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Gedichte über Adventsgedichte - Seite 75


Der Alte

Wir haben noch Frost,
ich laufe zur Post,
der Weg ist recht schmal,
aber ich hab keine Wahl.

Links trag ich die Walking Stöcke,
in der Rechten Briefe und Säcke,
es ist glatt, ich könnte fallen an der Ecke,
aber es ist nur noch eine kurze Strecke.

Weihnachtbäume am Wege stehen,
hindern mich am schnellen Gehen,
es sind aber nur noch ein paar Meter,
plötzlich, hinter mir kreischend Gezeter.

Geht’s nicht schneller, eine Mutter mit Kind,
ruft's hinter mir geschwind, geschwind.
Die Straße gehört allen, so wie ich meine,
sag ich, ich hab keine schnelleren Beine,

Ich solle aufpassen, was, nur ich alleine?
Mit meinen spitzen Stöcken auf das Kind,
den Hund, den Wagen und die Hundeleine,
im Laufschritt schrammt sie vorbei geschwind.

Wenn sie sich Sorgen machen um ihr Kind,
halten sie Abstand bis sie vorbei gehen können,
ziemlich frech von ihnen, und wer immer sie sind,
alten Leuten sollten sie mehr Aufmerksamkeit gönnen.

Sie hielt inne, nur einen Moment,
dann blockiert sie die Tür und drängt,
und schon stehe ich im Kalten,
mit mir kann man`s ja machen, dem Alten.

Warum nur frag ich mich? Da fällt es mir ein,
es muss die Post in meiner Rechten gewesen sein,
ja, die sah sie und stürmte hinein,
drängt sich vor mir in die Schlange rein.


Kaum nur, dass sie nun drinnen ist,
geht er schon weiter, der Zwist,
ich lege schweigend die Post in den Korb,
verlasse heimwärts gehend den Ort.

Erzähl zu Haus meiner Frau davon:
`Die war wohl schon in Weihnachtsaktion,
was soll man da sagen, was davon halten,
mit dir kann man`s ja machen, dem Alten´.

Rei©Men
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Zankerei hinter`m Schaufenster

Wie jedes Jahr wird ein Brief an das Christkind geschrieben,
Dinge und Sachen,die die Kinder lieben.
Kleine Kinder sind gemeint, die den Teddy brauchen,wenn es weint.
Puppen,Autos und Eisenbahn sind interessante Dinge,
und Bausteine,damit so ein Hochhaus gelinge.
Im Spielgeschäft gibs solche Sachen,
die in der Weihnachtszeit wieder erwachen.
Vom Christkind will jedes Spielzeug abgeholt werden an
diesen Tagen,um es zu den Kindern zu tragen.
Der Teddy schmollt,weil die Eisenbahn sich drängelt,
auf den ersten Platz hinter der Scheibe sich zwängelt.
"He du,mich holt das Christkind als erster,das sag ich dir,
drum bleib mal schön hinter mir.
Der Bausteinkasten mit seinem Haus,
schiebt sich nun mit voller Kraft voraus,
Auf das Haus hüpft nun der rote Ball,
und meint,ich bin der erste, auf jeden Fall!
Die Puppen fingen an zu weinen,
ihr sollt nicht streiten,wir sollten und vereinen,
es gibt so viele Mädchen und Knaben
die wollen nicht alle das gleiche haben!
Das Feuerwehrauto mischt sich jetzt noch ein,
Puppen sind sowieso nicht an erster Front, drum lasst es sein.
Um die Kurve kommt es dann viel zu schnell,
und schupst die Puppe an die hinterste Stell.
Der Drachen fliegt aus dem Eck an der Puppe vorbei und landet vor allen Sachen,
I am first,das wär doch zum Lachen...
Der Teddy hat jetzt auch noch Tränen,
was ihr da macht,ihr solltet euch schämen,
Da gibt die Puppe sich einen Ruck.
und stellt sich wieder nach hinten z`ruck.
Mit viel Lärm rückt die Puppenküche dann,
zum Angriff gegen die Wiedersacher an.
Teller,Töpfe und Tassen,können diesen Unsinn nicht fassen.
Löffeln pieksen,Messer und Gabeln,
alle die gedrängelt haben.
Alles ist ein bisschen wirr,
denn an erster Stelle sind jetzt Puppe,Küche und Geschirr.
Auf einmal ist es plötzlich hell,
das Christkind kam zur Stell.
Viele Kinder gibt es hier auf Erden,
die am heiligen Abend beschenkt werden.
und zwar mit euch allen,
und das wird den Kindern gefallen.
Man soll sich miteinander vereinen,
so lehrt man es den Kleinen,
keinen Streit soll es geben,
und keinen Neid im Leben.
Beschämt haben sie nun nachgedacht,
und jeder hat Platz gemacht.
Nun stand jedes Spielzeug so,und alle waren froh,
weil es jeder sehen kann,
und am Heiligen Abend dann,
siehe da,keiner mehr hinter der Glasscheibe war....
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