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Gedichte über Reichtum - Seite 18


Make Love im grauen Land (Song)

[Strophe 1]
Er kam aus ’nem Land aus Mauern, Beton und Verbot,
doch sein Herz schlug im Takt von Freiheit ohne Not.
Schrieb heimlich Gedichte im Schatten der Nacht,
hat mit Worten gekämpft, wo die Stasi nur lacht.
Ein Rebell mit ’nem Rucksack voll Liebe und Mut,
ein Hippie im Osten — barfuß, wild, frei und Liebe im Blut.

[Pre‑Chorus]
Und seine Eltern sagten leise: „Junge, pass auf dich auf.“
Doch er folgte nur dem Rhythmus, der ihn rief —
Freiheit und Liebe, Straße für Straße, Berg ab und Berg auf.

[Chorus]
Make love, not war — im grauen Land,
er hob die Faust und hielt die Liebe in der Hand.
Macht Liebe, nicht Krieg — rief er in die Nacht,
bis irgendwo ein Funke Freiheit neu entfacht.
Peace — schrieb er an jede Wand,
ein Hippieherz im Niemandsland.
Make love, not war — sein stiller Widerstand.

[Strophe 2]
Er trampt’ durch die DDR, durch Polen, Budapest,
schlief auf Böden, in Wäldern, wo man ihn lässt.
Wilde Partys im Untergrund, Rauch in der Luft,
Küsse im Flur, Freiheit im Duft.
Er liebte das Leben, als wär’s nur gelieh’n,
und überall ließ er ein Stück Seele zieh’n.

[Pre‑Chorus]
Doch seine Eltern flüsterten: „Junge, du bist zu laut.“
Er lächelte nur müde, denn er wusste:
Wer schweigt, hat längst aufgegeben, wurd’ seiner Seele beraubt.

[Chorus]
Make love, not war — im grauen Land,
er hob die Faust und hielt die Liebe in der Hand.
Macht Liebe, nicht Krieg — rief er in die Nacht,
bis irgendwo ein Funke Freiheit neu entfacht.
Peace — schrieb er an jede Wand,
ein Hippieherz im Niemandsland.
Make love, not war — sein stiller Widerstand.

[Bridge]
Und wenn die Mauern ihn drückten,
schrieb er sich frei,
ließ die Worte wie Vögel
durch die Mauern zieh’n.
Er war Dichter, Rebell,
war ein Kind seiner Zeit —
doch im Herzen blieb er
ein Liebender, frei in der Seele, zu jeder Zeit.

[Chorus] (groß, hymnisch)
Make love, not war — im grauen Land,
er hielt die Liebe wie ’ne Fackel in der Hand.
Macht Liebe, nicht Krieg — sein Ruf im Wind,
für jeden Träumer, der im Dunkeln beginnt.
Peace — ein Echo, das niemals vergeht,
weil seine Freiheit in seine Zeilen weiterlebt.
Make love, not war — sein Herz hat’s gelebt.

[Final-Chorus]
Und wenn er heute sieht —
was in diesem freien, neuen Land, heute geschieht.
Dann weiß er, die Demokratie —
ist genauso verlogen, wie ihre verlogene Politik.
Make love, not war — hört auf zu lügen, verlogene Republik!
(Hört auf zu lügen, mit eurer verlogenen Politik!)

© Horst Bulla
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Wacht auf! (Song)

[Strophe 1]
Die Welt, Asien, Nahost,
Deutschland, Europa – wir steh’n am Rand.
Zu lange nur geredet,
zu lange stillgestanden im eigenen Land.
Doch wir haben’s schon erlebt,
wir sah’n Mauern fallen in einer Nacht.
Ein Volk, das aufgestanden ist,
hat gezeigt, was echte Freiheit macht.

[Pre‑Chorus]
Wenn Geschichte sich bewegt,
dann durch Menschen, die nicht schweigen.
Wenn ein Traum im Herzen brennt,
kann er Wirklichkeit erreichen.

[Chorus]
Wacht auf, schweigt nicht,
steht auf für eure Träume.
Für Liebe, für Familie,
für das Glück in euren Räumen.
Veränderung beginnt
mit dem Mut in unsern Händen.
Ein Volk, das sich vereint,
kann die ganze Welt verändern.

[Strophe 2]
Der Fall der DDR,
der Fall der Mauer – er zeigt uns klar:
Ein Volk kann Systeme stürzen,
kann neu beginnen, Jahr für Jahr.
Reformen, Wunder, große Träume,
sie sind möglich, wenn man’s will.
Doch wir brauchen Brüderlichkeit,
und ein Herz, das niemals still.

[Pre‑Chorus]
Wenn Geschichte uns ruft,
dann darf keiner mehr verstummen.
Denn ein Funke reicht oft aus,
und ein Feuer ist entflammt.

[Chorus]
Wacht auf, schweigt nicht,
steht auf für eure Träume.
Für Liebe, für Familie,
für das Glück in euren Räumen.
Veränderung beginnt
mit dem Mut in unsern Händen.
Ein Volk, das sich vereint,
kann die ganze Welt verändern.

[Bridge]
Das große Schweigen muss vergeh’n,
das Wegseh’n und das Stillsteh’n.
Wir tragen Zukunft in uns drin,
wenn wir gemeinsam stärker sind.

[Final Chorus]
Wacht auf, schweigt nicht,
lebt für eure Träume.
Für Liebe, für das Morgen,
für ein Land in neuen Räumen.
Ein Volk, das sich erhebt,
kann die dunkelsten Zeiten wenden.
Denn wer zusammensteht,
kann die ganze Welt verändern.

Wacht auf, das Volk —
muss endlich herrschen und nicht schweigen!
Nicht die, die sich am Volk bereichern,
kein Kanzler, Abgeordneter, Minister...
Lobbyisten, Marionetten, Staatsdiener und der Gleichen.
Das Volk, es muss sich selbst verwalten!

[Outro]
Wacht auf, steht auf —
reformiert, verbiegt und bricht,
verändert unser neues Land
aus Träume und den Mut zum Widerstand
erwächst ein neues schönes Land.
(Wacht auf)
(Nimmt euer Glück und Schicksal in die Hand)
(Wacht endlich auf!)

© Horst Bulla
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Wo der Reichtum regiert (Song)

[Refrain]
Und die Straßen schreien laut nach Gerechtigkeit,
denn wo der Reichtum regiert, ist die Armut nicht weit.
Deutschland geteilt in Arm und Reich,
und keiner da oben sagt: „Wir tragen die Schuld vielleicht.“
Wo der Reichtum regiert, ist die Armut zu Hause,
und das Volk zahlt den Preis – Tag für Tag, ohne Pause.

[Strophe 1]
Armut wächst in den Schatten der Städte,
Tafeln voll, Suppenküchen überfüllt.
Kinderarchen retten, was der Staat längst vergisst,
Hartz‑4‑Aufstocker zählen Münzen, bis der Monat zerbricht.

Kinderarmut – ein Stempel auf kleinen Seelen,
Altersarmut – ein Leben lang geschuftet, doch nichts zum Leben.
Hartz‑4‑Depressionen, Hartz‑4‑Suizide,
ein System, das bricht – und keiner übernimmt die Verantwortung dafür.

[Refrain]
Und die Straßen schreien laut nach Gerechtigkeit,
denn wo der Reichtum regiert, ist die Armut nicht weit.
Deutschland geteilt in Arm und Reich,
und keiner da oben sagt: „Wir tragen die Schuld vielleicht.“
Wo der Reichtum regiert, ist die Armut zu Hause,
und das Volk zahlt den Preis – Tag für Tag, ohne Pause.

[Strophe 2]
Flaschensammler laufen im Neonlicht,
Mülltonnensucher hoffen auf ein kleines Stück Würde.
Bettler, Obdachlose – unsichtbar gemacht,
leben und sterben auf deutschen Straßen,
während die Welt an ihnen vorbeirennt.

Mietwucher frisst die Löhne,
Preiswucher frisst die Hoffnung,
Inflation frisst die Zukunft,
und der Steuerraub frisst das Vertrauen in den Staat.

[Refrain]
Und die Straßen schreien laut nach Gerechtigkeit,
denn wo der Reichtum regiert, ist die Armut nicht weit.
Deutschland geteilt in Arm und Reich,
und keiner da oben sagt: „Wir tragen die Schuld vielleicht.“
Wo der Reichtum regiert, ist die Armut zu Hause,
und das Volk zahlt den Preis – Tag für Tag, ohne Pause.

[Bridge]
Wohlstand für Eliten,
Luxus für Bosse,
Privilegien für Banken, Manager, Finanzkartelle.
Konzerne, Regierungen, Abgeordnete, Beamtenstaat –
alle bedienen sich,
alle profitieren.

Und dann sagen sie:
„Das alles nur zum Wohle des gesamten deutschen Volkes?“
Oder doch eher zum Schaden derer,
die dieses Land tragen –
Arbeitnehmer, Mieter, Kunden, Verbraucher, Steuerzahler.

[Finaler Refrain]
Und die Straßen schreien laut nach Gerechtigkeit,
denn wo der Reichtum regiert, ist die Armut nicht weit.
Deutschland geteilt in Arm und Reich,
doch das Volk erhebt die Stimme –
„Wir tragen die Last – und ihr tragt die Pflicht!“

Wo der Reichtum regiert, ist die Armut zu Hause,
doch wir stehen auf,
wir stehen zusammen,
und wir schweigen nicht mehr.
(Nein! Wir schweigen nicht mehr)
(Wir schweigen nicht mehr)

© Horst Bulla
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Mein Padua

Mein Padua

Das ist meiner zweitliebsten Stadt Verhängnis,
Dass viele ihrer Begriffe so sperrig sind.
Sehenswürdigkeiten kommen in Bedrängnis,
Weil ihre Namen schwer verstehbar sind.

Mein Padua, was hast Du alles geschaffen,
Das wir Heutigen allzu leicht vergessen,
Geist und Kultur, ganz ohne Waffen,
Der Größe Deiner Tradition angemessen.

Da ist Shakespeares Widerspenstige Zähmung,
Auch Goethes Faust und Brechts Galileo Galilei,
Bei denen Du als bedeutende Stadt findest Erwähnung,
In der Nähe Abano Terme, viel weiter weg Pompeji.

An Santos Kirche mit den acht Kuppeln der Basilika
Wurde achtzig Jahre in byzantinischem Stile gebaut –
Für Antonio, davor die Reiterstatue des Gattamelata,
Den das Volk als Verschlagenen längst durchschaut'.

Am Prado della Valle ein sehr großer Markt,
Dort grüßen Berühmtheiten aus Stein.
Und weil die Renaissance mit Giotto erstarkt',
Gehen wir ehrfürchtig zur Scrovegni hinein.

San Giustina ist eine der größten Kirchen der Welt,
Sie hat ständig ihre vielen Besucher und Beter.
Und Galileo Galilei, zum Professor bestellt,
Galt der Katholischen Kirche lange nur als Verräter,

Lehrte an der zweitältesten Universität der Welt,
Dazu gibt’s den ältesten anatomischen Hörsaal.
Nachts sezierte man heimlich, hatte Leichen bestellt,
Denn Hingerichtete gab es ja ohne Zahl...

Padua hat den ältesten Botanischen Garten,
Wo Goethe bereits seine Palme beschrieb.
Stadtstreicher durften im Caffe Pedrocchi erwarten
Wasser, Journale, weil man sie nicht vertrieb.

Lord Byron, Maxim Gorki und viele andere saßen,
Wo 1848 Studenten gegen Österreich konspirierten,
Im Liston konnte man edle Waren anfassen,
Welche immer schon zum Kauf animierten.

Maler wie Tizian und Veronese schufen ihre Bilder,
Die Universität erstrahlte in neuem Glanz,
Wo frisch Promovierte feierten und Schilder
Zeigten uns an, wo des Stadtlebens Tanz.

Als ältester Supermarkt der Welt gilt der Salone,
Er ist Paduas heimliches Wahrzeichen.
Es gab ja nicht nur Don Camillo und Pepone,
Man wollte mit der Kultur auch Größe erreichen.

Der Ponte Molino stammt aus der Römerzeit
Und überspannt Paduas größten Fluss,
Wo Palladio geboren, zur Architektur bereit,
Empfing früh der Musen großartigen Kuss.

Auch Kopernikus weilte in dieser Stadt
Und Paracelsus lehrte an der Universität,
Wo das Geistesleben ständig Aufenthalt hat,
Es bis heute für keine Forschung zu spät.

Da wirkten selbst Bischöfe in großer Zahl,
Auch der liebe Casanova war schon hier,
Wo alles Kulturaura mit freier Wahl,
Der Kunstsinnige hinkommt mit viel Gespür.

Selbst Legenden haben bis heute ihr Leben:
Antonius' Stimme war angeblich so laut,
Dass Dreißigtausend er konnte Botschaft geben,
Worauf er selbst auf Jesus Christus gebaut.

Doch Leonardo da Vincis Fistelstimme
War hoch und erreichte fast keine Studenten.
Die hörte sich an wie die Stimme der Imme,
Deshalb sollten Studenten den Zustand beenden.

Also bauten sie ihm einen Hochstuhl aus Holz –
Den allerersten Lehrstuhl der Welt.
Bis heute erreichen Worte deshalb voll Stolz
Studierende, wenn man da Vorlesungen hält.

Mein Padua ist schon eine großartige Stadt,
Im Augenblick leider ein wenig vergessen,
Wo die Kultur bis heut' Sitz und Stimme hat,
Weil dort Geist und Kunst eigen' Urwesen.


©Hans Hartmut Karg
2021

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