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Gedichte zur Wissenschaft - Seite 3




Das Thema ...

(Ein Thema mehr ...)

Atemlos, die Spannung steigt
Gleich ist es wieder mal soweit
Der Geist bricht aus, er steigt herunter
Ei der Daus, mit viel Geflunker

Ich höre seine Worte klingen
Wie sie mit den Fakten ringen
„Das Hirn verbrauche viel Glucose
Wenn es dringt in das Famose“

Ganglien, Dendriten und Synapsen schalten
Im Cerebreum sie ihr Recht behalten
Nicht über Draht, nicht durch Metall
Kaum noch schneller als der Schall

Nervenbahnen elektrolytisch leiten
Den Sinnesreizen einen Weg bereiten
Sensorisch kribbelt's auf der Haut
Von Geisterhand ein Phantom erbaut

Hormone werden dabei assembliert
Von molekularen Maschinen konvertiert
Vitamine beschleunigen noch dazu
Kohlehydrate wirken dann im Nu

ATP und die Muskeln kämpfen
Magnesium hält sie frei von Krämpfen

Ein Gleichgewicht stellt sich nicht ein
Ist es doch wieder mal zum Schreien ...


*****

Da war doch noch so vieles mehr
So mancher Botenstoff muss her
Halt! Das Ganze ist doch durchschaut
Hat man doch auf Wissenschaft gebaut

Die Fundamente liegen fest
Der Doktor weiß den Rest
Er sieht alles ganz klar
Zumindest das, was war ...

Was kommt ist konstruiert
Hierarchisch organisiert
Wo ein Oben, wird es Licht
Da spürt man doch die Schwere nicht

Ja, die Nadeln sind heut lang
Sie stechen tief und man wird bang
Man weiß, doch nicht so ganz genau
Wenn man nüchtern, selten blau

Man trottet fort in großer Zahl
Steht nur selten vor der Wahl
Die Routinen sind recht fest
Rein gedanklich sind sie die Pest

Das Insulin steigt langsam an
Kein Glucagon, mein lieber Mann
Das Hirn rotiert, es philosophiert
Der Muskel ruht, es heißt ruhig Blut ...

Gezählt sind die Knochen und die Muskeln
Die Krankheiten, Husten, Röteln, Pusteln
Eiweiße, Hormone, Kohlenhydrate bekannt
Einige Fette und Fettsäuren an der Hand

Ballaststoffe, Vitalstoffe und Mineralien
Müsli, Körnerfrüchte und Cerealien
Der Sapiens bemüht sich wirklich sehr
Das Fachchinesisch wird täglich mehr

Jetzt kommt, sie war und wird schon sein
Die Intelligenz inzwischen ganz allein
Auf der Basis von solarem Strom und Chips
Erhängt den Denker an seinem Schlips

Halbleiterwafer, Prozessoren,
SSDs, Widerstände, Kondensatoren
Layers, Boards und Programme
Es dauerte nicht mehr allzu lange

Was einst Hardware war, wird soft
Die Grenzen verschieben sich heut oft
Und gelangt man mit Moore`s Gesetz an's Ende
Bringen Programme eine neue Wende

Hat man doch ewig dröge Routinen studiert
Analytisch einprogrammiert
Nullen und Einsen floaten levellos
Multiple Nodes kommen ganz groß

Zweifler wollen fraglos wissen
Die Maschine wird die Bewegung missen
Doch Konstrukteure waren findig
Diese These scheint zu windig ...

Chat GPT, Truth GPT und Open AI
Sammeln Daten wie zuvor noch nie
Kauen, doch fügen keine Amylase bei
Er wird nicht süß, der Speisebrei

Außer Vergangenheit kommt nichts heraus
Nur Abwärme bis zum Garaus
Unwissende sind ungeheuer fasziniert
Durch und durch auf Sensation fixiert ...

Sind es doch die vielen kleinen Seelen
Der Programmierer, die in ChatBots leben
Die dort hetzen, nie verstummen
In programmierten Schleifen summen

*****

Ein Netzwerk, so groß wie diese Welt
Es scheint, es hat die Welt erhellt
Es bewegt sich träge, braucht viel Strom
Es pflanzt sich fort, zeugt … einen Sohn ... ???


© Auris cAeli
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Patin Natur

Alles was auf der Erde an Materie ist,
nichts davon existiert durchs Begaffen.
Alles Künstliche sich aus Natur bemisst,
nur aus ihren Zutaten wird was erschaffen.

Der Mensch kann nur Altes neu anordnen,
kann erforschen, denken, experimentieren,
kann Abläufen Gesetzmässigkeiten entlocken,
durch Beobachtung Fortschritt generieren.

Die Natur ist ihm dabei stets hilfreiche Patin,
dient ihm als Vorlage, Vorbild und Ideengeber,
sie hat die Antworten auf jede seiner Fragen,
für so gut wie alle Patente ist sie Urheber.

Der Mensch selbst ist mit ihr Meisterstück,
in ihm hat sie sich wohl selbst übertroffen.
Sein Bewusstsein verleiht ihm den Einblick,
wozu die Natur allem Leben hat verholfen.

Das Streben nach Wissen und dem Sinn,
viele Geheimnisse sind noch verborgen.
Die einzige Leere in einem innen drin,
ist die Lücke für das Wissen von morgen.

Das Potential unseres Nervenkomplexes,
es braucht keine übersinnliche Mächte,
die richtige Verknotung seines Netzes
ermöglicht die Nutzung enormer Kräfte.

Wir sind aus Natur, sind ein Teil von ihr,
künstlich ist nur, wie wir sie kombinieren.
dazu nutzen wir all unsere Sinne dafür,
um natürliche Erfindungen zu studieren.

Wenn wir wieder an Grenzen geraten,
Geduld und Umdenken ist der Schlüssel,
so wird uns erneut ein Zugang verraten,
langsam finden wir so Teile vom Puzzle.

Das Universum macht sich nicht die Mühe,
ganz ohne Grund einfach so zu existieren,
unser Dasein gleicht einem Pfad voller Türe,
eine nach der anderen wird weiter führen.

Es ist ratsam, Altbewährtes zu schätzen,
Ozeane, Wälder, Ursprünge des Lebens,
mit ihnen wir uns auch selbst verletzen,
wir brauchen sie bei all unseres Strebens.

© meteor 2025
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