Profil von Ingrid Baumgart-Fütterer

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Titel
2691 Trauerverarbeitung
Vorschautext:
Pathologische Trauer

Die Trauer hat sich in sein Herz gefressen,
ihre Giftzähne lassen nicht locker
verursachen ihm unsägliche Schmerzen,
die sein ganzes Dasein überschatten,
für anhaltende Grabesstimmung sorgen,
die Seele, das Herz zu Eis gefrieren -
sein Lebenswillen schwindet von Tag zu Tag,
sein Verstand dämmert nur noch vor sich hin,
geistig-seelisch hat er sich längst ausgeklinkt,
der seelische Abgrund tut sich vor ihm auf,
...
2690 Heller als Licht
Vorschautext:
Die Seelen leuchten am Himmel so herrlich
- schätzen ihren Glanz jedoch ein als spärlich -
wollen trotzdem gegen Sterne antreten
im Leucht-Wettbewerb - sie innig drum beten,
deren Glanz ein wenig zu überbieten,
den Versuch kann ihnen niemand verbieten.
Herrgott und Engel in sich hinein schmunzeln
"Seelen als Lichter nie im Leben funzeln,
strahlen heller als das hellste Licht der Welt,
ihre Leuchtkraft alles in den Schatten stellt!"
Herrgott und Engel Seelen applaudieren,
ob des Lobes sie sich ein wenig zieren,
...
2689 Schadenfreude
Vorschautext:
Im Apfel hat sich breitgemacht
ein Wurm, der mich höhnisch auslacht -
als meine Zähne verwegen
diesen im Fruchtfleisch freilegen,
ich ihn dann ausspeie vor Schreck,
als wäre er der letzte Dreck,
kostet der Wurm aus seine Macht,
die mich zum Spucken hat gebracht.
2688 "Das dicke Ende kommt erst noch"
Vorschautext:
Wenn die Leidenschaft so richtig glüht
und Amor gute Laune versprüht,
Pfeil für Pfeil auf Mann und Frau abschießt,
sich über Paare Liebe ergießt -
die Herzen füreinander brennen,
doch sollten sie sich letztlich trennen,
weil die Leidenschaft so schnell erlischt,
selbst ein heißer Kuss sie nicht auffrischt
bleibt manchmal ein "Andenken" zurück
von ihrem einstigen Liebesglück -
ein Kind, weder geplant, noch gewollt,
der Vater duckt sich weg und sich trollt,
...
2687 Lebendige Erinnerung
Vorschautext:
Wie vom Wind
verwehte Herbstblätter
fliegen lustvoll erlebte Tage
an mir vorbei,
für alle Zeiten vergangen,
aber in meiner Erinnerung
so lebendig
wie Blütenknospen
in ihrer Prachtentfaltung.
2686 Hühnergescharre
Vorschautext:
Hühner scharren Gras und Erde weg,
durchsuchen nach Würmern jeden Fleck
sie werden fündig, ziehen heraus
so manch fetten und leckeren Schmaus
und füllen sich damit den Magen,
so voll wie sie,s können ertragen

- nun sie die Flügel zusammenfalten,
um "verdient" ein Nickerchen zu halten -
2685 "Exotische" Backwaren
Vorschautext:
- die es in sich haben -

Knusper- Knister - Knackgeräusch zwischen Zähnen
- da vergeht selbst müden Leuten das Gähnen -
rührt her von Heimchen im Brot, crisp und kross,
Schellack lässt Krusten glänzen wie Lip - Gloss,
Mehlwurm, püriert unter den Teig gerührt,
macht Brot saftig und weich, die Zunge dies spürt
geröstete Käferflügel, knusperfein,
kommen manchmal auch in den Teig hinein,
sorgen für ölig - knackfrischen Nuss-Geschmack -
es gibt sogar Brötchen im Doppelpack
...
2684 Der bärbeißige Poet
Vorschautext:
- Fiktion -

Er legt liebend gern einen bissigen
bis schwarzen Humor an den Tag -
hat er sich erst mal so richtig
in heikle Themen verbissen,
schlachtet er sie weidlich aus,
durchleuchtet zerpflückte Details,
zerrt entschlossen Absonderlichkeiten
an das Licht der Öffentlichkeit,
entdeckt beim kritischen Beäugen
immer mehr, was im Verborgenen ruht
...
2683 Grabesstimmung
Vorschautext:
- Trauer um die Verstorbene -

Der Hauch ihres Todes
durchweht seine Seele,
lässt sein Herz erkalten,
ihn innerlich erstarren.
Trauer unterdrückt
einst lebendige Gefühle -
der schmerzliche Verlust
macht ihn untröstlich.
Das Leben geht weiter,
es schert sich nicht
...
2682 Heilende Gegenwart
Vorschautext:
Beklagst du deine verlorene Zeit
bist du fürs Innehalten nicht bereit,
hörst du dann nur noch das Ticken der Uhr
wird das Vergehen der Zeit zur Tortur
und du möchtest am Rad der Zeit drehen,
blickst zurück, kannst das Heute nicht sehen,
für dich gibt es kein freudvolles Morgen,
es bleiben Ängste, Zweifel und Sorgen.
Doch freust du dich über den Augenblick
lenkst du eher deines Lebens Geschick,
machst dich nicht länger zum Sklaven der Uhr,
wirst besser gerecht der eignen Natur,
...
2681 Eingefrorene Gefühle
Vorschautext:
Leere im Herzen,
Loch in der Seele,
das die Freude
verschlingt
und tiefe Trauer
aufsteigen lässt,
die eiskalte
Schatten wirft
und Gefühle
der Lebendigkeit
einfriert.
Wann wird die Liebe
...
2680 Kerker - Dasein
Vorschautext:
Als Mia Ritter Kunibert verließ,
tötete er seinen Rivalen,
daraufhin warf man ihn in ein Verlies,
doch dort erlitt er Höllenqualen.

Die Sonne bekam er nicht zu sehen
von der frischen Luft ganz zu schweigen,
er konnt nur ein paar Schritte gehen,
musste sich dabei nach vorne neigen.

Er erlitt Hunger bei Wasser und Brot,
fror erbärmlich im feuchten Verlies
...
2679 Grenzenloser Geist
Vorschautext:
Sein von Lebensfreude
beflügelter Geist
hebt sich hinweg über
mentale Barrieren, wie
alte Glaubenssätze,
angestaubte Ansichten,
fest gefügte Meinungen
und öffnet sich
der "Wahrhaftigkeit"
mit der Strahlkraft
der aufgehenden Sonne -
sein geistiger Horizont
...
2678 "Sprunghafte" Bratwurst
Vorschautext:
Das Bratfett spritzt,
die Köchin schwitzt,
Bratwurst platzt auf
hüpft runter und rauf,
setzt an zum Sprung
- zur Belustigung -
all der Gäste
auf dem Feste
und landet im Mund
der Köchin Hildgund.
2677 Zweifache Schadenfreude
Vorschautext:
Schadenfreude
-1-
Kleiner Frosch quakte schadenfroh
"du eitler Fisch samt Wasserfloh,
knabberst nicht mehr an meiner Haut,
die ist vom Knabbern fast versaut!"
Sein Gequake der Storch hörte,
dieses ihn gewaltig störte,
er klapperte mit dem Schnabel
und packte den Frosch beim Nabel,
der lag gleich darauf im Magen
und dem Storch ging,s an den Kragen,
...
2676 Furcht vorm Abschied
Vorschautext:
Blankes Grauen, das sie durchsetzt,
sie ängstigt und zutiefst verletzt,
lässt ihre Seele erstarren,
in der Vergangenheit verharren,
als wollt sie nicht weiterleben,
sich nicht der Zukunft übergeben
aus Angst vor dem, was kommen mag,
wenn näher rückt der Todestag,
an dem sie Abschied nehmen muss
mit einem letzten innigen Kuss
von ihrem sterbenskranken Mann,
ohne den sie nicht leben kann.
2675 Zwei "Heilgebete"
Vorschautext:
"Heilgebet" 1

Herr, ich vertraue mich
deiner Führung an,
lasse mich fallen
in deine Gnade,
im Vertrauen darauf,
dass du mich
auf meinem Lebensweg
und darüber hinaus
in Liebe begleiten wirst.

...
2674 Schwarz-weiß-Denken
Vorschautext:
Mit seinem
Schwarz-weiß-Denken
simplifiziert er
die komplexe Welt
und gibt sich
dem Trugschluss hin,
diese so besser verstehen
und kontrollieren
zu können.
Die Triebfeder
seiner polarisierenden
Gedankengänge
...
2673 Zwei Küchengedichte
Vorschautext:
-1-
Hexenküche

Katzenpfoten,
Stechmucke,
Zuckerschoten,
Wurmspucke,
Rattenzungen,
Hühnerklein,
Echsenlungen,
Schneckenschleim

...
2672 Genussvoll in den Traumschlaf gleiten
Vorschautext:
Die Katze sich in den Sessel kuschelt
vor Wohlbehagen vor sich hin nuschelt,
dann wieder zufrieden schnurrt und gurrt
während vorm Haus ein neidischer Hund knurrt,
ihr die heiße Schokolade nicht gönnt,
vor Neid ihr in den Schwanz beißen könnt,
doch die Katze sich um ihn gar nicht schert,
ihm geringste Aufmerksamkeit verwehrt,
genießt das weiche Kissen im Rücken,
lässt sich von ihrem Schlaftrunk verzücken
ein Wollschal auf dem Schoss Wärme spendet,
der Sandmann ihr bereits Grüße sendet,
...