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| 61 | Im Überschwang | |||
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Vorschautext: Auf strahlend vielversprechenden Bahnen bewegen wir uns widerstandslos und schwenken unsre Siegesfahnen, erscheint das Glück so riesengroß. In licht- und glanzerfüllten Gefilden verbringen wir gern emsig die Zeit, entfernt vom unvermittelt Wilden, das lieber verstört im Dunkeln bleibt. Im ausgerichteten Scheinwerferkegel manch augenblicklicher Wunsch nur stört, ... |
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| 60 | Innenperspektive | |||
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Vorschautext: Wie in einem Kraftstrom unverzagt jonglierend, lernen wir sehr bald schon siegen und verlieren. Immer aufwärts, weiter soll es mit uns gehen. Keine hohe Leiter ist jedoch zu sehen. Bunt ist´s mittendrin, strömemd allemal ... |
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| 59 | Wie sie sich nächtens sammeln | |||
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Vorschautext: Von weitem tönt es pochend durch die Nacht. Zu später Stunde pilgern Menschenmengen, um sich in einen vollen Saal zu zwängen. Und bald sind sie um ihren Schlaf gebracht. So bunt das Flackern... Alles tobt und lacht zu druckvoll wummernd aufgepumpten Klängen. Lianenmenschen tanzen, schlingern, drängen. Die Schwerkraft hat nicht mehr die Hoheitsmacht. Zersprengt die Fesseln. Niemand wird`s verraten. So wollt ihr über euch hinaus doch gehen, ... |
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| 58 | Keine Träne lohnt`s zu weinen | |||
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Vorschautext: Viele Tode,die wir sterben. Viele Masken, die wir tragen. All die Gründe zu verbergen kostet sehr viel Kraft und Nerven. Welch ein furioses närrisches Spiel... |
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| 57 | Bewegung entsteht | |||
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Vorschautext: Die Welt bedeutungsschwer erfüllt - mit jedem Wort verknüpft sich Sinn, der sich sogleich noch nicht enthüllt, bis ich dafür empfänglich bin. |
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| 56 | Verfahren | |||
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Vorschautext: Verschwimmende Wege im Zuge der Zeit. Verschiebung der Orte der Anwesenheit in steter Entfernung von denen, die einst so wichtig waren... Nun bin ich hier , wo streng die ausgerichteten Blicke in immer weiter zunehmender Dichte, mit durcheinander palavernden Mündern durch die Abteile rauschen und schnaufen. Ich spüre das pochende Vorwärtstreiben in vollen Zügen... Nur wohin? Verschwommen die Aussicht und niemand der zuhört. |
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| 55 | In der Mitte des Lebens | |||
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Vorschautext: Vorbei der Schub der sprühenden Tage, gespeist aus goldnem Tau. Verfüttert die Jahre, gefräßig die Mäuler. Der Hunger ungestillt. Gespinste, die bleiben, den Glanz zu bewahren, der nimmermehr kommt |
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| 54 | Kein bloßes Verwobensein | |||
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Vorschautext: Nicht einfach strahlend blau, ornamental gesprudelt erscheinen dem un-fixiert schweifenden Blick am Himmel die Kräuselungen des Lichts und gleißend lädt auf blühenden Wellen der Sonnenwiderschein zum Drüber-wandeln ein, genauso ... |
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| 53 | Ansprache - Gegenreden | |||
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Vorschautext: Ungläubige, Unwissende, Träumer aller Art, bleibt ganz unbesorgt... Das Rätsel dieser Welt uns doch zum Narren hält. Nur das Glück kann niemand missen, ist es auch nicht mehr als nacktes Hoffen. Doch, wer weiß denn schon was zählt? Wer weiß was zählt, hat gut gerechnet. Wir rechnen viel und notgedrungen ... |
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| 52 | Kleinkämmerer | |||
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Vorschautext: Wir kommen nicht heraus aus unsren engen Kammern, denn hier sind wir zuhaus und bleiben´s wohl noch lange. Wir dringen einfach nicht vor in krafterfüllte Zonen. Nur manchmal schießt´s empor als wären´s Explosionen. |
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| 51 | Trichterische Verwandlungsdynamik | |||
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Vorschautext: Anfallsartige Verzweiflung steigert sich beim Versuch plumper Eindämmung unweigerlich, aufzufordern zum Tanz um den Marterpfahl des Lebens, wirbelnd die Schwerkraft auszuhebeln, durch das hochschießend sich eröffnende blaue Trichtermaul ins Weite, wo ein goldener Lichterschauer ... |
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| 50 | Realisierung | |||
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Vorschautext: Wenn schwebende Möglichkeiten aus schwerelosem Raum sich winden in die Zeiten als wärs aus einem Traum, pulsiert das Leben wild, verwandelt sich die Welt. |
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| 49 | Aus der Versenkung | |||
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Vorschautext: Der reine Geist aus reinem Herzen spricht: "Ja,ich bin rein, die Welt ist schlecht, nur weiß ich nicht, woher ich komme und ob ich es vielleicht nur träume. Je reiner ich mir erscheine, je mehr bin ich alleine." Die Form zerbricht im Angesicht des Nichts. Die Stille winselt nach Fülle . |
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| 48 | Frei | |||
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Vorschautext: Es trübt kein hehrer Anspruch, schwebt die Sicht befreit, verwandelt zum Gesangsbuch, weder hoch noch breit. |
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| 47 | Was wiegt ein Sieg? | |||
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Vorschautext: Wenn Jubelschreie hoch vibrierend schwingen, vereinzelt und zuhauf sich Menschen bäumen, vom Scheitel bis zur Sohle restlos schäumen, die Blicke raumlos weit und strahlend dringen. dann scheint die ganze Welt ein Lied zu singen, darf niemand seinen Einsatz jetzt versäumen, als wärs ein Traum, den sie gemeinsam träumen. Zugrunde liegt jedoch ein zähes Ringen und hohe Spannung trunken sich befreit, die vorher bangend um den Sieg errichtet. ... |
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| 46 | Horizonte | |||
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Vorschautext: Verlorenheit im Anzug mit Frösteln im Jackett. Verdammnis ohne Anspruch auf ein warmes Bett. In Steigerungen streben wir, getrieben von der steigenden Flut ins nächsthöhere Revier und hängen doch nur in der Luft. Ein übergreifender Balanceakt. Von innen her spricht er sich weitend fort. ... |
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| 45 | Auf dem Weg | |||
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Vorschautext: Kristallene Weiten durchdringen den Raum verhärteter Zeiten und brechen ihn auf |
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| 44 | Zusammen | |||
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Vorschautext: Es ist kein direkter Kampf um Leben und Tod, kein Sturmlauf oder Bürgerkrieg, der unsre Zivilisation bedroht, wenn´s überhaupt Bedrohung gibt, vielmehr ein Stocken, Anspannung,die steigt, vergeblich sich zur Ruhe zwingt, stattdessen weit vorausschauend verzweigt und dennoch keine Sicherheit bringt. Kontrolle bis zur Regungslosigkeit, wobei man trotzdem vorwärts schießt und rauschend wie in unterirdischer Bahn durch Fensterhöhlen Schwärze fließt. ... |
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| 43 | Fauler Zauber | |||
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Vorschautext: Die Worte hüpfen hinter dem Vorhang hervor und tanzen gern Ballett proben mitunter den Aufstand spielen verrückt zerfasern komplett das Bühnenbild und schaffen so den Stolperraum fürs ausschweifende Gemüt |
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| 42 | Blendung | |||
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Vorschautext: Glitzerrausch, Sprühfontänen, deren Regenbogenfarben zitternd zu den Jungfernufern geleiten, den gut besuchten Stiegen am Rand, den Blick zu senken vor der Pracht der rahmenden Palastanlagen, nach vorne hin offen, wo die weißen Dampfer mit buntem Getümmel an Deck müde übers gleißende Wasser tuckern. Wohin den Blick nur wenden, ... |
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