Profil von Ingrid Baumgart-Fütterer

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Titel
1531 Herbstnebel
Vorschautext:
Der wolkenverhangene Herbsthimmel
verschwindet hinter grauen Nebelschaden.
Über verwelkten Weinreben kreisen
heiser krächzende Krähen in großer Zahl,
halten hungrig Ausschau nach Essbarem.
Die regennassen Feldwege glänzen matt,
verströmen einen erdigen Geruch.
Feuchtigkeit auf Gräsern und Pflanzenblättern
bildet silbrige Perlen aus Wasser.
Das Gold der Sonnenblumen und Rapsblüten
allmählich in Nebelschleiern verblasst.
Entblätterte Zweige von Bäumen, Büschen
...
1530 Gewichtskontrolle
Vorschautext:
Korpulente Dame aus Essen
neigt dazu, sich zu überfressen,
findet kein Ende,
Figur spricht Bände,
muss sich in Kleider hineinpressen.

Da beschließt die Dame aus Essen
nicht mehr übermäßig zu essen
wiegt sich tagtäglich
-schier unerträglich -
beginnt sie, die Waage zu stressen.
1529 Für Freude und Spaß sorgen
Vorschautext:
-1-
Spaß am Leben durch Selbstfürsorge

Du solltest oft Schabernack treiben,
dir deine Fehler nicht ankreiden,
dir Leckerbissen einverleiben,
nicht nach Kalorien entscheiden,
dich gefällig und bequem kleiden,
an Naturschönheiten dich weiden,
die "Energievampire" meiden,
an Zipperlein nicht zu sehr leiden,
froh sein, wenn andre dich beneiden,
...
1528 Tanz in den Schlaf
Vorschautext:
Die Tanzmaus lächelt den Sandmann an,
dank seiner Hilfe sie schlafen kann,
zum Dank sie ihm nun ein Schlaflied singt,
glockenhell ihre Stimme erklingt,
lässt dazu Kastagnetten klacken,
legt tänzelnd den Kopf in den Nacken
und fordert den Sandmann auf zum Tanz,
sie drehen sich voller Eleganz,
der Sandmann sie in den Armen hält
bis die Maus todmüde ins Bett fällt.
1527 Unsterbliche Liebe
Vorschautext:
Auf der Himmelsleiter
klettert immer weiter
teils freudig, teils ängstlich
der Kater Friederich
Richtung Stern, auf dem sitzt
Katze Mia, verschmitzt.

Sie war tödlich verletzt,
ein Engel ist sie jetzt,
empfängt Friedrich herzlich,
die Liebe ist ehrlich,
der Mond die Liebe spürt,
...
1526 Hiebe statt Liebe
Vorschautext:
- Fiktion -
-1-
Die Zeiten seligen Glücks sind vorbei,
sie leidet unter seiner Tyrannei,
ihr Partner sie zunehmend unterdrückt
und kanzelt sie ab als dumm und verrückt.
-2-
Ihre freie Zeit er stark beschneidet,
Lob und Anerkennung er ihr neidet,
übt immer mehr Kontrolle auf sie aus
und hält sie wie eine Sklavin im Haus.
-3-
...
1525 Wer hätte das gedacht?
Vorschautext:
Auf der Tenne, im duftigen Heu,
entkleidet sich ein Pärchen, ohne Scheu,
Magd und Sommerfrischler lieben sich,
beide blühen auf, necken sich fröhlich
und vergessen bei der Liebelei
- einer ist für den anderen nicht frei -

Die Ehepartner auf sie warten
seit vielen Stunden im Bauerngarten,
dort, wo ein Umtrunk stattfinden soll,
ihre Ungeduld schlägt nun um in Groll -
sie sich in den Heuschober verziehn,
...
1524 Auf Umwegen doch noch zur Selbsterkenntnis?
Vorschautext:
-Fiktion -

Sie maßen sich an, vernichtende Urteile zu fällen,
und geben so preis, wessen Geistes Kind sie sind.

Verstehen sie nicht, was ihr Gegenüber
auszudrücken versucht in Wort und Schrift,
wird es als (stroh-) dumm abgestempelt.
Brechen andere in Tränen aus, beginnen
womöglich zu klagen, zu schreien,
dann gelten sie als nicht ganz sauber,
eventuell sogar als psychisch krank.
...
1523 "Unterlegenheit" aus freien Stücken
Vorschautext:
In Rückenlage ist der Mann
geliebter Frau "unterlegen",
doch nur so ihr ansehen kann,
wie stark Lüste sie erregen.

Er lässt sich erobern von ihr,
gibt, s Heft des Handelns aus der Hand,
freut sich schon auf ein kühles Bier
im Steinkrug, gefüllt bis zum Rand.

Aber zunächst kostet er aus
bequeme Liegeposition,
...
1522 "Schlagkräftige" Küchenutensilien
Vorschautext:
In einsamen Nächten, schwer gekränkt,
sie am liebsten das Nudelholz schwenkt
in weiten Kreisen, bevor sich, s senkt
auf sein Haupt, von Alkohol durchtränkt.

Kommt er von seiner Sauftour zurück,
auch die Bratpfanne zum Einsatz kommt
trotz der Schläge hatte er stets Glück,
wich den Attacken meist aus, gekonnt.

Ansonsten sie gern Kochlöffel schwingt
beim Kochen seiner Leibgerichte,
...
1521 Heilschlaf
Vorschautext:
Die Nase läuft in einem fort,
Husten erschüttert die Brust,
es fällt schwer, zu sprechen ein Wort,
bei Atemnot ist groß der Frust.

Man will seine Ruhe haben
und schlafen, rund um die Uhr,
Stimmbänder krächzen wie Raben,
von Besserung keine Spur.

Ruhe, Geduld ist angesagt,
Schlaf das Immunsystem stärkt
...
1520 Die Unnahbare
Vorschautext:
Eine Blondine wird oft chauffiert
von einem Mann in einem Peugeot,
er hatte sie seit Langem hofiert,
brennt seither vor Liebe lichterloh.

Die Dame hat viele Chauffeure,
die ihr willfährig zu Diensten sind,
doch sie sind für sie nur Claqueure,
leider vor Liebe allesamt blind.

Die Frau ist nur in sich selbst verliebt,
weiß Avancen für sich zu nutzen,
...
1519 "Verrückt nach Fisch"
Vorschautext:
Der Duft von gebratenem Fisch
lockt ihn an fremden Mittagstisch,
beim Anblick wird wässrig sein Mund,
er schnüffelt gierig wie ein Hund,
kann vielen Speichel kaum schlucken,
muss ihn zwischendurch ausspucken,
kann letztlich nicht an sich halten,
muss den Fisch zur Hälfte spalten
geschwind die Beute sich krallen,
erregt so großes Missfallen,
Teller fliegen ihm hinterher
und ein Messer, scharf wie ein Speer.
...
1518 Luxus-Robe
Vorschautext:
Isabell vorm Schaufenster steht,
ein Ballkleid ihr den Kopf verdreht
sie träumt sich aus dem Alltag raus,
ein Schwan wird aus der grauen Maus.

Leider ist das Kleid zu teuer,
auch nicht billiger bei Breuer
es zeigt sich distanziert, ihr Mann,
der das Kleid nicht bezahlen kann.

Seine Rente, die ist recht knapp,
er stottert Leasingraten ab
...
1517 Der Poeten Schaffensfreude
Vorschautext:
- Fiktion -
-1-
Jeder dichtet, wie es ihm liegt,
auf seine persönliche Art
es geht nicht darum, ob er "siegt"
mit jedem fulminanten Start.
-2-
Sich hervortun mit seiner Kunst,
andre in den Schatten stellen
wird weder steigern Lesers Gunst,
noch den Dichterruhm erhellen.
-3-
...
1516 Verschlagener Pferdehändler
Vorschautext:
In den Apachen ritt Winnetou
auf schwarzen Wildpferden immerzu,
doch als Old Shatterhand auftauchte,
mit ihm die Friedenspfeife rauchte,
er ihm schwarze Pferde abluchste,
bevor Winnetou herumdruckste,
dann schleunigst sich aus dem Staub machte,
schadenfroh sich ins Fäustchen lachte -
Winnetou musste vorliebnehmen
mit Schimmeln für den Rest des Lebens,
bedauerte Verlust von Rappen,
zum Trost stellte er auf Attrappen.
1515 Auseinandersetzung mit Sterben und Tod
Vorschautext:
-1-
Ableben

-Fiktion -
Noch lebe ich,
verteidige mich
gegen den Tod
und sehe rot
wenn er mir droht
aus dem Hinterhalt
„Ich hole dich bald“.

...
1514 Die böse Schwiegermutter
Vorschautext:
In seiner Ehe
steht er, o wehe
unterm Pantoffel,
isst nur Kartoffel
mit grünem Salat,
dazu Gemüse,
seit die "Giftdrüse"
- die Schwiegermutter -
ihm weder Butter
gönnt, noch Wein und Bier -
dressiert wie ein Tier
der Mann sich verliert,
...
1513 Katze Mia, das Modepüppchen
Vorschautext:
Kater Tomba war völlig verdutzt,
Mia hatte sich herausgeputzt
sie trug ein Haarteil im Löwenlook
und prostete ihm zu, Schluck für Schluck
mit Sekt in ner Champagnertulpe,
an jeder Pfote ne Samtstulpe,
auch trug sie eine Federboa,
Mode - Accessoire aus Verona,
darunter glitzerte Geschmeide,
sie war solch eine Augenweide!
1512 Dichterfrust mit Höhen und Tiefen
Vorschautext:
Tagebucheintrag
- Fiktion -

-1-
Es hebt und senkt sich meine Brust,
Atmung ist flach, Rhythmus, der stockt,
bin atemlos vor lauter Frust,
hab Verse mal wieder verbockt.
-2-
Versfüße heben, senken sich,
stolpern übereinander her,
"verstolpern" Rhythmus, Reim holpert,
...