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Gedichte über Fantasie - Seite 14


Seelenverwindung

Lecke jedes Wort
von meinen Lippen,
lass sie deine Kehle
hinuntergleiten.
Versuche, deine Zunge
ihnen nachzuschicken,
bis sie am Gaumen
muss zurückbleiben.

Wie Kleinode aus Früchten,
dunkle, harte Süßigkeit,
die zu Creme zerfließt,
zu karamellisierten Sehnsüchten,
eine heilende Flüssigkeit,
die sich in deine Herzkammern ergießt
und in sahnigen Schlägen durch
deine Zellen zwingt,
was die Tiefe meiner Wildnis
durch dich dringt.

Meine fesselnden Silben werden
sich um deine Syntax winden,
schaumige Mischung aus
gebutterter Seide und Witz,
Dialoge von Herz zu Herz,
die ins Sternenzelt münden,
während die Nacht des Himmels
endlos aufblitzt.

Wir verdrehen unsere Zungen
zu stöhnenden Artikulationen,
zu lustvollen Versen,
von uns dürstend verschlungen,
die von eisigen Schauersensationen
über Leidenschaftstraversen
zu einem Lavastrom über gleiten.

Wir füttern einander mit Wünschen,
mit den intimsten Träumen im Kopf,
unser Speichel wie Honig,
der vom zarten Schein
der Morgendämmerung tropft,
während wir uns öffnen,
und das nicht wenig,
wie hungrige Vogelbabys gebärden,
die darum betteln, hoffen,
um jeden Preis genährt zu werden.

Hier, in diesem Urwald der Sprache,
findet dein Atem ein Zuhause
auf meinen Geschmacksknospen,
meine Zunge in deiner Wange,
das Echo deiner Urlaute am Auskosten,
zwischen den Turbulenzen unserer
explodierenden Ozeane.

Wenn sich zwei Seelen so finden,
sich verbal ineinander verbal verketten,
ihre Tiefen zusammen ergründen,
endlos abgetaucht, sich gegenseitig erretten,
besteht zwischen ihnen eine einmalige Bindung,
in sich verflochten und verwoben,
eine universelle quantenverschränkte
Seelenverwindung.

© meteor 2025
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Wahrheit & Dichtung

Meine Finger berühren meine Seite,
spüren meine warme Haut.
Auf und ab an mir ich gleite,
wohlig - weich - vertraut.

Wünsche, dass statt meiner
eine andere Hand mich so anrührt.
Im Gegenzug wäre ich einer,
dessen Hand das Gegenüber spürt.

Gegen äußere eisige Temperaturen
hilft warme Kleidung auf der Haut.
Gegen innere Gefühlskältespuren
epidermiale Reibung Frost auftaut.

Zur Wohltat befugt nur mit Lizenz,
der Personenkreis ist stark limitiert.
Ein Mensch steigert die Herzfrequenz,
nur du bist damit einzig identifiziert.

Ich sehne mich nach deiner Nähe,
zeige dir deinen Weg auf mir.
Willst du, dass ich dich zuerst ausspähe?
Ich folge deiner Spur auf dir.

Diese Augenblicke reinster Wonne,
die wir gemeinsam uns so bereiten,
hinter geschlossenen Augen ist Sonne
ihr strahlendes Licht am Ausweiten.

Würden wir unsere Jalousien lichten,
stroposkopisches Schauspiel durch uns,
durchdringt alle unsere Hautschichten,
so intensiv ist unsere Verdichtungskunst.

Die schaurigschöne Gefühlslasershow
steigert sich ins wahrlich Sensationelle.
Streben gegenseitig uns hoch im Flow,
katapultieren uns ins Hyperhormonelle.

Schießen als Doppelfeuerwerkskörper
steil hinaus in das Sternenfirmament.
Am höchsten Punkt zünden wir hörbar,
alles in und auf uns sprüht und brennt.

Im freien Fall stürzen wir nach unten
schweben wie am Fallschirm hinab.
Sind weiter miteinander verbunden,
landen weich ohne harten Aufschlag.

Meine Finger tasten mich ab,
kneifen mich an mehreren Stellen.
Schmerzreizleitung ist intakt!
Kein Traum! Habe es aus 2 Quellen.

© meteor 2025
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