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| 30 | Warum? | 01.01.26 | ||
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Vorschautext: Meine Seele runzelt leise auf eine unwohlsame Weise. Ich muss mich einfach neu besinnen, um dem Abgrund zu entrinnen. Ich muss so manche Träume schreddern, mich nicht in Trugbildern verheddern. Ich muss die Welt von Nahem seh’n, um auch das Gute zu versteh’n. Warum fehlt mir die Leichtigkeit in dieser mir geschenkten Zeit? |
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| 29 | Rückschau | 31.12.25 | ||
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Vorschautext: Als ich mit meiner Seele sprach, war ich schon müde von der Reise, auf der so mancher Traum zerbrach kaum merklich, eher etappenweise. Hab' ich mir zuviel vorgenommen? Bin ich mir wirklich nah gekommen? Hab' ich den Sinn für mich erfahren? Bin ich nun weise mit den Jahren? Jäh reift in mir ein Glücksgedanke. Ich verneige mich ganz tief und danke. |
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| 28 | Mantra mit Ablaufdatum | 30.12.25 | ||
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Vorschautext: „Es kann nur besser werden,“ sagen wir am Ende eines Jahres seit Jahren. Wir sagen es, während wir „kriegstüchtig“ werden, und man Friedensstifter verlacht. Wir sagen es, während Politik sich schmiert, und die Wirtschaft taumelt. Wir sagen es, während wir Tiere züchten für ein Leid in Serie, und den Meeren der Atem ausgeht. Schluss damit! Ab jetzt fordern wir: ... |
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| 27 | Die Ästhetik des Schiefen | 29.12.25 | ||
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Vorschautext: Die Welt hängt schief im Rahmen. Sie wurde so gehängt. Das liegt nicht an den Dramen. Die hab’n wir längst verdrängt. So oft hab’n wir entschieden, die Welt gerade zu richten. Wir lügen uns zufrieden, wenn wir das Chaos sichten. Und eh‘ wir uns entsinnen, bröselt die Wand von innen. Und alles kippt ohne Gnade. Wir leben schief und nennen’s gerade. |
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| 26 | Anyway | 28.12.25 | ||
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Vorschautext: Sie wusste stets, was sie tat. Doch wusste sie auch, warum? Sie überschritt Grenzen, als seien es Spielregeln, die man ändern darf, wenn man das Spiel früh gelernt hat. Männer fielen ihr zu wie Zungen dem Zucker. Man sagte, sie lockte mit Süße, doch sie sättigte nie. Man sagte, sie tränke keine Seelen, doch sie ließ die verdursten ... |
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| 25 | Im Stand-by der Anderen | 28.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich sag’s ,wie es ist. Du hast kein eigenes Licht. Immerzu wartest du, bis jemand erscheint, der es gut mit dir meint. Ohne eigene Energie lebst du von fremder Batterie. Du dockst an, wirst warm, und leuchtest tatsächlich für einen Moment, wirkst sogar richtig ... |
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| 24 | Traumrausch | 28.12.25 | ||
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Vorschautext: Mein Traum geht leis‘ auf Zehenspitzen, damit mein Herz nicht jäh erwacht. Gedanken funkeln, sprüh’n und blitzen in dieser fahlen Winternacht. Mein Traum hält die Gedanken noch im Zaum. Bilder huschen schweigend durch den Raum. Aus dieser Quelle trinkt das Herz und reckt sich trunken himmelwärts. |
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| 23 | Leblosigkeit der Einsamkeit | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: Da ist kein Blick, der nach mir sucht. Da ist keine Stimme, die mich meint. Gedanken sind vorhanden, sie werden nicht gebraucht. Der Körper ist vorhanden, ohne Bedeutung. Meine Abwesenheit: folgenlos. Das ist der Schmerz. |
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| 22 | Restbestand | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: Ausgehöhlt vom Hunger des Lebens. Nicht leer, eher abgetragen. Gerade noch stehend. |
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| 21 | Ankommen | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: Still zieht mein Herz die Schuhe aus, wenn ich dich vor mir sehe. Ich strecke beide Arme aus; Ich brauch‘ nur deine Nähe. Wir halten uns ganz fest im Arm. Der Kreis schließt sich, er wird schön warm. Die Wärme fließt von Herz zu Herz. Die Blicke finden himmelwärts. Solch‘ innige Verbundenheit gibt uns so viel Geborgenheit. Die Seelen sind sich sichtbar nah. Der Zauber wirkt ganz wunderbar. ... |
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| 20 | Angefressen | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: Fressen, fressen, immer essen..... Hast du alles aufgegessen? Hier gesessen, da gesessen. Ist die Portion angemessen? Ganz versessen auf das Fressen, stets das Beste nur gegessen. Bist versessen von dem Fressen, bist von allem angefressen. |
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| 19 | Für die, die blieb ( meine Reisetasche) | 27.12.25 | ||
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Vorschautext: Gegerbt von Zeit und weich geworden von Wegen wartest du wehmütig zwischen Wintermänteln. In deinen Falten schlafen Erinnerungen, die nach Meer riechen nach Zugluft und zögernden Händen. ... |
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| 18 | Windsbraut | 19.12.25 | ||
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Vorschautext: Ab und zu reis‘ ich auf Wolken und blinz’le in das blaue Licht. Die Stürme sind nun abgemolken. Heut‘ gleite ich mit Zuversicht auf Nebelschwaden sanft dahin, wo ich ein Nebeltänzer bin. Greif‘ zu den Sternen, wenn sie funkeln. Das Helle wird erst schön im Dunklen. |
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| 17 | Lichtmoment | 18.12.25 | ||
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Vorschautext: Als wir uns noch an Träumen labten, da sagtest du: "Wir werden tanzen." Als wir dann an der Welt zerdarbten, und uns hinter dem Job verschanzten, da war'n die Melodien zerronnen. Wir hab'n sie nicht mehr wahrgenommen. Doch plötzlich , da erinnert sich die blasse, resignierte Seele. Jählings erblühst du innerlich, ein Lied von gestern dringt an deine Kehle. Du lässt es frei, hinaus ins Nichts und kostest mit Freude ... |
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| 16 | Seit ich dich fand | 14.12.25 | ||
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Vorschautext: Seit ich dich fand, mein Liebster, spricht mein Herz zu dir. Seit ich dich fand, mein Liebster, wurd' das Ich zum Wir. Seit ich dich fand, mein Schönster, kann ich wieder lachen. Seit ich dich auserwählte, will ich dir Geschenke machen. Die Zeit mit dir sind mir geschenkte Tage. Mein Lebensherbst stellt nun die Frage: Werden wir zusammen gehen, wenn einst die Todesglocke klingt? ... |
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| 15 | In mondloser Nacht | 14.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich bin eine schweifende Seele. Egal, welchen Ort ich auch wähle, bin immer im Niemandsland. Flieh‘ immer vor so vielen Geistern, kann so mein Leben nicht meistern, fühl‘ mich stets von Furcht übermannt. Mit meinen bangen Sorgen bin ich nur bei dir geborgen. Du bist mein Festgewand. Bist lauter Liebespurpur nur für mich. In mondloser Nacht tanz‘ ich für dich. |
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| 14 | Unterwegs zwischen den Welten | 13.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich glaube oft, ich war schon viele, und viele waren auch schon ich. Die Seelen wechseln ihre Kleider, und viele Kleider gab’s für mich. Manche Erfahrungen und Träume verraten, ich bin unterwegs. Ich ging bereits durch viele Räume, durchlebte viele Leben stets. Ich möchte wirklich weise werden am Ende meiner langen Reise. Dann wird‘ ich nicht mehr wiederkehren. Ich tauch‘ ins Zwielicht und verdufte leise. |
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| 13 | Nie genug | 13.12.25 | ||
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Vorschautext: Nie genug Wärme, nie genug Licht, nie genug Weite, gereicht hat es nicht. Die Seele bleibt hungrig nach Zuversicht. Nichts sättigt die Sehnsucht. Nichts heilt durch Verzicht. Du fühlst dich eingepfercht in dir, starrst schmachtend auf die Ausgangstür. Warst immer schon zur Flucht entschlossen. Doch diese Tür war nie verschlossen. |
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| 12 | Reife Frucht | 12.12.25 | ||
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Vorschautext: Überreif sabbernd an ihrem Strauch die rote Beere. Sie duftet schlabbernd auf welkes Laub, fällt dann ins Leere. Das ist der Ort, wo sie verdorrt. Nichts bleibt von dieser reifen Frucht, ein bisschen Duft vielleicht, ein fruchtiger Geruch. |
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| 11 | Intermezzo | 10.12.25 | ||
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Vorschautext: Gern leg‘ ich deinen Kuss zurück dort ins verstaubte Zimmer. Du warst nur ein Sekundenglück, zerzaustes Herzgeflimmer. In weher und in wunder Zeit warst du zur Nähe nicht bereit. Hast meine Tränen nicht bemerkt. Hast meinen Kummer noch verstärkt. Wie ein verschliss’nes Kleidungsstück mit Kunstperlengeglimmer so leg‘ ich deinen Kuss zurück dort ins verstaubte Zimmer. |
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