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Titel
3468 Besinnliches 20.12.21
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Besinnliches

Schon strahlen Lichter überall
In dieser graumelierten Welt,
Begleiten unserer Lieder Schall,
Die Krippe ist auch aufgestellt
Und Kinderaugen leuchten.

Die Mägdelein schmückten mit Mutter
Den Baum, brachten dort Kugeln hin.
Das Büblein legt' ins Kripplein Futter,
Bettet' das Jesuskind fein hin,
...
3467 Opis Adventsgelüste 20.12.21
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Opis Adventsgelüste

Er kam so gern und kam gar oft,
So auch an diesen Weihnachtstagen.
Er war allein, hat stets gehofft,
Dass die Mitmenschen ihn ertragen.

Er fiel nicht auf, sprach immer leise
Und hörte manchmal sogar zu
Auf seiner langen Lebensreise,
Doch innerlich gab's keine Ruh'.

...
3466 Hocke im Zimmer 19.12.21
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Hocke im Zimmer

Hocke im Zimmer,
sitze Lebenszeit ab,
erhöhe den Dimmer,
dass Licht ich hab'.

Und es geschieht,
weil ich lausche:
Da erklingt ein Lied,
die Platte zwar rausche,

...
3465 Ganglienwirrwarr 19.12.21
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Ganglienwirrwarr

Manche Fliegenpilzjunkies
schwören auf die Verwirrung der Ganglien.
Ich selbst esse lieber die harmlosen Segnungen.

Manche brauchen jedoch ihre Paniken,
die süchtig machen, wirken wie Gewehrsalven,
treiben auf explodierender Schiene.

Da glaubt man nicht mehr an Vernunft,
ist der Suchtherrschaft längst verfallen,
...
3464 Selbstreflexion 18.12.21
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Selbstreflexion

Sie sagte tatsächlich zu dem lieben Mann:
„Du hast einen Impfschaden!!!“
Da verließ er sie und dachte sodann:
„Ich glaube, die hat 'nen Dachschaden!“



©Hans Hartmut Karg
2021

...
3463 Oma Marthas Vanillehörnle 18.12.21
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Oma Marthas Vanillehörnle

Die Oma Martha konnte noch backen und braten,
Immer war ihr das alles so gut geraten,
Dass die Enkel und Kinder gerne kamen
Und viel aus der Plätzchenschüssel mitnahmen.

Zunächst braucht man 200 Gramm Mandeln,
Gemahlene, um sie mit Butter zu „verbandeln“,
Davon 400 Gramm, Zucker 160 Gramm,
Wonach Kühle dem allen recht gut bekam.

...
3462 Nicht immer 17.12.21
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Nicht immer

Nicht immer ist der suchende Blick
Unserer Augen liebevoll dem Leben zugewandt.
Selbst wo er noch scheinbar das Glück
Seelenvoll erspürt, in dem viel wahlverwandt,
Bleibt die Zeit nicht automatisch verbunden
Der Wahrheit, denn dagibt's Winde und Wunden.

Falten zeigen uns nur die Hülle,
Wo die Augen trüb und schlaffer die Haut,
Wenn der Körper langsam entlässt die Fülle,
...
3461 Hineinhören 17.12.21
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Hineinhören

Worte nur noch hören,
weil sie das Ohr erreichen könnten?

Darauf bauen,
dass sie unsere Ängste umwenden?

Wäre da nicht die Musik
aufbauendere, rettendere Begleitung?

Wo Gefühle uns allein leiten,
...
3460 Gewissheit 16.12.21
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Gewissheit

Ein Mensch braucht Lebenssicherheit,
Selbst da, wo er sie gern verleugnet:
Der Lebensbaum wird stark zu Zweit,
Wenn er deshalb nicht ausgebeutet.

Gefühle finden im Vertrauen
Dann Stand, um sicher aufzutreten,
Wenn kontrolliert sie sich doch trauen,
Weil Seelen sich niemals verspäten.

...
3459 Freiheitsgrenzen 16.12.21
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Freiheitsgrenzen

Manchem mag das nur Hobby sein,
Die Gesundheit anderer zu ignorieren,
Um so für sich in Wirklichkeit ganz allein
Sich mit eigenem Starrsinn zu verführen.

Dabei wissen wir alle doch von der Freiheit,
Dass diese nur dann tatsächlich für alle gilt,
Wenn ein jeder mit dienender Bescheidenheit
Die globale Schutzfunktion für jeden erfüllt.

...
3458 Warum macht man sowas? 15.12.21
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Warum macht man sowas?

Müssen Menschen sich immer gefährden,
Waghalsig sein, die Gefahr ignorieren,
Um dadurch ein wenig höher zu werden,
Wenn den Kitzel wir damit riskieren?

Kein Mensch muss sich doch heldenhaft
Über Felsenklippen hinunterstürzen,
Nur weil sein Überehrgeiz es schafft,
Er sein Leben kann dadurch verkürzen.

...
3457 Das Unberechenbare 15.12.21
Vorschautext:
Das Unberechenbare

Propheten und Spekulanten gleichen sich,
Indem sie das Schicksal berechenbar wähnen.
Entweder ängstigen oder beglücken sie Dich,
Dem Weisen aber entlocken sie nur ein Gähnen.

Denn nichts kann vorhergesagt entschweren,
Zukunft und Schicksal sind unberechenbar.
Selbst wenn sich die Prognosen mehren,
Bleiben wir Figuren auf vagem Altar.

...
3456 Werden wir retten 14.12.21
Vorschautext:
Werden wir retten, was angebaut,
Weil die Schöpfung uns anvertraut
Und die Erde uns vollkommen untertan,
Damit wir ihr liebevoll zugetan?

Werden wir sehen, was wir anrichten,
Uns endlich zur Bescheidung verpflichten,
Wo doch der Frieden im Stall geboren
Und wir gern als weise gelten und auserkoren?

Die Fülle von Weihnacht zeigt uns jedoch,
Dass wir immer in einem Dilemmajoch,
...
3455 Ich frage Euch 14.12.21
Vorschautext:
Sind es nicht Idioten der Schöpfung,
Welche Fische ständig lebendig aufschlitzen?
Sind es nicht Idioten der Schröpfung,
Die kein Gewissen mit Antworten ritzen?

Wen interessiert noch Sibirien,
Wo es gerade 38⁰ Celsius hat,
Methan Menschen treibt in Delirien
Und niemand strebt zur Rettungstat?

Sind wir denn noch Herren unserer Sinne,
Wenn wir nur in Gremien laut und skeptisch
...
3454 Sehe ich Herbstlaub fliegen 14.12.21
Vorschautext:
Sehe ich Herbstlaub fliegen

Sehe ich Herbstlaub fliegen,
Ploppt auf in mir das Bild,
Als würd's im Frühling liegen,
Zu sehen, wie der Sturm gar wild
Das helle Grünblatt erfasst –
Und ich hier nur ein Gast.

Das Jahr durft' es begleiten,
Die Lebenszeit, den Sommertag,
Konnte mir Sauerstoff bereiten,
...
3453 Adventshaiku 14.12.21
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Adventshaiku

Erste Plätzchen sind gebacken,
Brennholz müssen wir noch hacken,
Damit die Winterzeit
Bringt uns Gemütlichkeit,
Um Weihnachtsseelen fest zu packen.



©Hans Hartmut Karg
2021
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3452 Kinderwünsche 13.12.21
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Kinderwünsche

Ich will, dass Mama immer da ist,
Mit Papa gute Worte redet,
Dass Papa, dass Du nah bist,
Dafür habe ich gebetet.

Ich will, dass der Papa bleibt,
Nicht geht, wenn die Mama kommt,
Ihr nicht nur auf die Zettel schreibt,
Sondern wieder bei uns wohnt.

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3451 Kinderfragen 13.12.21
Vorschautext:
Kinderfragen

Warum habt Ihr Euch auseinandergelebt,
Wo ihr materiell doch so gesichert seid?
Habt Ihr frühes Glück nicht mehr erlebt
Und vermacht dadurch uns so viel Leid?

Warum redet ihr nur übereinander
Und nicht mehr von Euch als Glück?
Warum seid Ihr nicht mehr beieinander,
Wohin geht denn Euer neuer Blick?

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3450 Der Künstlers Welt 12.12.21
Vorschautext:
Des Künstlers Welt

Die Welt des Künstlers ist die Einsamkeit,
Selbst Künstlerkolonien bleiben einsam.
Auch endet überflüssig mancher Streit,
Die Selbstverliebtheit macht nicht zweisam.

Des Künstlers Welt schreibt seine eigene Komik,
Mit welcher sich sein Kosmos heimatwohlig weiß.
Das ist ja sein narzißtisch-einmalig' Geschick –
Der Musenzauber macht die lahmen Sinne heiß!

...
3449 Narren und Narreteien 12.12.21
Vorschautext:
Narren und Narreteien

Bei Shakespeare war der Narr noch der Weise,
Trug dem Zuschauer zu, wie die Welt er sah
Und ging mit dem Herrscher auf Gedankenreise,
Suchte nach Wahrheit, war präzise, ihr nah.

Heute sind Narren Langweiler, Labersäcke,
Die sich wegdrehen, wo sie Impulse setzen müssten,
Damit man lösungsbezogen das Handeln erwecke,
Wo wir so gerne um neue Lösungsvorschläge wüssten.

...