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Gedichte über Fantasie - Seite 12


Deine Zuflucht in meiner Brust

Ich sag Dir:
Der Schlag Deines Herzen
hallt in meinem wider
nur ein Narr würd es allein besetzen
sein Schimmer ist wie ein Gefieder
entfaltet seine milde Pracht
ist fürs Freisein erdacht.

Wie kannst Du mir was schenken
was ich mir längst stahl
ließ Dich keinen Verlust erdenken
Deine vakante Herzstell'
war einmal.

Erinnerungen fest eingebrannt
Dich als einfaches Mädchen erkannt
wie Du liebst
Dich kümmerst
Glück & Freude gibst
wie ein Stern
ohne Funkeln glimmerst.

Kann Dein tanzendes Herz
mit meinem Finger fühlen
spür es sehnsüchtig innwärts
nach einfacher Liebe
am Glühen.

Erneut ich dir sag:

In den Tiefen meines Herzens
meine Sehnsucht immer stark
so stark, dass sie es vermag
auch Deine Flamm' zu nähren

so hell flackert mein Leuchtfeuer
in der dunkelsten Nacht
nichts ist mir zu teuer
was mich Dir näher gebracht

MOIRA!
Dein fernes Flüstern in mein Ohr
Deine sanfte Brise auf mich gelegt
meine Sehnsucht kriecht in mir empor
Deine Sehnsucht in Dir sich regt

Unser Traum noch am wahr werden
hoffen zusammen auf seine Erfüllung
in ungesehener Sehnsucht wir fast sterben
diese Sucht sehnt sich nach Stillung

Oh Moira!
wie mein Herz doch schmerzt
in Vorahnung auf ein Wiedersehn mit Dir
mein Bangen richtet sich zukunftswärts
wenn unser kurzes Glück

Mit angehaltenem Atem
ersehn ich Dich zu mir
bin ungeduldig am Warten
quälendes Elend zermürbt mich sehr
Oh, diese dunkle Leere im Hier
ertrinke im Tantalusmmeer

Ja, Moira
die sprechende Stille meines Traums
Deine weichen, runden Wangen & Augen
der Geschmack Deiner Freudentränen
die sich samneln an Deiner Lippen Saum
im herabgießenden Sonnenlicht
werden wir uns bald berauben
Atemblicke in Glückssträhnen
die unsere Erinnerung
nie mehr vergißt

Dein Herz bezieht
seine Zuflucht
die es tief in meiner Brust
hat für immer
fest gebucht

© meteor 2024
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Friedfertige Helden

Ich bin einer jener der Levianer
einst ein Bursche aus dem Volk
auserkoren zum Dragoner
von der Königin so gewollt.

Wie jeder Rekrut auf Tugenden geprüft
von ihr auf Herz & Neigung ins Aug' geblickt
befragt nach allem, was in mir füßt
ob rachsüchtig ich bin gestrickt.

Als Sohn eines Hauses mit langer Ahnenreihe
mein Friedenswunsch hat levianische Tradition
empfinde keine Streitlust, dafür Reue
wenn mit Ruhe als Ziel mich vergreif im Ton.

Doch auch als friedfertiges Volk wie wir es sind
erzwingt die Existenz von Tyrannen & Sklaverei
was abermals nach Oakwood vordringt
das abzuwehren, Levianer leben frei!

Uns Dragoner ehrt nicht unser Tod im Kampf
sind mit Schild bewanderter als mit dem Schwert
ein Todesstoß ist leicht gesetzt, auch ein Roßstampf
den Feind zu verschonen ist unseres Ruhmes Wert.

Üben uns täglich in versierter Abwehrtechnik
Paraden sind uns wichtiger als viele Tötungsarten
sind zu einigen Tricks der Entwaffnung fähig
in sich gekehrte Gefangene wir stets erwarten.

Alles, was auf Erden einmal zu Leben kam
soll in Frieden & Freiheit seinem Schicksal folgen
wer in diesem Leitgedanken sich wiederfinden kann
sollte diesen Wunsch mit Herz & Händen bezeugen.

Wehrhaft ist unsere Friedfertigkeit
unser Rößer lieben wie wir die Wälder & Flüße
mit Büchern & Weisen verleben wir die Zeit
ohne Angst & Furcht teilen wir Genüße

Und doch reißen Kriegstrommeln uns aus dem Traum
unsere Anführerin ruft uns Dragoner zum Gefecht
lebt wohl, ihr traumhaften Dinge am Waldessaum
die Bedrohung durch Autokraten ist wahrlich echt!

An der Spitze des Heeres reitet unsere Anführerin
dahinter folgen wir, ihre Levian-Dragoner
traditionelle Musik & ihr Schrei erklingt!

VORWÄRTS!
ihr
friedfertigen Helden
für
Frieden & Freiheit!
für
Oakwoods Einwohner!

© meteor 2024
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Lost Place

Die Winternächte entbehren
der natürlichen Wärme,
die wir so sehr begehren,
in ihr wir uns aufhalten so gerne

Im Schutz von halbfesten Mauern
wir uns haben eingefunden,
ums Lagerfeuer uns zusammenkauern,
in dicken Decken eingewunden.

Dieses alte Burggemäuer,
einst war sie Herrensitz,
nun mehr etwas ungeheuer,
spüre Bangen in deinem Antlitz.

Wir lauschen um uns der Stille,
hören nur das Verzehren der Flammen,
freunden an uns mit dieser Idylle,
aufgrund derer wir hierher kamen.
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Im offenen Fenster die Sonne versinkt,
im Nebeldunst der Duft von Moos,
nun mit dem Mond die Nacht beginnt,
legst deinen Kopf in meinen Schoss.

Lebenskraft gespeichert im brennenden Holz,
spendet uns Licht, hält uns warm,
was einst ein Baum, so prächtig stolz,
das lodernde Feuer kennt kein Erbarm'.

Draußen vor der Burg der kleine Weiher,
jetzt von einer Eisschicht ist bedeckt,
darüber zieht eine Nebelschleier,
alles um sich in sich versteckt.

Wo Leuchtkäfer sonst ziehen ihre Kreise,
wo Grillen ihre Musik hören lassen,
nichts ist zu hören, alles ganz leise,
lichte Mondschimmer im Nebeldicht erblassen.

Eiskalt, doch sanft weht ein Hauchwind
Vergessenheit über dies' Stück Welt,
inmitten der wir am Lagerfeuer sind,
geschützt durch der Ruine Zelt.

Vergessen, geschunden, begraben,
dieser verlorene Platz voller Geschichten,
ein Schatz voller Zeitwissen und Beigaben,
Zeuge von Gewesenem und Gerüchten.

Bedächtig still halten wir inne,
um wahrzunehmen was um uns ist.
Schärfen all unsere gebliebenen Sinne,
du jedem Geräusch Beachtung beimisst.

Wohl endete hier manch Leben mit dem Tod,
doch auch viel Schönes, Liebe es hier gab.
Ein Erwachen in manch' herlichem Morgenrot,
manch' Herz hier den Liebestod starb.

In meinem Herzen kreist alles um dich,
mein Gedanke, mein Atemrhythmus bist du.
Nun auch Teil dieses Stück Welt du und ich,
gehören nun auch zu diesem Lost Place dazu ...


© meteor 2024
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