Der Weg

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Äste greifen nach dem Himmel,
Bäume, die noch weinen können,
nicht aus Schwäche,
sondern weil Leben durch sie spricht.

Winde ziehen frei,
sie kennen kein Versteck,
sie rufen deinen Namen
und tragen ihn weit hinaus ins Morgen.

Schlafe, Bruder, schlafe.
Träume ohne Furcht.
Denn aus Weisheit wächst die Kraft,
still, tief, unaufhaltsam.

Und Träume,
sie sind die leuchtenden Bilder deiner Seele,
Spuren aus Licht,
die dich erinnern, wer du bist.

Alles ruht in den Händen
der unsichtbaren Überkraft,
die führt, ohne sich zu zeigen,
die hält, ohne zu fesseln,
die siegen lässt,
indem sie Leben schenkt.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 25.01.2026]

Informationen zum Gedicht: Der Weg

25.01.2026
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