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| 176 | Freunde in grüner Uniform | |||
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Vorschautext: Ich weiß nicht, warum es geschieht, wenn mir ein Polizist gegenübersteht. Mein Herz wird eng, mein Blick ganz still, als ob ich plötzlich schweigen will. Man sagt: Sie schützen, sind bereit, solang man ruhig bleibt, nicht schreit. Doch meine Angst bleibt tief in mir, und manchmal frag ich: Warum, wofür? Mein Führerschein ist mir zu wertvoll, drum fahr ich nüchtern, fahr ich kontrollvoll. ... |
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| 175 | Fasching - Maskenspiel | |||
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Vorschautext: Fasching – Gesichter voller Schein, Gerd donnert als Rocker durch die Menge, Wolfgang trägt stolz sein Baskenkleid, Ludwig verteidigt den Club mit Strenge. Reinhard erscheint als Punk im Traum, Werner im Anzug, korrekt und kühn, Peter lenkt schweres Metall wie Schaum – Rollen, die flüchtig nur erblühn. Sie spielen Cowboy, Scheich und Star, Geist, Professor, Hippie, Doktor – ... |
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| 174 | Schattenregierte Welt | |||
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Vorschautext: Ich leb in einer Welt, in der der Schatten regiert, wo Wahrheit schwindet und das Gesicht verliert. Du tust so cool, so schlau, so frei, doch Deine Worte stinken hohl dabei. Du spielst den Freund, der ich nicht bin, dein Ziel ist nur materieller Gewinn. Du bietest Glanz, verpackst nur Dreck, zu einem Preise, der mich erschreckt. ... |
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| 173 | Entlassener Sträfling | |||
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Vorschautext: Bettelnd vor dem Einkaufscenter, die Menge schweigt, sie geht nur weiter. Entlassen aus dem grauen Knast, achtundzwanzig Monate – Last. Ohne Wohnung, ohne Lohn, bleibt dir am Ende der kalte Beton. Ohne Hoffnung, ohne Ziel, das Leben wird ein Überlebensspiel. Diebstahl flackert in Erinnerung, doch keine Chance zur Besserung. ... |
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| 172 | Kuckucksbändiger | |||
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Vorschautext: Ich brauch die Kohle – auf die Schnelle, doch nirgends gibt es eine Stelle. Der Knast? Nee, nicht mein Revier, da bleib ich lieber hier. Liegt die Knete in Frankfurt auf der Straß’, oder machen mich die Typen richtig nass? Ich bin in Deutschland nur ein Zwerg, ständig wächst mein Schuldenberg. Die Kuckucksbändiger stehen schon parat, wollen Cash, am besten noch heut in bar. ... |
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| 171 | Eiserner Vorhang | |||
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Vorschautext: Nicht fünfzig Kilometer nur, und schon verriegelt sich die Spur. Sachsen bleibt mir fremd und fern, ein Land, das ich so hätte gern. Nicht fünfzig Kilometer östlich mehr, und Böhmen läge mir am Herz so sehr. Doch Mauern, Draht und kalter Stein sperren die Sehnsucht draußen ein. Wie Dornen reißen Stacheldrähte, was einst verbunden, trennt nun Städte. ... |
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| 170 | Meine Angst | |||
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Vorschautext: Sie lässt mich nicht zur Ruh – ich sag es frei: Ich habe Angst. Angst, zu versagen, Angst, aus dem Leben zu fallen, Angst, den bescheidenen Job zu verlieren, Angst, einsam in der Großstadt zu erfrieren, Angst vor Kriegen, die keiner mehr stoppt, Angst vor dem Atom, das Städte zerbombt, Angst, dass mich keine Frau mehr liebt, Angst, dass mein Dasein sinnlos zerrinnt, Angst vor Gesichtern, die lächeln und lügen, vor Worten, die wärmen und dennoch betrügen. Ich lebe mit ihr – sie klebt wie Haut, ... |
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| 169 | Das Bekenntnis | |||
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Vorschautext: Zwanzig – schon verloren im Blick, die Welt schreit laut, das Herz ruft zurück. Zwischen Traum und Pflicht gefangen, viele falsche Entscheidungen begangen. Halb klug, halb leer, halb auf der Flucht, in dir brennt Glut, die Ruhe sucht. Du denkst zu viel, doch fühlst zu wenig, dein Weg wirkt nah – und bleibt unklar. Noch nie gespürt, was sie Liebe meint, drum glaubst du, dass dich keiner eint. ... |
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| 168 | Kommunist | |||
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Vorschautext: Man kann hier alles werden, vom Lehrer bis zum Kapitalist, doch wehe dem, der offen sagt: „Ich bin Kommunist.“ Die Vorurteile häufen sich, man meidet dich, man stellt dich kalt, die Meinungen über dich werden schlecht, die Chancen verlieren ihr Recht. Du trägst ein Label, schwer und groß, auf bundesdeutschen Erden bloß. ... |
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| 167 | America | |||
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Vorschautext: America, was ist dir geblieben? Nur die Erinnerung an den Frieden. Wo sind Jimi Hendrix und Janis Joplin? Wo lebt jetzt James Dean? Wo bleiben deine Helden? Sie schweben in anderen Welten. America, ich gehe weit, ich suche deine Freiheit. America, wo ist sie nur? Du läufst doch gegen deine eigene Uhr! ... |
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| 166 | Der versiegelte Brief | |||
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Vorschautext: Warum hast du mir nicht geschrieben? Wo ist das Licht deiner Liebe geblieben? Willst du den Bruch mir nicht verzeih’n, bitte, lass mich in der Stille nicht allein. Der Brief liegt da, versiegelt und schwer, dein Schweigen schmerzt wie kaltes Meer. Der Anker hält das Herz nicht mehr am Grund, komm zurück, mach meine Seele wieder gesund. |
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| 165 | Frieden - nur ein Traum | |||
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Vorschautext: Frieden — ein Wort, so leer, so schwer, ich such ihn oft, doch find ihn nicht mehr. Ich seh ihn fliegen wie Tauben im Wind, verloren, verirrbar, so scheu wie ein Kind. Frieden — ein Traum in irdischer Zeit, verspricht Erlösung, bringt doch nur Leid. Er wohnt in Liedern, in Schwüren, in Namen, doch nie in den Herzen, die längst erlahmen. Frieden — du kostest das halbe Leben, und wirst uns doch niemals Antwort geben. ... |
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| 164 | Abseits -im Schatten | |||
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Vorschautext: Abseits vom Zentrum steh ich still, frag den Wind, was er mir sagen will, warum ich hier bin — so fern, so allein, wo Schatten regieren im Sonnenschein. Abseits — ein Ort, der mich kennt, jeder Schritt verliert sich im endlosen Trend. Die Mitte ruft, doch ich gehör nicht hin, mein Herz schlägt leise, wo einst die Suche begann. Ich hoffe, es bleibt nicht so, dass ich für immer draußen steh — irgendwo. ... |
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| 163 | Es klingt, als sei es neu | |||
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Vorschautext: Es klingt, als sei es neu gesagt, doch längst ist’s Denken fest verpackt: Wer keine Arbeit hat, sei faul, wer anders lebt, dem traut man kaum. Wer Haare trägt, die länger sind, der weht wie eh der alte Wind, ein „Gammler“, heißt es, „nicht normal“ — das Urteil fällt meist ohne Wahl. Wer demonstriert, gilt schnell als Feind, vom Osten ferngesteuert, scheint’s. ... |
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| 162 | Der superschnelle Wagen | |||
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Vorschautext: An manchen Tagen, ohne Plagen, fahr’ ich mit meinem schnellen Wagen. Er glänzt im Licht, so kühl, so fein – ein Traum aus Stahl, Besitz und Schein. Ich spür die Kraft, das leise Beben, als würd’ ich über Wolken schweben. Doch bald schon fragt’s mich still der Sinn: Wohin führt all mein Streben hin? Was nützt mir Glanz, was nützt mir Macht, wenn still das Herz nach Ruhe wacht? ... |
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| 161 | Wieder ein verlorener Tag | |||
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Vorschautext: Ich sitze stumm im grellen Licht eines Ladens, der vom Trieb verspricht. Bilder flimmern billig, laut und leer, mein Inneres bleibt kalt und schwer. Die Luft ist dicht, von Rauch durchzogen, der Profitgedanke bleibt verwogen. Die Leere schreit, steril und grell – ein Ort, der bricht die Würde schnell. Kein Funken Wärme, kein Gefühl, bis plötzlich – zu nah, zu viel – ... |
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| 160 | Kampf um weiter zu leben | |||
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Vorschautext: Du sollst noch bleiben, denn du hast der Welt so viel zu zeigen. Dein Wesen trägt ein stilles Licht, auch wenn der Zweifel zu dir spricht. Du bist nicht wie die andern hier, ich seh dein Herz – es spricht zu mir. Erkenne, was in dir noch glüht, auch wenn der Schatten dich umzieht. Glaub an die Träume, die dich tragen, lass deine Seele wieder wagen. ... |
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| 159 | Callgirl | |||
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Vorschautext: Was soll ich tun? Mir ist nicht zum Lachen, mein Herz will sich nicht beruhigen lassen. Ich hab mich in ein Callgirl verliebt – ein Traum, der mir den Schlaf entzieht. Ich kann nicht fassen, dass es sie gibt, dass mein Gefühl ins Leere zieht. Warum trifft mich das Unmögliche stets, als wär mein Herz ein Spielgerät? Soll ich den Verstand verlieren, sie aus dem Schatten zu mir führen? ... |
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| 158 | Wechselhaftes Leben | |||
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Vorschautext: Jahr für Jahr verrinnt die Zeit, das einstige Ziel wirkt nun so weit. Gesichter ändern, Träume flieh’n, das Ich beginnt sich neu zu zieh’n. Was jung gehofft, blieb unerreicht, mancher Wunsch hat sich davon geschleicht. Der Tag trägt immer neues Licht, doch nie das gleiche Angesicht. Das Leben bleibt ein Wechselspiel, nicht immer hat man Kraft und Gefühl. ... |
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| 157 | Zwischen den Schichten | |||
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Vorschautext: In jungen Jahren bleibt oft unklar, wohin der Weg führt, was wird, was war. Die einen streben hoch hinaus, die andern brennen früh schon aus. Manche reden hart und laut, doch auf Erfolg sind sie gebaut. Andere geben still sich hin – so läuft das Spiel, so ist Gewinn. Ich stand stets zwischen allen Schichten, fremd geblieben mit Pflichten. ... |
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