Profil von Max Vödisch

Typ: Autor
Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

Kontakt Daten


E-Mail-Adresse:
maxvoedisch@aol.de

Homepage:
http://maxvoedisch.jimdo.com/

Statistiken


Anzahl Gedichte: 256
Anzahl Kommentare: 89
Gedichte gelesen: 35.482 mal
Sortieren nach:
Titel
176 Freunde in grüner Uniform
Vorschautext:
Ich weiß nicht, warum es geschieht,
wenn mir ein Polizist gegenübersteht.
Mein Herz wird eng, mein Blick ganz still,
als ob ich plötzlich schweigen will.

Man sagt: Sie schützen, sind bereit,
solang man ruhig bleibt, nicht schreit.
Doch meine Angst bleibt tief in mir,
und manchmal frag ich: Warum, wofür?

Mein Führerschein ist mir zu wertvoll,
drum fahr ich nüchtern, fahr ich kontrollvoll.
...
175 Fasching - Maskenspiel
Vorschautext:
Fasching – Gesichter voller Schein,
Gerd donnert als Rocker durch die Menge,
Wolfgang trägt stolz sein Baskenkleid,
Ludwig verteidigt den Club mit Strenge.

Reinhard erscheint als Punk im Traum,
Werner im Anzug, korrekt und kühn,
Peter lenkt schweres Metall wie Schaum –
Rollen, die flüchtig nur erblühn.

Sie spielen Cowboy, Scheich und Star,
Geist, Professor, Hippie, Doktor –
...
174 Schattenregierte Welt
Vorschautext:
Ich leb in einer Welt,
in der der Schatten regiert,
wo Wahrheit schwindet
und das Gesicht verliert.

Du tust so cool, so schlau, so frei,
doch Deine Worte stinken hohl dabei.
Du spielst den Freund, der ich nicht bin,
dein Ziel ist nur materieller Gewinn.

Du bietest Glanz, verpackst nur Dreck,
zu einem Preise, der mich erschreckt.
...
173 Entlassener Sträfling
Vorschautext:
Bettelnd vor dem Einkaufscenter,
die Menge schweigt, sie geht nur weiter.
Entlassen aus dem grauen Knast,
achtundzwanzig Monate – Last.

Ohne Wohnung, ohne Lohn,
bleibt dir am Ende der kalte Beton.
Ohne Hoffnung, ohne Ziel,
das Leben wird ein Überlebensspiel.

Diebstahl flackert in Erinnerung,
doch keine Chance zur Besserung.
...
172 Kuckucksbändiger
Vorschautext:
Ich brauch die Kohle – auf die Schnelle,
doch nirgends gibt es eine Stelle.
Der Knast? Nee, nicht mein Revier,
da bleib ich lieber hier.

Liegt die Knete in Frankfurt auf der Straß’,
oder machen mich die Typen richtig nass?
Ich bin in Deutschland nur ein Zwerg,
ständig wächst mein Schuldenberg.

Die Kuckucksbändiger stehen schon parat,
wollen Cash, am besten noch heut in bar.
...
171 Eiserner Vorhang
Vorschautext:
Nicht fünfzig Kilometer nur,
und schon verriegelt sich die Spur.
Sachsen bleibt mir fremd und fern,
ein Land, das ich so hätte gern.

Nicht fünfzig Kilometer östlich mehr,
und Böhmen läge mir am Herz so sehr.
Doch Mauern, Draht und kalter Stein
sperren die Sehnsucht draußen ein.

Wie Dornen reißen Stacheldrähte,
was einst verbunden, trennt nun Städte.
...
170 Meine Angst
Vorschautext:
Sie lässt mich nicht zur Ruh – ich sag es frei: Ich habe Angst.
Angst, zu versagen, Angst, aus dem Leben zu fallen,
Angst, den bescheidenen Job zu verlieren,
Angst, einsam in der Großstadt zu erfrieren,
Angst vor Kriegen, die keiner mehr stoppt,
Angst vor dem Atom, das Städte zerbombt,
Angst, dass mich keine Frau mehr liebt,
Angst, dass mein Dasein sinnlos zerrinnt,
Angst vor Gesichtern, die lächeln und lügen,
vor Worten, die wärmen und dennoch betrügen.

Ich lebe mit ihr – sie klebt wie Haut,
...
169 Das Bekenntnis
Vorschautext:
Zwanzig – schon verloren im Blick,
die Welt schreit laut, das Herz ruft zurück.
Zwischen Traum und Pflicht gefangen,
viele falsche Entscheidungen begangen.

Halb klug, halb leer, halb auf der Flucht,
in dir brennt Glut, die Ruhe sucht.
Du denkst zu viel, doch fühlst zu wenig,
dein Weg wirkt nah – und bleibt unklar.

Noch nie gespürt, was sie Liebe meint,
drum glaubst du, dass dich keiner eint.
...
168 Kommunist
Vorschautext:
Man kann hier alles werden,
vom Lehrer bis zum Kapitalist,
doch wehe dem, der offen sagt:
„Ich bin Kommunist.“

Die Vorurteile häufen sich,
man meidet dich, man stellt dich kalt,
die Meinungen über dich werden schlecht,
die Chancen verlieren ihr Recht.

Du trägst ein Label, schwer und groß,
auf bundesdeutschen Erden bloß.
...
167 America
Vorschautext:
America, was ist dir geblieben?
Nur die Erinnerung an den Frieden.
Wo sind Jimi Hendrix und Janis Joplin?
Wo lebt jetzt James Dean?

Wo bleiben deine Helden?
Sie schweben in anderen Welten.
America, ich gehe weit,
ich suche deine Freiheit.

America, wo ist sie nur?
Du läufst doch gegen deine eigene Uhr!
...
166 Der versiegelte Brief
Vorschautext:
Warum hast du mir nicht geschrieben?
Wo ist das Licht deiner Liebe geblieben?
Willst du den Bruch mir nicht verzeih’n,
bitte, lass mich in der Stille nicht allein.

Der Brief liegt da, versiegelt und schwer,
dein Schweigen schmerzt wie kaltes Meer.
Der Anker hält das Herz nicht mehr am Grund,
komm zurück, mach meine Seele wieder gesund.
165 Frieden - nur ein Traum
Vorschautext:
Frieden — ein Wort, so leer, so schwer,
ich such ihn oft, doch find ihn nicht mehr.
Ich seh ihn fliegen wie Tauben im Wind,
verloren, verirrbar, so scheu wie ein Kind.

Frieden — ein Traum in irdischer Zeit,
verspricht Erlösung, bringt doch nur Leid.
Er wohnt in Liedern, in Schwüren, in Namen,
doch nie in den Herzen, die längst erlahmen.

Frieden — du kostest das halbe Leben,
und wirst uns doch niemals Antwort geben.
...
164 Abseits -im Schatten
Vorschautext:
Abseits vom Zentrum steh ich still,
frag den Wind, was er mir sagen will,
warum ich hier bin — so fern, so allein,
wo Schatten regieren im Sonnenschein.

Abseits — ein Ort, der mich kennt,
jeder Schritt verliert sich im endlosen Trend.
Die Mitte ruft, doch ich gehör nicht hin,
mein Herz schlägt leise, wo einst die Suche begann.

Ich hoffe, es bleibt nicht so,
dass ich für immer draußen steh — irgendwo.
...
163 Es klingt, als sei es neu
Vorschautext:
Es klingt, als sei es neu gesagt,
doch längst ist’s Denken fest verpackt:
Wer keine Arbeit hat, sei faul,
wer anders lebt, dem traut man kaum.

Wer Haare trägt, die länger sind,
der weht wie eh der alte Wind,
ein „Gammler“, heißt es, „nicht normal“ —
das Urteil fällt meist ohne Wahl.

Wer demonstriert, gilt schnell als Feind,
vom Osten ferngesteuert, scheint’s.
...
162 Der superschnelle Wagen
Vorschautext:
An manchen Tagen, ohne Plagen,
fahr’ ich mit meinem schnellen Wagen.
Er glänzt im Licht, so kühl, so fein –
ein Traum aus Stahl, Besitz und Schein.

Ich spür die Kraft, das leise Beben,
als würd’ ich über Wolken schweben.
Doch bald schon fragt’s mich still der Sinn:
Wohin führt all mein Streben hin?

Was nützt mir Glanz, was nützt mir Macht,
wenn still das Herz nach Ruhe wacht?
...
161 Wieder ein verlorener Tag
Vorschautext:
Ich sitze stumm im grellen Licht
eines Ladens, der vom Trieb verspricht.
Bilder flimmern billig, laut und leer,
mein Inneres bleibt kalt und schwer.

Die Luft ist dicht, von Rauch durchzogen,
der Profitgedanke bleibt verwogen.
Die Leere schreit, steril und grell –
ein Ort, der bricht die Würde schnell.

Kein Funken Wärme, kein Gefühl,
bis plötzlich – zu nah, zu viel –
...
160 Kampf um weiter zu leben
Vorschautext:
Du sollst noch bleiben,
denn du hast der Welt so viel zu zeigen.
Dein Wesen trägt ein stilles Licht,
auch wenn der Zweifel zu dir spricht.

Du bist nicht wie die andern hier,
ich seh dein Herz – es spricht zu mir.
Erkenne, was in dir noch glüht,
auch wenn der Schatten dich umzieht.

Glaub an die Träume, die dich tragen,
lass deine Seele wieder wagen.
...
159 Callgirl
Vorschautext:
Was soll ich tun? Mir ist nicht zum Lachen,
mein Herz will sich nicht beruhigen lassen.
Ich hab mich in ein Callgirl verliebt –
ein Traum, der mir den Schlaf entzieht.

Ich kann nicht fassen, dass es sie gibt,
dass mein Gefühl ins Leere zieht.
Warum trifft mich das Unmögliche stets,
als wär mein Herz ein Spielgerät?

Soll ich den Verstand verlieren,
sie aus dem Schatten zu mir führen?
...
158 Wechselhaftes Leben
Vorschautext:
Jahr für Jahr verrinnt die Zeit,
das einstige Ziel wirkt nun so weit.
Gesichter ändern, Träume flieh’n,
das Ich beginnt sich neu zu zieh’n.

Was jung gehofft, blieb unerreicht,
mancher Wunsch hat sich davon geschleicht.
Der Tag trägt immer neues Licht,
doch nie das gleiche Angesicht.

Das Leben bleibt ein Wechselspiel,
nicht immer hat man Kraft und Gefühl.
...
157 Zwischen den Schichten
Vorschautext:
In jungen Jahren bleibt oft unklar,
wohin der Weg führt, was wird, was war.
Die einen streben hoch hinaus,
die andern brennen früh schon aus.

Manche reden hart und laut,
doch auf Erfolg sind sie gebaut.
Andere geben still sich hin –
so läuft das Spiel, so ist Gewinn.

Ich stand stets zwischen allen Schichten,
fremd geblieben mit Pflichten.
...