Profil von Chandrika Wolkenstein

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Anzahl Gedichte: 158
Anzahl Kommentare: 21
Gedichte gelesen: 4.583 mal
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Titel
18 Windsbraut 19.12.25
Vorschautext:
Ab und zu reis‘ ich auf Wolken
und blinz’le in das blaue Licht.
Die Stürme sind nun abgemolken.
Heut‘ gleite ich mit Zuversicht
auf Nebelschwaden sanft dahin,
wo ich ein Nebeltänzer bin.
Greif‘ zu den Sternen,
wenn sie funkeln.
Das Helle wird erst schön
im Dunklen.
17 Lichtmoment 18.12.25
Vorschautext:
Als wir uns noch an Träumen labten,
da sagtest du: "Wir werden tanzen."
Als wir dann an der Welt zerdarbten,
und uns hinter dem Job verschanzten,
da war'n die Melodien zerronnen.
Wir hab'n sie nicht mehr wahrgenommen.
Doch plötzlich , da erinnert sich
die blasse, resignierte Seele.
Jählings erblühst du innerlich,
ein Lied von gestern dringt an deine Kehle.
Du lässt es frei, hinaus ins Nichts
und kostest mit Freude
...
16 Seit ich dich fand 14.12.25
Vorschautext:
Seit ich dich fand, mein Liebster,
spricht mein Herz zu dir.
Seit ich dich fand, mein Liebster,
wurd' das Ich zum Wir.
Seit ich dich fand, mein Schönster,
kann ich wieder lachen.
Seit ich dich auserwählte,
will ich dir Geschenke machen.
Die Zeit mit dir sind mir geschenkte Tage.
Mein Lebensherbst stellt nun die Frage:
Werden wir zusammen gehen,
wenn einst die Todesglocke klingt?
...
15 In mondloser Nacht 14.12.25
Vorschautext:
Ich bin eine schweifende Seele.
Egal, welchen Ort ich auch wähle,
bin immer im Niemandsland.
Flieh‘ immer vor so vielen Geistern,
kann so mein Leben nicht meistern,
fühl‘ mich stets von Furcht übermannt.
Mit meinen bangen Sorgen
bin ich nur bei dir geborgen.
Du bist mein Festgewand.
Bist lauter Liebespurpur nur für mich.
In mondloser Nacht tanz‘ ich für dich.
14 Unterwegs zwischen den Welten 13.12.25
Vorschautext:
Ich glaube oft, ich war schon viele,
und viele waren auch schon ich.
Die Seelen wechseln ihre Kleider,
und viele Kleider gab’s für mich.
Manche Erfahrungen und Träume
verraten, ich bin unterwegs.
Ich ging bereits durch viele Räume,
durchlebte viele Leben stets.
Ich möchte wirklich weise werden
am Ende meiner langen Reise.
Dann wird‘ ich nicht mehr wiederkehren.
Ich tauch‘ ins Zwielicht und verdufte leise.
13 Nie genug 13.12.25
Vorschautext:
Nie genug Wärme,
nie genug Licht,
nie genug Weite,
gereicht hat es nicht.
Die Seele bleibt hungrig
nach Zuversicht.
Nichts sättigt die Sehnsucht.
Nichts heilt durch Verzicht.
Du fühlst dich eingepfercht in dir,
starrst schmachtend auf die Ausgangstür.
Warst immer schon zur Flucht entschlossen.
Doch diese Tür war nie verschlossen.
12 Reife Frucht 12.12.25
Vorschautext:
Überreif sabbernd
an ihrem Strauch
die rote Beere.
Sie duftet schlabbernd
auf welkes Laub,
fällt dann ins Leere.
Das ist der Ort,
wo sie verdorrt.
Nichts bleibt
von dieser reifen Frucht,
ein bisschen Duft vielleicht,
ein fruchtiger Geruch.
11 Intermezzo 10.12.25
Vorschautext:
Gern leg‘ ich deinen Kuss zurück
dort ins verstaubte Zimmer.
Du warst nur ein Sekundenglück,
zerzaustes Herzgeflimmer.
In weher und in wunder Zeit
warst du zur Nähe nicht bereit.
Hast meine Tränen nicht bemerkt.
Hast meinen Kummer noch verstärkt.
Wie ein verschliss’nes Kleidungsstück
mit Kunstperlengeglimmer
so leg‘ ich deinen Kuss zurück
dort ins verstaubte Zimmer.
10 Undines Erlösung 09.12.25
Vorschautext:
Man sagt:
Ich wurde seelenlos geboren.
Ich hab‘ euch geliebt,
um ganz zu werden.
Ihr wolltet Verlockung ohne Moral,
So konntet ihr mich schuldig nennen.
Ihr wolltet absolute Verfügbarkeit,
So wurde ich kein Gegenüber.
Ihr wolltet grenzenlose Hingabe,
so musstet ihr euch nicht fragen,
was ihr selbst zu geben hattet.
Solange ich anders war,
...
9 Kostbare Leihgabe 08.12.25
Vorschautext:
Ich habe gerne Zeit für dich.
Das sag‘ ich nur gelegentlich.
Ich kann Zeit wirklich nicht vergeuden
mit öden, monotonen Freuden.
Zeit ist nunmal von großem Wert,
jeder Moment bemerkenswert.
Zeit genieß‘ ich nur mit dir,
mit dir ich niemals Zeit verlier‘.
Dir will ich jede Weile schenken,
ohne an die Zeit zu denken.
8 Ophelias stiller Übergang 08.12.25
Vorschautext:
Im dunklen Wasser ruhe ich,
mein langes Haar der Ratten Kinderstube.
Das kalte Wasser gruselt mich
so einsam dort in meiner Nebelgrube.
Es fall’n mir Buchenblätter auf die Lider,
wollen mir Wärme geben,
wollen mich immer wieder
wohlig mit dem Wald verweben.
Eh‘ dies geschieht, stakt dein Kahn
durch dies‘ lichtlose Labyrinth,
und schweigend legst du leise an,
dort, wo die Ratten glücklich sind.
...
7 Erinnerungssplitter 07.12.25
Vorschautext:
Als mein Blick
bei dir stehen blieb,
warst du mir sofort
ein Zuhause,
wo meine Unruhe
ruhen durfte.
Ich fühlte ein Ja,
das nach einer langen Reise
durch mehrere Leben
angekommen war.
Wir erkannten uns,
ohne uns zu kennen,
...
6 Sternschnuppenschauer 06.12.25
Vorschautext:
Ich trinke das Sterben der Sterne,
in meinem Mund zerschmilzt das All.
Lichttropfen ritzen mir
Glutlinien in die Zunge.
So viele verbrannte Wünsche!
Sie schmecken nach Asche und Eis:
zu heiß geträumt
und kalt wie ein Kuss,
der nie erwidert wurde.
5 Aurobinda 06.12.25
Vorschautext:
Aurobinda heiß'ich, die Mondsüchtige.
Ich wandle auf Dächern, um Sterne zu greifen.
Der Wind ist mein Wächter, sät Licht mir zur Brücke.
Ich taste Funken, die meine Hände streifen.

Ich folge dem Mond, seinem heimlichen Ruf.
Sein magischer Zauber durchpulst meinen Schritt.
Ein falscher Tritt, Verirrung genug,
und die Tiefe nimmt mich mit sich mit.

So gehe ich weiter, geführt durch die Nacht,
vom Mond, meinem uralten Tröster.
...
4 Kleines Liebesgedicht 29.11.25
Vorschautext:
Und wenn die Nacht kommt,
dann falte ich den Tag
wie ein Tuch aus leisem Licht
und lege es zu dir,
damit du weißt,
dass du mein stillster Hafen bist.
3 Fensterlichter 29.11.25
Vorschautext:
Niemand soll allein durch die Nacht gehen,
wenn die Luft plötzlich weicher wird,
wenn Zimmer zu Inseln aus Licht werden,
wenn Lichter Geschichten erzählen
wenn Menschen sich Zeit schenken,
wenn eine Hand nach einer anderen sucht,
wenn die Nacht geteilt wird,
damit sie niemandem zu groß wird.
Solange irgendwo in einem Fenster
ein Funke Menschlichkeit leuchtet,
muss niemand
allein durch die Nacht.
2 Novemberblues 28.11.25
Vorschautext:
Der Tag fault heran
wie der dunkle Rest
von etwas,
das vorher Morgen hieß

Er schleicht
bleich
über den knirschend kalten Boden.
Seine Spuren aus Frost
deutet niemand mehr.

Nichts wächst.
...
1 LoveStory 27.11.25
Vorschautext:
Am Anfang legte er sich
wie ein warmer Mantel
um ihr frierendes Herz.
Doch irgendwann
begann er,
den Gürtel um ihren Hals
zu legen
und immer fester zu ziehen.
Er zog nicht laut,
sondern leise
mit der Präzision
eines Fallenstellers,
...