Profil von Anouk Ferez

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Anzahl Gedichte: 211
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Titel
171 immer leis zu lieben 20.12.16
Vorschautext:
Ich schluchze laut, ich wimmer leise,
allein mein Herz weint niemals aus,
birgt dich auf nimmermüde Weise
sacht in seinem Schoß zuhaus.

Ich hüllte alle Glücksgefühle
in Seifenblasen, sandt sie dir.
Doch du entzogst mir Tisch und Stühle,
mehr noch: du gingst fort von mir.

Kein Abschied, der als Abschied kenntlich...
und ohne Grund, der Wahrheit sprach:
...
170 Vom Vergessen und Verzeihen 09.12.16
Vorschautext:
Nie lasse ich dich aussprechen:
Schuld ist das Küsschen Nimmersatt,
das zwischen deine Silben springt
– und sie einfach verschluckt!
Shhhht …
Sprich nicht, mein Herz, über
meine Fehler und dein Unterlassen,
mein Erblinden – dein Erdulden,
meinen Irrweg – dein Erstarren.
Frisch geschlüpft ist meine Liebe,
setzt sich federfroh und kükengelb
licht und leicht bei dir ins Aug‘.
...
169 Tintengeküsste Briefe 09.12.16
Vorschautext:
(aus aktuellem Anlass ein älteres Werk aus meiner Schublade überarbeitet & neu aufgelegt)


Wie zwinkern mir deine Worte
aus jeder Zeile zu.
Husch, ihr Schelme, ab hinter meine Stirn!
Dort baut ihr euch eine Ameisenstraße
zu meinem Herzen und von dort
geht’s weiter bis in die Zehenspitzen.
Wer braucht da schon Brausepulver?
Zwar würd ich mich oftmals gerne
faul an Waldmeister berauschen,
...
168 Vom Lieben - Erinnerungen 08.12.16
Vorschautext:
Dein Kuss fragt,
ob ich dich liebe.
Ich lasse ihn ein Weilchen
auf meinen Lippen tanzen,
bevor ich ihn mit einer Antwort
zu dir zurückschicke:
Pflück doch dies Lachen
aus meinen Augen,
bevor es hellblau erblüht
wie Vergissmeinnicht.
Ich schüttele den Schalk aus meinem Kopf
und das Haar aus meiner Stirn.
...
167 In Deinem Wintermantel - Erinnerungen 08.12.16
Vorschautext:
Ich sinke in dein Zähneklappern,
dort findet mein Herz seinen Takt.
Mein Sehnen streift deine starren Finger,
dein Atem malt Gebilde in die Luft.
Ich wink sie fort und hefte mich
ganz stumm an deine Lippen.

Unser Atem lässt es Frühling werden.
Was werd ich vermissen wie du
bebend deinen Mantel öffnest
und mich einlässt!

...
166 Stille Nacht 07.12.16
Vorschautext:
Stille. Silberreigen.
Zwischen Zweigen
Winken
Silberfunken.
Lebenstrunken.
Mond leert seine
Volle Schale.
Liebesmale.
Zarte Fracht.
Wir entsinken
In die Nacht.

...
165 Das Leben ist ein Looping 06.12.16
Vorschautext:
Ich bin ein Fisch in deinem
wachen Meerkatzenblick:
Schnurr, mein Kater,
es küsst dich
die 5-vor-12...

Du bist die Fliege
auf meiner Nase:
Ich kraus mich
unter eurem Schmusen,
ihr Trippelfüßchen.

...
164 Ariadne und Theseus 06.12.16
Vorschautext:
Ariadne steht im Abseits,
den roten Faden in der Hand,
den sie, naiv, in Liebe
einst für ihren Theseus band.

Sie wollt ihn schützen, leiten, binden,
auf seinem Gang durchs Irrgemäuer:
Den Minothaurus sollt‘ er finden,
das vielgefürchtet‘ Ungeheuer.

Sie konnte einfach nicht ersehen,
dass Theseus Minothaurus IST:
...
163 Helios 30.11.16
Vorschautext:
Du warst die Sonne, die ich stets umkreiste,
ich betete zu deinem Licht.
Es war dein Atem, der mich wärmte, speiste,
und Glücklichsein trug dein Gesicht.

Doch kamen deine Worte, Taten,
wie ein Kometensturm daher …
zerstörten Eden, unsren Garten.
Auch dich und mich – uns gibt’s nicht mehr.

Nun … Helios, so wisse:
Du lebst mit Schuld – und die wiegt schwer.
...
162 Erlahmte Flügel 29.11.16
Vorschautext:
Erlahmte Flügel
Stumpfes Kleid
Ein Schmetterling
Erliegt der Zeit

Blüten zwischen
Kargen Wänden
Verwelken in
Verlognen Händen

Verstellte Blicke
Herz in Scherben
...
161 Übergroße Bitten 28.11.16
Vorschautext:
Himmel, wasch auf mich hernieder,
dass du das Salz aus meinen Augen spülst
und mein ergrautes Fühlen jung küsst.

Ein Zelt möcht ich sein, hoch und weit,
dass meine Seele all jene, die ich liebe,
abendgerötet unter ihren Schirm nimmt.

Perlentaucher, nimm mich hinab,
tief ins Meer vergessener Träume,
dass ich in einer entsunkenen Muschel
mich selbst wiederfinde.
...
160 Gedanken in der Weihnachtszeit 27.11.16
Vorschautext:
Maria, Maria, in aller Welt Munde
ist bald schon dein werdendes Kind,
von ihm tragen Engel die frohe Kunde
hinaus auf die Felder, wo Schafhirten sind.

Maria, Maria, du musst von dem Sohne
in einigen Jahren schon lassen.
Denn er nimmt Gefahren – uns Sündern zum Lohne –
auf sich, lässt sich von den Häschern erfassen.

Jesus, oh Jesus, Maria die Gute
die dich hat empfangen, geboren, geliebt,
...
159 Schlaf ein, mein Herz 18.11.16
Vorschautext:
Schlaf ein, mein Herz, dein letztes Beben
verebbte traulich. Und ganz leis.
Nimmt's himmelwärts mit sich sein Streben,
Gefühle um die niemand weiß?
Mich wähnt, mich dünkt dein ganzes Leben
war weiter nichts als ein Sichfügen …
ein stets sich nur den andren geben …
und Schweigen straft dein Lieben Lügen.

A.F. 11-2016
158 Es werden wieder Tage... 09.11.16
Vorschautext:
Wird’s jemals wieder Tage regnen,
in denen Regenbögen blühn,
die meine dunklen Stunden segnen,
Tristesse mit Farbenpracht besprühn?

Und werden Stunden zu mir wehen,
in denen Sorgen vor mir fliehen?
Ach, Schmerz, du wirst vor Schmerz vergehen,
wenn Tränen ins Nirwana ziehen.

Momente voller Glück, Geborgenheit,
wo seid ihr? Hört ihr, sucht ihr bald
...
157 Verschloss'nen Auges 02.11.16
Vorschautext:
Mein Leib war mir ein fernes Eiland,
ringsum dein Meer, das es umtoste.
War's nur ein Trugschluss? Es liebkoste
allein der Wunsch den weiten Sandstrand?

In diesem Jahr, das Wahnsinn schürte,
in dem die Nächte uns verschlangen,
hast du dies Wüten abgefangen?
War ich's allein, die Durst verspürte?

Wir hätten uns umkränzen sollen,
mein Haar um deine Glieder winden,
...
156 November, November 31.10.16
Vorschautext:
November, November, du trüber Geist,
in Netzen hängen meine Träume
an nackten Ästen – ob du’s weißt? –
ich fürcht‘ mich ob der kahlen Bäume.

November, November, du stiller Gesell,
bunt war dein jüng‘rer Bruder.
Wie lachte seine Sonne hell,
bracht‘ Ernte uns, gar viele Fuder.

November, November, du düstrer Gast,
durchwanderst Nebel-Auen,
...
155 Dein großer Tag 07.10.16
Vorschautext:
Dein großer Tag...
Wie lang ist’s her,
dass wir uns mühsam
deinen Weg in die Welt
bahnten?
Kein Glück könnte größer sein, Bärchen!
Du, mein kleines-großes Wunder,
und ich das warme Nest,
dem du damals entschlüpftest,
um fortan Tag für Tag
Zauberwelten zu erkunden.

...
154 Frühe Beutegänger 06.10.16
Vorschautext:
Das Feuer hat sich selbst verzehrt.
Was war? Was bleibt? War'n jene Flammen
zu heiß? Zu gierig? Oder … wir bekehrt
von jenen, die die Glut verdammen?
Hat man uns ›Wirklichkeit‹ gelehrt?

Sind wir jetzt sehend, die wir blind
uns sehend und auch weise wähnten?
Was stehn wir zitternd nun im Wind,
den kalte Morgenstunden gähnten?
Sind wir der Hoffnung totes Kind?

...
153 Herbstzauberapfel 28.09.16
Vorschautext:
Ich bitt dich, Herbst, so breite
mir deinen bunten Teppich aus,
dass ich, was Sommer war, beschreite.
Ich trag Verwunschenes nach Haus.

Es prangt die Frucht, wo einst die Blüte
als weißer Schleier im Geäst
ihren zarten Duft versprühte
und hält zehn schwarze Kerne fest.

Oh Herbst, so lass mich reichlich schmecken,
all jenes, was in warmem Gold gereift,
...
152 Zeitlose Endlichkeit 22.09.16
Vorschautext:
Unser Märchen – es liegt noch auf deinen Lippen,
wispert mir von ›einst‹, erzählt von ›bald‹.
Drauf erklimm ich leis den Bogen deiner Rippen:
herzwärts – heimwärts, bis dein Atem in mir schallt.
Eva ist aus Adams Fleisch gemacht.

Ist’s denn wahr? Ist’s jetzt? Ist’s nur ein sich besinnen,
denken über was vor ›Tod‹ und ›scheiden‹ lag?
Stund um Stund fühl ich die süße Mär verrinnen.
›Zeitlos schön‹, sagtest Du. Schon schwärzt der Tag.
Blut pulsiert und nährt die Nacht.

...
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