Wenn Dämonen lieben

Ein Gedicht von Meteor
Wo sich paarende Schatten wild anfallen,
wo Höllenfackeln werfen ihr rotes Licht
an raue Felswände in dunkelsten Hallen,
die Liebe verfluchter Engel ausbricht.

Sie brennen heiss und sündig
in Schwefel, Lust und Schmerz,
küssen, krallen so abtrünnig,
ohne Reue, rot pocht ihr Herz ...

Flammen züngeln auf der Haut,
lodernde Blicke sprühen vor Glut,
ihr Verlangen ist wild und laut,
das Feuerspiel liebt die Höllenbrut.

Ihr Atem ist das süßeste Gift,
ihr Tanz am Abgrund besessen,
kein Himmel, keine heilige Schrift,
Gott und die Welt sind vergessen.

Rabenschwarze Engelsflügel streifen
Sterne, nach denen Dämonen greifen,
wenn am höchsten Punkt angelangt,
der verwehrte Aufstieg hat Bestand.

Informationen zum Gedicht: Wenn Dämonen lieben

05.10.2026
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