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Gedichte über die Hölle - Seite 43


Hitzköpfe mit überkochenden Emotionen (2)

- Alle hier aufgeführten Charaktere sind fiktiv -
-1-
Blamage

Er hält selten seinen Rand,
geht mit dem Kopf durch die Wand
fährt Leuten über den Mund,
macht sie verbal völlig rund,
beschimpft sie als Satansbrut,
die Lippen schäumen vor Wut,
er redet sich in Rage,
sorgt für eigne Blamage.
-2-
Kritikaster
hat ein Laster,
fährt aus der Haut
grölt dabei laut,
ganz ohne Grund,
reißt auf den Mund,
kehrt raus die Sau
brutal und rau,
spuckt Gift, Galle,
typisch, Kalle!
-3-
Rabenmutter

Wöchnerin hasst das Balg von ihrem Knilch,
pumpt aus prallen Brüsten ab, ihre Milch
stürzt sie hinunter in vollen Zügen,
ohne sich für die Untat zu rügen,
gönnt dem Balg keinen Tropfen von dem Schmaus,
sie nährt sich lieber aus sich selbst heraus.
-4-
Tunichtgut
Was er tagtäglich zu tun pflegt:

Die Leute in den Senkel stellen,
derbe Schimpfwörter heraus bellen
Urteile fällen, pauschalieren,
nie ein Wort des Dankes verlieren,
mit Gemoser, Genörgel, Maulen
die Leute nerven und vergraulen
und wenn sie ihm den Rücken kehren,
sich über den Rückzug beschweren.
-5-
Teufel im Leib
-1-
Sein Gesicht, zur Fratze entstellt,
er verbal über sie herfällt
blanker Hass schlägt ihr entgegen,
sie kann sich vor Angst nicht regen.
-2-
Er beginnt vor Zorn zu schäumen,
will die Frau aus dem Weg räumen,
mit Faustschlägen er sie traktiert
bis sie ihr Bewusstsein verliert.
-3-
Es blitzt auf ein Schlachtermesser,
plötzlich wird sein Zustand besser,
vor Scham kann er sich nicht regen,
zittert angstvoll um ihr Leben.
-6-
Satan in Menschengestalt

Sie fürchten ihn wie der Teufel das Weihwasser,
diesen Schurken und brutalen Menschenhasser,
statt sich zu trauen, ihm Paroli zu bieten,
lassen sie sich, starr vor Angst, von ihm umnieten
oder suchen vor ihm Schutz in Verstecken auf,
denn im Dorf verbreitet er stets Angst und Schrecken.
-7-
Immer auf 180
-1-
Was er an Worten ausspuckt,
ist gelogen wie gedruckt
er biegt sich die Welt zurecht,
redet Gutes zumeist schlecht,
zieht über andere her,
zeigt Kampfeslust und Abwehr,
ist auf Krawall gebürstet,
weil er nach Rache dürstet,
nimmt seine Wut ihren Lauf,
steigen in ihm „Raketen“ auf,
„kotzt“ sich Seele aus dem Leib,
wie ein hysterisches Weib.
-8-
Du tust mir nicht gut

Du tust mir nicht gut
gleich platz ich vor Wut
verlier den Verstand
reiß auf meinen Rand
mach dich dann nieder,
und das - schon wieder!

Du tust mir nicht gut
vor Wut schäumt mein Blut
Galle läuft über
Stimmung wird trüber,
bist mir zuwider
und das - schon wieder!

Du tust mir nicht gut
erloschen, die Glut,
die Glück entfachte
zum Paar uns machte,
bin ein „Tauchsieder“
und das - schon wieder!
-9-
Abgrundtiefer Hass

Seine hasserfüllten Worte
fressen sich wie Salzsäure
in sein Bewusstsein,
zersetzen seine Gedanken,
lassen sein Herz verdorren,
Selbsthass steigt in ihm auf
den er auf sie projiziert.


Ihre hasserfüllten Worte
fressen sich wie Salzsäure
in ihr Bewusstsein,
zersetzen ihre Gedanken,
lassen ihr Herz verdorren,
Selbsthass steigt in ihr auf,
den sie auf ihn projiziert.

Weil sie sich gegenseitig
ihr Leben zur Hölle machen,
stirbt ihre Psyche 1000 Tode
im selbst geschürten Fegefeuer
ihres abgrundtiefen Hasses,
dieser gierig flammende Zorn
frisst Löcher in ihre Seelen.
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Somnium Scipionis

Somnium Scipionis im Winter
www.leitheim-gedichte.de
Gedicht- Nr. 1477
…………………………….
Tausende Seelen in „Eintausend“ von Jahren
sind durch die Spalten von Himmel und Erde gefahren
die Tugendhaften den Pfad zum Himmel betreten
die Ungerechten zur Erde hin schwebten.
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Die Tyrannen auf Erden grausame Strafen erfahren
als Urteil für ihre Unmenschlichen Taten,
die Seelen die den Weg zum Himmel gefunden
darüber kein Wort auch kein Lied man gefunden.
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Schillernde, funkelnde Säle in glänzender Pracht
die Wände bestehend aus hochragenden Schächten,
mit rieselten Schneeschimmer gar herrlich behaftet
die Tage dort erschöpft - von den eiskalten Nächten.
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Verschneit und Weiß liegen einst smaragdgrüne Auen
mit durchtanzenden Schatten von Flocken im wirbelnden Fall,
Die eisige Luft vertrieb die einstmals, betörenden Blumendüfte
die nun tiefgefroren, im schneereichen Schwall.
……………………………
Im Turme den die vereisten Zinnen hüten
sind dem Dämmerschlaf die Seelen erwacht,
zu tief verschneiten Wäldern und Wiesen - Verurteilte ziehen
den Ungerechten droht dort „ewige“ Winternacht!
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Lieblicher noch als durch Sonne und glitzernde Diamanten
die Tugendhaften hin zu den flauschigen Wolken wallen,
dort wo sich wiegt der Mond in den Himmels - Hallen
dort wo das Wolkenband, glitzernde Sterne gestalten.
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