Ziel, ... |
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| 238 | Rentner | 22.06.26 | ||
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Vorschautext: Ja, ich bin Rentner und meine letzten Berufsjahre waren nicht leicht! Ja, ich bin Rentner und letztendlich habe ich dieses Ziel erreicht! All die Demütigungen und Altersdiskriminierungen sind vorbei, ich bin jetzt endlich unabhängig und frei. Für mich beginnt ein neues Leben ohne Unterordnung, Hast und Streben. Ich habe jetzt Zeit für sehr viele Sachen und werde verlorengegangene Hobbys wieder machen. ... |
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| 237 | Stimmen der Träume | 20.06.26 | ||
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Vorschautext: Manuela: Ich sah dein Herz im Zuckerlicht, verlor mich oft in deinem Gesicht. Dein Lachen war mein sanfter Tanz, ich schenkte dir den ersten Glanz. France Gall: Du folgtest mir im Sternenschein, die Melodie floss tief hinein. Ich sang von Freude, leicht und klar, so nah und doch so wunderbar. ... |
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| 236 | Einen Traum | 20.06.26 | ||
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Vorschautext: Als Kind verlor ich mich im Glanz, bei Manuelas sanftem Tanz. France Gall und Nancy, hell und rein, sie führten mich im Traum hinein. Agneta, blond, ein Sternenschein, zog mich tief in ihr Herz hinein. Auch Morgan Fairchild, kühn und frei, war wie ein Licht, immer dabei. Kim Basinger, so warm, so nah, ein Leuchten, das die Stille brach. ... |
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| 235 | In meiner Phantasie | 18.06.26 | ||
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Vorschautext: In meiner Phantasie, hab ich Lindenberg getroffen. Ich gewann seine Sympathie und wir beide haben gesoffen. Welch ein Spektakel, wenn sich Persönlichkeiten unterhalten. Welch ein Spektakel für alle kommerziellen Fernsehanstalten. Wir beide haben ziemlich viel Kritiker, aber wir bleiben immer "in", ... |
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| 234 | Die Kielnacht | 06.06.26 | ||
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Vorschautext: Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren, getränkt vom Schweigen längst versunk'ner Zeit. Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren, ein Kranz aus Licht im Kleid der Einsamkeit. Die Planken reden in zerbroch'nen Schriften, sie zeichnen Wege, die kein Hafen fand. Die Segel, grau wie unerfüllte Pflichten, erzittern leis, wenn Wind die Namen bannt. Im Rumpf ein Chor aus unerlösten Wegen, aus Schritten, die im eignen Rund sich drehn. ... |
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| 233 | Das Lied der Niederlage | 31.05.26 | ||
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Vorschautext: Es ist eine bittere Melodie, ich singe mein Lied vom Verlust. Ein letztes Lächeln bleibt mir wie ein Tribut der vergangenen Lust. Die Hoffnung ist ein Glaspalast, der zerbricht im grauen Schein. Die Wahrheit wird nur selten erfasst, selbst die Masken trauern allein. Mir geht es gut, mein Kreuz ist leicht, der Hunger nach dem Luxus stirbt. ... |
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| 232 | Unter goldenen Stäben | 30.05.26 | ||
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Vorschautext: Man sagt, dieser Käfig sei aus Gold – glänzend, sicher, makellos. Doch sie sehen nicht, wie viele Vögel darin ihre Flügel brechen, wie manche sich gegen die Gitter werfen, bis sie verstummen. Andere picken sich selbst wund, trinken aus vergifteten Tränken oder singen Lieder gegen das Netz, das sie einst willkommen hieß. |
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| 231 | Der verlorene Vogel | 24.05.26 | ||
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Vorschautext: Ein Vogel aus Glas erhebt sich in grenzenlosem Nass. Er sucht ein Nest aus Licht und Ruh, doch jeder Zweig zerfällt im Nu. Ein Kompass ohne Norden verirrt sich in verlornen Worten. Er kreist um einen bleichen Traum und löst sich auf im leeren Raum. Ein Garten ohne Tor verspricht dir Frieden – ... |
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| 230 | Das Einwegglas | 24.05.26 | ||
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Vorschautext: Bist du im Regal ein stiller Gast, ein Etikett, das niemand liest, ein Farbton, der nicht in Ordnung passt, obwohl du leuchtest, wenn man’s sieht. Nein – du bist ein Einwegglas, so klar, so fein, so leicht zu brechen, gefüllt mit Hoffnung, schwer von Maß, geleert von Händen, die nicht sprechen. Und achtlos wirft man dich hinaus, wenn man den Durst an dir gestillt; ... |
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| 229 | Der Rand der Welt | 15.05.26 | ||
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Vorschautext: Du nennst dich Versager, ein Schiff nun im Nebel, verloren im Sturm und gefangen im Knebel. Ein Suchender, der nie als ein Sieger gezählt, der einsam und zweifelnd die Nächte sich quält. Du trägst die Schwermut wie Salz in der Wunde und zählst nur die Asche der flüchtigen Stunde. Dein Geist ist eine Quelle voll funkelnder Sterne, doch sie leuchten verborgen in einsamer Ferne. Verschüttet unter dem Geröll der Angst, während du starr um dein Weitergehen bangst. Du glaubst an die Träume, die Hoffnung versprechen, ... |
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| 228 | Der Segler im Schatten | 11.05.26 | ||
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Vorschautext: Du nennst dich einen Schiffbruch, ein verlorenes Gut, dir fehlt für die Brandung der Trotz und der Mut. Die Segel sind grau und vom Nebel beschwert, du glaubst, dass kein Stern dir die Heimkehr gewährt. Dein Geist ist ein Garten, doch voller Gestein, du schließt dich in Mauern aus Grübelei ein. Was andere erreichen mit Härte und Sieg, bleibt dir nur ein leiser, ein innerer Krieg. Die Welt misst den Wert nur am Glanz und am Ziel, für sie ist dein Zögern ein verlorenes Spiel. ... |
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| 227 | Asyl im Jetzt | 06.05.26 | ||
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Vorschautext: Die Stunden liegen still wie leere Räume, ich falle aus den Fugen meiner Träume. Ein Wind reißt mich aus allem, was ich lerne und trägt mich fort in namenlose Ferne. Ich treibe durch ein Meer aus lauten Tagen, die Stimmen branden, ohne mich zu fragen. Die Welt wird groß, zu groß für meinen Schritt, denn ich verlier’ mich ganz in ihrem Tritt. Drum schenk mir einen Ort, der nicht klagt, der meine Wunden nicht nach Gründen fragt. ... |
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| 226 | Träumerisches Asyl | 05.05.26 | ||
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Vorschautext: Die Uhr in mir steht still und schweigt, hat sich der Zeit längst abgeneigt. Ich treibe haltlos, ohne Ziel, verloren in des Daseins Spiel. Ein Sturm hat mich hinausgetragen, ließ keine Antwort auf mein Fragen. Er warf mich weit ins weite Meer, wo Anfang endet – und nichts mehr. Die Wellen flüstern Ewigkeit, verschlingen Luft und auch die Zeit. ... |
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| 225 | Vom Wert der Worte | 04.05.26 | ||
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Vorschautext: Ein Wort – ein Stein, ins Wasser gesetzt, kaum fällt er, zieht er flüchtige Ringe, die Zeit verwischt, was er verletzt, verliert sich leise im Grund der Dinge. Doch Worte können Stege schlagen, aus Nähe, die im Denken glüht. Sie helfen, fremde Last zu tragen, wenn still Vertrauen Wurzeln zieht. Was hilft Applaus aus weiter Ferne, der kalt an Herz und Zweifel streift? ... |
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| 224 | Die Netzantwort | 02.05.26 | ||
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Vorschautext: Das Echo im Netz braucht manchmal Zeit, bis ein Herz seinen Weg zu dir findet. Wenn ein Wort aus der Stille dich befreit und ein Band zwischen Fremden sich bindet. Nicht die Klicks bestimmen deinen Wert, nicht das Tempo in flüchtigen Stunden, sondern wer die Seele des anderen ehrt, hat die wahre Gemeinschaft gefunden. |
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| 223 | Digitales Erbe | 01.05.26 | ||
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Vorschautext: Was bleibt von den Zeilen im weiten Geflecht, wenn die Hand, die sie schrieb, nicht mehr lenkt? War’s nur ein flüchtiger Blick, der vergeht, ungerecht oder das Wort, das ein Herz noch beschenkt? Die Schränke geleert und die Räume geklärt, das Greifbare fügt sich ins Leben hinein. Was ist das Schweigen der Server noch wert im endlosen, zeitlosen Widerschein? Es wandern die Geister durch Daten und Licht, ein Echo der Ferne in wandelnder Gestalt. ... |
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