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Anzahl Gedichte: 173
Anzahl Kommentare: 103
Gedichte gelesen: 7.551 mal
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Titel
153 ein hauch von wärme 22.07.21
Vorschautext:
erstaunt
erwache ich
aus zwischenräumen
in den herbst des lebens

noch fröstelt
im frischen morgentau
der wunsch nach ewigem sommer

in sterneklirrender
umarmung des traums
ohne erinnern wird sterbend
...
152 ein sandkorn 22.07.21
Vorschautext:
coronakredenzt

harrten wir
der späten tage schicksal

ohne angst
die um sich griff
rieselte tickend die sanduhr

einen traum
nach dem andern
in leichte augenblicke
...
151 flügelschnell 22.07.21
Vorschautext:
gedanken
sind frühe vögel
im senkrechtstart

schießen
wie pfeile in die lüfte
treffen den morgen
in seiner mitte

auf ihren schwingen
gleitet er herab
und fällt
...
150 Stadt im Asphalt 21.07.21
Vorschautext:
hinter
dem Elend der Wälder
die Stadt im Asphalt
begraben
karg atmet das Grün Seelen
aus  grauen verrußten
Fassaden

neongrell
sucht die Nacht
ihre verschwundenen Sterne
beleuchtet
...
149 verschenktes Herz 21.07.21
Vorschautext:
Ich hab‘ mein Herz
tausendemal
verschenkt –

es kam zurück zu mir,
mal reich, mal arm,
mal zahm -

und es hat oft
Schicksale
gelenkt -

...
148 Es 'grünt' in unsrem Land 21.07.21
Vorschautext:
und was nicht grünt,
wird eingefärbt -
ins Wahlprogramm
nun eingekerbt. 

Politiker
umarmen Bäume -
sie zeigen Herz
und Volkes Träume

von grüner,
hoffnungsvoller Welt –
...
147 wir haben die welt nicht bewegt 21.07.21
Vorschautext:
klirrend
klopfen die sterne
ans fenster
der mond hängt fahl
in der weide

schnappatmung
der nacht

erinnert
an das versäumte

...
146 Jugend von heute 21.07.21
Vorschautext:
Laufen
im Sand der Zeit,
den wir
mit Oberflächlichkeiten
geebnet haben.
145 Wahlversprechen/Vertrauensvorschuss 21.07.21
Vorschautext:
Wird nur
der halben Wahrheit Glauben
geschenkt,

hat sich der
Vorschuss Vertrauen
verschenkt.
144 mäandern 21.07.21
Vorschautext:
Flutende
Wassermassen
brechen
den
Damm
leerer Versprechen
und
bahnen
sich den Weg
zum
Ursprung
und
...
143 So einsam ist es hier 20.07.21
Vorschautext:
So einsam ist es hier –
mich friert’s,
als wäre Poesie nur Zier,
die sich im Nichts
verliert.

Und doch

sind es die Zeilen,
die aus anderer Gedichte
bleiben -
und diese lebhaft nisten
...
142 brüchiges leben 20.07.21
Vorschautext:
allein sein
ist ein bruch mit den andern
einsam sein
ist ein bruch in dir mit den andern
nicht mehr sein
ist ein bruch in dir mit dem leben

ohne dich
ist allein sein
ein bruch mit den andern
ohne dich
ist einsam sein
...
141 ein salzig duft 20.07.21
Vorschautext:
von farben ausgedünnt
steht still die luft 
aus fernen weiten dringt
ein salzig duft

von längst erloschenem gestirn
der vieler jahresschlaufen firn
der wie liebkosung
auf mir ruht

mit aller fernen sonnenglut
als schauerwelle gleitet
...
140 Ein etwas anderes Liebesgedicht 19.07.21
Vorschautext:
Ob ich dich liebe, frag‘ ich mich.
Warum schreib ich denn kein Gedicht,
Um meine Liebe zu besingen,
Wie andre Lieder, die erklingen 

zum Mond hinauf, vom Mond herab
Und landen in der Zeiten Grab?
Bin nicht verzehrt im Sehnsuchtsreigen,
Mein Himmel hängt nicht voller Geigen. 

Vermiss' ich dich, vermisst du mich –
Wie wär‘ ein Leben ohne dich?
...
139 Der Bäume Lieder 18.07.21
Vorschautext:
Ich bin ein Baum am Wegesrand,
ein Saum am schmalen Pfad  -
mein Raunen führt er weit ins Land,
das lange keiner mehr betrat.

Der Wind trägt manchmal es zurück
in die vergilbten Blätter -
dann schwingen fremde Töne mit,
gelöst in lichtem Äther.

Und Stille ihre Flügel hebt
hinauf in Himmelslüfte -
...
138 Rotstift 18.07.21
Vorschautext:
Jeder
malt sich
sein eigenes Bild.
Der Rotstift der anderen
verhunzt es.

 
137 Fehlersuche 18.07.21
Vorschautext:
Während du
die Fehler der anderen
verfolgst,
läufst du in ihren
Fußstapfen.
136 Wahrnehmung 18.07.21
Vorschautext:
Ich lasse dich groß sein.
Dein Blick geht über mich hinweg -
Das macht dich kleiner.
135 seele 17.07.21
Vorschautext:
in der seele kann keiner
sich verstecken -
hier gibt es keine
dunklen ecken

keiner kann ihre tiefen
durchschreiten -
nur erahnen
ihre weiten

doch spürt sie jeder in der not –
zeigt oft erst sich
...
134 Naturgewalt 17.07.21
Vorschautext:
tod fällt ins licht
die opfer liegen im dunkel
wie des menschen natur
auch gewalt und gier
opfer und täter
der zukunft
sind wir
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