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| 17 | Wenn gar nichts gelingt | 30.06.21 | ||
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Vorschautext: Ich stell’ mal die Frage, ja, doch, unbedingt: kennst du die Tage, wenn gar nichts gelingt? Zwei Hassmails im Netz, 'nen Dünnpfiff dazu, den Knöchel verletzt, komm kaum in die Schuh, was super Gemeines, ein Kurzschluss, genau, muss fluchen, nichts Feines, die Suppe, zu lau, piesackender Rücken, schniefendes Heulen, s’schmerzt beim Bücken, zwei Hinterkopfbeulen, ... |
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| 16 | Jetzt. | 29.06.21 | ||
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Vorschautext: In meinem Kopf ist es so leer, die Stille drückt mir auf’s Gemüt, mir fehlen deine Worte, sehr, ob scharf, ob leise, ob vergnügt, verstört bin ich, es ist so dunkel, wo ist die Wärme deiner Haut und wo des grünen Blicks Gefunkel, ich hab mir meine Sicht verbaut, mein Blick von dir nicht mehr gespiegelt, verletzt mein Ich, der Kopf gesenkt, die Fenster nun auch tags verriegelt, die bunten Bilder abgehängt, mir ist die List, der Zorn, die Lust vergangen wie ein schöner Traum, dir ist mein Schweigen nicht bewusst, wir teilen nicht mehr einen Raum, ... |
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| 15 | An den Mond | 29.06.21 | ||
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Vorschautext: Du mit deinem milden Strahlen schleichst dich nachts durchs Fensterglas, hilfst mir, Schwärze hell zu malen, hebst mich aus dem Tränennass; komm und taue auf mein Herz, zieh mich in den weiten Raum, dass ich gleite himmelwärts, lass mich schweben wie im Traum in unendlich weite Höhe, dahin, wo die Sterne funkeln, ... |
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| 14 | unversehens | 28.06.21 | ||
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Vorschautext: unversehens fällt Traurigkeit wie ein Schatten über mich her ein ausgehungerter Wolf mit müden Augen auf der Suche nach der Beute zur Nachtzeit, will mich nicht reißen lassen der Tag, wenn er so dunkel ist, verzehrt sich selbst zu hastig, schottet sich ab, das Fühlen in Watte verpackt, ohne Gesang, ... |
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| 13 | Freundschaft | 27.06.21 | ||
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Vorschautext: Ein Netz, aus Nähe und Treue gestrickt und immer wieder aufs Neue geflickt, im Rinnen der Zeit ergraut, verblichen, lautes Gehabe dem Leisen gewichen, ich bin verwundert, ein Vierteljahrhundert halten wir Hände, ja, das spricht Bände, wir konnten streiten um Kleinigkeiten, mal rauf, mal runter, das hielt uns munter, will weiter dich halten und mit dir gestalten, ... |
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| 12 | klare Klänge | 26.06.21 | ||
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Vorschautext: die Abendröte von der Schwärze der Nacht verschluckt, nun nicht in Melancholie versinken, lass deinen Atem fließen und die Finger über das Holz springen und spür das zarte Zittern, wenn Körper und Seele eins werden mit dem Singen deiner Flöte, ... |
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| 11 | Angekommen | 25.06.21 | ||
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Vorschautext: Bin angekommen, hab Abschied genommen, war fähig, zu lieben, bin standhaft geblieben, hab Leben geboren, Vertrauen verloren, hab Qualen erlitten mit Flehen, mit Bitten und habe, tief unten, mich wieder gefunden, ... |
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| 10 | Der Tag vergeht | 25.06.21 | ||
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Vorschautext: Auch dieser Tag vergeht; trage geduldig das Kreuz der Irrwege andauernder Suche nach Heimat selbst im Schlaf; ich laufe, laufe davon vor dem Licht und vor mir; finde mich nicht in den fragend bittenden Augen der mir so fremden schwarzweiß Maskierten; taumele blind und stumm, ... |
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| 9 | Mäandernde Gefühle | 25.06.21 | ||
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Vorschautext: Der Abend graut, die Lebensstunden wandern, wo ist die Zartheit der Berührung nur geblieben, wie sehn’ ich mich nach euch, ihr meine Lieben, zu schnell verdrängt ein langer Tag den andern; wo ist die Zartheit der Berührung nur geblieben, zwei Kerzen zünd ich an, nicht nur für mich, ich weiß, ihr goldner Schein, er heilt auch dich, so ist die Trübheit der Gedanken bald vertrieben; wie sehn’ ich mich nach euch, ihr meine Lieben, Geduld, sie schwindet, will nicht länger warten, sitze allein mit mir auf einer Bank im Garten und les’ die Briefe, die wir einst uns schrieben; zu schnell verdrängt ein langer Tag den andern, der Sonne Strahl füllt mich mit Zuversicht, ob diese Freude bleibt - das weiß ich nicht; Gefühle, die im Hoffnungsstrom mäandern. |
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| 8 | auf der suche | 25.06.21 | ||
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Vorschautext: auf der Suche bin ich, nach letzter Klarheit und nach der einzig gültigen Wahrheit, nach dem, was mich beim Grübeln umtreibt und danach, was uns am Ende noch bleibt, auf der Suche raus aus dem alten Trott, nach dem einen alles verzeihenden Gott, die Regeln habe ich oft missachtet und auch zu gefällig mich selbst betrachtet, geleugnet hab ich und Worte bereut, gegeb'ne Versprechen brach ich erneut, ... |
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| 7 | Mein Wunder | 25.06.21 | ||
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Vorschautext: Man glaubt es kaum, im Regen fiel vom Wind verweht mir in die Hand ein Blatt vom Baum, so zart wie Samt, zwar war es nur von vielen eines, ... |
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| 6 | verhaltenes Atmen | 25.06.21 | ||
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Vorschautext: bittet mich deine brüchige Stimme um Einlass, und ich öffne die Fenster weit weit und lausche auf ein Zeichen von dir aus deiner anderen Welt, ein Amseltier bin ich mit gebrochenen Flügeln, weil dein Gelächter nur noch verhalten schallt; tauche ein in das Wandern unserer alten Wege, suche nach verlorenen Liedern der Liebe und Lust, höre wisperndes Blau rufen nach glühendem Rot, und es öffnet sich zagend klagend das graue Grau ... |
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| 5 | Mein stiller Teich | 23.06.21 | ||
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Vorschautext: Da liegt er, einem Spiegel gleich, so silbern froh und still, mein Teich, die Blätterschatten werfen Flecken bis in die kleinsten Buchten, Ecken, sie hüpfen selig auf und nieder und bringen mich in’s Lot gleich wieder, der Tag heut’ ist für mich gemacht, nach jenem Albtraum letzte Nacht ... |
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| 4 | Frühlingssinfonie | 22.06.21 | ||
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Vorschautext: Wer weiß schon genau, wieso solche Weisen machen froh? Die sich auseinanderwinden – und doch stets zusammenfinden. Jenes Jagen in zwei Stufen, gleichberechtigt lautes Rufen, leises Miteinandermischen, disharmonisch auch dazwischen. Dann die reinste Harmonie - ohne sie gelingt es nie. Falls die Töne lento fließen, heißt es einfach: Augen schließen. ... |
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| 3 | echo deiner worte | 21.06.21 | ||
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Vorschautext: orte, an denen ich nicht war, sind ohne mich ausgekommen, und ich ohne sie, meine irrwege brachten mich näher zu dir, brücken, die uns tragen, bauten wir aus den steinen, die uns stolpern ließen, mich annehmen, wie ich bin, hast du mich gelehrt, ... |
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| 2 | Der Füller mit der schwarzen Tinte | 21.06.21 | ||
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Vorschautext: Wie die Vermisstenlisten wachsen im späten Herbst – es schmerzt. Und das Bewusstsein ihres Fehlens auch. Was scheint verschwommen und was klar? Handeln wir besser aus dem Bauch? Was ist gelogen, was ist wahr? Wir suchen Licht. Fragen nach Leben, es muss sie geben. Stirbst du nach mir? Nein, jetzt noch nicht? Geh’ ich vor dir? Und wenn, dann wie? Zu welcher Zeit? Ist’s Utopie? Bist du bereit? Such’ ich die Klarheit im Gestirn? Ist sie nur Staub in meinem Hirn? Wie hieß der Ort, in dem du damals lebtest? Da war ein Pfad durch’s Feld im Mai, der Mohn, der Flachs, der laue Wind. Da war viel Haut. Da war’n wir Zwei, bereit. Die Zärtlichkeit. Doch wann und wo. Und die Gesichter, zugewandt, sind sie dir alle noch bekannt? Waren wir froh, haben wir Widerspruch gewagt, lag Wut in dem, was wir gesagt? Wer ging mit wem? Alles vergessen? Hast du die Dinge je besessen, nach denen du dich manchmal sehnst, hast du sie früher je erwähnt? Der Kinder Lachen, sind meine nicht und doch ein Teil von mir, das sag ich dir. Die tote Amsel hier, war es der Kater? Das schöne Tier, das abends klagt vor unsrer Tür? ... |
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| 1 | wenn ich hoch fliege | 21.06.21 | ||
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Vorschautext: das Wurzelgeflecht der Angst hab ich gespürt mit dir und das selige Flüstern im Morgengrau, habe mit dir die tiefen Töne in hohe verwandelt und allen Hass in Liebe und den Neid in gleißendes Licht, lausche ich immer noch im Traum dem Takt deines Pulses in der Mitte der Nacht, jetzt, da mir von unserem Wandern nicht viel mehr bleibt als der trauerumflorte Blick auf die Unendlichkeit ferner Wüsten, noch unentdeckte Tiefe so vieler Meere, fühlt sich mein Sehen blind an und ich weine, weine drei Tage schon, drei Tage mit verschlossenem Mund und drei Tage mit ertaubtem ... |
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