Gästebuch von Marie Mehrfeld

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6. Eintrag von Farbensucher 11.03.2026 um 18:29

Sprengsatz

Gewagter Schritt aus
dem 'Nicht mehr'
ins weißgetränkte Blatt,
das Worte am Gewicht nur mißt
und an dem Fett, das Pathos
wie gewohnt erbricht.
Kein Wort genügt. Sieh nur,
es welkt und fällt
eins nach dem andern,
und das im 'Noch nicht' schweigt
befreit vom Tand, sich
neu und neu
im Schmuck erstickt
zu wandeln.


für M.M.
5. Eintrag von Gast 10.03.2026 um 10:38

Bitte nicht aufhören, Marie Mehrfeld!
Deine Stimme, deine Worte, deine Poesie, in denen all deine Erfahrungen so vieler gelebter Jahre liegen, ist/sind so wichtig!

Farbensucher
4. Eintrag von Farbensucher 09.03.2026 um 13:04

Ein kurzes, persönliches Auftauchen aus meinem 'Verschwinden'...

Dich gibt es noch, Marie! Wie oft habe ich das Internet nach dir durchsucht! Und du schreibst wieder - immer noch.
Das fühlt sich an, wie ein gelber Brief mit schwarzer Tinte, der in mein Haus flattert. Irgendwie gibt mir das ein Gefühl von Ruhe und Zuversicht: Noch hast du, berührende Erzählerin, nicht alles erzählt...

Ich schreibe nicht mehr. Die Worte sind von mir abgefallen. Auch die selbstverständlichen Reime (trivial voraussehbar im therapeutischen Schreiben) brauche ich nicht mehr als Rahmen, um Unsagbares in Worte zu fassen. Mal empfinde ich das als Befreiung, mal als Leere. Für mich wurde das Leben ungereimt.  Ob ich jemals wieder schreiben werde? Ich weiß es nicht. Diese Frage beschäftigt mich zurzeit auch nicht. Und seit du wieder DA bist, weiß ich: Es gibt eine Poesie, die überdauert nicht nur Jahre, sondern auch ihren Rückzug.

Auch wenn ich deine Gedichte nicht kommentieren werde - ich habe mich längst davon verabschiedet -, ich werde dich immer lesen.

Ich umarme dich, liebste (uralte) Poetenfreundin Marie Mehrfeld.

Farbensucher
Dein Kommentar:
Du liebe Farbensucher(in), es stimmt, ich habe mich zurück gezogen aus triftigem Grund - mir geht es vielleicht wie Dir, es gibt mich noch, aber auch von mir "sind die Worte abgefallen", wie Du es auf Dir eigene Weise so besonders ausdrückst. Meine Pause sollte ein Schlusstrich sein. Ich fand aber in einer Nebenseite ein paar ältere Äußerungen und habe sie einfach mal eingestellt -in der Hoffnung, von Dir zu hören. Wenn Du nicht mehr schreibst, dann fällt auch für mich der Anreiz weg, mich öffentlich zu zeigen. Dann lese ich eben - auch unkommentiert - Deine (überhaupt nicht trivialen) älteren Gedichte, die mich immer berührt haben. Ich wünsche Dir das Allerbeste. Umarmung -Marie
3. Eintrag von Gast 09.03.2026 um 11:49

Dich gibt es noch, Marie! Wie oft habe ich das Internet nach dir durchsucht! Und du schreibst wieder - immer noch.
Das fühlt sich an, wie ein gelber Brief mit schwarzer Tinte, der in mein Haus flattert. Irgendwie gibt mir das ein Gefühl von Ruhe und Zuversicht: Noch hast du, berührende Erzählerin, nicht alles erzählt...

Ich schreibe nicht mehr. Die Worte sind von mir abgefallen. Auch die selbstverständlichen Reime (trivial voraussehbar im therapeutischen Schreiben) brauche ich nicht mehr als Rahmen, um Unsagbares in Worte zu fassen. Mal empfinde ich das als Befreiuung, mal als Leere. Für mich wurde das Leben ungereimt.  Ob ich jemals wieder schreiben werde? Ich weiß es nicht. Diese Frage beschäftigt mich zurzeit auch nicht. Und seit du wieder DA bist, weiß ich: Es gibt eine Poesie, die überdauert nicht nur Jahre, sondern auch ihren Rückzug.

Auch wenn ich deine Gedichte nicht kommentieren werde - ich habe mich längst davon verabschiedet -, ich werde dich immer lesen.

Ich umarme dich, liebste (uralte) Poetenfreundin Marie Mehrfeld.

Farbensucher
2. Eintrag von Gast 07.12.2022 um 00:50

Hallo, ich find die Tiefe und Komplexität deiner Gedichte schwer beeindruckend.
Der Stil, Reimketten und Tempowechsel wirken wie ein Tanz. In meinen Augen, sitzt auch noch jedes Wort an seiner Stelle. Bewegende Themen, und wunderschön ausgeführt.
Dein Kommentar:
Danke liebe/r Unbekannte, über Deine Worte habe ich mich SEHR gefreut.
Herzlich
Marie
1. Eintrag von Zoray 22.06.2021 um 08:38

Gezeiten enden
In Träumen wie diesen - mehr
Momente des Trauerns

Doch empfunden das
Ganz ohne Kompass das Ziel
Das sich lohnt im Sinne

Herzliche Grüße Yvonne
Dein Kommentar:
Danke, Yvonne; wir wandern im Nebel, kompasslos ziehen wir durch unsere Leben, erkennen weder Sinn noch Ziel - und warten hoffend auf das, was kommt ...
Marie