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Gedichte über Fantasie - Seite 18


Wishful Thinking

In einer Nacht wie dieser,
sternenklar das Firmament,
starre ich Löcher in die Milchstraße
verträume mich zu Peter Pan!

Captain Hook war da ein Fieser,
mit seiner Hakenhand sehr ungelenk,
jagte er mit seiner Piratenbarkasse
meine Feenfreundin Tinkerbell.

Ihren Feenstaub will er ihr stehlen,
um damit in neue Welten zu fliegen.
Meine Verlorenen Jungs am Quälen,
ich beschütz sie alle,
die Glitzerfee wird er nie kriegen!

Schon manch fabelhaftes Abenteuer
haben sie & ich im Nimmerland erlebt.
Im Sternenstaubreich bin ich ihr Getreuer,
unter ihren Feenschwestern sehr beliebt.

Heut sind wir eingeladen an einen Ort,
an dem alle Feen tanzen und singen.
Zur Ehren ihrer Königin treiben sie Sport
und fröhliche Musik in einem Feenring.

Wie alle sich die Hände vertraut reichen,
für immer Feenfreunde wollen sie sein.
Sind wie Schwestern, tragen alle ein Zeichen,
mit Sternenstaub hüllen sie alles magisch ein.

Sie können ihre Größe beliebig verändern,
zum Fliegen machen sie sich winzig klein.
Ihre Feenflügel glitzern mit ihren Rändern,
leicht Glühwürmchen könnten sie sein.

Komm mit, mein Feengetreuer!
Tanz mit mir unter dem Mond.
Tanz an meiner Seite ums Nachtfeuer,
unter dem, der über uns thront.

Setz dich neben mich auf diesen Pilz.
Flieg mit mir in den Himmel, jetzt gilt's!
Wir machen Sterblichen die Träume süß,
Schenken Würdigen Wünsche über dies.

In der Hoffnung, dass wir Trauer & Not lindern.
Damit sie die hellere Seite des Lebens sehen.
Und wieder Freude an ihrem Leben finden,
neu bestärkt ihr Schicksal angehen.

Erzählte ich dir schon von unseren Kleinsten?
Elfen wie sie verweilen in Kugeln aus Kristall.
Für sie selbst ist sie nur eine Art Portal,
um mit den Sterblichen in Kontakt zu treten.

Ihre Flügel sind wie ein Sonnenuntergang gefärbt.
Sie tragen Blumen in ihren Haaren, wie ich auch.
Meist verdingen sie sich jemandem zubeehrt,
ihm zur Treu sind sie anvertraut, so ist's Brauch.

Und manchmal erleben sie wirklich Kurioses!
Eines erzählte mir unlängst eine gute Freundin.
Sie gewährte wie üblich ihre 3 Wünschedosis,
einer würdig befundenen Frau mit betrübten Sinn.

Sie sollte zum Verdienst für ihre guten Taten,
sich drei Herzensdinge in Erfüllung gehen lassen.
Meine Kristallkugelelfenfreundin war am Erwarten,
wofür sie sich wohl würde ein Herz fassen?

Doch nur klein viel ihre Bedenkzeit dann aus,
umso größer das Erstaunen, ob was kam heraus.
Der einzige Wusch dieser Frau galt einem andern,
dass ihm geholfen würde, gesund wieder zu wandern.

Damit er seinen wichtigsten Kampf könnt bestreiten,
sich erfolgreich beweisen und Größe zeigen.
Von dieser Selbstlosigkeit sprachlos betroffen,
die Elfe ihren Wunsch ließ dann auch nicht offen.

Gerne setzte sie ihn auch in die Tat um,
hochgerührt blieb sie bei der Frau in ihrer Kugel.
Verweilte stolz in ihr und freute sich stumm,
als vom Sieg dieses Mannes die Frau wie beflügelt.

Schnell machte dieses Erlebnis die Runde,
jede Elfe, die es hörte, war ungläubig erstaunt.
Wie jemand sein eigenes Glück im Grunde
hingab & verschenkte, und war dennoch gut gelaunt!

Und alle warten auf den Fortgang dieser Story,
ob diese selbstlose Tat würde auch belohnt.
Bisher blieb die stumme Schwester schweigsam,
doch ihrem Lächeln Süffisantes innewohnt.

Doch jetzt Peter lass uns weiterfliegen!
Sonst werden wir noch zu viel verpassen...
Jeder Moment dieser Mondnacht ist am Wiegen,
im Sternenlichtermeer hin & her am Prassen.

Und was für ein wahrhaft glücklicher Anblick,
mag wohl das Wiedersehen dieses Paares sein?
So beschäftigt mich noch die selbstlose Geschicht,
Gerne darf es auch so sein, wenn Tinkerbell ist mein.

In diesem Moment, wo ich das eben gedacht,
sieht sie mich an, ihr ganzes Wesen mich anlacht!
Sie nimmt mich freudig bei der Hand,
fast scheint es, sie hätte meine Gedanken erkannt.

Gemeinsam gleiten wir auf dem Luftrausch,
Bei den Nachtvögeln, die da hochfliegen,
Überspringen Wolken bevor sie uns kriegen...
erst spät danach wachte ich auf zuhaus.

© meteor 2024
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ÄNIGMATISCHER GEDANKE DER LUCREZIA BORGIA

Liebster, du bist mir wie die Sonne
Auf dem blauen Firmament.
Immer wenn ich dich spür', wenn ich dich berühr',
Glühen meine Augen, wie des Feuers Licht,
Und ich weiß: du bist der jene,
Um den sich meine Welt dreht,
Du bist der Mensch, der mir ein Zuhause gewährt
Ohne dich ist mein Dasein wie erstarrt
Und die Stunden und Tage der Auszeit sind viel zu hart.
Ohne dich bleibt meine Zeit stehen,
Der Wind fängt an, hinter dem Fenster zu wehen.
Ohne die Harmonie, welche du mir zu verleihen vermagst,
Wird nicht viel in meinem Leben geschehen,
Mir ist klar, dass du mich ebenfalls sehr magst,
Weil ich dieses spürte, als du bei mir lagst.

Ich bin wie die Erde,
Die um dich kreist und dich begehrt.
Meine Gefühle zu dir,
Die ich hege und trage in meinem Herzen,
Brennen für dich,
Wie Tausende von entzündeten Kerzen.
Willst du die Farben meiner Emotionen pflücken,
Wie man Blumen pflückt auf der Weide?
Komm, lass uns Blumen sammeln
Und daraus einen Kranz wickeln!
So taten es auch die Heiden.

Doch du bist im Jetzt der Gegenwart weder bei mir,
Noch bei der Nachbarschaft neben mir.
Nirgends find' ich eine Widmung von dir,
Nirgends find' ich ein Symbol deiner Liebe zu mir.
Du bist nicht real in meiner Gegenwart,
Nirgends spür' ich deine Anwesenheit.
Real ist der mit meinen Monologen gefüllter Raum,
Real ist der mit Bernsteinen geschmückter,
Symbolischer Glücksbaum.
Du bist wie ein unsichtbarer Geist,
Mit dem ich lange Monologe führe,
Jemand, den ich weder sehe, noch berühre, noch spüre.
Du bist wie ein Prinz der unsichtbaren Dimension,
Von dem ich hatte eine illusionäre Vision.

Ich vermiss' Dich, ich brauch' Dich!
Es gibt niemanden, der kommt und mich nimmt an der Hand,
Und wenn ich Selbstgespräche führe,
Ist das so, als rede ich mit einer Wand.
Von dir schwärme ich, Du mein „viel geliebter Prinz“,
Weil ich weiß, dein Horizont ist weit.
Daher komm in meine Richtung
Und träte jetzt zu mir, aus dem Spiegel der Zeit.
Lass mich nicht alleine,
Denn, dieses täte mir bloß in der Seele leid.

Komm bitte zu mir am Tage,
Um Blumen auf der Weide zu pflücken;
Komm zu mir bei Nacht,
Sei für mich da im Lichtschein der Kerzen…
Um meine seelischen Schmerzen,
Durch die Kraft deiner Liebe zu mir,
Zu lindern und auszumerzen...
Liebster, du bist mir wie die Sonne
Auf dem blauen Firmament.
Ich bin wie die Erde,
Die um dich kreist und dich begehrt,
Und ich weiß,
Wir haben uns gegenseitig verehrt,
In einer Zeitperiode, die aus Liebe besteht.

Mit melancholischem Zartgefühl,
Welches ist weder distanziert noch kühl,
Erschuf ich über dich änigmatische Illusionen.
Unsere Zeit ist inzwischen zerronnen,
Doch die Erinnerung an dich ist wieder gewonnen.
Wir haben uns gegenseitig verehrt,
In einer Zeitperiode, die aus Liebe besteht.


© Agnes von Angelis


Info: Das Gedicht wurde vor ca. 23 Jahren geschrieben und im Jahr 2025 neu bearbeitet.
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