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Gedichte zur Wissenschaft - Seite 2


Die intellektuelle Einheit

(M * G / K)

Laut neuer Überlegung
Laut Denkanstrengung
Kraft Nullbewegung
Kraft Gedankenlängung
Könnte man den Strom
Den unbekannten Götterklon
Anders messen und bezeichnen
Sich auf ein neues Maß hin eichen

Nicht Stunde, Watt, nicht Volt, Amperè
Damit Rechnen fällt doch manchem schwer
Sondern Macht mal Genie durch Kompetenz
Als neue, ultramoderne Wissens-Reagenz
Wird, so wurde heut am Tage, fest beschlossen
Intelligenz zukünftig als Einheit von uns genossen
Speiste der Strom den Ofen sauber und modern
Ists morgen die intellektuelle Einheit, I.E., nah wie fern

Erzeugt sie bald hellstes Licht in unserer Stube
Die intellektuelle Einheit strahlt in jede Grube
Waschmaschinen, Spülmaschinen, die Mikrowelle
Intellektuelle Einheiten heizen auf die Schnelle

Sie rechnen, denken für uns mit
Ohne I.E. ist doch alles bloßer Shit
Videos und Gehalt an Wahrheit
Lohnabrechnung, geistige Klarheit

Ob Kaffeemaschine oder Babyfon
Das Solarpanel auf dem Hausbalkon
Der Thermomix, der Rasenmäher
I.E., kräht selbst der Eichelhäher
Das Musikstück, der Avatar
Die Zukunft und selbst das, was war
Was links von dir und sehr weit rechts
Des Doktors Hirn, die Kraft des Knechts
Selbst der PKW saugt sie übers Kabel auf
Der Akku braucht sie schon vorm Kauf
Sie dreht den Motor bringt den Moment
Ist des trüben Fischens Komplement

Sie erhebt sich schleichend aus dem Unsichtbaren
Führt zur Einsicht, einer zugegeben Sonderbaren
Dass der plumpe Strom zum Schluss
Uns führt zu wohlverdientem Überfluss

Erzeugt wird die intellektuelle Einheit im Modul
Dem sonnenbeschienenen Götterstuhl
Sie strahlt und schwebt und wird empfangen
An Bits und Bytes gleich hinten angehangen
Reflektiert und durch Fasern, Glas geleitet
Von tiefschwarzer dunkler Nacht begleitet
Dem Menschensinn zu Gesicht gebracht
Als Ungedicht für heut' die letzte Fracht

Möge die Intellektuelle Einheit den belohnen
Dem die heeren Wissensmächte innewohnen
Und den Belohnten dazu führen
Der Belohnung nachzuspüren. –

© Auris cAeli
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Ich liebe mich in Dir

*

Ich erfühle mein begrenztes Sein
in Dir
der Du ein Teil von mir bist

Einem komplexen Körper
der sieht, hört, riecht, schmeckt und fühlt

Mein Erfühlen wandelt sich in Erfahren

Geistig bilden sich Bilder in mir
Bilder von Formen, Farben, Objekten
Getrennt, bewegt, vielfältig, interagierend, konsequent
Und doch ist alles miteinander verbunden

Bilder werden zu Visionen
Visionen werden zu Schwingungen
Schwingungen werden
und erschaffen

Deine Gedanken
Deine Worte
Deine Taten
Sie basieren auf der Illusion des Spielfeldes
in dem Du den Ursprung vergessend
wahrnehmen und wirken darfst, sollst und willst

Dort geboren, wachsend zur Fülle, abbauend, sterbend
Erfahrungen, die mich lehren, nähren, erfüllen
und dafür danke ich Dir
ich danke mir in Dir
und ich, Deine Seele, liebe Dich
ich liebe mich in Dir !

*

NO-ET-IK: Ursprung Griechisch „noētikos“
Sie bezieht sich auf:
direktes Wissen, Intuition, indirektem Verständnis und innere Weisheit

Noetik ist eine erkenntnisorientierte Wissenschaft und verbindet die spirituelle Welt des Bewusstseins
mit der direkt wahrnehmbaren Welt des Materialismus.
Sie verbindet das Verstandesdenken mit dem Erfühlen der Wahrheit hinter den Dingen
und generiert dadurch erkenntnisbasiertes Wissen.

Grundlage ist das Paradigma eines Bewusstseins,
welches auf einer immateriellen Ebene ausserhalb des Körpers existiert.
Der Körper filtert die multidimensionalen Anteile des eigenen Seins
und reduziert diese auf eine weltliche, materielle Erfahrung.

© jogdragoon
Bibat ex me qui potest
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Wasser

Drei Atome hier in enger Bindung
Wasser- und Sauerstoff in Windung
Polar verdrängt ein Artgenosse
Reiß ich hier 'ne neue Posse

Atome geistern, so empfunden
Elektronen drehen ihre Runden
Protonen bewegen sich tief im Kern
Etwas erinnert mich hier an einen Stern

An den Himmel, das Firmament
Wo hier bei mir 'ne Kerze brennt
Der Abend kam heut schnell herbei
Grüble ich bei mir, eins, zwei, drei

Nicht körperlich, die kleinsten Teilchen
Die den Makrokosmos ewig durcheilten
Mehr Energie auf diversen Bändern
Statistisch verteilt bis zu den Rändern


Schon alter Käse, die Theorie
Bietet allzu wenig fürs Genie
Bloß eine Formel soll es sein
Die große Welt wird sogleich klein

Kreise drehen sich, in langer Reihe
Stäbe sehe ich, mit der Augen zweie
Perspektivisch scheints mir, unumwunden
Kugelig, zeitweilig vom Blick durchdrungen

Mal deucht´s mir, es wäre null und eins
Ein Atom, gesehen wurden bislang keins
Fällt mir bei den gereihten Ringen auf
Dass der Blick auf seinem Lauf
Raum und Zeit überwinden muss
Was mich führt zu dreistem Schluss
Dass die Kugel, die ich gesehen
Nacheinander zu verstehen

Der Ring, ohne Anfang oder Ende
Der sich um sein Zentrum wende
Die Folge davon mehrere zu sehen
Kugeln scheibenweise anzusehen
Bringt mich zu dem dreisten Schluss
Dass die Gleichzeitigkeit kein Muss
Einzig aus der Summe resultiert
So der Mensch hier philosophiert

Der Eindruck unseres geraden Sehens
Die Kraft unseres inneren Verstehens
Eine bruchstückhafte Kombination
In seelisch dreist verarmter Situation

***

Die Wahrscheinlichkeit der Transparenz
Vom Geist erwartet in des Menschen Lenz
Sich oftmals verzögert über viele Jahre
Oft erfährt er sie erst auf der Bahre
Wo der Punkt sich zur Linie streckt
Die Linie sich um Kreise eckt
Der Kreis sich mittig überhöht zur Kugel
Die Kugel sich verliert im Zeitenstrudel

Wo der Kreis zum Ringe aufgepolstert
Wo Kreise und Ringe schon verstolpert
Wo Punkt und Gerade harmonieren
Wo Wissenschaftler seitwärts stieren
Da lauert auf des Geistes Funke
Der Sensenmann, der Erzhalunke
Erlöst dann auf der ewigen Schwelle
Die Gedankenbewegung auf der Stelle

© Auris cAeli
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