Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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E-Mail-Adresse:
maxvoedisch@aol.de

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http://maxvoedisch.jimdo.com/

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Anzahl Gedichte: 207
Anzahl Kommentare: 69
Gedichte gelesen: 25.240 mal
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Titel
147 Xenokratie
Vorschautext:
Ihr nennt es frei, ihr nennt es Staat –
doch wer bestimmt, was Gültigkeit hat?
Wer lenkt die Worte, die wir lesen,
wer formt das Bild von Welt und Wesen?

Es sind nicht Ketten, nicht das Schwert,
das unser freies Denken still verwehrt.
Es sind Institutionen, die uns formen,
Medien, die Gedanken normen.

Es sind Verbände, Wirtschaftsmächte,
die uns beschneiden in den Rechten.
...
146 Die einzige Gerechtigkeit
Vorschautext:
Du liegst im Wald,
spürst, wie die Jahre dich streifen.
Ein Traum erhebt sich leise –
du möchtest verweilen,
möchtest nicht weiterreisen.

Doch auch du wirst einmal verschwinden.
Denn die einzige Gerechtigkeit,
die kann keiner überwinden,
ist das stille Von-uns-Gehen.
145 No Future - die Lüge
Vorschautext:
„No Future“ – einst ein Punkparolen-Schrei,
doch heute wirkt er leer und einerlei.
Ein Slogan, laut, doch längst verflogen –
der ist – wie vieles – verlogen.

Auch wenn das Leben dich hart trifft
und jede Hoffnung ist nur Pflicht,
auch wenn du dich verloren fühlst
und Schmerz dein Innerstes durchwühlt –

es muss doch eine Zukunft geben,
es gibt noch Sinn in diesem Leben.
...
144 Verlorene Nähe
Vorschautext:
Wenn ich Dich anseh,
so muss ich wirklich weinen.
Mein Herz tut weh,
für Dich aber wird die Sonne scheinen.

Du stehst gesellschaftlich oben,
ich dafür total unten.
Dich wird man überall loben,
doch ich habe mich mehr geschunden.

Erinnerst Du Dich noch an die Zeit,
als wir gemeinsam in der Schule waren.
...
143 Das Leben läuft weiter
Vorschautext:
Ich kam zur Firma mit Hoffnungen groß,
voller Mut – doch der Weg, er verlief recht famos.
Bald stürzte ich mitten ins Spiel hinein,
die Methoden dort – sie waren gemein.

Ich denk noch oft an manches Gespräch,
an Versprechen, an Lächeln – doch vieles war schräg.
Man merkt sehr schnell, was wirklich zählt:
Loyalität wird selten gewählt.

Das Leben läuft weiter, ich bin jetzt gescheiter,
doch Ehrlichkeit bringt dich im Job nicht weiter.
...
142 Trampen
Vorschautext:
Mein Auto streikt, der Motor ist tot,
ich steh am Straßenrand, in großer Not.
Ich wollt nur fort, ein kleines Stück,
doch bleib ich hier – mir fehlt das Glück.

Seit Stunden halt ich mich bereit,
doch keiner schenkt mir Aufmerksamkeit.
Die Wagen rauschen einfach fort,
für mich gibt’s keinen Zufluchtsort.

Der Regen nässt mich bis ins Mark,
doch kein Blick trifft mich, kühl und stark.
...
141 Fans
Vorschautext:
Ich habe nichts gegen Leidenschaft –
sie fließt wie Feuer, pulst mit Kraft.
Doch Fan zu sein heißt nicht: Gewalt,
kein Sturm, der blind das Spiel durchschallt.

Man muss den Glanz im Gegner sehen,
die Würde seines Spiels verstehen –
ein Licht, verborgen, doch bereit,
im Schatten dunkler Rivalität
.
Wer Hass schon vor dem Anpfiff sät,
im Rausch der Wut zum Sturm gerät,
...
140 Marktwirtschaft
Vorschautext:
Man nennt sie frei, man nennt sie stark,
ein goldener Tempel, hell und markant.
Doch hinter Glanz und surrendem Rad
verliert so mancher seinen Pfad.

Die einen löschen still ihr Licht,
verglühen leise, wie Sterne im Nichts.
Die andern nehmen Gift und Rauch,
bis jeder Traum im Nebel zerbrach.

Und wieder andre schlagen
Wunden in das Herz des Systems –
...
139 Musik
Vorschautext:
Verträumt auf staubigen Straßen,
wie einst bei Easy Rider-Phasen.
Da lag die Freiheit noch im Klang,
die Liebe trug uns lebenslang.

Doch bald erhob sich kalt der Profit,
die Leute sahen es – und machten mit.
Was einst als Botschaft war gedacht,
hat Kommerz laut zum Kauf gemacht.

Musik – sie wollte Frieden tragen,
von Recht, von Zärtlichkeit auch sagen.
...
138 Hinter dem Vorhang
Vorschautext:
Sie nennen dich Schatten, doch sie jagen dein Licht,
sie kommen bei Nacht und sie scheuen dein Gesicht.
Sie kaufen sich Wärme, sie kaufen sich Haut,
doch schämen sich später, als wär’s nicht erlaubt.

Du gibst, was sie suchen, im Flüstern, im Schweigen,
doch wirst wie ein Gut durch die Straßen getrieben.
Wie Fleisch ohne Namen, wie Ware, wie Staub –
ein Leben, das niemand im Tageslicht braucht.

Keiner fragt nach dem Morgen, nach dem Warum,
kein Blick in dein Herz, das ist schon lange stumm.
...
137 Das falsche Spiel
Vorschautext:
Ich spüre deutlich, was hier läuft:
das Spiel ist falsch, es ist erkauft.
Drum steige ich nun frustriert aus,
mein Weg führt heim, ich geh nach Haus.

Bei euch läuft’s nicht mit rechten Dingen,
ihr könnt nur durch Betrug gewinnen.
Beweisen kann ich’s nicht genau,
doch eure List ist nicht sehr schlau.

Ich bin kein schlechter Spielverlierer,
doch eure Mittel sind mir zu nieder.
...
136 Ich bin der Typ, der dich liebt
Vorschautext:
Ich kann es nicht begreifen,
warum musst du weiter schweifen?
Bleib doch hier – ganz nah bei mir,
denn mein Herz gehört zu dir.

Ich bin der Typ, der dich begehrt,
der deine Nähe nie verwehrt.
Ich liebe dich – so tief, so klar,
verzeih dir alles, Jahr für Jahr.

Drum Mädchen, bleib – verlass mich nicht,
du bist mein Stern, mein Licht, mein Gedicht.
...
135 Ausstieg
Vorschautext:
Manchmal will ich alles lassen,
will ausbrechen aus den stillen Gassen.
Doch dann fehlt mir wieder der Mut –
vielleicht ist das sogar gut.

Ich denk zurück an jenen Mann in Berlin,
der mich um ein paar Münzen bat – ganz kühn.
An den Junkie in Wien, der mir sein Leben zeigte,
und dabei leise in sich selbst verzweifelte.

An die Frau in Hamburg, die sich verkaufte,
an den Freak in Duisburg, der täglich Shit rauchte.
...
134 Ich bin keine Leiche
Vorschautext:
Ich trat in eine fremde Bar,
der Rauch lag schwer, das Licht war klar.
Ein Lächeln traf mich wie ein Schein,
ihr Blick – so still, so ganz allein.

Ein Drink, ein Wort, ein kurzes Spiel,
ihr Wesen warm, nicht viel zu viel.
Sie nahm mich auf, ganz ohne List,
als wär ich mehr – als was man vergisst.

Doch aus dem Dunkel trat ein Mann,
sein Blick war kalt, sein Schritt begann.
...
133 Heruntergekommen
Vorschautext:
Zerlumpt, verloren, ohne Licht,
die Hoffnung weicht dem Angesicht.
Die Scham vor Freunden – einst vertraut,
hat dir fremde Wege gebaut.

Dein Blick ist traurig, unsicher, leer,
die Liebe bleibt dir fern und schwer.
Du lebst in Kreisen, die nicht passen,
bei denen Träume schnell verblassen.

Gammler, Diebe – rau und laut,
doch sie sind dir vertraut.
...
132 Der Kandidat
Vorschautext:
Du redest viel, doch leer ist dein Wort,
ich wähl dich nicht – zieh weiter fort.
Du suchst nur List, du willst nur Macht,
dein Lächeln trügt, dein Glanz ist Nacht.

Als König trittst du auf die Bühne,
mit stolzem Blick und leerer Miene.
Hinter deiner Glanzparade liegt Gier,
die Täuschung deiner Worte spür ich hier.

In Bars und Kneipen spielst du den Galan,
als wärst du mehr als jedermann.
...
131 Versagende Politiker
Vorschautext:
Man fragt sich bang, wohin wir treiben,
wofür die Mächtigen Entscheidungen schreiben.
Sie reden von Märkten, von Zahlen, von Macht,
doch wer an das Volk denkt, wird selten bedacht.

Sehen sie nicht, wie Armut wächst,
wie Hoffnung schwindet, wie Würde vergeht?
Sie zählen Profite, sie messen den Staat,
doch Menschlichkeit bleibt im Getriebe der Tat.

Und wir? Wir konsumieren, wie man uns lehrt,
blind und betäubt, als wär nichts verkehrt.
...
130 Freunde in grüner Uniform
Vorschautext:
Ich weiß nicht, warum es geschieht,
wenn mir ein Polizist gegenübersteht.
Mein Herz wird eng, mein Blick ganz still,
als ob ich plötzlich schweigen will.

Man sagt: Sie schützen, sind bereit,
solang man ruhig bleibt, nicht schreit.
Doch meine Angst bleibt tief in mir,
und manchmal frag ich: Warum, wofür?

Mein Führerschein ist mir zu wertvoll,
drum fahr ich nüchtern, fahr ich kontrollvoll.
...
129 Fasching - Maskenspiel
Vorschautext:
Fasching – Gesichter voller Schein,
Gerd donnert als Rocker durch die Menge,
Wolfgang trägt stolz sein Baskenkleid,
Ludwig verteidigt den Club mit Strenge.

Reinhard erscheint als Punk im Traum,
Werner im Anzug, korrekt und kühn,
Peter lenkt schweres Metall wie Schaum –
Rollen, die flüchtig nur erblühn.

Sie spielen Cowboy, Scheich und Star,
Geist, Professor, Hippie, Doktor –
...
128 Schattenregierte Welt
Vorschautext:
Ich leb in einer Welt,
in der der Schatten regiert,
wo Wahrheit schwindet
und das Gesicht verliert.

Du tust so cool, so schlau, so frei,
doch Deine Worte stinken hohl dabei.
Du spielst den Freund, der ich nicht bin,
dein Ziel ist nur materieller Gewinn.

Du bietest Glanz, verpackst nur Dreck,
zu einem Preise, der mich erschreckt.
...