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Registriert seit dem: 10.04.2021

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Ich schreibe gerne Fünfminutengedichte.


Worte sind Flügel


Worte
die Unsagbares
umkreisen
sind Flügel, die flattern
im Nest

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.199
Anzahl Kommentare: 692
Gedichte gelesen: 745.023 mal
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Titel
1139 digitale Münder 05.05.26
Vorschautext:
am Treibgut festhalten
in der Wortflut
aus digitalen Mündern -
eine Hand im Wort 'du'.
den Kopf in den Nacken werfen,
die flüchtigen Münder
in Schubladen packen -
mit Lippen
Worte
in Formen gießen.
1138 eine Handvoll Zuversicht 04.05.26
Vorschautext:
Während ich schlief,
wuchs still
das Grün,
das überall sich weitet
in jedem Halm,
den man sich selber überlässt.
Auch meine Himmel
tragen Grün -
und meine Seele
eine Hanndvoll Blau,
das zuversichtlich mich berührt,
wenn ich nach innen
...
1137 Pusteblumensterne 02.05.26
Vorschautext:
Spielend
treibt der Wind
seit Äonen
Pusteblumensterne
richtungslos
ins nächste Blühen.
1136 Stillstand - Variationen 01.05.26
Vorschautext:
Sinnlose Tage
lärmen im Leeren,
straucheln an Tönen -
asynchron noch
im Dasein.

*

Snapsen,
trauminfiltriert,
lassen nach dem
Leuchten
...
1135 selbstgewählt fremdbestimmt 26.04.26
Vorschautext:
Man lernt,
zu seinem eignen Schutz,
ein immerzu
genaues Schauen.
Ich weiß, es ist
total absurd, und doch
lernt man auch
wegzuschauen.

Und irgendwann,
ganz nebenbei,
bleiben die Blicke
...
1134 Spiegelkabinett 17.04.26
Vorschautext:
Dem einen ist sein Haus Geborgenheit,
dem andern Käfig -
Was an Gemeinsamkeit dann bleibt,
ist einsam überleben.

Für's Haus wird Leben aufgespart -
es ist gefräßig.
Ein Leben darin aufgebahrt,
wird leicht der Wind fortfegen.
1133 Wortketten 17.04.26
Vorschautext:
Ich sprach schon lange
von dem Rest des Lebens,
bevor ich wusste,
was das heißt.
Jetzt spricht mit mir
das Leben,
und auch der Rest, der
mir noch bleibt.
1132 vom Halten 16.04.26
Vorschautext:
Die Hand, die manchmal vor dem Fallen hält,
die hält auch mich.
Und manchmal ist es meine,
die nicht fällt und hält – auch dich.

Doch manchmal war
die Hand gebunden,
die nicht von dir wich.
1131 Bruch 15.04.26
Vorschautext:
Ich wiege am Abend
den guten Tag
wie einen Traum -
Ich zähle die Zeit nicht mehr,
vermesse keinen Raum.

Ein Klirren
zerbricht mich -
und schon wieder zähle ich
Stunden.

Es kennt wohl jemand
...
1130 Beziehungswahrheit 14.04.26
Vorschautext:
Ich biege mich in jede Richtung -
es ist mein Tanz
mit dem, der nicht versteht, warum
ich tanze -
es auch nicht muss,
weil ich darauf vertraue,
dass Tanz Bewegung ist,
die - irgendwann -
die Schwingung wird,
die trägt
in einen Fluß,
der nicht für heute nur
...
1129 Steintanz 23.03.26
Vorschautext:
Ich hüllte meine schweren Träume
in ein helles Frühlingskleid -
es lag so leicht und luftig auf der Haut
wie unbeschwerte Zeit,

als wehte lauer Wind 
mir um die Hüften, um die Beine -
es wiegte tänzelnd mir die Schritte
über geträumte Steine.
1128 Sprengsatz 11.03.26
Vorschautext:
Gewagter Schritt aus
dem 'Nicht mehr'
ins weißgetränkte Blatt,
das Worte am Gewicht nur mißt
und an dem Fett, das Pathos
wie gewohnt erbricht.
Kein Wort genügt. Sieh nur,
es welkt und fällt
eins nach dem andern,
und das im 'Noch nicht' schweigt
befreit vom Tand, sich
neu und neu
...
1127 Ventil 04.03.26
Vorschautext:
Das Ventil hält lange die Luft
im Rad des Schreibens.
Doch plötzlich
ist der Reifen platt -
und unter den Füßen
ändern sich die Wege.

*Aphorismus
1126 Wortabstinenz 26.01.26
Vorschautext:
Raus aus der Sucht
in sich
das Leben neu
zu denken

Das Leben tickt
1125 Neuschnee 26.01.26
Vorschautext:
Schwebende Flocken
sammeln fallend das Leichte
ins Fließen der Schwere
1124 Nur ein Wort für Schnee 26.01.26
Vorschautext:
Nur ein Wort für Schnee
Und doch so viele Worte
ihn zu beschreiben
1123 Schneeatem 26.01.26
Vorschautext:
Die weiße Grenze
zwischen Aus- und Einatmen
kurz Atem anhalten
1122 Schnee 26.01.26
Vorschautext:
Der weiße Atem
lässt ruhen, was gestern noch
mir den Atem nahm
1121 Durch mein Fenster 20.01.26
Vorschautext:
Es klopft. Ein Freund schaut durch mein Fenster.
Ich zöger. Suche nach mir
und denke: Es sind  ja nur
ein paar Schritte bis zur Tür.

Mein Lächeln, abgelegt, hängt
noch an der Garderobe.
Dem Spiegelbild fehlt ein Gesicht.
Wer bin ich ohne?

Ich könnte meine Mitte zeigen,
die Lebenssplitter,
...
1120 Melodie, die bleibt 15.01.26
Vorschautext:
Wenn Raum und Zeit
sich lösen
aus dem Sein,
spürst du den Fluss
Unendlichkeit,
der durch dich zieht
als urvertrauter Klang
wie eine Melodie,
die bleibt.