Profil von Ingrid Baumgart-Fütterer

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Titel
1751 Eindrückliches Erlebnis
Vorschautext:
Er sabbert in den Bart und keucht,
zwei Lippenpaare, speichelfeucht
wie Saugnäpfe schmatzend haften,
das Pressen sie kaum verkraften.

Lippen werden rissig, platzen,
brennen unter lautem Schmatzen,
Speichel rinnt in Bart, übers Kinn
Kuss ist für beide ein Gewinn.

Sie quälen sich nicht bis aufs Blut,
der „heiße“ Kuss tut beiden gut
...
1750 "Von oben herab"
Vorschautext:
-Fiktion -

Er speist sie ab mit
nichtssagenden Worten,
geht auf sie nicht ein,
demonstriert Arroganz,
lässt sich nicht herab
zu einer Begegnung
auf Augenhöhe,
zeigt, was er von ihr hält,
nämlich rein gar nichts,
lebt seinen Triumpf aus,
...
1749 Einem Sonnenstich vorbeugen
Vorschautext:
Ein Sonnenhut,
der tut ganz gut
wenn Hitze brüllt -
wie zugemüllt
fühlt sich das Hirn
hinter der Stirn
und drumherum -
man ist wie dumm,
wie hackedicht,
wenn Sonne sticht -
Denken fällt schwer,
ist zäh wie Teer
...
1748 Es geht heiß her....
Vorschautext:
Überstunden macht die Feuerwehr
in Wäldern brennt es mehr und mehr,
auch immer mehr Felder entflammen,
Bauern das Feuer verdammen.

Sattes Wiesengrün weicht nem Gelbbraun,
Kühe, Schafe auf Heu rumkaun,
Landschaft in hohem Maße versteppt,
müde man sich durchs Leben schleppt.

Jede Bewegung kostet viel Kraft,
kurz darauf ist man fast geschafft
...
1747 Brandgefährlich
Vorschautext:
Brütende Hitze, Trockenheit,
verstepptes Land weit und breit,
verdorrte Büsche, Bäume,
Feuersbrunst erweckt Alpträume,
wenn alles wie Zunder brennt
und man vor dem Feuer wegrennt,
um sein Leben zu retten,
manche sterben in ihren Betten
eingeschlossen vom Feuer -
dem gierigen Ungeheuer,
dem Mensch, Tier zum Opfer fallen,
langsam zu Asche zerfallen.
1746 Süße Versuchung
Vorschautext:
Honiggläser stehen im Küchenschrank,
fleißigen Bienchen ich hierfür Dank
die süße Köstlichkeit mundet mir sehr,
steigert meinen Appetit auf mehr.

Wenn ich neben den Honiggläsern steh,
ihr flüssiges Gold hell glänzen seh,
ist es mal wieder um mich geschehn,
kann ohne zu naschen nicht fortgehn.
1745 Leidenschaft (Tanka)
Vorschautext:
Der junge Schmied ist
für den schweißtreibenden Job
Feuer und Flamme,
unter den Hammerschlägen
nimmt Fantasie Gestalt an.
1744 Opfer der eigenen Hybris
Vorschautext:
- Fiktion -

Selbstüberschätzung
verbirgt sich hinter Masken,
das wahre Gesicht
wird andren vorenthalten.

Sie schwingen sich auf
zu beißenden Kritiken,
nichts ist gut genug
gemäß ihrem Wertmaßstab.

...
1743 Bademeister
Vorschautext:
"Statue", bekleidet mit Shirt und Shorts,
ist von Weitem unscharf zu sehen,
sie wirkt kräftig wie ein Profi des Sports,
wird an dem Platz wohl ewig stehen.

Doch die Figur ist keine Attrappe,
der Mann ist ein Mensch aus Fleisch und Blut
und was er leistet, ist nicht von Pappe,
er ist ganz und gar nicht ein Tunichtgut,
trägt hohe Verantwortung tagtäglich,
sorgt am Badestrand für "Sauberkeit",
Badegäste verhalten sich sittlich,
...
1742 Kleiner Dickschädel
Vorschautext:
Katzenbaby schmollt, oh weiha,
es guckt die Sendung mit der Maus,
doch jetzt soll es in die Heia,
über die Leber läuft ne Laus.

Es will bis zum Ende gucken,
sich nicht ins Schlafkörbchen legen,
trotzig beginnt es zu spucken,
erhält letztlich Frauchen Segen.

Und schon wieder hat der Frechdachs sein Trotzköpfchen durchgesetzt
1741 "Es kann so nicht weitergehen!"
Vorschautext:
-Aus dem Tagebuch einer fiktiven Krankenschwester-

-1-
Die Arbeit hält uns ständig auf Trab,
wir rennen uns die Hacken ab,
hasten durch die Patientenzimmer,
der Zeitdruck wird immer schlimmer.
-2-
Mehr Arbeit in noch weniger Zeit
führt zum Chaos, statt zur Klarheit,
die Versorgungsqualität leidet,
dies sich allerorten zeiget.
...
1740 Lebenslange Trauer
Vorschautext:
-Fiktion –

Mutter man zu Grabe trug,
unentwegt weinte ihr Bub,
Trauer ihm das Herz zerriss
Lippen er sich blutig biss,

Seiner Mutter „Verschwinden“
konnte er nicht verwinden,
er trauerte Jahr für Jahr,
silbrigweiß wurde sein Haar,

...
1739 Poesie - unverständlich und tiefgründig zugleich
Vorschautext:
- Fiktion -

Wann immer es in seinem Unterbewusstsein
zu rumoren, zu wogen und zu brodeln beginnt,
sich somit ein "Seelenbeben" ankündigt,
gibt er sich seinem inneren Erleben hin
und taucht in die eigenen Untiefen hinab,
bis er von Geistesblitzen durchzuckt wird -
wie in Trance beginnt er zu schreiben,
schildert innere Bilder, die in ihm auftauchen,
sein Bewusstsein auf höhere Ebenen heben,
wo er die Bildsymbolik zu entschlüsseln vermag.
...
1738 Antiaging
Vorschautext:
Das wirksamste
Antiaging - Mittel
ist ein Herz
voller Liebe,
es glättete nicht nur
die Wogen der Emotionen,
sondern auch
die Sorgenfalten.
1737 "Sei schöpferisch"
Vorschautext:
Schöpfe aus
dem Brunnen
der unendlichen
Möglichkeiten
all deine Träume,
die deine Seele
beflügeln.
1736 Clochard
Vorschautext:
-1-
Seine schmutzigen Kleider miefen,
sind teils zerlumpt, stark abgewetzt,
seine Nase und Augen triefen,
er humpelt, sein Bein ist verletzt.
-2-
Unter Brücken ist sein Zuhause,
zerschlissener Schlafsack ist sein Bett,
starker Regen ist seine Brause,
sein Tisch ist ein verrottetes Brett.
-3-
Kleider voller Flöhe, Kopf verlaust,
...
1735 Liebesakt
Vorschautext:
Im Liebesakt wächst er
über sich selbst hinaus,
überwindet Grenzen,
springt über den eigenen Schatten,
richtet sich innerlich auf,
stabilisiert sich,
spürt die in ihm aufwallende,
vorwärtstreibende Kraft
auf der Zielgeraden,
erfüllt von der Vorfreude,
als "Schlüsselfigur"
das Tor zur Glückseligkeit
...
1734 Verschwiegenheit
Vorschautext:
Auf die alte Holzbank kann man zählen,
sie trägt, gibt Halt, könnte viel erzählen,
doch schweigt sich aus über ihr Erleben,
wird keine Geheimisse preisgeben -
mitunter schlafen Landstreicher auf ihr,
oder es nächtig auf ihr manches Tier,
auch geben sich Paare der Liebe hin,
sobald ihnen Paarung kommt in den Sinn
sitzen danach auf ihr gedankenschwer,
weil „unmoralisch“ war Geschlechtsverkehr.
.
Bank lässt alles geschehen, schweigt fein still,
...
1733 Autonomieverlust
Vorschautext:
-Fiktion –
-1-
Eine Frau sich blenden ließ
vom Reichtum, dem schönen Schein,
folglich lebt sie im „Verlies“,
Herz verbittert, wird zu Stein.
-2-
Es hat der reiche Gatte
ihre Rechte beschnitten,
die Freiheit, die sie hatte
-„perdu“ – trotz ihrer Bitten.
-3-
...
1732 Schreckmomente
Vorschautext:
- autobiografisch -
-1-
Eiskalter Schreck lässt mich einfrieren
zu einem Standbild, auf die Schnelle.
"Wird mir ein Ungemach passieren?"
"Wie schütze ich mich auf die Schnelle?"
-2-
Vier Straßenhunde mich umringen,
kläffen, knurren, fletschen die Zähne.
"Werden sie in mein Fleisch eindringen?"
Ein Hund kichert wie ne Hyäne.
-3-
...