Profil von Farbensucher

Typ: Autor
Registriert seit dem: 10.04.2021

Statistiken


Anzahl Gedichte: 225
Anzahl Kommentare: 181
Gedichte gelesen: 11.294 mal
Sortieren nach:
Titel
225 Oh Schreck! 16.09.21
Vorschautext:
Ich las
mal wieder
die Gedichte, die
ich vor längerer Zeit schon
schrieb: Oh Schreck! Kein Wortbild,
auch kein Warnschild - nur ein Wörtermeer,
in dem das Wort nur sinnlos trieb, und
Reim, der schwomm umher.

Was auf dem Handy ausgewogen schien,
ist im PC ein einz‘ger großer Schreck!
Verhunzt sind viele der Gedichte -
...
224 Geliebte Utopie 15.09.21
Vorschautext:
Die Projektion des Lebens
in eine weitere Welt -
ein Teil des Universums,
das anderes Sein enthält.

Nicht Himmel oder Hölle,
nicht ewiges Paradies -
nur einen Raum für alle,
in dem Sein zusammenfließt.

Wo Seelen sind viel leichter
als all der Körper Gewicht,
...
223 Innenschau 15.09.21
Vorschautext:
Leben zieht wieder ein in die Häuser,
verlockend wirbt leise Musik
im Fallen der Farben von den Sträuchern -
nach innen kehrt still sich der Blick. 

Schon legt sich schwerer die Nacht in den Tag,
wächst grau in neblige Morgen.
Auf hellen Stunden liegt silbrig Belag,
hält Perlentau noch verborgen.

Wie Staub liegt Stille in leeren Räumen,
Stimmen und Gesten klingen mild.
...
222 Nur heute 14.09.21
Vorschautext:
Ich glaube nicht alles, was ich denk‘ -
es ändert den Tag, doch nicht die Welt.
Morgiger Tag ist ohne Gewähr,
andre Gedanken kommen daher.

Ich glaube nicht alles, was ich fühl‘ –
was heute so heiß, ist morgen kühl.
Gedanken kommen und gehen auch,
Gefühle sind manchmal nur ein Hauch. 

Nur das, was mir bleibt, hat ein Gesicht,
nur was mich beschwert, bleibt als Gewicht.
...
221 Gnadenlos 14.09.21
Vorschautext:
Staub aus Dogmen
spuckten die Münder
in unschuldige Herzen
zerrieben Lebendiges
im Zerfließen des Kindseins
in Gut und Böse

Schufen dunkle Gestalten
in all ihre Träume
legten Gedanken
in dunkle Ecken
und Lauern der Angst
...
220 Das Fühlen, das so zarte 13.09.21
Vorschautext:
Was ich euch vererben wollte,
war mir lange nicht bewusst.
Das, womit ich Taschen füllte,
war letztendlich nur Verlust.

Würde euch gern hinterlassen,
wie Leben geht, wie es gelingt.
Dafür gibt es keine Taschen -
hab‘ mir vieles abgeschminkt.

Was ich mir jedoch bewahrte -
war das Leben noch so schwer,
...
219 Mein Gott legt mich nicht in Ketten 13.09.21
Vorschautext:
Pfarr-Herr in der weißen Kutte,
'hörte' meinen Hilfe-Schrei!
Wollte meine Seele retten,
hat jedoch mir Gott entweiht. 

Sprach mich schuldig, arme Seele,
die er schleunigst retten muss.
Seele, die man vorher quäle,
kann man retten, welch‘ Genuss!

Meine Seele – nicht zu retten!
Geb‘ sie Allem einfach hin.
...
218 Wadenbeißer 13.09.21
Vorschautext:
Kleiner Wuchs an menschlich‘ Größe,
beißt dich immer hinterrücks,
schafft es nicht auf Augenhöhe,
untenrum ist Schnüffel – Glück. 

Ist ihm einer überlegen,
schnappt er feste, kriegt den Schuh.
Das wird er zwar überleben –
doch nach dem Kick ist endlich Ruh‘.
217 Wenn die dunklen Tage kommen 13.09.21
Vorschautext:
Noch hängt Grün an allen Bäumen,
nur die bunten Blätter fallen sacht.
Fallen, wie in meinen Träumen,
längst vergilbte Tage in die Nacht.

Was ich schon vergessen glaubte,
leuchtet jetzt und rührt mich zärtlich an.
Weil ich niemals rückwärts schaute,
ging Erinn’rung weise mir voran.

Wartet sie auf meinem Pfade,
wie ein guter, alter Freund?
...
216 als Schatten meiner Träume 12.09.21
Vorschautext:
erwache als Schatten
meiner Träume
unwirklich  

zersetzt
ist Lebens Schein
in Luft 

ich löse mich
bin nicht mehr da
und kann doch  

...
215 Das Spiel mit den Farben 12.09.21
Vorschautext:
rotrot Grün
ist Schreckgespenst
des Sommers,

gemalt als
Teufel an der Wand
in glutrot‘ Sockenbrand.

Nun herbstet’s wieder.
Zermalmt wird
grün und rot,

...
214 die ewig alte Erneuerung 09.09.21
Vorschautext:
Umschwung, Aufschwung,
wollen wir doch alle.
Es fragt sich nur:

Wohin - und auch - mit wem?

Mit der alten
Kuh im Stalle,
hat keiner noch
Erneuerung geseh‘n.
213 "5 nach 12" 08.09.21
Vorschautext:
Wer hat die Erdenuhr ver-rückt gestellt?
Seit Jahren steht sie schon auf „5 vor 12“!
(Mir fehlt der Reim zu diesem Notbehelf.)

Was fast harmlos klingt als „Klimawandel“,
ist ein „Klimanotstandwunderhandeln".
(„5 nach 12“ wohl Erdenuhr verschandelt.)
212 In Worten geht die Erde hin 06.09.21
Vorschautext:
Ich
nahm
die vielen
schönen Worte
und klopfte an die
Himmelspforte. Doch
Petrus sagte einfach „Nein!
Die Worte sind doch bloß zum
Schein! Damit beschwerst du
nur den Himmel. Hier gibt's
kein hohles Wortgewim -
mel. Hier zählen Taten,
...
211 Klimaschmutz 05.09.21
Vorschautext:
Klimaschmutz in aller Munde - bis zum
Schutz fehlt noch so viel! Mit der
Wirtschaft fest im Bunde
bleibt Klimaschutz
ein Vorwahlziel -
seit 30 Jahren
dieses
Spiel.
210 Traumfänger* 05.09.21
Vorschautext:
Elfenspinnen haben in nur einer Nacht
zitterndes Gleißen im Lüfteblau entfacht -
in Traumfängern aus seidnen Silberfäden
Sonnenstrahlen sich in Perlentau legen.

Darin, verschwenderisch in ihren Farben,
Regenbögen ein Spiel der Sinne wagen -
uns kindliche Erinnerungen weben
und Sehnsucht in Träume, die mitschweben.

Sie schwingen sich in Lüfte mit den Winden,
als sollten wir nur suchen, doch nicht finden,
...
209 im spiegelbild der pfützen 30.08.21
Vorschautext:
warten
auf wiederkehr
oder kommendes

austauschbar
hauptsache anders
sehnsuchtslos

nehmen wie es ist
und rinnen
mit dem regen

...
208 Drum schweig' ich jetzt und hoffe 27.08.21
Vorschautext:
Habe ich was zu sagen,
was die Welt und dich bewegt?
Habe ich was zu sagen,
damit sie sich weiter dreht?

Ich bin nicht besser als die andern.
Drum schweig' ich jetzt und hoffe,
ich komme ihr und mir nicht ganz abhanden.
207 wer nichts zu sagen hat 27.08.21
Vorschautext:
um mich
die worte wie aus des
himmels pforte, in schlafes
nächtlichem raum ein jäher bilder
- traum: „wer nichts zu sagen hat, der
sollte schweigen“; ein roter luftballon, ich
seh ihn lautlos steigen in stille dunkle nacht
ohne der sterne reigen. nimmt er die worte
mit? das rot aus meinem blick? bringt
er mir schweigen? ist er mir stern?
mein blick zu fern? was
wird mir bleiben?
206 Willst du, Künstler, nach den Sternen greifen? 26.08.21
Vorschautext:
Verdammt schwer ist es, als Außenseiter,
in unserer Gesellschaft zu besteh'n?
Willst DU, Künstler, nach den Sternen greifen?
Hast du 'Realität‘ noch nicht geseh'n?

Halt lieber dich für’n Arbeitsmarkt bereit,
sonst nagst du an dem täglich‘ Hungertuch!
Kreativ sein, heißt, du bist nicht gescheit -
Intelligenz des Künstlers ist ein Fluch!

Wälzt voller Sorgen, Angst du dich in Schlaf?
Bist du nicht anerkannt und ausgebrannt?
...
Anzeige