| Titel | ||||
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| 10 | Undines Erlösung | 09.12.25 | ||
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Vorschautext: Man sagt: Ich wurde seelenlos geboren. Ich hab‘ euch geliebt, um ganz zu werden. Ihr wolltet Verlockung ohne Moral, So konntet ihr mich schuldig nennen. Ihr wolltet absolute Verfügbarkeit, So wurde ich kein Gegenüber. Ihr wolltet grenzenlose Hingabe, so musstet ihr euch nicht fragen, was ihr selbst zu geben hattet. Solange ich anders war, ... |
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| 9 | Kostbare Leihgabe | 08.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich habe gerne Zeit für dich. Das sag‘ ich nur gelegentlich. Ich kann Zeit wirklich nicht vergeuden mit öden, monotonen Freuden. Zeit ist nunmal von großem Wert, jeder Moment bemerkenswert. Zeit genieß‘ ich nur mit dir, mit dir ich niemals Zeit verlier‘. Dir will ich jede Weile schenken, ohne an die Zeit zu denken. |
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| 8 | Ophelias stiller Übergang | 08.12.25 | ||
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Vorschautext: Im dunklen Wasser ruhe ich, mein langes Haar der Ratten Kinderstube. Das kalte Wasser gruselt mich so einsam dort in meiner Nebelgrube. Es fall’n mir Buchenblätter auf die Lider, wollen mir Wärme geben, wollen mich immer wieder wohlig mit dem Wald verweben. Eh‘ dies geschieht, stakt dein Kahn durch dies‘ lichtlose Labyrinth, und schweigend legst du leise an, dort, wo die Ratten glücklich sind. ... |
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| 7 | Erinnerungssplitter | 07.12.25 | ||
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Vorschautext: Als mein Blick bei dir stehen blieb, warst du mir sofort ein Zuhause, wo meine Unruhe ruhen durfte. Ich fühlte ein Ja, das nach einer langen Reise durch mehrere Leben angekommen war. Wir erkannten uns, ohne uns zu kennen, ... |
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| 6 | Sternschnuppenschauer | 06.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich trinke das Sterben der Sterne, in meinem Mund zerschmilzt das All. Lichttropfen ritzen mir Glutlinien in die Zunge. So viele verbrannte Wünsche! Sie schmecken nach Asche und Eis: zu heiß geträumt und kalt wie ein Kuss, der nie erwidert wurde. |
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| 5 | Aurobinda | 06.12.25 | ||
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Vorschautext: Aurobinda heiß'ich, die Mondsüchtige. Ich wandle auf Dächern, um Sterne zu greifen. Der Wind ist mein Wächter, sät Licht mir zur Brücke. Ich taste Funken, die meine Hände streifen. Ich folge dem Mond, seinem heimlichen Ruf. Sein magischer Zauber durchpulst meinen Schritt. Ein falscher Tritt, Verirrung genug, und die Tiefe nimmt mich mit sich mit. So gehe ich weiter, geführt durch die Nacht, vom Mond, meinem uralten Tröster. ... |
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| 4 | Kleines Liebesgedicht | 29.11.25 | ||
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Vorschautext: Und wenn die Nacht kommt, dann falte ich den Tag wie ein Tuch aus leisem Licht und lege es zu dir, damit du weißt, dass du mein stillster Hafen bist. |
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| 3 | Fensterlichter | 29.11.25 | ||
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Vorschautext: Niemand soll allein durch die Nacht gehen, wenn die Luft plötzlich weicher wird, wenn Zimmer zu Inseln aus Licht werden, wenn Lichter Geschichten erzählen wenn Menschen sich Zeit schenken, wenn eine Hand nach einer anderen sucht, wenn die Nacht geteilt wird, damit sie niemandem zu groß wird. Solange irgendwo in einem Fenster ein Funke Menschlichkeit leuchtet, muss niemand allein durch die Nacht. |
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| 2 | Novemberblues | 28.11.25 | ||
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Vorschautext: Der Tag fault heran wie der dunkle Rest von etwas, das vorher Morgen hieß Er schleicht bleich über den knirschend kalten Boden. Seine Spuren aus Frost deutet niemand mehr. Nichts wächst. ... |
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| 1 | LoveStory | 27.11.25 | ||
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Vorschautext: Am Anfang legte er sich wie ein warmer Mantel um ihr frierendes Herz. Doch irgendwann begann er, den Gürtel um ihren Hals zu legen und immer fester zu ziehen. Er zog nicht laut, sondern leise mit der Präzision eines Fallenstellers, ... |
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