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| 1094 | Trugbild | 03.10.25 | ||
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Vorschautext: Schwer verhangen sind wir in der Zeit - dem Augenblick aus gesternheutemorgen, obwohl das Jetzt schon im Wandel verborgen uns zeigt: wir fühlen uns im Trugbild geborgen, und halten es fest, ängstlich umsorgend, damit es uns bleibt ... |
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| 1093 | Austauschbar | 28.09.25 | ||
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Vorschautext: Mir machen alle Menschen Angst, die auf den Strassen laut in Massen, geeint nur sind, um die zu chassen, die auf der Wiesn für ein Bier; die für Free Palestine sind hier; die Christen, Juden, Moslems hassen; die mit Gewalt sich Recht verschaffen; die mit Geschrei Fäuste erheben; die als die "Guten" sich erleben... Still bleibt der Tod im Bombenhagel ... |
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| 1092 | Traumkriege | 28.09.25 | ||
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Vorschautext: bewaffnete Friedensträume erobert der Albtraum |
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| 1091 | Mein Atemwald | 28.09.25 | ||
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Vorschautext: Mein Atemwald trägt den Verlust der Leichtigkeit, mit der ich saß mit dir geschützt in Baumeskronen unterm Blätterdach der Fantasie, die in uns Grenzen brach und du im Scheitern noch als bunter Vogel saßt, auf kahlem Ast dich träumtes in ein buntes Blatt, das fliegt. ... |
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| 1090 | Rollendynamik | 24.09.25 | ||
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Vorschautext: Auf der Bühne des Lebens spiele ich einige Rollen: Es sind manche dabei, die nur andere von mir wollen; die ein' oder andre ist mir wie auf den Leib geschrieben, doch gibt es auch die, die aus Not gedrungen mich verbiegen. Einige sind mir zu groß, und ich wachse ich in sie hinein; die, die zu klein sind, machen mich ... |
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| 1089 | im Racherausch* | 23.09.25 | ||
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Vorschautext: Wir stimmen noch zögernd für den Frieden - die Fata Morgana in Asche und Rauch. Während unter Trümmern die Verwesten liegen, schmaucht sie der Tod im Racherausch. Wir stimmen noch zögernd für den Frieden der Kinder, die den Tod in ihren Seelen ... |
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| 1088 | Grenze des Schweigens* | 19.09.25 | ||
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Vorschautext: Warum sind die Gedanken nachts so laut, als würde eine Stimme zu mir sprechen? Warum spür ich sie fröstelnd auf der Haut, als wollte an der Ruhe sie sich rächen? Ist es das Heimliche, das in die Nacht unheimlich laut und irre grell und klar sich drängt, was sonst der Tag wie einen Traum bewacht, wenn das Herz fühlt und das Unsagbare denkt? Wenn sich Gedanken explosiv entzünden und Zündschnur der Erkenntnis nächtlich glüht, ... |
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| 1087 | Geburtstagswunsch an ein Herbstkind im Herbst des Lebens | 18.09.25 | ||
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Vorschautext: Als Herbstkind wirst du heute reich beschenkt mit Sonne, die sich durch die Bäume drängt wie Gold, das auch in deinen Augen glänzt und Herz erfreut und wärmt - es ist geschenkt. Geschenk ist auch der Enkelkinder Lachen und Menschen, die dir viel Freude machen. Lass Freude steigen wie herbstbunte Drachen und lass dich feiern, lass es krachen! |
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| 1086 | Mitgefühl | 15.09.25 | ||
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Vorschautext: Was schleichend begann bleibt liegen im Schlachtfeld für den Frieden Der Tod wird arbeitslos Wir schauen zu Gebannt sind wir am Hoffen Noch geht das Sterben hier in aller Ruh Weltweit ... |
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| 1085 | Herbstträune | 15.09.25 | ||
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Vorschautext: Traumfänger zwischen den Bäumen spinnen Feen engelsgleich Perlentau die Silberfäden säumen die der Wind verweht im Himmelteich Und mit ihnen ziehen weit die Träume aus kühlseidner Nacht in uns gewebt fallen fern in unbekannte Räume in die uns die Sehnsucht trägt |
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| 1084 | ineinander | 06.09.25 | ||
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Vorschautext: Stilletrunken lausche ich den weiten Räumen, wenn der nachtgetaute Morgen in mich rinnt, den sich der Tag, hellwachsend, greift und füllt - alles Denken ohne Stimme sich das Laute nimmt, um an sternelosen Himmeln zu ertrinken, ... |
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| 1083 | Vergeltung | 02.09.25 | ||
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Vorschautext: Wenn das Gewissen eure Lüge braucht, um sich, euch, andre zu beruhigen, dann hat der Satan Seines Todeswahns mit euch sich heimlich längst verbunden. Wenn ihr die Staatsmacht und Komplizen braucht, um eure Unschuld zu beweisen, dann wird das Unrecht, das ihr Ihm getan, tagtäglich, nächtlich in euch kreisen. Wenn Not und Angst in euch nach Hilfe schreit, wird dieser Satan hämisch lachen. ... |
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| 1082 | ungereimtes Leben | 31.08.25 | ||
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Vorschautext: Mein verstreutes Ich sich in Worten zu Gedichten sammelt bindet findet deckt mich - wie eine warme Hand am Rücken - zu wenn ich an allen Worten friere sie verliere im letzten Wort, das keinen Reim mehr findet für das Leben |
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| 1081 | auch dich | 30.08.25 | ||
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Vorschautext: Wieso kann ich im Traume schweben, mich in die Lüfte heben, mühelos und leicht, als käme ich aus einem andern Leben obwohl in all den langen Jahren, bleiern an vielen Tagen, in mir bedrohlich schwarz Wolkentürme wie Gewitter lagen ... |
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| 1080 | der Fußabdruck | 29.08.25 | ||
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Vorschautext: meine Stimme schmilzt im heißen Asphalt die Worte rinnen in graue Pfützen kein Neonlicht das sie erhellt kein Ton in Schwingung der sich wellt mein Fußabdruck allein erzählt ... |
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| 1079 | Wir sind uns Gott genug | 18.08.25 | ||
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Vorschautext: Im Fieber des heißen Sommeratems Ringen Schatten schwer nach Luft Vögel sind still und müde des Wartens Verbrannt ist des Sommers Duft Über Nacht fällt der Bäume Blätterkleid Und früh die unreife Frucht Lodernde Wälder klagen ihr Leid Die Natur schlägt zu mit Wucht Der Himmel öffnet die Tore ganz weit Lässt stürzen die Sintfluten ... |
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| 1078 | Sommerhimmel | 11.08.25 | ||
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Vorschautext: Im Sommer fließt der Himmel bis zur Erde. Wie warm auf jeden Stein das Blau sich legt! Der Bäume Krone tragen ihn als Schleier, in dem der Vögel späte Brut sich regt. Eng schmiegt er sich an Wiesen und an Felder. Sein Blau - soweit das Auge reicht - fließt still. Er formt auf Wegen blaue Wellen; er fließt in alles, was in Farbe ... |
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| 1077 | Lichtspiel des Sommers | 11.08.25 | ||
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Vorschautext: versinken im lichtgrünen Blätterdach abtauchen in die Wärme des Sommers wenn die Jahre im Schatten liegen und der Himmel greifbar nahe ohne Flügel dich hebt nichts sichtbar sich bewegt nur der Blick auf das Leben ... |
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| 1076 | Schmetterlinge | 10.08.25 | ||
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Vorschautext: Lautlos in Farben flattern die Träume davon |
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| 1075 | Es rührt mich, wenn du leise weinst | 10.08.25 | ||
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Vorschautext: Es rührt mich, wenn du leise weinst. Als würde mit jeder deiner Tränen der Schmerz durch beider Herzen rinnen, lässt Trauer lautlos uns von innen Nähe ertragen, Trost ersehnen. Es rührt mich, wenn du leise weinst. Es rührt mich, wenn du leise weinst. Als würde diese stille Nähe uns beide übers Schwere tragen, wo uns ein lauer Wind zuwehe ein Hauch aus sonnigeren Tagen. ... |
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