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Gedichte über Konflikte - Seite 10


Des Wohlstand's Reste

Es wird erfunden, entwickelt und erforscht.
Der Menschheit natürlich nur zum „ Besten“.
Nicht nur auf der Erde, nein,
das Bestreben richtet sich auch
himmelwärts,
und alle schrein' „Hurra „ !

Es ist so fortschrittlich,
so praktisch, leise, schnell und gut,
auch wenn es manches Mal
zum Himmel stinkt.
Egal, wir sind bereit für jede Neuigkeit.

Doch nach Jahren, oder gar Jahrzehnten
hat die Menschheit nachgedacht und
diskutiert, -----------
in der Politik und in den Medien:
Wie werden wir dieses „ Beste“
wieder los ?!?!?

Es sind schlussendlich Industrie
und die Konzerne,
die es ausgeführt und angericht', und
sich eingerichtet,
auf viel Konsum und Überfluss.
Sie deswegen auch nicht wirklich
Einsicht zeigt,
noch immer von unserm
„ Besten“ überzeugt.

Vielleicht in 10, 20 oder 30
Jahren wird es einen Wandel geben,
dann haben sie erfunden, entwickelt und
erforscht,
was für die Menschheit noch
besser als das „ Beste“ ist.

Bis dahin aber, wird gezeigt auf ihn,
den Otto, den Normalverbraucher,
den Konsument. ---- Er soll es richten,
denn er hat ja die Wahl ?!

Aber,- dieser von Politik und Wirtschaft
geförderte Wohlstand,
hinterlässt auch Spuren.
Gut sortiert und verpackt werden sie
verschickt nach „ Anderswo“, -----
die Spuren.
Über Land -, Luft – und auch die
Wasserwege.
Wie kann es anders sein,
dieses ist für alle natürlich nur das „ Beste“!?

Wir sind ihn los. „Na Gott sei Dank“ !
Den Wohlstandsmüll, den hier niemand will.
Die „Andern“ haben nun den Mist,
der dort ja wohl willkommen ist ?!?!?!

Und wenn kein Platz mehr auf der Erde,
wir schießen ihn zum Mond.--------
Bloß weg damit,
auf Nimmerwiedersehen ?!?!?!?!
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Minderwertigkeitskomplex?

Minderwertigkeitskomplex?

Man kann sich Minderwertigkeit einreden,
Selbst wenn man allgemein schon anerkannt,
Nachwirken doch aus Kindheiten die Fehden,
Denen man immer wieder zugewandt.

Ein Leben lang musste sie streiten,
Konnt' ohne Findbilder nicht sein,
Musste Intrigen, Lügen stets verbreiten,
Fernab von jedem Sonnenschein.

Die Mutter wollt' sie niemals lieben,
Befand sich mit ihr immer nur im Krieg,
Buhlte, um in Vaters Gunst zu liegen,
Errang dadurch auch niemals einen Sieg.

Dennoch konnte sie unterhaltsam sein,
Herrlich durfte man mit ihr fabulieren,
Doch die Fassade war immer nur Schein:
Sie ließ Verachtung manche Freundin spüren.

Dreimal versuchte sie ihr Liebesglück
Und scheiterte dabei jedesmal kläglich,
Denn immer wieder ging der Blick zurück:
Die eigene Kindheit fand sie unerträglich.

Sie brach Familienkontakte später ab,
Die ihr naturwüchsig doch eingeboren,
Verlebte nörglerisch die Güte und ihr Hab,
Musste von echten Freuden so abschwören.

Die Tochter, die ihr leider gleichgesinnt,
Verstärkte in Gesprächen Minderwertigkeit,
Denn wo die Seele nun gar zweifach spinnt,
Bleibt nichts, als Nörgelei und Unfreiheit.

Schade, dass sie nicht reflektieren konnte,
Weil scheinbar ein Stachel in ihr nachbohrte
Und sie deshalb das Dauerleid bewohnte,
Nur noch in ihrem Eigenen verschmorte.

Gar manches Trauma müsste gar nicht sein,
Bliebe breite Kontaktnahme erhalten.
Wer nur in Eigenmächtigkeit allein,
Für den ist offene Welt nicht zu gestalten.


©Hans Hartmut Karg
2019

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