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Gedichte zur Geburt - Seite 31




Blut ist dicker als Wasser

Das Blut dicker ist als Wasser lernte ich schon als Kind.
Wie wichtig Treue, Zusammenhalt und Liebe ist- weil es keinen wärmeren, sicheren und helleren Ort für dich gibt,
als wenn Du inmitten Deiner Familie bist.
Als Kind willst Du für immer dort verweilen, doch gerade Erwachsen -
kann man nicht schnell genug heraus aus der Familie eilen.
Was die Alten sagen, will niemand mehr hören das ist Kram von gestern.
Keiner will es in seinem Leben,
Das gilt doch nicht mehr, ist aus und vorbei.
Egal was die Älteren tun oder sagen, der Nachwuchs geht seinen eigenen Weg,
und lässt sich dabei nicht stören.
Jedes Wort ist hier zuviel, und die Alten hüllen sich in Schweigen.
Wie verletzt und traurig sie manchmal sind, würden Sie niemals zeigen.

Weil man seine Kinder nicht ganz verlieren will, läßt man sie los Erfahrungen sammeln.
Man beruhigt sich selbst und macht sich Mut.
Man denkt:"Wir haben sie gut erzogen.
Sie wissen, was man darf, und auch was man nicht tut."
Wenn Sie Ihren Weg gefunden, auch die Liebe und das Glück, haben wir kein Kind verloren - im Gegenteil!
Wir bekamen dadurch Jungen-Mädchen
und Enkelkinder zurück. "
MIT IHRER eigenen Familie verstehen Sie dann, was wir meinten, das Blut dicker als Wasser ist.
Und wie reich Du, mit den Menschen die Dich lieben-
im Kreise Deiner Familie bist."
Jugend läßt es gerne krachen, und jeder von uns hat es gesagt oder gedacht :
" Wenn ich erst eine eigene Familie habe, werde ich alles anderst machen! "
Erst wenn sie reifer sind, erschrecken sie, weil sie den Eltern so ähnlich sind."


Plötzlich sagt man vieles mit ihren Worten, erzieht seine Kinder, fast genau wie sie!
Aufeinmal müssen die Jungen lachen-
"Liebe Eltern, wir lieben euch-
Und ihr hattet Recht!"
Blut ist dicker als Wasser,
eine Familie ist Reichtum, und
Gesundheit das größte Gut.
Familie bedeutet alles,von der Geburt bis zum Tod. "
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Vom Blatt zum Buch

Einst lag es unschuldig vor mir,
das leere, weiße Blatt Papier.
Ich hielt die Sache für einen Fluch,
denn ich versprach dereinst ein Buch.
Das war bei gutem Wein und Sekt,
und die Vergangenheit war abgespeckt.

Nun saß ich mit ca.30 Zeichen da,
10 Ziffern waren auch sehr nah.
Ich hauchte den Kugelschreiber an
und machte mich an das Schreiben ran.
Mir fielen viele Episoden ein,
der Text floss gerade wie süßer Wein.

Die Geburt konnte ich froh beschreiben,
die Windelei ließ ich lieber bleiben.
Meine Kindheit beschrieb ich etwas toll,
schon waren beide Seiten voll.
Die Bildung begann als Schlüsselkind,
während wir heute Ingenieure sind.

Damals trugen wir die Schiefertafel,
heute Handys für Geschwafel.
Inder Kirche Konfirmation,
bei Ferienarbeit ersten Lohn.
Neues Blatt und neue Zeit,
die Jugend war Gesellenzeit.

Als Azubi musste man viel schaun,
und vorsichtig sich an Mädchen traun.
In der Jugend gab es viel zu erleben,
man musste sich nur stets bestreben.
Hätte ich auf manchem nicht gethront,
hätte sich das Leben nicht gelohnt.

Wer nie gespeist, geraucht, getrunken
und ist stets allein ins Bett gesunken,
kann nicht selber was erzählen,
muss fremde Geschichten wählen.
Meine Geschichten Neugier stillen
Und sehr viele Blätter füllten.

Bei dem Thema Krieg und Frieden
waren 18 Monate mir beschieden.
Wir sangen dort von unsrer Braut,
die zu Hause in den Mond geschaut.
Schule, Studium, Fortbildungsgänge
zogen das Büchlein in die Länge.



Je mehr ich schrieb in die Blätter rein,
desto mehr fiel mir dazu ein.
Statt des einen leeren Blatt Papier
liegt nun ein beschriebener Stapel hier.
Ich könnte noch so vieles schreiben,
doch dann müsste ich erst Papier auftreiben.

08.11.2021©Wolf-RüdigerGuthmann
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