Profil von Ingrid Baumgart-Fütterer

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Titel
2711 Im eigenen Schatten stehen gelassen 13.12.25
Vorschautext:
-1-
Vor der Sonne verneigt sich der Schatten,
will ihr einen Besuch abstatten
der Schatten verehrt die Sonne sehr,
sie zu liebkosen, das ist sein Begehr.
-2-
Doch die Sonne hält ihn stets auf Abstand
und verbannt ihn in das Niemandsland,
sonnt sich selbstverliebt im eigenen Glanz,
schmückt sich mit goldenem Strahlenkranz.
-3-
Der Schatten fühlt sich an den Rand gedrückt,
...
2710 Lichtvoller Weg 13.12.25
Vorschautext:
-Fiktion -

Augen, klar wie Sterne
leuchten aus der Ferne,
sie weisen mir den Weg,
als es nicht weitergeht
im Dasein voller Frust
ganz ohne Lebenslust,
doch das Blatt wendet sich,
das Glück holt ein nun mich.

Der Augen Sternenlicht
...
2709 Nähe, die guttut 12.12.25
Vorschautext:
Die Nähe ist durch nichts zu ersetzen,
fördert Vertrauen, mildert Entsetzen
vermag Zauberkräfte zu entfalten,
Beziehungen innig zu gestalten,
sich somit als Mitmenschlichkeit erweist,
die Körper, Seele, Geist zusammenschweißt
dafür sorgt, dass man Herzen sprechen lässt,
man einander sich viel weniger stresst.
2708 Unaufhaltsame Zeit 12.12.25
Vorschautext:
Das Leben zwang mich, mit der Zeit zu gehen,
dabei schicksalsergeben zuzusehen
wie immer ferner Jugend mir entrückte,
ich mich unter der Last des Alters bückte.

Die Jahrzehnte wollte ich überspringen,
um im Damals mein Sein neu zu beginnen,
fliehen manchen Jugenderinnerungen,
weil sie noch jetzt schmerzen wie Verwundungen.

Vergangenheit will ich entgegenschreiten,
um in Kindheit, Jugend durchlebte Zeiten
...
2707 Auf dem Kirmesplatz 12.12.25
Vorschautext:
-1-
Verliebte schlendern engumschlungen ohne Hatz
über den nach Mandeln duftenden Kirmesplatz,
Kindermünder versinken in Zuckerwatte,
oder sie lutschen an einer „Lakritzratte,“
manche schieben sich Schokoküsse in den Mund
und genießen die cremige Süße im Schlund.
-2-
Die Karusselle immer schneller sich drehen,
lassen im Fahrtwind Haare um den Kopf wehen,
immer stärker wird der Kitzel für die Nerven
Mädchen sich kreischend an Brust des Freundes werfen,
...
2706 Unterwegs in der großen weiten Welt 12.12.25
Vorschautext:
Als ich einst das Rufen der weiten Welt vernahm,
folgte ich ihm mit Flugzeug, Bus und Eisenbahn,
die Reise führte mich daraufhin ins Ausland
bis zum Pazifik und zum heißen Wüstensand.

Zwischen Meer und Wüstensand lagen die Anden,
die Lima mit Arequipa fest verbanden,
einer Gebirgsstadt aus schneeweißem Tuffgestein
mit dem Schimmer von zerbröckelndem Elfenbein.

„Quick Inka Step“

...
2705 Ritter Ladislaus 12.12.25
Vorschautext:
Heftig grollte sein wetterwendisches Gemüt,
ins Sieden geriet sein cholerisches Geblüt,
nun vom Zorn getrieben, zog Ritter Ladislaus
aus der Scheide sein stählernes Streitschwert heraus.

Damit schlug er sich zum rechtssprechenden Ritter
und drosch mit seinem Schwert ein auf das Gelichter –
doch kaum geriet sein Temperament aus der Ruh,
flog eine Pfeilspitze auf seinen Harnisch zu.

Mit Gewalt bohrte sich die Rache in sein Herz,
schon brach Ladislaus zusammen im Todesschmerz,
...
2704 Rücksschau - Vorausschau 12.12.25
Vorschautext:
Gebüffelt und gepaukt bis zum Geht-nicht-mehr,
trotz allem ist der Kopf statt voll fast leer,
so als wehrte er sich mit „Unverstand“
gegen, s Eintrichtern von Wissen bis zum Rand.

Auch wenn, s Gehirn gefüttert wird, Bit für Bit,
hält, s Lernen hält mit dem Vergessen nicht Schritt,
denn was für den Geist unverdaulich bleibt,
er sich auf Dauer erst gar nicht einverleibt.

Neues, das älter wird, geht mal aus dem Leim,
Gelerntes fällt dem Vergessen anheim
...
2703 Ausgehungerter Kater 12.12.25
Vorschautext:
Kater Max maunzt dem Mann sein Leid,
reißt das Mäulchen auf, ganz weit,
heult, Augen bitten flehentlich:
„Lieber Mensch, vergiss mich nicht,“
Vor Hunger knurrt mir der Magen,
vor Wut platzt mir der Kragen,
wenn du nicht für Abhilfe sorgst
bevor mein Magen „verkorkst“.

Soll ich mich sanft an dich schmiegen,
musst du mich erst sattkriegen!
2702 Der Bittsteller 12.12.25
Vorschautext:
-Fiktion –

Ich schreibe mir die Finger wund,
rede mir fusselig den Mund
lese mir selbst die Leviten,
will dich um Verzeihung bitten.

Räume mir eine Chance ein,
erlöse mich von Qual und Pein
indem du mich nicht mehr abwehrst,
mir bei dir Unterschlupf gewährst.

...
2701 Hilfsbereiter Rentner 11.12.25
Vorschautext:
-Fiktion -

Willibald, ein gestandener Mann,
hat in der Ehe die Hosen an,
so auch im Ruhestand das Sagen,
was ihm bereitet Wohlbehagen.

Früher war er Tankstellenpächter,
als Chef auch immer ein Gerechter
war zudem manierlich und charmant,
den Kundinnen ging er gern zur Hand.

...
2700 Schutz gegen Fressfeinde 10.12.25
Vorschautext:
Nebelschwaden steigen hoch,
wabern über Obstplantagen,
innerhalb deren Umzäunung
unzählige Hühner im Gras herumpicken -
zwei Alpakas, ein braunes, ein schwarzes,
hocherhobenen Hauptes
am Federvieh vorbeidefilieren,
mit ihrer Präsenz Habichte
vorm Beuteschlagen abschrecken,
aber auch hungrige Füchse.
2699 Tragisches Ende einer durchzechten Nacht 10.12.25
Vorschautext:
-Fiktion -
-1-
Seine Müdigkeit war bleiern,
Gehirn fühlte sich an wie Matsch,
zeitweise musste er reihern,
lallte, stammelte nichts als Quatsch.
-2-
Torkelnd er hin und her schwankte,
stolperte über die Füße,
nur mühsam vorwärts gelangte,
stieß auf, schmeckte „Bittersüße“.
-3-
...
2698 "King on the Stage" 10.12.25
Vorschautext:
-Fiktion -
-1-
Er ist „Poetry- Slammer“,
kennt die Bühnen dieser Welt
ist unter Stars der „Renner“,
mit ihm kaum jemand mithält.
-2-
Er reißt die Massen mit sich,
doch reißt sich nicht aus ein Bein
gar nichts macht er absichtlich,
alles geschieht von allein.
-3-
...
2697 "Lebensretterin" 09.12.25
Vorschautext:
- Fiktion -

-Ich war nie auf Rosen gebettet -

Du hast mich aus dem Sumpf gerettet,
mich aus meinen Alpträumen erweckt,
das Liebevolle an mir entdeckt
meine Seele mit Liebe genährt,
alles hat sich mit der Zeit bewährt,
du hast meine Würde gerettet.

-Ich bin wie auf Wolken gebettet -
2696 Bestattungskosten 07.12.25
Vorschautext:
- Fiktion -

Sobald der Tod Leben besiegt
Bestatter Angehörigen
reichlich Geld aus der Tasche zieht,
auch Wachsamen, Hellhörigen.

Man traut sich fast nicht zu sterben,
der Tod sprengt den Kostenrahmen
wird zur Belastung der Erben,
da hilft kein Beten, kein Amen.

...
2695 Heiligabend in der Großstadt 07.12.25
Vorschautext:
Hell illuminiert mit unzähligen Watt
ist der Heiligabend in der Großstadt,
doch nur wenige Leute sind zu sehen,
die das Fest auf der Straße begehen.
Umgeben vom leuchtenden Kerzenband
kauert ein Vagabund am Straßenrand,
eingehüllt in warmen Weihnachtsklängen,
um die lausige Kälte zu verdrängen.
Auf Rollschuhen kommt ein Pfarrer daher,
der sogleich untertaucht im Lichtermeer
auf seinen Lippen einen Bibelspruch
und Stoßgebete gegen Knochenbruch.
...
2694 Zecken im Christbaum 07.12.25
Vorschautext:
Über lange Strecken
auf Tannenzweigen stecken
blutgierige Zecken,
perfiden Plan aushecken
zu eigenen Zwecken,
nicht nur Zweige verdrecken,
sie wollen anecken,
in Menschen Angst erwecken
sie zu Tode erschrecken,
die Körper bedecken,
zustechen und Blut lecken,
wollen nicht verrecken.
2693 Entscheidungsfindung 07.12.25
Vorschautext:
- Fiktion -
-1-
Der Gatte sich mit dem Gedanken trägt,
endlich die Scheidung einzureichen,
sein Kopf ist schwer, Stress an Nerven sägt
Angst drängt ihn, dem Problem auszuweichen.
-2-
Er getraut sich nicht, was er will, zu tun,
immer es ein Wenn und Aber gibt
Gedankenkarussell lässt ihn nicht ruhn,
einst hatte er sie doch heiß geliebt.
-3-
...
2692 Weihnachtswunder 06.12.25
Vorschautext:
Glitzerlichter den Tannenbaum schmücken,
mit ihrem Glanz sie Herzen verzücken,
die inmitten der goldnen Lichterpracht
tief in sich spüren den Geist der Weihnacht,
der aufgewühlten Seelen Frieden bringt -
das Ganze wie ein Weihnachtswunder klingt.