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Gedichte über Fantasie - Seite 13


ÄNIGMATISCHER GEDANKE DER LUCREZIA BORGIA

Liebster, du bist mir wie die Sonne
Auf dem blauen Firmament.
Immer wenn ich dich spür', wenn ich dich berühr',
Glühen meine Augen, wie des Feuers Licht,
Und ich weiß: du bist der jene,
Um den sich meine Welt dreht,
Du bist der Mensch, der mir ein Zuhause gewährt
Ohne dich ist mein Dasein wie erstarrt
Und die Stunden und Tage der Auszeit sind viel zu hart.
Ohne dich bleibt meine Zeit stehen,
Der Wind fängt an, hinter dem Fenster zu wehen.
Ohne die Harmonie, welche du mir zu verleihen vermagst,
Wird nicht viel in meinem Leben geschehen,
Mir ist klar, dass du mich ebenfalls sehr magst,
Weil ich dieses spürte, als du bei mir lagst.

Ich bin wie die Erde,
Die um dich kreist und dich begehrt.
Meine Gefühle zu dir,
Die ich hege und trage in meinem Herzen,
Brennen für dich,
Wie Tausende von entzündeten Kerzen.
Willst du die Farben meiner Emotionen pflücken,
Wie man Blumen pflückt auf der Weide?
Komm, lass uns Blumen sammeln
Und daraus einen Kranz wickeln!
So taten es auch die Heiden.

Doch du bist im Jetzt der Gegenwart weder bei mir,
Noch bei der Nachbarschaft neben mir.
Nirgends find' ich eine Widmung von dir,
Nirgends find' ich ein Symbol deiner Liebe zu mir.
Du bist nicht real in meiner Gegenwart,
Nirgends spür' ich deine Anwesenheit.
Real ist der mit meinen Monologen gefüllter Raum,
Real ist der mit Bernsteinen geschmückter,
Symbolischer Glücksbaum.
Du bist wie ein unsichtbarer Geist,
Mit dem ich lange Monologe führe,
Jemand, den ich weder sehe, noch berühre, noch spüre.
Du bist wie ein Prinz der unsichtbaren Dimension,
Von dem ich hatte eine illusionäre Vision.

Ich vermiss' Dich, ich brauch' Dich!
Es gibt niemanden, der kommt und mich nimmt an der Hand,
Und wenn ich Selbstgespräche führe,
Ist das so, als rede ich mit einer Wand.
Von dir schwärme ich, Du mein „viel geliebter Prinz“,
Weil ich weiß, dein Horizont ist weit.
Daher komm in meine Richtung
Und träte jetzt zu mir, aus dem Spiegel der Zeit.
Lass mich nicht alleine,
Denn, dieses täte mir bloß in der Seele leid.

Komm bitte zu mir am Tage,
Um Blumen auf der Weide zu pflücken;
Komm zu mir bei Nacht,
Sei für mich da im Lichtschein der Kerzen…
Um meine seelischen Schmerzen,
Durch die Kraft deiner Liebe zu mir,
Zu lindern und auszumerzen...
Liebster, du bist mir wie die Sonne
Auf dem blauen Firmament.
Ich bin wie die Erde,
Die um dich kreist und dich begehrt,
Und ich weiß,
Wir haben uns gegenseitig verehrt,
In einer Zeitperiode, die aus Liebe besteht.

Mit melancholischem Zartgefühl,
Welches ist weder distanziert noch kühl,
Erschuf ich über dich änigmatische Illusionen.
Unsere Zeit ist inzwischen zerronnen,
Doch die Erinnerung an dich ist wieder gewonnen.
Wir haben uns gegenseitig verehrt,
In einer Zeitperiode, die aus Liebe besteht.


© Agnes von Angelis


Info: Das Gedicht wurde vor ca. 23 Jahren geschrieben und im Jahr 2025 neu bearbeitet.
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Seelenverwindung

Lecke jedes Wort
von meinen Lippen,
lass sie deine Kehle
hinuntergleiten.
Versuche, deine Zunge
ihnen nachzuschicken,
bis sie am Gaumen
muss zurückbleiben.

Wie Kleinode aus Früchten,
dunkle, harte Süßigkeit,
die zu Creme zerfließt,
zu karamellisierten Sehnsüchten,
eine heilende Flüssigkeit,
die sich in deine Herzkammern ergießt
und in sahnigen Schlägen durch
deine Zellen zwingt,
was die Tiefe meiner Wildnis
durch dich dringt.

Meine fesselnden Silben werden
sich um deine Syntax winden,
schaumige Mischung aus
gebutterter Seide und Witz,
Dialoge von Herz zu Herz,
die ins Sternenzelt münden,
während die Nacht des Himmels
endlos aufblitzt.

Wir verdrehen unsere Zungen
zu stöhnenden Artikulationen,
zu lustvollen Versen,
von uns dürstend verschlungen,
die von eisigen Schauersensationen
über Leidenschaftstraversen
zu einem Lavastrom über gleiten.

Wir füttern einander mit Wünschen,
mit den intimsten Träumen im Kopf,
unser Speichel wie Honig,
der vom zarten Schein
der Morgendämmerung tropft,
während wir uns öffnen,
und das nicht wenig,
wie hungrige Vogelbabys gebärden,
die darum betteln, hoffen,
um jeden Preis genährt zu werden.

Hier, in diesem Urwald der Sprache,
findet dein Atem ein Zuhause
auf meinen Geschmacksknospen,
meine Zunge in deiner Wange,
das Echo deiner Urlaute am Auskosten,
zwischen den Turbulenzen unserer
explodierenden Ozeane.

Wenn sich zwei Seelen so finden,
sich verbal ineinander verbal verketten,
ihre Tiefen zusammen ergründen,
endlos abgetaucht, sich gegenseitig erretten,
besteht zwischen ihnen eine einmalige Bindung,
in sich verflochten und verwoben,
eine universelle quantenverschränkte
Seelenverwindung.

© meteor 2025
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