Profil von Micha Schneider

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Registriert seit dem: 10.03.2015
Geburtsdatum: * 13.06.1959 (60 Jahre)

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micha.schneider@saar-revue.com

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Anzahl Gedichte: 78
Anzahl Kommentare: 9
Gedichte gelesen: 53.965 mal
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Titel
58 Mein Freund Siggi 05.01.18
Vorschautext:
Wir kannten uns erst kurze Zeit
und hatten uns noch nie gesehen.
Doch schien bereits seit Ewigkeit
die neue Freundschaft zu bestehen.

So schilderten am ersten Tag
wir uns dieses Gefühl.
Wer einen Fremden sofort mag,
sieht ihn gar im Gewühl.

Für harte Jungs nicht ganz die Norm:
der erste Anruf war sehr lang.
...
57 Meinungsfreiheit oder Facebook-Entfreunder 16.11.17
Vorschautext:
Wer sich als „tolerant“ geriert
und doch der Diskussion geniert,
Verbalinjurien gebiert,
weil er sich grundlos echauffiert
und Gegenwehr nicht gern verspürt,
glaubt sicher auch, daß es ihn ziert,
wenn er den Anderen blockiert.
Und so vergißt, was sich gebührt,
auch wenn er einen Groll verspürt
bei Diskussionen, die geführt,
Demokratie nur daher rührt,
daß Meinungsfreiheit wird geschürt.
...
56 Nach einem bekannten Abschiedslied... 11.11.17
Vorschautext:
Gute Nacht, Freunde,
es wird Zeit für mich zu geh'n!
Was ich noch zu sagen hätte, 

dauert eine Zigarette

und ein letztes Glas im Steh'n.

Gute Nacht, Freunde,
es geht gar nichts mehr zur Zeit!
Was ich noch zu rauchen hätte,
reicht kaum – ich sag's – für eine Kette,
letztes Glas noch, ich bin breit!

...
55 Das Gute Stück 05.11.17
Vorschautext:
Des Mannes Pracht und ganzer Stolz
ist nicht aus Eisen, nicht aus Holz.
Kein Auto bringt ihm so viel Glück
wie dieses eine „Gute Stück“.

Das Stückgut, das die Männer meinen,
hängt oder steht zwischen den Beinen.
Dort war es schon, als sie geboren –
alleine zwar, doch nicht verloren.

Gilt doch des Mannes Augenmerk
von Kindheit an nur diesem Zwerg.
...
54 Halloween – als Klon zum Erfolg 28.10.17
Vorschautext:
Einst war der deutsche Karneval
beliebt als „Fünfte Jahreszeit“.
Doch ändert sich auch manches Mal
die menschliche Befindlichkeit.

Wo früher Jungmann glattrasiert,
sprießt heute ein Prophetenbart.
Die Damen wurden einst hofiert,
wo heute Charme wird eingespart.

Es strebten selbst die kleinen Leute
nach Bildung und Benehmen.
...
53 Schönes Nachleben 28.10.17
Vorschautext:
Wer schon im Krankenhaus gewesen,
war sicher dort, um zu genesen.
Doch jede Heilung wird verdorben,
wenn man im Krankenhaus gestorben.

Oftmals geht man zu Fuß hinein,
verläßt es aber tot im Schrein.
Selbst Jene, die einst flott und wendig,
die sind im Tod nicht sehr lebendig.

Man führt ein Leben voller Fleiß,
verdient sein Geld mit sehr viel Schweiß
...
52 Wer einen Verlag mir nennt 25.10.17
Vorschautext:
Wer einen Verlag mir nennt,
einen, der nicht lange pennt,
der noch druckt und auch verlegt,
was der Menschen Spaß erregt,
einen, der so mutig ist,
zu verlegen, was neu sprießt,
ohne Vorschuß zu kassieren,
ohne Jammern, Lamentieren
mir mein Büchlein drucken mag,
der versüßt mir meinen Tag.

Stoff genügend steht zu Buche,
...
51 Asexuelles Reiben 15.09.17
Vorschautext:
Ist es allzu kalt im Zimmer,
wärmt euch auf, sonst wird's nur schlimmer!
Kuscheln und sich etwas reiben,
wärmt und hilft die Zeit vertreiben!

Nehmt euch also in den Arm,
dann wird jedem wieder warm.
Bitte aber reibt nicht schneller,
dies wär' nämlich sexueller!

© Micha Schneider
50 Späte Erkenntnis 15.09.17
Vorschautext:
Posthum erst kam er dahinter:
Er starb sommers, nicht im Winter!
Fehlte doch des Winters Nässe
und des Antlitz' Winterblässe.
Nicht gebräunt war er, doch rot,
rot vor Wut, weil er nun tot.

© Micha Schneider
49 Der tolerante Frauenversteher 03.09.17
Vorschautext:
Wie Frauen heute wirklich ticken,
erfährt der Mann nicht nur (beim F…..) mit Blicken.
Befindet sich doch heutzutage
die Frau in allerbester Lage.

Sie darf gestalten frei ihr Leben,
kann Unsinn oder Sinn ihm geben.
Darf lernen, lieben und laut lachen
und kann gar Karriere machen.

Auch Frauen, die von großer Zartheit,
vermeiden heute selten Arbeit.
...
48 Das Wochenende 15.07.17
Vorschautext:
So neigt sich nun das Wochenende
dir zu, was ganz in deinem Sinn.
Im Schoße ruhen deine Hände –
weißt auch nicht recht, wo damit hin.

Gekauft sind alle guten Sachen,
gottlob hat man dich nicht beklaut.
Jetzt fehlt nur noch ein Film zum Lachen
oder ein Film, der leicht versaut.

Die Kinder toben laut im Garten,
die Sonne hat sie ’rausgelockt.
...
47 Die „Privaten“ und die Primaten (Ein Distichon gegen die Unkultur der Medien) 10.06.17
Vorschautext:
Die Körper bemalt, die Muskeln gestählt,
die Köpfe recht hohl, aus Mündern Gekeife –
wenn Zuschauer derart vom Fernseh’n gequält,
dann nennt sich das „Soap“ oder „Seife“.

Worin liegt der Sinn, daß in Köln und Berlin
vor Kameras in einer Wohnung
gar Doofe gen Doofe zu Felde zieh’n
und streiten gegen Entlohnung?

Gibt es tatsächlich da draußen im Land
nur Menschen mit Hang zum Gebell?
...
46 Kunst muß können 02.06.17
Vorschautext:
Ich ruf’s aus mit tiefem Grollen:
Kunst muß können, nicht nur wollen!
Wär’ allein der Wille Kunst,
hieße sie stattdessen „Wunst“.
Ja, ich weiß, der Gag ist alt,
stimmt jedoch im Wortgehalt.

„Jeder Mensch ist auch ein Künstler“,
sagte Beuys und meinte „Wünstler“.
Deshalb kritzelt jeder Wicht,
malt, als litte er an Gicht,
bildhauert und knetet,
...
45 Bei Markus Lanz darf jeder sitzen 25.05.17
Vorschautext:
Bei Markus Lanz darf jeder sitzen,
denn dort braucht niemand arg zu schwitzen.
Für lauen Talk ganz ohne Spitzen
nebst dargereichten flachen Witzen
kriecht Hinz und Kunz aus dunklen Ritzen,
denn Grips muß niemand hier besitzen.
Danach gibt's Wein und frische Pizzen.
Ein Talkgast greift an fremde Zitzen.
Worauf die Fotografen blitzen,
bevor alle nach Hause flitzen.

© Micha Schneider
44 Mein Freund, der Flaum 16.05.17
Vorschautext:
Bin gerade sechzehn Jahre,
nicht sehr groß, hab’ rote Haare.
Und am Kinn – man glaubt es kaum –
wächst seit März ein roter Flaum.

Jeden Tag wächst etwas mehr,
doch bedauere ich sehr,
daß mein Bärtchen sprießt nur rötlich –
roter Flaum, das ist doch tödlich!

Eigentlich ist Flaum sehr schön!
Und ein Junge von sechzehn
...
43 Floskeln und Phrasen 12.05.17
Vorschautext:
Viele Floskeln oder Phrasen
sind nur Dünger für den Rasen.
Jede Kuh, die davon frißt,
hinterläßt den selben Mist!

© Micha Schneider
42 Ein X für ein U 12.05.17
Vorschautext:
Mir wollte doch– Ihr werdet lachen –
jemand ein X für’n U vormachen.
Ich sagte ihm: „Daraus wird nix!
Gib mir ein U, kein doofes X!“

Weil ich entlarvte seine Masche,
er sofort kramte in der Tasche
und zeigte mir in aller Ruh’
ein wohlgeformtes rundes U.

Ich untersuchte den Vokal:
Er war gebogen wie ein Aal,
...
41 Sah gestern einen Satelliten 12.05.17
Vorschautext:
Sah gestern einen Satelliten, 
der flog recht hoch und filmte Titten. 
Er kam dann auch zu meinem Haus, 
ich stieg grad aus dem Auto aus. 

Weil er da flog, tat ich ihm winken, 
so fing er an, erfreut zu blinken. 
Er blinkte lange vor sich hin 
und wollte wissen, wer ich bin. 

Ich rief ihm zu: „Ich bin’s, der Micha.“ 
Er fragte mich: „Bist Du da sicha?“ 
...
40 Welche Sprache? 10.05.17
Vorschautext:
Welche Sprache sprechen Schweden,
wenn sie mit den Dänen reden?
Ist es Schwenisch,
ist es Denisch,
ist es Schwädisch
oder Dädisch?
Oder kommt es gar gelegen,
wenn man spricht wie in Norwegen?

© Micha Schneider
39 Wermut für mehr Mut 04.05.17
Vorschautext:
Es diente einst beim Militär,
besser bekannt als „Bundeswehr“,
ein junger, bläßlicher Rekrut,
dem leider fehlte es an Mut.

Wer aber mutlos ist beim Heer,
taugt nicht zum Dienst am Schießgewehr.
Mit Wehmut dachte der Rekrut,
daß für das Heer nur Mut sei gut.

Es braucht nämlich die Bundeswehr
Rekruten-Mut am Schießgewehr!
...
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