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Anzahl Gedichte: 1.127
Anzahl Kommentare: 693
Gedichte gelesen: 625.844 mal
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Titel
1107 Lebenskunst 01.12.25
Vorschautext:
Im Strom des Lebens
Zeitinseln der Achtsamkeit
Alleinsein mit dir


*Senryū
1106 Entzaubert 28.11.25
Vorschautext:
Das Jahr ist alt. Es wird behängt
mit Glitzer, Schmuck und Licht und Tand,
damit es, wie so viele Jahr',
noch ein Mal richtig prunkvoll glänzt.

Hell blicken Fenster in die Nacht -
Das machen alle so, rundum.
Eines das andre übertrumpft:
Wer hat die schönste Sternenpracht?

Ach, ich vergaß: Es ist Advent,
und es beginnt die Lichterzeit.
...
1105 Abendrot im November 27.11.25
Vorschautext:
Der Himmel atmet
in hellen Farben des Lichts -
durchscheinend und zart -
so plötzlich, wie aus dem Nichts.

Hinter der Kälte,
die starr auf den Dächern liegt,
schwindend, die Sonne,
sich sanft im Dämmerlicht wiegt -

Einen Hauch Leichtigkeit
über den Himmel zieht.
1104 Liedlose Stunden 26.11.25
Vorschautext:
Verstummte Vögel
Meine innre Uhr lauscht in
liedlose Stunden

Jetzt singt mich die Vogeluhr*
ins frühe Tagerwachen


* Vogeluhr mit Vogelstimmen von NABU :-)


*Tanka
1103 Düster 25.11.25
Vorschautext:
Novemberregen
Wäscht das letzte Herbstbunt aus
Die Schatten bleiben

Sie rücken eng zusammen
Unzertrennlich verdichtet


*Tanka
1102 Novembertief 24.11.25
Vorschautext:
Was uns zu schnell verloren ging,
zieht langsam sich nun ins Gemüt.
Wo bisher noch Herbstnebel hing,
endloser Regen uns betrübt.

Sie nimmt's wie' s ist, diese Natur,
doch wir, wir leiden still ergraut
an der Gedankenperlenschnur,
die unser Inneres aufraut.

Das Bunte, dass der Wind sich nahm,
nahm er auch unseren Träumen.
...
1101 in der Illusion von Tiefe 17.11.25
Vorschautext:
morgens aus den Trümmern der Nacht
durch alle Traumscherben steigen
wenn deine Toten schweigen
dich zusammenfügen
und dabei spüren
was alles fehlt
wenn du aus der
Asche  dich quälst
um der Morgensonne
mitten ins Herz zu sehn
und Leben in seinen Farben
neu bewegt wie ein Kaleidoskop
...
1100 Seelenflügel 14.11.25
Vorschautext:
Das Schicksal wirft dich manchmal aus der Welt,
Und hängt dich gottverlassen einsam in die Luft.
Nichts gibt es, was dich begrenzt, was dich hält.
Zwischen Himmel und Erde ist dein Gott ein Schuft.

Die Uhr deines Herzens ist aus dem Takt.
Du bist dir fremd in einer Welt, die du nicht kennst.
Füße und Hände sind wie abgehackt;
Deine Träume ein kopfloses Nebelgespenst.

Da hängst du nun, tot wie dein Gott, erstarrt.
Das Liebste ist aus deinem Herzschlag genommen,
...
1099 Sonnenschaukel 03.11.25
Vorschautext:
Die Sonne hängt die zarten Seile
ganz tief zu mir, bis an mein Herz.
Zaghaft, der Mut zur Sternenreise,
zieht Sehnsuchtsflug mich himmelwärts.

Ich halt' mich fest im Gottvertrauen -
will einen Augenblick entfliehn;
will leicht sein und von oben schauen,
wie unter mir die Schatten ziehn.

Ich lasse unter mir die Dächer,
und Menschen werden klein: ein Punkt;
...
1098 Abschied in Würde 02.11.25
Vorschautext:
Feuerzungen
lodern durch die Luft
zum letzten Mal
im Farbenglüh'n
und Tanz
im gold'nen Licht,
um dann zu fallen
aus des Herbstes Reigen.

Es zittern Tränen in den Zweigen.
Und Bäume sich in Trauer neigen.
1097 Echo der Seelen 02.11.25
Vorschautext:
Verklingen diese dunklen Tage
ohne Echo, das dich meint -
spüre die kalte Erde,
suche der Sonne Blick,
lasse vom Wind dich wiegen,
deine Seufzer tragen von Flügeln.

Und aus der Stille des Horizontes
wird das Echo ferner Seelen steigen,
die verloren geglaubte Energie
in sich bündeln - wie du im Schweigen.
1096 ... und wurde für die Andern sonderbar 22.10.25
Vorschautext:
Ich bin durch dunkle Täler weit gewandert
Und jeder Schritt war wie ein Berg für mich
Nie greifbar das Licht, von Schatten umrandet
Das sich wie Todesunheil in mich schlich

Ich fiel in Abgründe, in Sinnestiefen
Sie saugten wissend mich in sich hinen
In manchen lernte ich das freie Fliegen
In vielen blieb ich lange und allein

In diesem Auf und Ab lernte ich sehen
Obwohl es in mir so schwerdunkel war
...
1095 Seelenbaum 21.10.25
Vorschautext:
Wie zerbrechlich sie wirken, die Äste,
so ohne ein einziges Blatt.
Und ohne singende Sommergäste.
Die Hände, zartgliedrig. Und matt.

Der Wind trägt ihr knorriges Ächzen
kaum hörbar die Lüfte empor.
Der Krähen Klagen und Krächzen
durchdringt den stillen Trauerflor.

Zittrige Finger greifen und suchen
im ziehenden wolkigen Grau.
...
1094 "Nie wieder"? 08.10.25
Vorschautext:
"Nie wieder"
ist wertlos, wenn
es nicht für alle gilt.
1093 das Unsichtbare 06.10.25
Vorschautext:
Man hätt' schon lange mich nicht mehr gesehn,
munkelt man ab und zu mal hier, mal da.
Ich sollte raus, gewohnte Straßen gehn,
sagst du, die Welt da draußen ist so nah.

Scheu tastet sich mein Blick Straßen entlang -
sie weichen, entfremdet von mir, zurück.
Anfang und Ende das Nichts verschlang,
gespiegelt als Leere in meinem Blick.

Was andere 'Welt' und 'Leben' nennen,
das alles ist mir nicht fremd, nur ent-fernt.
...
1092 Trugbild 03.10.25
Vorschautext:
Schwer verhangen sind wir
in der Zeit -
dem Augenblick
aus gesternheutemorgen,
obwohl das Jetzt
schon im Wandel verborgen
uns zeigt:
wir fühlen uns im Trugbild
geborgen,
und halten es fest,
ängstlich umsorgend,
damit es uns bleibt
...
1091 Austauschbar 28.09.25
Vorschautext:
Mir machen alle Menschen Angst,
die auf den Strassen laut in Massen,
geeint nur sind, um die zu chassen,

die auf der Wiesn für ein Bier;
die für Free Palestine sind hier;
die Christen, Juden, Moslems hassen;
die mit Gewalt sich Recht verschaffen;
die mit Geschrei Fäuste erheben;
die als die "Guten" sich erleben...

Still bleibt der Tod im Bombenhagel
...
1090 Traumkriege 28.09.25
Vorschautext:
bewaffnete
Friedensträume
erobert der Albtraum
1089 Mein Atemwald 28.09.25
Vorschautext:
Mein Atemwald
trägt den Verlust der Leichtigkeit,
mit der ich saß mit dir
geschützt in Baumeskronen
unterm Blätterdach der Fantasie,
die in uns Grenzen brach
und du im Scheitern noch
als bunter Vogel saßt,
auf kahlem Ast
dich träumtes in ein buntes Blatt,
das fliegt.

...
1088 Rollendynamik 24.09.25
Vorschautext:
Auf der Bühne des Lebens
spiele ich einige Rollen:
Es sind manche dabei,
die nur andere von mir wollen;
die ein' oder andre ist mir
wie auf den Leib geschrieben,
doch gibt es auch die, die
aus Not gedrungen mich verbiegen.

Einige sind mir zu groß,      
und ich wachse ich in sie hinein;
die, die zu klein sind, machen mich
...