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Gedichte gelesen: 615.200 mal
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Titel
1092 Traumkriege 28.09.25
Vorschautext:
bewaffnete
Friedensträume
erobert der Albtraum
1091 Mein Atemwald 28.09.25
Vorschautext:
Mein Atemwald
trägt den Verlust der Leichtigkeit,
mit der ich saß mit dir
geschützt in Baumeskronen
unterm Blätterdach der Fantasie,
die in uns Grenzen brach
und du im Scheitern noch
als bunter Vogel saßt,
auf kahlem Ast
dich träumtes in ein buntes Blatt,
das fliegt.

...
1090 Rollendynamik 24.09.25
Vorschautext:
Auf der Bühne des Lebens
spiele ich einige Rollen:
Es sind manche dabei,
die nur andere von mir wollen;
die ein' oder andre ist mir
wie auf den Leib geschrieben,
doch gibt es auch die, die
aus Not gedrungen mich verbiegen.

Einige sind mir zu groß,      
und ich wachse ich in sie hinein;
die, die zu klein sind, machen mich
...
1089 im Racherausch* 23.09.25
Vorschautext:
Wir stimmen noch zögernd
für den Frieden -
die Fata Morgana
in Asche und Rauch.
Während unter Trümmern
die Verwesten liegen,
schmaucht sie der Tod
im Racherausch.
Wir stimmen noch zögernd
für den Frieden
der Kinder,
die den Tod in ihren Seelen
...
1088 Grenze des Schweigens* 19.09.25
Vorschautext:
Warum sind die Gedanken nachts so laut,
als würde eine Stimme zu mir sprechen?
Warum spür ich sie fröstelnd auf der Haut,
als wollte an der Ruhe sie sich rächen?

Ist es das Heimliche, das in die Nacht
unheimlich laut und irre grell und klar sich drängt,
was sonst der Tag wie einen Traum bewacht,
wenn das Herz fühlt und das Unsagbare denkt?

Wenn sich Gedanken explosiv entzünden
und Zündschnur der Erkenntnis nächtlich glüht,
...
1087 Geburtstagswunsch an ein Herbstkind im Herbst des Lebens 18.09.25
Vorschautext:
Als Herbstkind wirst du heute reich beschenkt
mit Sonne, die sich durch die Bäume drängt
wie Gold, das auch in deinen Augen glänzt
und Herz erfreut und wärmt - es ist geschenkt.

Geschenk ist auch der Enkelkinder Lachen
und Menschen, die dir viel Freude machen.
Lass Freude steigen wie herbstbunte Drachen
und lass dich feiern, lass es krachen!
1086 Mitgefühl 15.09.25
Vorschautext:
Was schleichend begann
bleibt liegen
im Schlachtfeld
für den Frieden
Der Tod
wird arbeitslos
Wir schauen zu
Gebannt
sind wir am Hoffen
Noch geht das Sterben hier
in aller Ruh
Weltweit
...
1085 Herbstträune 15.09.25
Vorschautext:
Traumfänger zwischen den Bäumen
spinnen Feen engelsgleich
Perlentau die Silberfäden säumen
die der Wind verweht im Himmelteich

Und mit ihnen ziehen weit die Träume
aus kühlseidner Nacht in uns gewebt
fallen fern in unbekannte Räume
in die uns die Sehnsucht trägt
1084 ineinander 06.09.25
Vorschautext:
Stilletrunken
lausche ich den weiten Räumen,
wenn der nachtgetaute Morgen
in mich rinnt,

den sich der Tag,
hellwachsend, greift und füllt -
alles Denken ohne Stimme
sich das Laute nimmt,

um an sternelosen
Himmeln zu ertrinken,
...
1083 Vergeltung 02.09.25
Vorschautext:
Wenn das Gewissen eure Lüge braucht,
um sich, euch, andre zu beruhigen,
dann hat der Satan Seines Todeswahns
mit euch sich heimlich längst verbunden.

Wenn ihr die Staatsmacht und Komplizen braucht,
um eure Unschuld zu beweisen,
dann wird das Unrecht, das ihr Ihm getan,
tagtäglich, nächtlich in euch kreisen.

Wenn Not und Angst in euch nach Hilfe schreit,
wird dieser Satan hämisch lachen.
...
1082 ungereimtes Leben 31.08.25
Vorschautext:
Mein verstreutes Ich
sich in Worten
zu Gedichten
sammelt
bindet
findet
deckt mich
- wie eine warme
Hand am Rücken - zu
wenn ich an allen Worten friere
sie verliere im letzten Wort, das keinen
Reim mehr findet für das Leben
1081 auch dich 30.08.25
Vorschautext:
Wieso kann ich im Traume
schweben, mich in die Lüfte
heben, mühelos und
leicht, als käme ich aus
einem andern Leben

obwohl in all den langen
Jahren, bleiern an vielen
Tagen, in mir bedrohlich
schwarz Wolkentürme wie
Gewitter lagen

...
1080 der Fußabdruck 29.08.25
Vorschautext:
meine Stimme schmilzt
im heißen Asphalt
die Worte rinnen
in graue Pfützen

kein Neonlicht
das sie erhellt
kein Ton in Schwingung
der sich wellt

mein Fußabdruck
allein erzählt
...
1079 Wir sind uns Gott genug 18.08.25
Vorschautext:
Im Fieber des heißen Sommeratems
Ringen Schatten schwer nach Luft
Vögel sind still und müde des Wartens
Verbrannt ist des Sommers Duft

Über Nacht fällt der Bäume Blätterkleid
Und früh die unreife Frucht
Lodernde Wälder klagen ihr Leid
Die Natur schlägt zu mit Wucht

Der Himmel öffnet die Tore ganz weit
Lässt stürzen die Sintfluten
...
1078 Sommerhimmel 11.08.25
Vorschautext:
Im Sommer fließt der Himmel bis
zur Erde. Wie warm auf jeden
Stein das Blau sich legt!
Der Bäume Krone tragen ihn
als Schleier, in dem der Vögel
späte Brut sich regt.

Eng schmiegt er sich an Wiesen und
an Felder. Sein Blau - soweit das
Auge reicht - fließt still.
Er formt auf Wegen blaue Wellen;
er fließt in alles, was in Farbe
...
1077 Lichtspiel des Sommers 11.08.25
Vorschautext:
versinken
im lichtgrünen Blätterdach
abtauchen
in die Wärme des Sommers
wenn die Jahre
im Schatten liegen
und der Himmel
greifbar nahe
ohne Flügel dich hebt
nichts sichtbar sich bewegt
nur der Blick
auf das Leben
...
1076 Schmetterlinge 10.08.25
Vorschautext:
Lautlos
in Farben flattern
die Träume davon
1075 Es rührt mich, wenn du leise weinst 10.08.25
Vorschautext:
Es rührt mich, wenn du leise weinst.
Als würde mit jeder deiner Tränen
der Schmerz durch beider Herzen rinnen,
lässt Trauer lautlos uns von innen
Nähe ertragen, Trost ersehnen.
Es rührt mich, wenn du leise weinst.

Es rührt mich, wenn du leise weinst.
Als würde diese stille Nähe
uns beide übers Schwere tragen,
wo uns ein lauer Wind zuwehe
ein Hauch aus sonnigeren Tagen.
...
1074 schwerelos 08.08.25
Vorschautext:
wenn du so lebendig in mir
lachst und weinst und träumst
in diesem unergründlichen Raum
zwischen Tag und Nacht und Traum
sage ich zu dir, ich weiß es, du bist tot
und doch bist du hier; ich spüre in mir
wie du warst und bleibst und gehst
und zwischen den Welten stehst
in dem Raum, der uns bleibt
zum Fallen - schwerelos
1073 Seile 30.07.25
Vorschautext:
Ich locker mir bewusst die Seile,
die immer noch zu fest gebunden sind,
während gebannt ich noch verweile,
in der Erinnerung an dich, mein Kind.

Sie ist so echt und so lebendig.
In allem Denken, Tun, bist du noch da.
Doch ist es jetzt lebensnotwendig,
dich loszulassen. Du bleibst trotzdem nah.

Ich weiß, noch sind's nur leere Worte,
die wiederholt, entfalten erst die Kraft.
...