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Gedichte über Lebensweisheiten - Seite 950


Gedanken eines Wetterhahnes!

Gedanken eines alten Wetterhahnes
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Gedicht - Nr.1276
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Zu Eichendorf im Oberland
ich fast zweihundert Jahre stand.
Auf Kirchturmdach als Wetterhahn
als Zierstück und als Wetterfahn`.
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Bei Schnee und Regen, kalter Nacht
zu jeder Stunde Dienst gemacht.
So mancher Blitz hat mich gestreift
und eisig Frost mein Kamm bereift.
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An manchem heißen Sommertag
da wo ein jeder Schatten mag,
hat mir die Sonne unverwandt
auf meinen Leib aus Zinn gebrannt.
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Schwarz hat die Zeit gefärbt mich ganz
schon lang entflohen goldener Glanz,
und darum haben sie zuletzt
verschmäht mich - darum abgesetzt.
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Sie brachten „Neuen“ oben auf
so ist die Welt - der Zeiten Lauf,
er glänzt dort golden dient als Zier
doch für mich ist dies schlecht Pläsier.
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Geliebter Turm und Kirchendach
wo ich gesehen Wald, Flur, Bach,
hört Brunnenplätschern Tag und Nacht
da wo mein Leben ich verbracht.
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Wo mich besuchten Schwalben, Spatzen
ich hörte ihr Zwitschern, seltsame Sprachen,
ich hörte Glocken – Orgelklang
und auch der Menschen Lobgesang.
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Man warf mich dann zum alten Eisen
nachdem man mich vom Dach tat reißen,
Alteisenhändler mich genommen
die Pfarrei dreißig Mark bekommen.
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Ich lag beim Blech auf großem Haufen
wo Ratten, Mäuse sind gelaufen.
Ich ruhte dort voll Weh und Ach
und weinte alten Zeiten nach.
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Ein Kunstschmied hat mich dann erstanden
und sogleich Kunstwerk angefangen,
er gab mir Farben neues Leben
und hat mir neue Form gegeben.
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In seinem Garten halte ich Wacht
Dort gib auf Vögel, Mäuse ich Acht,
dort dreh` ich lustig mich im Wind
und schenke Freude manchem Kind.
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Nun sanft ist aller Tagesfluss
ich keinem Sturm mehr trotzen muss.
Im Schatten unterm Apfelbaum
da habe ich nun manchen Traum
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Und kommt die kalte Winterzeit
bin ich von meinem Dienst befreit.
In warmer Stube ruhe ich aus
muss nicht bei Schnee, Frost, Kälte raus.
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Schon heute tut man mich vermissen
den „Neuen Hahn“ der Sturm vom Dach gerissen.
Zerbeult der nun im Pfarrhaus liegt
Gerechtigkeit du hast gesiegt!
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Peter Leitheim: Buchautor
Poesie, Fabeln, Historie, Sagen. Gebete.
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Die Waage des täglichen Lebens!

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Gedicht - Nr. 1233 von 1488 Gedichten

Auf goldenen Schalen ausgebracht
was Freude Kummer oft gemacht.
Wollt wissen war es gut das Leben?
War`s unrecht da viel Leid zugegen?
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Auf linker Seite eingebracht
all das was recht viel Leid gemacht.
Auf rechter Schale aufgelegt
was Freude und mein Herz bewegt.
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Nach welcher Seite schlägt es aus?
Was kommt am Ende dann heraus.
Hat solches Wiegen wirklich Sinn
in welcher Schale liegt was drin?
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mehrfach war heftig Hagelschlag
und Bitterkälte - viele Tag.
Auf rechter Seite Sonnenschein
und Sommerregen frisch und rein.
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Sehr schwer sehr lang das Lagerleben
wo Hunger Armut stets zugegen.
Auch Jauchen, Hochzeit, Kindersegen
zwei Töchter die mir Gott geben.
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Oft Tränen, Kummer - Tag und Nacht
manch Schicksalsschlag mit zugedacht.
Im Dichten – Malen, fand ich Glück
im Garten hatte gut Geschick
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Der Vater viel zu früh gestorben
an Geld oft wenig - viel Krankheit Sorgen.
Erfolge groß im Sport - Tochter gehabt
die Jüngste viel Hilfe mir gebracht.
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Die Frau recht krank schon lange Zeit
Ich selber- auch dies keine Freud.
Hab warme Stube, Rente gut
und auch zum Essen ich genug.
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Viel Unrecht Leid mir man angetan
man lies mich kommen nie voran.
Doch auch Erfolge ich gehabt
Im Leben allerlei vollbracht.
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Die Waage aber schlug nie aus
egal wo was - ich legte drauf.
Was ist im Leben Freude – Leid
Und was ist gute - schlechte Zeit?
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Es ist nicht Geld - Nicht Macht - Nicht Rum
Das Glück das ruht allein - im guten Tun.
Betrachtet man die Welt die Große
Da ist viel Leid - viel Schicksalslose.
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Es ist bei vielen Glück und Segen
Doch es ist viel was wir nicht sehen!
Was bei uns Kummer für andere schon Glück
Die Welt - das Leben - ist verrückt.
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Was Glück, was Unglück, seltsam Spiel
Der Mensch der möchte meist zu viel.
Sehr vielen geht es wirklich schlecht
was ist im Leben denn gerecht?
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In unserer Welt oft große Not
gar viele sterben da kein Brot.
So viele auf der Straße leben
gar vielen Kindheit - nie gegeben.
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Ums nackte Leben viele kämpfen
In Kriegen Leid geschieht den Menschen.
Auf dieser Erde viel Gewalt
Krankheit und Seuchen anderthalb.
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Ein mancher taub ein anderer stumm
mal ohne Glieder - schiech und krumm
gelähmt, mit reichlich Atemnot
bei vielen alles aus dem Lot.
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Peter Leitheim: Gedichte
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