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| 1115 | Entzaubert | 28.11.25 | ||
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Vorschautext: Das Jahr ist alt. Es wird behängt mit Glitzer, Schmuck und Licht und Tand, damit es, wie so viele Jahr', noch ein Mal richtig prunkvoll glänzt. Hell blicken Fenster in die Nacht - Das machen alle so, rundum. Eines das andre übertrumpft: Wer hat die schönste Sternenpracht? Ach, ich vergaß: Es ist Advent, und es beginnt die Lichterzeit. ... |
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| 1114 | Abendrot im November | 27.11.25 | ||
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Vorschautext: Der Himmel atmet in hellen Farben des Lichts - durchscheinend und zart - so plötzlich, wie aus dem Nichts. Hinter der Kälte, die starr auf den Dächern liegt, schwindend, die Sonne, sich sanft im Dämmerlicht wiegt - Einen Hauch Leichtigkeit über den Himmel zieht. |
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| 1113 | Zwischen den Zeiten | 26.11.25 | ||
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Vorschautext: Zwischen den Zeiten liegen Hoffnung und Zweifel Noch regnet es Schnee *Senryū |
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| 1112 | Liedlose Stunden | 26.11.25 | ||
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Vorschautext: Verstummte Vögel Meine innre Uhr lauscht in liedlose Stunden Jetzt singt mich die Vogeluhr* ins frühe Tagerwachen * Vogeluhr mit Vogelstimmen von NABU :-) *Tanka |
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| 1111 | Düster | 25.11.25 | ||
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Vorschautext: Novemberregen Wäscht das letzte Herbstbunt aus Die Schatten bleiben Sie rücken eng zusammen Unzertrennlich verdichtet *Tanka |
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| 1110 | Novembertief | 24.11.25 | ||
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Vorschautext: Was uns zu schnell verloren ging, zieht langsam sich nun ins Gemüt. Wo bisher noch Herbstnebel hing, endloser Regen uns betrübt. Sie nimmt's wie' s ist, diese Natur, doch wir, wir leiden still ergraut an der Gedankenperlenschnur, die unser Inneres aufraut. Das Bunte, dass der Wind sich nahm, nahm er auch unseren Träumen. ... |
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| 1109 | Last der Sternzeichen | 18.11.25 | ||
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Vorschautext: Ich kam einst als sitzender Buddha zur Welt - meine Mutter erlitt unheimliche Qualen. Ich ahnte wohl, dass mich die Jungfrau nicht hält - entschied mich für Harmonie in Waagschalen. Nun leb ich zerrissen zwischen zwei Welten: mal ist die eine, mal die andre mir nah. Und doch konnt' weder Kopf noch Herz mir helfen, in alldem, was das Schicksal für mich vorsah. Drum lasse ich längst beide in mir walten, lehne entspannt mich zurück, und schau still zu: ... |
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| 1108 | Freiheit des Alters* Rebellion | 18.11.25 | ||
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Vorschautext: Mich tötet der Gleichklang der Tage, die Routine, die Rituale - ich schwinge wie eine Marionette, als ob ich kein eignes Leben hätte. Zeitloses lieb ich, ohne Jahre, Stunden und Sekundenplage. Die Uhr ist eine Bestätigung nur für die innre biologische Uhr. Wenn ich nachts um drei nicht mehr schlafen kann, schalt ich die Kaffeemaschine an; ... |
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| 1107 | in der Illusion von Tiefe | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: morgens aus den Trümmern der Nacht durch alle Traumscherben steigen wenn deine Toten schweigen dich zusammenfügen und dabei spüren was alles fehlt wenn du aus der Asche dich quälst um der Morgensonne mitten ins Herz zu sehn und Leben in seinen Farben neu bewegt wie ein Kaleidoskop ... |
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| 1106 | Erinnerungsblüten | 15.11.25 | ||
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Vorschautext: jezt sammel ich Augenblicke und presse sie zwischen vergilbte Buchseiten wie früher als Kind Blüten, um sie später in Farben vor mir auszubreiten - schon damals entglitt mir so manche wertvolle Blüte beim Blättern im Buche - wie heute all meine Farben blättern, wenn ich Erinnerungsblüten suche |
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| 1105 | Seelenflügel | 14.11.25 | ||
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Vorschautext: Das Schicksal wirft dich manchmal aus der Welt, Und hängt dich gottverlassen einsam in die Luft. Nichts gibt es, was dich begrenzt, was dich hält. Zwischen Himmel und Erde ist dein Gott ein Schuft. Die Uhr deines Herzens ist aus dem Takt. Du bist dir fremd in einer Welt, die du nicht kennst. Füße und Hände sind wie abgehackt; Deine Träume ein kopfloses Nebelgespenst. Da hängst du nun, tot wie dein Gott, erstarrt. Das Liebste ist aus deinem Herzschlag genommen, ... |
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| 1104 | Sonnenschaukel | 03.11.25 | ||
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Vorschautext: Die Sonne hängt die zarten Seile ganz tief zu mir, bis an mein Herz. Zaghaft, der Mut zur Sternenreise, zieht Sehnsuchtsflug mich himmelwärts. Ich halt' mich fest im Gottvertrauen - will einen Augenblick entfliehn; will leicht sein und von oben schauen, wie unter mir die Schatten ziehn. Ich lasse unter mir die Dächer, und Menschen werden klein: ein Punkt; ... |
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| 1103 | Abschied in Würde | 02.11.25 | ||
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Vorschautext: Feuerzungen lodern durch die Luft zum letzten Mal im Farbenglüh'n und Tanz im gold'nen Licht, um dann zu fallen aus des Herbstes Reigen. Es zittern Tränen in den Zweigen. Und Bäume sich in Trauer neigen. |
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| 1102 | Echo der Seelen | 02.11.25 | ||
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Vorschautext: Verklingen diese dunklen Tage ohne Echo, das dich meint - spüre die kalte Erde, suche der Sonne Blick, lasse vom Wind dich wiegen, deine Seufzer tragen von Flügeln. Und aus der Stille des Horizontes wird das Echo ferner Seelen steigen, die verloren geglaubte Energie in sich bündeln - wie du im Schweigen. |
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| 1101 | ... und wurde für die Andern sonderbar | 22.10.25 | ||
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Vorschautext: Ich bin durch dunkle Täler weit gewandert Und jeder Schritt war wie ein Berg für mich Nie greifbar das Licht, von Schatten umrandet Das sich wie Todesunheil in mich schlich Ich fiel in Abgründe, in Sinnestiefen Sie saugten wissend mich in sich hinen In manchen lernte ich das freie Fliegen In vielen blieb ich lange und allein In diesem Auf und Ab lernte ich sehen Obwohl es in mir so schwerdunkel war ... |
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| 1100 | Seelenbaum | 21.10.25 | ||
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Vorschautext: Wie zerbrechlich sie wirken, die Äste, so ohne ein einziges Blatt. Und ohne singende Sommergäste. Die Hände, zartgliedrig. Und matt. Der Wind trägt ihr knorriges Ächzen kaum hörbar die Lüfte empor. Der Krähen Klagen und Krächzen durchdringt den stillen Trauerflor. Zittrige Finger greifen und suchen im ziehenden wolkigen Grau. ... |
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| 1099 | aus lichteingefangenem Erinnern | 19.10.25 | ||
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Vorschautext: Aufgelöst im Grau Herbstlicht und Farben Klänge und Worte trostlos erstarben auf fahlen Lippen und matten Augen die fern innen an Bilder sich saugen und verbundene Wärme ersinnen aus lichteingefangenem Erinnern |
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| 1098 | "Nie wieder"? | 08.10.25 | ||
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Vorschautext: "Nie wieder" ist wertlos, wenn es nicht für alle gilt. |
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| 1097 | das Unsichtbare | 06.10.25 | ||
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Vorschautext: Man hätt' schon lange mich nicht mehr gesehn, munkelt man ab und zu mal hier, mal da. Ich sollte raus, gewohnte Straßen gehn, sagst du, die Welt da draußen ist so nah. Scheu tastet sich mein Blick Straßen entlang - sie weichen, entfremdet von mir, zurück. Anfang und Ende das Nichts verschlang, gespiegelt als Leere in meinem Blick. Was andere 'Welt' und 'Leben' nennen, das alles ist mir nicht fremd, nur ent-fernt. ... |
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| 1096 | Zeit im Nebel | 05.10.25 | ||
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Vorschautext: Im Nebel liegt die Zeit hinter mir. Sie misst nicht mehr die Tage oder Jahre - nur noch nahe Stunden. Unvergessliche Sekunden tasten sich durch den dichten Nebel der Erinnerung mal leuchtend und mal dunkel. |
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