Profil von Micha Schneider

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Registriert seit dem: 10.03.2015
Geburtsdatum: * 13.06.1959 (60 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 78
Anzahl Kommentare: 9
Gedichte gelesen: 54.184 mal
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Titel
38 Auf dem Flohmarkt 01.05.17
Vorschautext:
Ich war heut’ auf dem Flohmarkt,
wo jeder gern en gros parkt,
was er als „alt“ verflucht,
jedoch ein anderer sucht.

Doch heute dieser Flohmarkt
war eher ein „Popo“-Markt.
Ich sage es jetzt barsch:
Der Markt war für den Arsch!

Denn statt antiker Wunder
fand ich nur morschen Plunder,
...
37 Apps 30.04.17
Vorschautext:
Früher hießen sie „Applikationen“,
als „Programme“ auch bekannt,
heut’ als Abbreviationen
sie zu „Apps“ man umbenannt.

Apps gibt’s heute für fast alles,
für das Foto und das Fon
und im Falle eines Falles:
Apps zum Kochen gibt ’s auch schon.

Arbeit ist oft sehr langweilig,
kommt sie vor im Übermaß.
...
36 Das „Fallbeil“ Lyrik 30.04.17
Vorschautext:
Ein Dichter, den geküßt die Musen,
weil die gern mit den Dichtern schmusen,
verbucht für sich den großen Vorteil,
falls seine Lyrik wie ein Fallbeil
so scharf und treffend formuliert,
daß Ernst oft mit Humor tranchiert.

Wenn Menschen über Verse lachen,
obwohl ihr Kern birgt ernste Sachen,
dann traf der Reime scharfe Klinge
den Hals selbst mancher schlimmen Dinge.
So sind der Dichter heit’ren Worte
...
35 Die Marion 30.04.17
Vorschautext:
Die Marion lebt in der Wüste,
in Salt Lake City, fern der Küste.
Sie ist ein rattenscharfes Weib
mit einem wundervollen Leib.

Die Marion macht Männer irre,
vor lauter Lust sie werden kirre.
Sie wollen alle nur das Eine –
was sind die Männer doch für Schweine!

Jedoch sind Schweine selten schuldig,
wenn sie vor Lust gar ungeduldig
...
34 Familien-„Bande“ 30.04.17
Vorschautext:
Falls du noch Familie hast,
kann dies Glück sein oder Last.
Denn oft sitzen deine Feinde
just in deiner Blutsgemeinde.
Anstatt deine Last zu dämpfen,
Seit’ an Seit’ mit dir zu kämpfen,
anstatt Kraft und Trost zu geben,
lähmen sie dein ganzes Leben.

Weil sie piesacken und poltern,
dich nur reizen oder foltern,
und dies ohne alle Gnaden,
...
33 Der Mann aus Nazareth 30.04.17
Vorschautext:
Selbst jener Mann aus Nazareth
benötigte zum Schlaf ein Bett.
Mußt' nachts er 'was verrichten,
so schlich er unter Fichten.

Schob kurz sein Nachthemd auf die Seite,
was neugierige Damen freute.
Doch ging der Mann aus Nazareth
danach allein zurück ins Bett.

Die Damenwelt war sehr bekümmert,
weil ein Bett stets auch gezimmert
...
32 An Ostern einen Western! 30.04.17
Vorschautext:
Aus allen Ritzen und auch Rohren,
aus Mündern, Augen und den Poren,
aus allen Öfen und aus Toastern
die Botschaft kündet: Es ist Ostern!

Schon läuft im Fernsehen „Ben Hur“,
auch „Das Gewand“ mit Vic Mature.
Und Werbung wird nur dann gesendet,
wenn sich der Film zur Spannung wendet.

Wenn eine Szene rührt zu Tränen,
folgt Werbung für ein Bett der Dänen.
...
31 Der kleine Fußfetischist 30.04.17
Vorschautext:
Hast du Fußpilz am Gebeiß,
bist du wohl auf Füße heiß!
Fußabdrücke auf dem Mund
tun den Fetischisten kund!
Zehennägel in den Zähnen
soll man besser nicht erwähnen!

Leute, die nur Füße küssen,
ahnen nicht, was sie vermissen.
Kaum ein Fetisch so abstrus
wie der Hang zum fremden Fuß!
Wer allein auf Füße schwört,
...
30 Wallenstein und die Jugend 30.04.17
Vorschautext:
Auch in Schillers „Wallenstein“ spricht man von der Tugend.
Diese, klagt der Feldherr laut, mangele der Jugend.
Oftmals scharf wie Messers Schneide, so der General fährt fort,
sei sie schnell und leichten Fußes mit der Tat und mit dem Wort.
Nehme Maß nur an den Dingen, die von ganz allein sich richten.
Und das heißt, sie denke niemals bis in allertiefste Schichten.

Seit den Zeiten Wallensteins läßt sich Folgendes beäugen:
Jugend ist mit Klug- und Weisheit nur recht schwer zu überzeugen!
Guter Rat ist immer teuer, wenn die Jugend ihn mißachtet.
Weil sie glaubt, daß jeder Ratschlag nur nach ihrer Freiheit trachtet.
Eltern, die sich Sorgen machen, sind aus deren Sicht nur „kleinlich“.
...
29 WILDSCHWEINE 03.12.16
Vorschautext:
Der Jäger streift durch Wald und Flur
und sucht nach einer Wildschwein-Spur.
Die Schonzeit ist nun leider um –
die Säue bleiben daher stumm.

Man hört im Wald jetzt gar kein Lachen
von Keilern, Frischlingen und Bachen.
Versteckt sind Bache, Frischling, Keiler –
das Wildsau-Leben war schon geiler.

Aus Angst vermeidet man das Grunzen
und lautes Plätschern selbst beim Br……
...
28 Freitag 03.12.16
Vorschautext:
Das Wochenend' pocht an die Tür.
Das ist halt so am Freitag.
Wer fleißig ist, erhält dafür
der Freizeit lohnend' Beitrag.

Drum warte mit der Muße Start
bis nach der Arbeit Ende.
Denn wären Freitage nicht hart,
am Samstag niemand Glück empfände.

Wer wochentags wie sonntags lebt,
der mag sich glücklich schätzen.
...
27 Geburtstagsgruß 03.12.16
Vorschautext:
Mein Gruß zum Tag deiner Geburt.
Jetzt laß dich feiern, lauf nicht furt!
Ein Küßchen hier, ein Schlückchen dort.
Schon morgen sind sie wieder fort.

Dies ist ein Tag zu deiner Ehre.
Es wäre schlimm, wenn's nicht so wäre.
Wenn niemand wollte dich beglücken.
Und kein Mensch hier, um dich zu drücken.

Von dir kein Aas Notiz gar nimmt,
Dann wärst du traurig und verstimmt.
...
26 Geburtstagsgruß (zweite Version) 03.12.16
Vorschautext:
Heute wieder feierst Du den Tag,
den man gerne oder gar nicht mag:
Denn es jährt sich just gerade wieder,
daß Mama kam mit Dir nieder.
Also gilt der Tag als Grund –
„Geburtstag“ nennt ihn Volkes Mund –,
daß Dir Leute gratulieren,
Dich umarmen, jubilieren.
Dich gar herzen und lieb küssen,
freiwillig, nicht etwa, weil sie müssen.
Deshalb tu’ ich hier das Selbe:
Wünsche Dir vom Ei das Gelbe,
...
25 Einsam auf der Ackerkrume 03.12.16
Vorschautext:
Einsam auf der Ackerkrume
blüht – oh Wunder – eine Blume.
Gelb gefärbt und stolz gereckt,
sie zwei Blätter von sich streckt.

Wie den Weg sie fand hierher,
weiß die Blume auch nicht mehr.
Freut sich, daß sie hier allein,
ohne Konkurrenz zu sein.

Pollensaugend’ Fluggetier
landet ausschließlich auf ihr.
...
24 Ein Fußballer in Lille 03.12.16
Vorschautext:
Ein Fußballer in Lille
schlecht spielte wider Wille.
Drum nahm er eine Pille –
schon klappte es in Lille!

© Micha Schneider
23 Die musikalische Kuh 03.12.16
Vorschautext:
Die Kuh muht zart bei Mozart,
furzt laut bei Wagners Richard.
Läßt jeden an ihr Euter
hört sie den Otto Reutter.

Erklingen laute Becken,
läßt sie sich sofort decken.
Bei Klängen der Posaune
verliert sie oft die Laune.

Chopin, Liszt und Beethoven
verleiten sie zum Schwoofen.
...
22 Der türkische Schrat 03.12.16
Vorschautext:
Im Türkenreich, da läuft ein Schrat
politisch auf sehr schmalem Grat.
Er dünkt sich einem Gott gleich mächtig,
doch sind Schratenhirne eher schmächtig.

Wenn der Mensch sich einmal amüsiert,
so fühlt sich Schrat diskriminiert,
jammert, zetert und beschwert sich.
Das Gelächter aber mehrt sich.

Bald schon lacht die ganze Welt,
was dem Schrat noch mehr mißfällt.
...
21 Der Rennfahrer 03.12.16
Vorschautext:
Es war einmal ein flotter Finne,
der fuhr nur eine Nuckelpinne.
Doch bald schon hörte man ihn tönen,
er sei „the next Kimi Räikkönen“.

Er motzte auf sein treu’ Gefährt,
das kaum noch war die Mühe wert.
Vergaß darüber Frau und Kind,
die stets des Wahnsinns Opfer sind.

Sehr oft arbeitete er nur „Teilzeit“
und hatte deshalb bald mehr Freizeit.
...
20 Ein Mensch 03.12.16
Vorschautext:
Bin stark und schwach,
schläfrig und wach,
oftmals sehr zart,
manchmal zu hart.

Bin wütend und nett,
still und kokett,
oftmals sehr treu,
manchmal zu scheu.

Bin fromm und sündig,
kindisch und mündig,
...
19 Der Club der toten Dichter 03.12.16
Vorschautext:
In Deutschland wird es langsam stiller
um große Dichter wie den Schiller.
Kaum hört man noch Geflöte
um Rilke, Novalis und Goethe.

Wo sind nur Heine, Herder, Hebel?
Wer kennt noch Hesses Reim „Im Nebel“?
Was ist mit Lessing, Kleist und Hegel?
Wer las jemals von den drei Schlegel?

Ich sag’ nun, was schon lang ich ahne:
Es sind die Geister wie Fontane,
...
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