| Titel | ||||
|---|---|---|---|---|
| 22 | Restbestand | 27.12.25 | ||
|
Vorschautext: Ausgehöhlt vom Hunger des Lebens. Nicht leer, eher abgetragen. Gerade noch stehend. |
||||
| 21 | Ankommen | 27.12.25 | ||
|
Vorschautext: Still zieht mein Herz die Schuhe aus, wenn ich dich vor mir sehe. Ich strecke beide Arme aus; Ich brauch‘ nur deine Nähe. Wir halten uns ganz fest im Arm. Der Kreis schließt sich, er wird schön warm. Die Wärme fließt von Herz zu Herz. Die Blicke finden himmelwärts. Solch‘ innige Verbundenheit gibt uns so viel Geborgenheit. Die Seelen sind sich sichtbar nah. Der Zauber wirkt ganz wunderbar. ... |
||||
| 20 | Angefressen | 27.12.25 | ||
|
Vorschautext: Fressen, fressen, immer essen..... Hast du alles aufgegessen? Hier gesessen, da gesessen. Ist die Portion angemessen? Ganz versessen auf das Fressen, stets das Beste nur gegessen. Bist versessen von dem Fressen, bist von allem angefressen. |
||||
| 19 | Für die, die blieb ( meine Reisetasche) | 27.12.25 | ||
|
Vorschautext: Gegerbt von Zeit und weich geworden von Wegen wartest du wehmütig zwischen Wintermänteln. In deinen Falten schlafen Erinnerungen, die nach Meer riechen nach Zugluft und zögernden Händen. ... |
||||
| 18 | Windsbraut | 19.12.25 | ||
|
Vorschautext: Ab und zu reis‘ ich auf Wolken und blinz’le in das blaue Licht. Die Stürme sind nun abgemolken. Heut‘ gleite ich mit Zuversicht auf Nebelschwaden sanft dahin, wo ich ein Nebeltänzer bin. Greif‘ zu den Sternen, wenn sie funkeln. Das Helle wird erst schön im Dunklen. |
||||
| 17 | Lichtmoment | 18.12.25 | ||
|
Vorschautext: Als wir uns noch an Träumen labten, da sagtest du: "Wir werden tanzen." Als wir dann an der Welt zerdarbten, und uns hinter dem Job verschanzten, da war'n die Melodien zerronnen. Wir hab'n sie nicht mehr wahrgenommen. Doch plötzlich , da erinnert sich die blasse, resignierte Seele. Jählings erblühst du innerlich, ein Lied von gestern dringt an deine Kehle. Du lässt es frei, hinaus ins Nichts und kostest mit Freude ... |
||||
| 16 | Seit ich dich fand | 14.12.25 | ||
|
Vorschautext: Seit ich dich fand, mein Liebster, spricht mein Herz zu dir. Seit ich dich fand, mein Liebster, wurd' das Ich zum Wir. Seit ich dich fand, mein Schönster, kann ich wieder lachen. Seit ich dich auserwählte, will ich dir Geschenke machen. Die Zeit mit dir sind mir geschenkte Tage. Mein Lebensherbst stellt nun die Frage: Werden wir zusammen gehen, wenn einst die Todesglocke klingt? ... |
||||
| 15 | In mondloser Nacht | 14.12.25 | ||
|
Vorschautext: Ich bin eine schweifende Seele. Egal, welchen Ort ich auch wähle, bin immer im Niemandsland. Flieh‘ immer vor so vielen Geistern, kann so mein Leben nicht meistern, fühl‘ mich stets von Furcht übermannt. Mit meinen bangen Sorgen bin ich nur bei dir geborgen. Du bist mein Festgewand. Bist lauter Liebespurpur nur für mich. In mondloser Nacht tanz‘ ich für dich. |
||||
| 14 | Unterwegs zwischen den Welten | 13.12.25 | ||
|
Vorschautext: Ich glaube oft, ich war schon viele, und viele waren auch schon ich. Die Seelen wechseln ihre Kleider, und viele Kleider gab’s für mich. Manche Erfahrungen und Träume verraten, ich bin unterwegs. Ich ging bereits durch viele Räume, durchlebte viele Leben stets. Ich möchte wirklich weise werden am Ende meiner langen Reise. Dann wird‘ ich nicht mehr wiederkehren. Ich tauch‘ ins Zwielicht und verdufte leise. |
||||
| 13 | Nie genug | 13.12.25 | ||
|
Vorschautext: Nie genug Wärme, nie genug Licht, nie genug Weite, gereicht hat es nicht. Die Seele bleibt hungrig nach Zuversicht. Nichts sättigt die Sehnsucht. Nichts heilt durch Verzicht. Du fühlst dich eingepfercht in dir, starrst schmachtend auf die Ausgangstür. Warst immer schon zur Flucht entschlossen. Doch diese Tür war nie verschlossen. |
||||
| 12 | Reife Frucht | 12.12.25 | ||
|
Vorschautext: Überreif sabbernd an ihrem Strauch die rote Beere. Sie duftet schlabbernd auf welkes Laub, fällt dann ins Leere. Das ist der Ort, wo sie verdorrt. Nichts bleibt von dieser reifen Frucht, ein bisschen Duft vielleicht, ein fruchtiger Geruch. |
||||
| 11 | Intermezzo | 10.12.25 | ||
|
Vorschautext: Gern leg‘ ich deinen Kuss zurück dort ins verstaubte Zimmer. Du warst nur ein Sekundenglück, zerzaustes Herzgeflimmer. In weher und in wunder Zeit warst du zur Nähe nicht bereit. Hast meine Tränen nicht bemerkt. Hast meinen Kummer noch verstärkt. Wie ein verschliss’nes Kleidungsstück mit Kunstperlengeglimmer so leg‘ ich deinen Kuss zurück dort ins verstaubte Zimmer. |
||||
| 10 | Undines Erlösung | 09.12.25 | ||
|
Vorschautext: Man sagt: Ich wurde seelenlos geboren. Ich hab‘ euch geliebt, um ganz zu werden. Ihr wolltet Verlockung ohne Moral, So konntet ihr mich schuldig nennen. Ihr wolltet absolute Verfügbarkeit, So wurde ich kein Gegenüber. Ihr wolltet grenzenlose Hingabe, so musstet ihr euch nicht fragen, was ihr selbst zu geben hattet. Solange ich anders war, ... |
||||
| 9 | Kostbare Leihgabe | 08.12.25 | ||
|
Vorschautext: Ich habe gerne Zeit für dich. Das sag‘ ich nur gelegentlich. Ich kann Zeit wirklich nicht vergeuden mit öden, monotonen Freuden. Zeit ist nunmal von großem Wert, jeder Moment bemerkenswert. Zeit genieß‘ ich nur mit dir, mit dir ich niemals Zeit verlier‘. Dir will ich jede Weile schenken, ohne an die Zeit zu denken. |
||||
| 8 | Ophelias stiller Übergang | 08.12.25 | ||
|
Vorschautext: Im dunklen Wasser ruhe ich, mein langes Haar der Ratten Kinderstube. Das kalte Wasser gruselt mich so einsam dort in meiner Nebelgrube. Es fall’n mir Buchenblätter auf die Lider, wollen mir Wärme geben, wollen mich immer wieder wohlig mit dem Wald verweben. Eh‘ dies geschieht, stakt dein Kahn durch dies‘ lichtlose Labyrinth, und schweigend legst du leise an, dort, wo die Ratten glücklich sind. ... |
||||
| 7 | Erinnerungssplitter | 07.12.25 | ||
|
Vorschautext: Als mein Blick bei dir stehen blieb, warst du mir sofort ein Zuhause, wo meine Unruhe ruhen durfte. Ich fühlte ein Ja, das nach einer langen Reise durch mehrere Leben angekommen war. Wir erkannten uns, ohne uns zu kennen, ... |
||||
| 6 | Sternschnuppenschauer | 06.12.25 | ||
|
Vorschautext: Ich trinke das Sterben der Sterne, in meinem Mund zerschmilzt das All. Lichttropfen ritzen mir Glutlinien in die Zunge. So viele verbrannte Wünsche! Sie schmecken nach Asche und Eis: zu heiß geträumt und kalt wie ein Kuss, der nie erwidert wurde. |
||||
| 5 | Aurobinda | 06.12.25 | ||
|
Vorschautext: Aurobinda heiß'ich, die Mondsüchtige. Ich wandle auf Dächern, um Sterne zu greifen. Der Wind ist mein Wächter, sät Licht mir zur Brücke. Ich taste Funken, die meine Hände streifen. Ich folge dem Mond, seinem heimlichen Ruf. Sein magischer Zauber durchpulst meinen Schritt. Ein falscher Tritt, Verirrung genug, und die Tiefe nimmt mich mit sich mit. So gehe ich weiter, geführt durch die Nacht, vom Mond, meinem uralten Tröster. ... |
||||
| 4 | Kleines Liebesgedicht | 29.11.25 | ||
|
Vorschautext: Und wenn die Nacht kommt, dann falte ich den Tag wie ein Tuch aus leisem Licht und lege es zu dir, damit du weißt, dass du mein stillster Hafen bist. |
||||
| 3 | Fensterlichter | 29.11.25 | ||
|
Vorschautext: Niemand soll allein durch die Nacht gehen, wenn die Luft plötzlich weicher wird, wenn Zimmer zu Inseln aus Licht werden, wenn Lichter Geschichten erzählen wenn Menschen sich Zeit schenken, wenn eine Hand nach einer anderen sucht, wenn die Nacht geteilt wird, damit sie niemandem zu groß wird. Solange irgendwo in einem Fenster ein Funke Menschlichkeit leuchtet, muss niemand allein durch die Nacht. |
||||